1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Frage an die "Seronegativen"

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Pitty78, 7. März 2011.

  1. Pitty78

    Pitty78 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. März 2011
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niedersachsen
    Hallo
    meine Frage an die seronegativen Rheumatiker hier wäre, wie schlussendlich die Diagnose bei euch gestellt wurde ??

    Eigentlich bleibt ja nur der Versuch der Kortisonstosstherapie, oder ?

    Meine Erfahrungen sind bisher, dass einem meist eher nicht geglaubt wird, wenn man seine Beschwerden schildert bzw alles ständig nur auf die Psyche geschoben wird :(

    LG
    Pitty
     
  2. waldzwerg

    waldzwerg Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Juni 2006
    Beiträge:
    138
    Zustimmungen:
    0
    Hi

    Ich habe seronegative Polyarthritis und habe aber das Glück, dass ich einen ganz tollen Rheumatologen habe, der mich sehr ernst nimmt!

    Ich spreche voll an auf Cortison, mein "Befallsmuster" ist klassisch (beidseitig meist die Schmerzen), außerdem CRP stark erhöht.

    Nehme jetzt MTX und LEF und Cortison und das ganze Zeug drumrum (Calcium, Magenschutz etc.) und bin dann eigentlich morgens schon von den Tabletten satt - ne nurn Späßle...:D

    Außerdem hat er schon sehr gründlich alles andere ausgeschlossen und so steht jetzt die Diagnose (erstmal) fest - er sagt aber auch, dass sich Rheuma auch mal verändern kann oder die Symptome sich verändern können usw.
    Man muss sozusagen immer mal wieder schauen, wie der Status ist.
    Ich könnte auch nach 1-2 Jahren Basismedis mal schauen, ob ich dann wieder ohne auskomme, aber soweit bin ich lange noch nicht.

    Auch mein Hausarzt steht hinter der Diagnose - dem vertraue ich auch sehr und nach vielem Rumgezweifel (auch induziert vom Umfeld!) habe ich das jetzt mal so angenommen und lebe danach bzw. damit.

    Hätte mich jemand auf die Psychoschiene deswegen geschoben, wär ich wohl sehr sauer geworden!
    Das kann man machen, wenn alle Versuche fehlschlagen, wenn das psy. Bild des Patienten dazu passt (und man ihn nach langer (!) Zeit einschätzen kann), aber doch nicht gleich am Anfang - hallo? - außerdem finde ich jetzt Gelenkschmerzen auch nicht klassisch psychosomatisch.

    Laß Dich nicht verunsichern, es ist halt ein längerer Weg!

    Liebe Grüße,
    bd
     
  3. Patty

    Patty Mitglied

    Registriert seit:
    28. September 2007
    Beiträge:
    880
    Zustimmungen:
    0
    Wenn du einen stark erhöhten CRP hast, bist du nicht seronegativ!!!

    Ich bin seronegativ, bei mir war Jahrelang nicht erhöht, nur mein Eisenspeicher war immer leer. Irgentwann ging die Blutsenkung hoch und die Trombos auch.
    Ich habe eine seronegative Spondylarthritis mit Gelenk-, Augen und Darmbeteidigung.

    Miene Tochter hat einen Seronegativen Bechterev, bei ihr sind nur die Ana´s erhöht. Trotz sichbar dicken Knie und einer Entzündung im ISG keine Veränderung der Blutwerte.

    Bei mir wurde die Diagnose anhand von MRT BIldern erstellt, wo man die Ergüsse in der Wirbelsäule sah und anhand von dicken Gelenken. Bie rmi kam noch eine SIntigrafhie dazu, wo ich sehr bunt war , auch an Stellen die mir nicht weh taten. Laut Doc, nette Entzündungen.

    Bei meiner Tochter anhand der MRT Bilder, lange wurde sie in die Fibro Schublade gesteckt, bis jemand mal ein MRT in Auftrag gab und es dann da eindeutig zu sehen war.
     
  4. waldzwerg

    waldzwerg Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Juni 2006
    Beiträge:
    138
    Zustimmungen:
    0
    Hi

    Hmm - mein Rheumadoc meinte zu mir, wenn keine Rheumafaktoren im Blut sind, dann sei man seronegativ....
    Na - whatever - es wird zum Glück behandelt und das ist ja am wichtigsten!

