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Frage zu Dsdna - Lupus like Syndrom oder systemischer Lupus

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Max'Mama, 29. Juli 2015.

  1. Max'Mama

    Max'Mama Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    Ich habe eine Frage zu meinen Blutbefunden. Vorweg: ich habe eine diagnostizierte Spondarthritis (axial und periphere Beteiligung) und einen Crohn, die derzeit mit Mtx sulfasalazin, Predni & Celebrex behandelt wird. Tnf Blocker kommen wegen einer Krebserkrankung und Unverträglichkeit nicht mehr in Frage.

    Seit Monaten habe ich ein extremes Krankheits und Grippe Gefühl, immer wieder Hautprobleme mit Ausschlag um die Wangen und Nase. Biopsien waren bisher immer ohne eindeutigen Befund.

    Vor ca 3 Jahren wurden die Tnf blocker aufgrund dieser Sache abgebrochen, es hieß damals das sei ein Lupus Like Syndrom und das würde wieder verschwinden.

    Leider wird das ganze immer schlimmer, letztendlich sind sogar meine Nieren betroffen, habe immer wieder Eiweiß und Blut drin.

    Nun wurde mir ein zweites Mal Blut für die Ana Werte abgenommen und wieder hat man folgende Werte gefunden:

    Ana: 1:640
    Ena: Ratio 2,3
    Scl70 positiv
    Antikörper gegen dsdna
    weiterhin Komplementfaktor C3 erniedrigt

    Die dsdna waren vor 3 Monaten schon mal positiv.

    Spricht das ganze für ein Lupus Like Syndrom oder einen systemischen Lupus?

    Allerdings machen mich der positive Scl70 antikörper etwas nachdenklich. Der würde eher zu einer Sklerodermie passen.

    Ich habe momentan wieder ein blühendes Hautbild, aber auch wieder Eiweiß und Blut im Urin.

    Hat jemand Erfahrungen mit diesen Blutwerten und dem Krankheitsbild?

    Kann man 2 von diesen Rheuma Erkrankungen haben?

    LG
     
  2. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    Huhu,
    Zu den werten kann ich nichts sagen, nur das mein ana auch so 640, 1280 rum schwanken.
    Aber wg blut und eiweiß im urin...warst du denn mal deshalb beim urologen?
    Ich habe das auch fast ständig und bekam die diagnose mikrohämatorie, meine nieren selbst waren wohl bis auf minimalen nierengrieß okay.
    Ich würde das auf jeden fall mal bei einem urologen abklären lassen. Wobei mir auch gesagt wurde das das nicht krankhaft sein muss mit dem blut u eiweiß im urin...mikrohämatorie würde es öfter als man denkt geben und verläuft auch sehr oft ohne irgendwelche probleme...
    Allerdings ob es ein zusammenhang mit deinen blutwerten gibt kann ich nicht sagen
     
  3. Max'Mama

    Max'Mama Neues Mitglied

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    Hallo norchen, danke für deine Antwort. Ja, ich war sogar bei so einem Nieren Facharzt, leider war der Termin erst, als meine Beschwerden schon wieder weg waren. Da wurde nur noch die von dir beschriebene Mikro.... Dings ( :) ) gefunden.
     
  4. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Mir hat das ein Urologe mal so erklärt: Ich soll mir das vorstellen, wie das Filterpapier beim Kaffeefiltern. Bei mir sei das Filterpapier etwas grobkörniger wie bei anderen Menschen und deshalb würde manchmal was durchschlüpfen.
    Wenn man keine weiteren Symptome hat, sei es als harmlos zu betrachten. Von daher kann man bei dir nicht rückschließen, dass das Rheuma deine Nieren angreift.

    Zu deinen anderen Werten:
    Lupus ist nicht einfach zu diagnostizieren, weil es so viele unterschiedliche Symptome und Erscheinungsformen hat. Bei mir gehört Lupus zu den möglichen Verdachtsdiagnosen. Der DsDNS war bei mir einmal positiv, seither wieder negativ. Allerdings wurde mir gesagt, dass die Untersuchungsmethoden dafür noch nicht so sicher sind und es öfter falsch positive Ergebnisse geben würde. Der Scl70 war bei mir grenzwertig, wurde aber inzwischen nicht wieder untersucht.

