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Frage an Remicade User

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von cava, 28. Februar 2008.

  1. cava

    cava Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    am 01.02.08 hatte ich meine 1. Remicade Infusion. Alles prima - keine Nebenwirkungen und nach einer Woche war mein CRP von 2,9 runter auf
    0,92. Ich war echt erstaunt. Zusätzlich war ich zu 90% schmerzfrei und
    konnte meine Schmerzmedis beiseite legen.....

    Nach 2 Wochen dann die 2. Infusion. Ca. 3 Tage nach der Infusion bekam
    ich einen Juckreiz, der bis heute anhält. Anfänglich erst wenig, dann immer
    heftiger. Nach dem Kratzen - kamen dann schöne fette Quaddeln. Diese
    verschwinden dann aber wieder über Nacht, wenn der Juckreiz nachlässt.
    Der Juckreiz ist vorwiegend an den Armen, Beine, Nacken und Händen

    Gestern war es dann so heftig, das ich diese allergische Reaktion mit einem
    Antihistamin bekämpft habe (Nach Telefonat mit meinem Rheumadoc).

    Hat jemand, der Remicade genommen hat, oder noch nimmt auch schon mit
    diesem Juckreiz zu tun gehabt?


    LG
    Cava
     
  2. karine

    karine Neues Mitglied

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    hallo cava

    ich habe auch remicade infusionen, seit eineinhalb jahren. ich hatte sowas noch nie, allerdings weiss ich, dass es an der infusionsstelle zu solchen reaktionen kommen kann! aber am ganzen körper?!
    was genau meint denn dein rheumadoc dazu???
    hoffe, dass es bald verschwindet und du die weiteren infusionen besser überstehst! in welchen abständen hast du sie?

    alles gute!
    grüessli,
    karine
     
  3. cava

    cava Neues Mitglied

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    Hallo Karine,

    mein Rheumadoc ist sich noch nicht sicher, ob es vom Remicade kommt. Er ist der Meinung, das es dann schon nach der 1. Infusion aufgetreten wäre. Ich bin da anderer Meinung, da solche Reaktionen ja auch verzögert auftreten können. Auf jeden Fall habe ich meinen nächsten Termin am 14.03. und dann mal schauen, ob wir die 3. Infusion machen oder nicht.

    Die Abstände sollen bei mir dann wohl auf 8 Wochen ausgedehnt werden.

    Abgesehen von diesem Juckreiz geht es mir aber echt super. Fühle mich wie
    Neugeboren :rolleyes:

    LG
    Cava
     
  4. Ukumeh

    Ukumeh Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    mal noch ne andere Frage zu Remicade: Muss man das zusammen mit Mtx nehmen oder geht es auch als Monotherapie?

    Hoffe die Quaddeln verschwinden wieder und Du kannst Deine Therapie fortsetzen. Dafür viel Glück. Ich hatte das mal von anderen Tabletten, da hab ich im Anschluss Fenestil Tabletten genommen, die haben das gleich abgefangen und dann hab ich wieder damit aufgehört.

    Liebe Grüße ...
     
  5. adina

    adina Mitglied

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    Hallo cava, ....

    allergische Reaktionen können zu jedem Zeitpunkt auftreten und oft auch wirklich besonders erst bei/nach der zweiten, dritten ... Einnahme ...

    "Das Immunsystem muss mindestens einmal in Kontakt mit einer allergieauslösenden Substanz (Allergen) kommen. Es stuft dabei die Substanz als fremd und gefährlich ein und bringt damit eine Abwehrlawine ins Rollen. Bei erneutem Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff reagiert das Immunsystem immer wieder gleich. Manchmal steigert sich die Heftigkeit der Reaktion im Lauf der Zeit."


    "Infliximab verteilt sich im Gefäßsystem, wo es noch bis zu 8 Wochen später nachweisbar ist. Dort blockiert er die TNFα-gesteuerte Freisetzung von entzündungsauslösenden Botenstoffen (Zytokine) und führt somit in vielen Fällen nach zwei Wochen zu einer deutlichen Reduktion der Entzündungen. Da der Antikörper ein chimäres Produkt aus menschlichem und tierischem Protein (Mensch/Maus) ist, können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Auch infusionsbedingte Reaktionen wie Fieber, Hautausschlag mit Juckreiz, Schüttelfrost, Atemnot und Brustschmerzen sind möglich."


    Nebenwirkungen

    Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

    Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.
    • Virusinfektionen
    • Kopfschmerzen, Schwindel/Benommenheit
    • Übelkeit
    • Durchfall
    • Bauchschmerzen
    • Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautreaktionen, z.B. Rötung, Juckreiz, Ausschlag, Quaddelbildung
    • Brustschmerzen
    • Müdigkeit
    • Fieber
     
    #5 2. März 2008
    Zuletzt bearbeitet: 2. März 2008
  6. adina

    adina Mitglied

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    Hallo Ukumeh,

    soviel ich weiß, soll MTX zusätzlich nicht nur die Wirksamkeit erhöhen, sondern eine mögliche Antikörperbildung gegen das Medi verhindern ... laut Aussage meines Rheumadocs:cool:.

    Ich habe nach Humira und Remicade nun Enbrel ... stets in Kombi mit MTX, allerdings brauche ich es auch zur Wirkungsunterstützung.