    Liebe Grüße,
    bd
     
  5. petsie

    petsie Mitglied

    Registriert seit:
    19. Februar 2010
    Beiträge:
    131
    Zustimmungen:
    0
    Hallo pitty,

    mein Rheumatologe stellte beim ersten Besuch sofort die Diagnose "Fibro". Nach den Blutuntersuchungen dann "cp". Wobei ich auch seronegativ, d.h. ohne RF bin.

    Bei mir ist jedoch CRP immer leicht erhöht, sowie BSG. Der anti-ccp Test brachte dann die Diagnose.

    Ich werde z. Zt. mit MTX, Cortison und Schmerzmitteln behandelt.

    Es handelt sich bei o.a. Rheumatologen um einen internistischen, welchen Du auch aufsuchen solltest.

    Ich habe bis zur Diagnosefindung auch einen Weg von 7 Jahren hinter mir, wie viele hier. Auch bei mir haben diverse Ärzte versucht, mich als psychisch krank zu bezeichnen. Worauf ich mich aber nie eingelassen habe.
     
  6. Tierfreundin

    Tierfreundin Dosine

    Registriert seit:
    13. Januar 2008
    Beiträge:
    451
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Münsterland
    Hallo

    ich bin auch seronegativ und wurde/werde in die Psychoecke geschoben.

    Selbst dann noch, als ich geschwollene Fingergelenke "vorweisen" konnte. Es gibt immer Ärzte, die diese Schiene gerne bedienen.

    Auch eine positiv verlaufende Kortisonstoßtherapie kann das nicht verhindern. Als ich auf Kortison gut ansprach, meinte ein Arzt, dass das an der aufputschende Wirkung liege und es mir deshalb gut geht.

    Ach..was ich schon alles zu hören bekam... von "das ist bei manchen so.." bis "sie sind in den Wechseljahren" über "sie haben doch schon ADHS, was wollen sie denn noch alles haben".
    Es war alles dabei...

    Auch schön war, als der Augenarzt zu meinem geschwollenen Augenlid sagte "da kann man eine Lidstraffung machen".
    Mich wundert nix mehr...

    Mittlerweile bin ich psychisch tatsächlich am Ende. So dass ich auch Antidepressiva nehmen muss.
    Das nehmen nun einige Ärzte als Anlass, mir zu unterstellen, dass es mir ja wegen der Depressionen schlecht geht. Das allerdings zuerst die Beschwerden, dann die dummen Bemerkungen der Ärzte und nun die Depris da sind, interessiert nicht...

    Ach...seufz ... es ist zum Verrücktwerden...

    Alles Liebe...
     
  7. stoppelhopser

    stoppelhopser Neues Mitglied

    Registriert seit:
    3. Dezember 2004
    Beiträge:
    883
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hünsborn (Wenden) im Südsauerland
    Das ist so leider nicht richtig: Unter Rheuma von A-Z findet sich stattdessen die korrekte Erklärung - seronegativ = Kein Nachweis des Rheumafaktors im Blut (genauer im Serum).

    Auch ich bin seronegativ und hatte super Ärzte. Meine HÄ konnte mit den Beschwerden nicht so wirklich was anfangen und nach 2 Antibiotika-Kuren verschrieb sie mir kurzerhand Cortison. Ich reagierte darauf auch sofort und bekam von ihr die Einweisung in die Rheumaklinik. Das war mein Glück. Die Ärzte waren sehr gründlich und trotz fehlendem Rheumafaktor, nur leicht erhöhtem CRP und normaler Blutsenkung haben Sie mich dann mit der Diagnose seronegative Oligoarthritis entlassen. Als ich bei einem späteren Besuch dann mitteilte, dass väterlicherseits Schuppenflechte vorliegt, bekam ich meine differenzierte Diagnose PSA. Dabei gehöre ich heute zu denen, die die Schuppenflechte nach den Gelenkbeschwerden erhalten hat. Gab's ja schließlich auch umsonst :vb_cool:

    Aufgrund des schnellen Eingreifens durch kompetente Ärzte, nehme ich aktuell nur Bedarfsschmerzmittel. Allerdings bin ich regelmäßig beim Rheumatologen zur Kontrolle. Aktuell ist meist mein ANA leicht erhöht und das behalten wir im Auge zusammen mit den anderen Blutwerten.

