Frage zu Rheumat. Arthritis und Medikamente Prednisolon u. MTX

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von bialbb, 28. Dezember 2017.

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  1. bialbb

    bialbb Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    ich habe da mal eine Frage zur Erfahrung mit Medikamenten und Wirkung.

    Es ist so, dass ich seit Juli diesen Jahres aufgrund verdächtiger Arthritis Könnte ich eine Faust machen und hätte ich nicht Probleme mit der starken Schwellung an meinen Fingern, so würde ich noch nicht mal Medikamente nehmen, denn ich habe keine Morgensteifigkeit und auch keine Schmerzen (die hatte ich nämlich noch nie)einnehme.
    Anfangs mit 20 mg Prednisolon tägl. die Woche und zusätzlich 1x in der Woche MTX-Spritzen mit 15 mg.
    Könnte ich eine Faust machen und hätte ich nicht Probleme mit der starken Schwellung an meinen Fingern, so würde ich noch nicht mal Medikamente nehmen, denn ich habe keine Morgensteifigkeit und auch keine Schmerzen (die hatte ich nämlich noch nie)

    Lt. Ärztin sollte ich dann das Prednisolon schleichend heruntersetzen und zwar bin ich deshalb derzeit auf 4 mg täglich.

    Nun hatte ich letzte Woche Mückenstiche und aufgrund des starken Juckreizes und der erheblichen Stiche hatte ich mir dann in der Apotheke Fenistil besorgt. Ein Arzt konnte ich aufgrund des Weihnachtswochenendes dann auch nicht erreichen. Es ist nur so, dass ich das Fenistil nicht vertragen hatte, denn ich bekam danach einen fürchterlichen Hautausschlag mit starken Bläschen und so starkem Juckreiz, als wäre ich im Brennesselhaufen gewesen.
    Bin daraufhin deshalb extra ins Krankenhaus nach Hamburg um mich an einen Dermatologen zu wenden.
    Der hat mir dann eine Cortisonstoßtherapie empfohlen, 60-60-40-40-20-20 mg 1xtägl. und das Fenistil sollte ich nicht mehr verwenden.
    Und ich muss sagen, das hat geholfen.
    Ich hatte ja weiter oben geschrieben, dass ich derzeit auf 4 mg Kortison täglich bin, da war ich deshalb auch nochmals Anfang Dezember bei der Ärztin, die sich meine Finger angeschaut hatte. Ich habe ihr ja gesagt, dass ich trotz der Medikamente (Prednisolon u. MTX) noch immer keine Faust machen konnte. Sie meinte daraufhin Ergotherapie würde helfen. Hab hierzu nur noch keinen Termin.
    Und jetzt nachdem ich in der Klinik in Hamburg war und heute morgen angefangen hatte mit den 60 mg. Prednisolon merke ich gerade, dass ich auf einmal meine Finger besser bewegen kann und der Faustschluss so gut wie möglich ist, das war leider letzte Woche nicht so.


    Es heißt man soll Kortison ja schleichend absetzen, so dass man es gar nicht mehr braucht, nur noch MTX.
    Nun ist natürlich meine Frage: Da nun gerade eben die höhere Kortisoneinnahme Wirkung gezeigt hat und ich nun meine Finger dadurch wieder sofort gut bewegen konnte, dann bin ich wohl auf Dauer auf höhere Kortisoneinnahme angewiesen, weil dann bringt doch alleine MTX nichts, oder?

    Wie schon am Anfang erwähnt: meine Problematik sind einzig und allein geschwollene Finger, die ich nicht zur Faust machen kann (erstes Auftreten des Problems war an einem Finger vor 5 Jahren) und ich war stets schmerzfrei in den Händen.

    Könnte es evtl. auch einen anderen Grund geben, der nichts mir Rheuma zu tun hat, da mir der höhere Kortisonstoss geholfen hat?

     
  2. bialbb

    bialbb Registrierter Benutzer

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    Der letzte Rheumaarzt (eher Orthopäde, also kein Internist), bei dem ich war, bevor mit das mit den Mückenstichen passierte meinte das MTX wäre gut wegen meiner Schwellung, dies scheint nun aber nicht so.

