Hallo Honeymoon
es ist gut dass Du Dein Glück gefunden hast in Deiner neuen Familie.
Und wie soll man nicht erschrecken, bei dem was Du schilderst.
Wie Du vielleicht selbst manchmal erschrickst.....unwirklich und dennoch wahr.
Der Schrei, der alles übertönt, unvergessen, stumm gedrückt und echolaut zurückhallend.
Es ist nicht wegzureden, nicht wegzudenken, das geht nicht.
Und dennoch hast Du 2 Welten. Deine harmonische Familie und Dein Erschrecken in der Nacht.
Manchmal bei großen Katastrophen, die man immer öfters in den Medien sieht, frage ich mich, wie die Psychologen die Angehörigen betreuen, was sagen sie ihnen ?
Einer hat sich so geäussert: Wenn man etwas, was geschehen ist nicht ändern kann und es auch nie vergessen wird, dann gibt es nur einen einzigen Weg: Das Akzeptieren, als Teil des eigenen Lebens.
Akzeptieren heisst hier nicht gut heissen, sondern sich selbst akzeptieren, mit allem wie man ist, wie man geworden ist, mit den Ängsten und dem Vergangenen und der Gegenwart.
Es gibt jeden einzelnen von uns nur in dieser jetzigen Form, nicht anders und nur wir selbst können dies an-nehmen, akzeptieren, uns so wie wir sind selbst mögen. Wie sollen es die anderen, wenn wir es nicht selbst können.
Der Psychologe meinte, es wäre ein Weg, vielleicht das "Was wäre wenn dies alles nicht geschehen wäre" zu überwinden, denn vergessen wird man es nicht und geschehen ist es auch.
Es folgt sonst oft eine Trennung von Körper und Seele, die sich auch darin äußert, dass man nicht von sich spricht, sondern von seinem Körper , als Gegensatz wohl zu seinem Geist/Denken. Man versucht dem Körper dies zu zuschieben und damit entfremden sich Köper und Geist. Der Körper wird nicht mehr als "rein" akzeptiert.
Vielleicht ist das die Bresche, die diese Autoimmunerkrankungen ausnützen und den Körper zusätzlich malträtieren oder sollte man besser sagen : bestrafen ?
Könnte es sein, dass Du so eine Trennung fühlst zwischen dem Köper und dem Geist/Denken/Fühlen ?
Du hast Stärke gezeigt und eine Menge Courage, das treibt Dich auch weiter und hilft anderen.
Und wenn Du selbst einen Zusammenhang siehst, mit den Schmerz von damals,den die Zeit mit weiter getragen hat, und der Rheumatischen Erkrankung....kommt Dir da nicht auch manchmal die Idee auf, diese 2 Teile sollten wieder zusammen finden (Körper und Geist)
Es ist schwer, einen (DEINEN) Körper zu lieben, der von Schmerzen geplagt ist. Aber vielleicht ist es ein Weg, die Beschwerden etwas zu mildern. Wenn man Köper und Geist im Alltag nicht mehr trennt. beides an-nimmt und vergibt.
Es führt ein bisschen zu weit, so spät in der Nacht und ich weiss auch nicht, ob ich es richtg rüber bringe, was ich sagen will...
besser schreibe morgen wieder und wünsche Dir eine harmonische Nacht, honeymoon.