    Kopf hoch, weiterkämpfen - es ist schließlich deine Gesundheit - auch wenn das Kämpfen einem oft schwer gemacht wird. Aufgeben gilt nicht.

    LG
    stoppel
     
  8. Pitty78

    Pitty78 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. März 2011
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niedersachsen
    Hallo
    interessant eure Antworten.

    interessant. Der war bei mir auch recht unten. Wurde dann darauf geschoben, dass ich stärker blute bei der Periode und wenig Fleisch esse.
    Konnte ich mit Eisentabletten auch etwas hochbringen später.

    Geschwollene Augenlider kenne ich auch (wurde auf Wassereinlagerung wegen Schilddrüsenunterfunktion getippt).
    Ich habe halt diese unspezifischen Hautrötungen - gerade im Gesicht und Dekoltee - lag auch Ende 2008 sogar mal stationär auf der Neurologie wegen der Beschwerden und wurde dort als komplett Psycho entlassen.
    Dort brannte meine Haut zum Teil so stark am Brustbein, dass ich nur mit einem Kühlakku auf der Brust schlafen konnte.. meine Augen waren feuerret (wie Chloraugen), dass ich Tropfen bekam, aber das alles "konnte man sich nicht zusammen reimen"
    Es war die Zeit, wo es begann, dass es mir richtig schlecht ging und ich vermute, dass es damals evtl ein heftiger Schub gewesen sein könnte, der alles zum Rollen brachte... ausgelöst im Übrigen in einer für mich stark belastenenden Lebenssituation seinerzeit.

    Man sagte mir auch ins Gesicht, dass man sich "meine ganzen Beschwerden die ich beschreibe so im Zusammenhang nicht vorstellen kann"
    (also dass sowohl oben die Arme als auch unten die Beine und Füße schmerzen)

    wie gesagt: einmal waren die ANA etwas erhöht und seither war das Blut immer unauffällig.

    1998 wurde mal ein PET CT vom Fuß gemacht, weil er nach einem Unfall ständig schmerzte, dort sah man schön die Entzündungsherde, was man zu der Zeit aber auf Folgen den Unfalls schob... heute denke ich, dass da vielleicht schon etwas war.
    Ich hatte schon in meiner Kindheit immer mal Schmerzen in den Füßen oder Knöcheln beim Schulsport (jetzt rückblickend fällt mir das wieder ein)

    Ich hatte auch schon 2x Gastritis (obwohl ich nicht fett esse, nicht rauche oder trinke) und auch schon 2x Auffälligkeiten mit veränderten und entzündeten Zellen der Gebährmutter beim Krebsabtrich. Ich habe aber keinen HP Virus - was zwar verwunderte, aber es dann halt auf eine "aktuell schwache Immunabwehr" geschoben wurde. Hat sich auch beide Mal von allein wieder rehabilitiert.

    Vor 14 Tagen wurde ein CT der Lunge gemacht, weil der Verdacht auf Sarkodiose im Raum stand. Dort sah man ebenfalls Veränderungen (kleine Narben) in der Lunge, die man sich auch nicht erklären konnte. Hier wird vermutet, evtl mal Lungenentzündung, die nicht ganz ausgeheilt wurde oder evtl Zustand nach einer Sarkodiose, aber keine akute.
    Hier unterscheiden sich die Meinungen, weil der Radiologe so meint und der Internist wieder anders *seufz*

    Wenn ich hier Dinge lese von "7 Jahren" bis zur Diagnose ist das beängstigend.....
    Ist halt schwer - neben den Beschwerden- immer und immer wieder zu den Ärzten zu rennen finde ich :mad:

    einen schmerzfreien Tag wünscht
    Pitty
     
    #8 8. März 2011
    Zuletzt bearbeitet: 8. März 2011
  9. murlikat

    murlikat Mitglied

    Registriert seit:
    12. November 2005
    Beiträge:
    146
    Zustimmungen:
    4
    Seronegativ

    Genau das habe ich auch zu hören bekommen...neben diversen anderen kränkenden Sprüchen.

    Oft muss man sich starkmachen, immer wieder Untersuchungen verlangen und darf sich nicht auf die Psychoschiene abschieben lassen. Eigentlich sollte ein Arzt doch Ursache und Wirkung erkennen:rolleyes:.

    7 lange Jahre habe ich gebraucht bis zur Diagnose Spondyloarthritis und den Beginn einer Basistherapie. Ohne die Berichte anderer hier im Forum hätte ich wohl längst resigniert.