    Gestern war ich nun bei meinem neuen Hausarzt, von dem ich eine Kopie der Auswertung des Ganzkörper-Szintigramms erhalten, habe, was ich im Mai 2017 gemacht habe.
    (übrigens hatte ich zum Zeitpunkt als dieses Knochenszintigramm gemacht wurde noch keine Medikament genommen)
    Im Befundbericht steht dazu:
    Bereits in der Frühphase massive Anreicherung, insbesondere MCP Strahl 2,3 und 5 rechts, Strahl 2 und 5 links sowie radiokarpal, Daumensattelgelenke beidseits, Daumengrundgelenke beidseits und deutlich gering auch einzelne PIP- und DIP-Gelenke.
    Im Bereich der Füße kräftige Anreicherungen sowohl im Achillessehnenansatz, als auch im Bereich des Ansatzes der Plantaraponeurose sowie Großzehengrundgelenk und MTP Strahl zumindest 3 beidseits.
    Geringe Synovitis auch im Bereich beider Knie. In der Mineralisationsphase finden sich in Händen und Füße den Frühableitungen entsprechende Anreicherungen. Zusätzlich kräftige Anreicherung im mittleren bis distalen Oberschenkel der lateralen Kortikalis aufliegend z.B. einer stattgehabten subperiostalen Einblutung entsprechend.
    Lt. Beurteilung des Radiologe soll das Bild passend sein zur aktiven rheumatoiden Arthritis, insbesondere die Hände und Füße betreffend, geringer auch beide Knie.
    Ich war nach dem Bericht natürlich etwas erstaunt, da ich ja nur in der Hand Beschwerden habe, insbesondere im Sinne des fehlenden Faustschlusses und die Schwellung nicht über den MCP-Gelenk ist (genauer zwischen Mittel und Grundgelenk).
    Auch keinerlei Schmerzen. Ich war ja auch im April (2 Wochen vor dem Szintigramm) bei einem Rheumatologen, der eben lt. Ultraschall keine aktive Arthritis festgestellt hatte. Auch hat der meine Hände gedrückt, was ja ein Rheumatologe meist macht, um zu testen, ob man auf den Druck mit einem Schmerz reagiert.

    Im Jahr 2012 nach erster Fingerschwellung hieß es die Schwellung an meinem Fingergelenk sei lediglich eine Weichteilschwellung.(Dies hatte der damalige Rheumatologe so bestätigt)

    Und merkwürdigerweise steht in der Auswertung der Szintigraphie auch, dass die Füße betroffen sind, dabei habe ich überhaupt keine Beschwerden mit meinen Füßen. Ich kann laufen wie gewohnt, habe keine Schwellungen da und auch keine Bewegungseinschränkungen.

    Dann ist sogar die Rede, dass die Knie auch betroffen sein, sollen, wenn auch nicht so ausgeprägt, aber selbst da habe ich keinerlei Beschwerden.
    Deswegen bin ich nun echt irritiert.
    Ich möchte es da nochmals auf jeden Fall bei einem guten internistischen Rheumatologen abklären lassen, denn hier ist für mich einiges unklar und ich weiß ich nicht, ob eine Weichteilschwellung auch evtl. irgendwelche Verfärbungen zeigen kann oder ob es nun 100% auch eine Arthritis ist, obwohl die Schwellung nicht direkt im Gelenk ist?

    Im Befund ist die Rede von Anreicherungen, die da im Achillessehnenansatz sein sollen, müsste ich da nicht normal was mitbekommen (übrigens ohne Medikamenteneinfluss)
    Wer von euch hat evtl. auch eine RA und kann da ähnlich berichten?
     
  3. bialbb

    bialbb Registrierter Benutzer

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    Kati, danke für deine Rückmeldung dazu.
    Bezüglich MTX und Cortison würde ich natürlich dies auch gerne bei einem neuen Rheumatologen abklären lassen,
    wie ich alles am besten einnehmen kann, so dass es mir auch exakt hilft.

    Ich würde mich freuen, wenn sich noch weitere Personen hier melden.
     
  4. Birte

    Birte Registrierter Benutzer

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    Wenn bei einer Szintigrafie Entzündungen zu sehen sind, ist soweit ich weiß auch zweifelsfrei eine Entzündung in den entsprechenden Gelenken vorhanden. Manchmal sind sie nicht so ausgeprägt, dass schon Beschwerden auftreten. Bei meiner Szintigrafie z. B. waren damals Entzündungen im ISG zu sehen, es hat aber noch Jahre gedauert, bis das ISG ernsthafte Probleme gemacht hat. Die Gelenke, in denen ich schon zum Zeitpunkt der Szintigrafie (für meinen damaligen Kenntnisstand) große Beschwerden hatte, waren im Computerausdruck alle deutlich von tiefrot bis pechschwarz zu erkennen. Auch Bewegungseinschränkungen sind Beschwerden. Nicht alle Menschen spüren Schmerzen gleich.

    Also, wie ich in deinen anderen Threads schon schrieb - ab zum Rheumatologen und auch die angesprochene Ergotherapie wäre hilfreich, da eine aktive Entzündung irreparable Schäden an den Gelenken und dem umliegenden Gewebe machen kann - und die Hände braucht man ja nun mal fast für alles.
     
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