    Viele bekommen TnFs aber auch als Monotherapie :confused:...

    Wie Du siehst, gibt es wohl auch hierzu mal wieder die gegensätzlichsten Meinungen:o;).

    LG, adina:)

     
  7. cava

    cava Neues Mitglied

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    Hallo Adina,

    Jepp, das ist mir ja auch bekannt. Deshalb auch meine Frage, ob diese Nebenwirkungen auch schon so hatte, wie ich.
    Ist ja bei mir über den ganzen Körper verteilt. So eine richtig schöne Nesselsucht. Klar ist also: Mein Körper versucht diesen Mist loszuwerden.

    Ist schon echt ein Kreuz mit den Medis.....Auch wenn man sich vor klar und deutlich vor Augen führt, was MTX eigentlich ist.
    MTX ist ja eine schwache Chemotherapie. Und woher kommt die Chemotherapie? Ganz einfach: Aus dem Kampfgas Lost (Gelbkreuz).
    Ergo nehmen wir mit dem MTX eine Art Kampfgas ein....:eek::eek::eek::eek:

    Ob die Ärzte uns wirklich helfen wollen?????

    Hier ein Ausschnitt aus einem Zitat aus dem Deutschen Ärtzeblatt (pp) Heft 10. Okt 2002, den ich gestern gefunden haben:

    "Der Wettbewerb zwingt zur Erschließung neuer Märkte. Ziel muß die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein, also in Menschen, die sich möglichst lebenslang sowohl chemisch-physikalisch also auch psychisch für von Experten therapeutisch, rehabilitiv und präventiv manipulierungsbedürftig halten, um "gesund leben" zu können."

    Mehr möchte ich dazu im Moment lieber nicht sagen, da mir bei meinen derzeitigen intensiven Recherchen immer weiter der Kamm schwillt......:mad:

    LG
    Cava
     
  8. claudiiah

    claudiiah :-)

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    hallo!

    ich bekomm seit über 1 jahr remicade und hatte bis jetzt null nebenwirkungen. liegt vielleicht daran, daß ich vor der remicade-infusion eine kleine infusion mit 100mg solu-dacortin und 1 amp fenistil bekomme. man wird zwar müde davon (fenistil), dafür keine nebenwirkungen :D

    ich bin morgen dran wieder mit remicade.

    am anfang hab ich mtx dazugenommen, hab ich aber wieder abgesetzt, da mtx nicht wirkt bei mir. brauch auch keine schmerzmedis sonst dazu

    claudia
     
  9. Susysanne

    Susysanne Neues Mitglied

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    Erst einmal ein liebes Hallo,

    auch ich habe sehr lange Zeit Infliximab bekommen, was wirklich super wirkte. Einmal, daß war nach der 2. Infusion, bekam ich genau an der Einstichstelle eine rötliche Stelle, die auch juckte. Diese verschwand allerdings wieder recht schnell und kam auch nie wieder. Bei mir schlug das Infliximab eigentlich wie eine Bombe ein. Nach der ersten Infusion waren bei mir die CRP-Werte im absoluten Normalbereich, was schon ewig lange zuvor nicht mehr so war. Auch mein Wohlbefinden steigerte sich total und ich hatte immer irgendwie das Gefühl, daß ich Bäume hätte ausreißen können. Da das Infliximab damals so gut anschlug und die Wirkung auch nicht nachließ, konnte meine eingefallene Nase wieder aufgebaut werden. Das war vielleicht ein tolles Gefühl:D Ich bekam damals das Infliximab alle vier Wochen und dann in immer längeren Abständen. Dazu bekam ich noch das Cellcept, welches auch keinerlei Nebenwirkungen brachte. Im Februar letzten Jahres haben wir dann von Cellcept auf Azathioprin umgestellt und das Infliximab wurde nur noch alle 10 bzw. 12 Wochen gegeben. Eigentlich sollte das Infliximab dann langsam auslaufen, wurde aber Ende September komplett abgesetzt, weil ich schwanger wurde. Diese Schwangerschaft war übrigens mit meiner Ärztin abgesprochen und auch geplant. Leider nur ca. 2 Monate zu früh. Ein Professor für Pharmatologie meinte aber, daß das kein Problem darstellt, weil man in schwierigen Fällen das Infliximab auch während der Schwangerschaft nehmen kann. Aber das ist dann meistens die Ausnahme. Die ganzen Kontrolluntersuchungen haben aber ergeben, daß unsere kleine Tochter gesund zur Welt kommen wird. Na klar gibt es davon dann doch immer irgendwelche Ausnahmen, wo die Ärzte nicht richtig liegen, aber sie ist schon ein munteres Kerlchen und ich glaube ganz fest daran, daß sie gesund ist, denn wenn man das Glück erleben darf, dann kann eigentlich soweit nichts weiter schief gehen:D Also kann ich dem Infliximab bis heute eigentlich nur danken, denn ohne dieses Medikament würde es mir nicht so gehen, wie es mir heute geht, auch wenn ich es schon seit September 2007 nicht mehr nehmen. Ob es im Juni nach der Geburt (Termin ist der 03.06.08) wieder gegeben wird, hängt wohl von meinem Gesundheitszustand ab, der aber zzt. wunderbar ist.
    Liebe Grüße
    Susysanne