    Nur mein Hausarzt war trotz der negativen Blutwerte stets überzeugt, ich hätte eine rheumatische Erkrankung. Er kannte meinen Zustand ohne Cortison und hat es mir verschrieben. Auch wenn Rheumaärzte nur abgewunken haben...

    Genau so ist es! Alles Gute!
     
  10. Pattife

    Pattife Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. Oktober 2010
    Beiträge:
    19
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bayern
    seronegativ

    Hallo liebe Pitty, ich stecke momentan auch mal wieder in einer solchen Diagnostik- und Schwebesituation und habe ebenso das Problem, dass mein aktueller Blutbefund keine klaren eindeutigen Ergebnisse zeigt. Ich verstehe Dich so gut! Möchte Dir kurz von meiner aktuellen Situation erzählen und Dich ermutigen, nicht aufzugeben und durchzuhalten! Ich bin also selbst erstmalig bei einer internistischen rheumatologischen Ärztin in der Diagnostik. Sie ist derzeit am überlegen und rätseln, in welche Schublade sie mich am besten stecken sollte (Kollagenose, Vaskulitis, hämatologisches, onkologisches – so what!). Solange es nicht die psychische ist, bleibe ich ihr als Patientin vorerst erhalten ;-) Bei mir sind klar erkennbare chronisch rezidivierende Haut- und Gelenksymptome vorhanden, ja sogar ein Befund einer Gewebe-Stanzbiopsie liegt vor (mit „unspezifischen Befund“ lt. Ärzte), deutliche von der Norm abweichende Blutwerte (Lymphos und Thrombos) und natürlich jede Menge „diffuse“ Symptome; aber die zur Diagnose von Kollagenosen und Vaskulitiden „geforderten“ wichtigen ANA‘s und ANCA’s sind lt. Ärztin aktuell negativ bzw. grenzwertig. Da ich auch einen negativen RF (Rheumafaktor) habe, schließt sie ein „klassisches“ Rheuma sowieso aus. Derzeit werde ich mit Prednisolon versuchsbehandelt, um zu sehen, wie sich die Beschwerden evtl. verändern. Zuerst 30 mg, dann 20 mg, 10mg – derzeit bin ich bei 5 mg. Bis 10 mg haben sich meine Entzündungen zurückgehalten, jetzt bei 5 mg geht’s wieder los. Andere Beschwerden gingen mit dem Predni gar nicht weg. Was ich damit sagen will, es bleibt manchmal nichts weiter übrig, als im Ausschlussverfahren zu diagnostizieren und natürlich am allerwichtigsten: dass man Ärzte zur Seite hat, die den Patienten mit seinen Beschwerden ernst nehmen. Das kann leider ein irre langer Weg werden. Liebe Pitty, ich bin seit 1997 an der Diagnostik meiner Hauptbeschwerden dran, im Laufe der Jahre kamen weitere Beschwerden hinzu, manche sind auch zum Glück derzeit in Remission und etliche Krankheiten wurden glücklicherweise bereits ausgeschlossen. Nach etlichen Jahren der Diagnosefindung habe ich dann die Suche für mich erst mal beendet – nach dem Motto „entweder ich überleb‘ das, oder nicht“, habe mich irgendwie selbst beholfen und bin nur in äußerster Not in eine Arztpraxis/Ambulanz gegangen. Nachdem sich ab 2007 meine Beschwerden und Schmerzen leider ziemlich verschlimmert haben und neue hinzugekommen sind, blieb mir leider nichts anderes übrig, als wieder Ärzte aufzusuchen. Mal sehen, wie sich das alles weiter entwickelt. Apropos entwickelt: mir wurde von einem Arzt auch schon mal gesagt, dass sich manche Krankheiten/Krankheitsbilder erst im Laufe der Zeit, über Jahre, zu einem vollständigen Krankheitsbild entwickeln können (gerade bei Vaskulitiden oder Kollagenosen). Also dranbleiben! Suche den offenen Dialog mit Deinen Ärzten, sprich‘ sie evtl. auf Gewebeentnahmen an (bei manchen Patienten findet man eher was im Gewebe, als im Blut); nimm‘ diesbezüglich evtl. auch unangenehmere Untersuchungen in Kauf und habe keine Angst! Liebe Grüße Pattife :)
     
