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Frage zu ANA-Titer

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Claudia1967, 11. Oktober 2007.

  1. Claudia1967

    Claudia1967 Neues Mitglied

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    Halli Hallo,

    nun habe ich heute weitere Werte erhalten und siehe da der ANA liegt bei 1:200 Referenz <1:100.
    Im Jan.07 lag er bei 1:100 (gleiches Labor) und im Juni war er negativ (anderes Labor) . Meine Frage ist nun, wie hoch muss für Ärzte der Ana sein, damit sie das Ernst nehmen? Mein Arzt meinte nämlich heute, bei Kollagenosen wie Lupus etc. wäre der höher und mein Wert wäre nicht weiter schlimm. Hat er Recht?
    Das Labor schreibt, das Ana bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen vorkommen und eine Differenzierung durch Ena erfolgen könne. Ich farge mich nur gerade, wenn mein leicht erhöhter Ana nicht weiter schlimm ist wieso das Labor das dazu schreibt :confused:

    Übrigens mein Ccp liegt bei 0.2 Referenz bis 1 also negativ

    Gruß
    Claudia
     
  2. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Claudia,
    wir beide hatten ja schon mal das Vergnügen. Dein Arzt hat in so weit recht,
    dass der Ana-wert nicht weiter schlimm wäre, wenn du ansonsten pumperl-
    gesund wärst und absolut keine Probleme hättest. Das ist aber nicht so bei
    dir und deswegen muss auch schon dieser Wert ernstgenommen werden.
    Ausserdem gibt es auch noch andere Kollagenosen ausser Lupus die viell.
    nicht mit so hohen AKs einhergehen können. Aber auch bei Lupus können
    die Ana-Werte nur gering erhöht sein. Diese Bilderbuchvorstellungen deines
    Arztes treffen eben nicht immer zu. Eigentlich solltest du dir einen anderen
    Arzt suchen od. es viell. auch mal bei einem Blutgerinnungsspezialisten
    versuchen, da ja auch ein spezifischer AK dafür bei dir erhöht ist. Viell.
    gelingt es dir, dass man dir über diesen Umweg weiterhelfen kann.
     
  3. Claudia1967

    Claudia1967 Neues Mitglied

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    Hallo Witty,

    vielen Dank für Deine Antwort. Nun, ich will meinen HA gar nicht ankreiden denn er bemüht sich redlich und nimmt meine Schmerzen ernst. Er meinte auch das mein Blutbild nichts gravierendes aufweist aber da schon was köchelt. Ich muss heute nochmals zum Röntgen meines Fingers und Fusses und dann will er weiter entscheiden. Er meinte auch wenn er jetzt nicht wirklich weiter kommt überweist er mich in die Rheumaambulanz. Seine Aussage war dahingehend, das es manchmal dauern kann bis was handfestes gefunden wird er aber bei so grenzwertigen Dingen als Internist überfordert ist, deswegen dann Spezialist. Naja, ich hoffe nur, das es dann mit der Rheumaambulanz nicht so ein Reinfall wird wie im Juni beim Rheumatologen.
    Jedenfalls bin ich froh das mein HA offen zugibt, das er ab einem gewissen Grad selber nicht mehr weiter weiß... Besser so als mich als lala einzustufen ;)

    Gruß
    Claudia
     
  4. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    hallo claudia,

    ich hatte hier neulich schon mal was zum ana-titer geschrieben. vielleicht hilft dir das weiter.
    an sich ist es schon so, dass man, wenn der ana-titer positiv ist und der patient rheumatische beschwerden hat (selbst, wenn diese erstmal nach cp oder was auch immer aussehen), in der weiteren diagnostik die ena´s untersucht und somit gezielt nach entsprechenden antikörpern geschaut.
    dein ana gibt nur den hinweis auf ein weichteilrheuma, die höhe dessen sagt aber weder etwas über die krankheitsaktivität noch über den verlauf aus.
    wenn die ana´s untersucht wurden, dann müsste im befund an sich auch das fluoreszenzmuster beschrieben worden sein. da stehen dann immer so sachen, wie: gesprenkelt, homogen, feingranulär, nukleolär etc. dieses ist eher noch hinweisgebend auf eine richtung der erkrankung.
    was mich allerdings wundert sind die sehr "runden" referenzwerte des labors, da beim ana-titer, so er denn überhaupt positiv ist, üblicherweise der normalwert bei 1:80 liegt und sich im weiteren verlauf jeweils verdoppelt, d.h. 1:160, 1:320 etc, was heisst, dass es fast unmöglich ist auf so glatte zahlen zu kommen. ich nehme mal an, dass deiner dann bei 1:160 liegt, was einer leichten erhöhung entspricht.
    ich denke, eine einfache rheumadiagnostik, in dem sinne, dass der ha einfach die rheumafaktoren untersucht ist schon viel wert. mit den ana´s dürfte er eher überfordert sein. eine überweisung in eine rheumaambulanz ist da sicher das beste. ich denke aber auch, dass es positiv zu werten ist, dass dein ha sein nicht-wissen zugeben kann. ärzte, die so ehrlich zu einem sein können sind selten, insofern: kompliment an deinen doc :) . bei meinem hausdoc ist es genauso. was mich allerdings immer wieder wundert, ist, dass ärzte oftmals auch nicht bereit sind, ihre wissenslücken wenigstens ansatzweise zu füllen. kein mensch erwartet, dass sie rheumaprofis werden, aber es gibt ja doch genügend möglichkeiten wenigstens mal nachzuschlagen. bei ro gibt es so viele laien, die wirklich gut über ihre erkrankungen informiert sind, so dass sie gar manchem arzt (nicht rheumatologen) was vormachen können, insofern sollte es für einen mediziner ein leichtes sein, sich die nötigen informationen innerhalb weniger minuten zu ergoogeln. ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es menschen gibt, die ein langes und hartes medizinstudium absolvieren und irgendwann an einen punkt geraten, wo sie nicht mehr wissen wollen, sondern sich auf dem ausruhen, was sie haben. ich stelle mir das sehr unbefriedigend vor, weil es nichts mehr damit zu tun hat die gesundheit eines patienten wieder herzustellen oder zu erhalten, sondern nur noch damit, diesen zu vertrösten. nun ja, vielleicht habe ich da die falschen ideale [​IMG] .

    lieben gruß
    lexxus

    ps: ich nehme an, dass du dir von allen bisherigen befunden kopien hast geben lassen? wenn nicht, solltest du das unbedingt nachholen. es ist echt hilfreich auch selbst nochmal nachlesen zu können, zudem ist es auch praktisch bei einem arztwechsel bzw. überweisung zum facharzt.