    Mehr kann ich leider nicht beitragen-

    Alles Gute für dich!
    LG
    Lächeln
     
  5. Max'Mama

    Max'Mama Neues Mitglied

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    Danke für deine Antwort, Lächeln.
    Es ist ja nicht so, dass ich keine weiteren Symptome zu dem Eiweiß habe. Mir tun die Nieren ja auch regelrecht weh und ich habe seitdem ich das Krankheitsgefühl habe, auch sichtbares Blut drin. Sämtliche Untersuchungen auf Keime oder Bakterien, die einen Infekt erklären würden, sind ohne Befund.

    Die andere Grunderkrankung ist momentan relativ ruhig und dieses ständige Gefühl, als wenn man eine heftige Grippe bekommt, habe ich ebenfalls noch nicht gehabt ( im Rahmen der Spondarthritis ).

    Die behandelnden Rheumatologen wussten bis dato auch nicht weiter, bis sie 2x in relativ kurzen Abständen, 3 Monate) den dsdna wert positiv testen konnten. Sie sagen, dass es zu einer Kollegenose passen könnte.

    Daher meine Fragen in wie weit sich hier damit jemand auskennt.

    Werde aber demnächst stationär in die Klinik gehen.
     
  6. Anni

    Anni Neues Mitglied

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    Hallo Max' Mama

    deine erhöhten Werte, Ana und DsDna, und deine Symptome sprechen schon für einen SLE bzw für eine Kollagenose. Da gibt es ja einige Erkrankungen mit sehr ähnlichen Beschwerden. Oft spricht man auch von Mischkollagenosen. Ich bin selber betroffen und kann dir nachempfinden wie du dich fühlst. Ich würde dir einen stationären Aufenthalt in einer Fachklinik raten. Ich selber war Anfang Januar in Bad Bramstedt. Bei mir ging es um Medikamenten Einstellung, da ich mit MTX sehr große Probleme hatte. Obwohl meine Diagnose Lupus schon seit 2012 gesichert ist, haben die dort nochmal alle Tests und noch mehr gemacht. Ich war 9 Tage dort und war super zufrieden.

    Liebe Grüße
    Änni
     
  7. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Maxmama,
    beim medikamenteninduzierten Lupus sind eigentlich meist keine ds-DNA AK zu finden sondern Antihiston Ak. Deshalb könnte es wahrscheinlicher sein das es bei dir leider eher ein systemischer Lupus bzw. eine systemische Kollagenose sein kann.
    http://flexikon.doccheck.com/de/Medikamenteninduzierter_Lupus_erythematodes
     
    #7 3. August 2015
    Zuletzt bearbeitet: 3. August 2015
  8. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    @Lächeln, warum ist das denn bei dir dann grobkörniger als bei anderen Menschen ?
    Ich würde ja wegen einer Vermutung und Abklärung einer Nierenbeteiligung bei einer entzündlich rheumatischen Erkrankung nicht einen Urologen befragen, sondern einen Nephrologen fragen und untersuchen lassen, denn das ist das Gebiet der Nephrologen. Übrigens macht eine Nierenbeteiligung durchs Rheuma an sich keine Schmerzen und großartige Symptome.
     
  9. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Danke für den Hinweis, Lagune. Das mit dem Urologen ist schon etliche Jahre her. Inzwischen war ich (auf Überweisung des Rheumatologen) auch mal beim Nephrologen, der mich gründlich durchgecheckt hat (Ultraschall, spezielle Blutuntersuchungen, 24-Stunden Urin....). Auch er fand nichts Besorgniserregendes.
     
  10. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Gut das bei dir nichts besorgniserregendes gefunden wurde. Bei mir wurden mehr Untersuchungen gemacht, Ultrachall der Nieren und Nierenbiopsie....Hab eine chronische Niereninsuffizienz, zum Glück hält sie sich seit einigen Jahren in leichteren Stadien. Ich hoffe e bleibt so, hab keine Lut auf Dialyse.
     
  11. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    ... keine Lust auf Dialyse ..... kann ich gut verstehen, wer hat das schon?