  11. Faustina 24

    Faustina 24 Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2006
    Beiträge:
    977
    Zustimmungen:
    3
    Hallo,

    erschreckend, was ihr da so schreibt!:eek:

    Bei mir war anfangs auch alles seronegativ und man schob es auf die Psychoschiene. Allerdings kam der Rheumatologe ins Nachdenken, als es mir nach einem Cortisonstoß auf einmal gut ging.
    Es wurden ein MRT und eine Szintigraphie gemacht und da konnte man schön die Entzündungsherde sehen.
    Wenig später war auch der anti-CCP Wert erhöht.
    Inzwischen ist der RF vorhanden und BSG und CRP sind erhöht. Es kann sich also mit der Zeit verändern.:confused:
    Also Pitty, NICHT aufgeben und auf keinen Fall in die Psychoecke stellen lassen!

    @Patty, interessant fand ich deine Bemerkung über den leeren Eisenspeicher, das ist bei mir auch Dauerzustand.Ich habe auch Mühe, ihn immer wieder wenigstens ein bißchen aufzufüllen. Könnte da irgendiwe ein Zusammenhang zum Rheuma (bei mir RA) bestehen?

    Augenprobleme hat mir die Krankheit auch genügend eingebracht, auch wenn sie "seronegativ" war.

    Liebe Grüße
    Faustina
     
  12. walküre

    walküre Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2009
    Beiträge:
    70
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Ein mini winziges Nest in O.Ö.
    Positiv & Negativ

    Grüß dich Pitty,

    Also ich habe auch Seronegative Arthritis... und ein paar andere Nettigkeiten dazu.

    Wie bei Blechdoeschen, habe ich Werte wie ein Baby nur der CRP is hoch. Und auch ich spreche auf das Cortison wie aus dem Lehrbuch an. Ebenfalls gehören MTX (wöchentlich 20mg gespritzt) und das Cortison(täglich) zu meiner Basis.

    Und so wie Doeschen kann ich nur sagen.... wenn mich der Doc auf die Psychoschiene geschoben hätt....grins... dann hätte es Granda gespielt...lach.

    Aber Spaß bei Seite. Doeschen hat vollkommen recht. Du brauchst einen Arzt, dem du vertrauen kannst...der dich und deine Schmerzen ernst nimmt.... und einen eben solchen Hausarzt. Beide stehen hinter mir und arbeiten zusammen.
    Ich hatte das Glück beides zu haben bzw. zu finden.

    Mein Rheuma hat sich von einer Mischkollagenose, die sich derzeit in einer Remison befindet, hin zu einer Seronegativen Rheumatoiden Arthritis entwickelt.
    Zu meinem Glück hat mein Doc meine Gelenke während eines Schubes gesehen, denn aus dem Blut wär das nicht hervor gegangen. Er glaubt mir, wenn ich ihm von meinen Schmerzen erzähle, oder wie ich mich durch den Tag schleppe um all meine Aufgaben halbwegs zu erledigen. Auch wenn man das nicht immer an mir oder meinen Blutwerten sehen kann.

    Würd mir für dich wünschen, dass du bald genau so viel Glück mit deinem Arzt und der Diagnose hast wie Blechdoeschen und ich

    Liebe Grüße

    Walli:vb_redface:


    Und zu Patty möchte ich noch sagen.....

    Es tut mir echt leid, dass wir nicht in dein Rheumaschema passen, aber bei mir wie bei Doeschen scheint das sehr wohl so zu funktionieren.
    Es gibt beim Rheuma nix was es nicht gibt....das hab ich in der
    Zwischenzeit gelernt..... Sorry.
     
  13. Pitty78

    Pitty78 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. März 2011
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niedersachsen
    Hallo
    schon heftig wieviele hier ohne klaren Blutbefunde dennoch Beschwerden haben..
    umso mehr verwundert es mich, das Ärzte so schnell mit der Psychoschiene kommen, wenn doch eigentlich bekannt sein sollte, dass auch Rheuma ohne klare Werte schon am Arbeiten sein kann... recht einfach und zum Teil auch verantwortungslos *find*

    Erst die letzten beiden Ärzte wo ich war (Internisten) haben mir gesagt, dass Rheuma sich auch seronegativ zeigen kann. Wie gesagt: bei meiner Hashimoto habe ich bisher auch null Antikörper und schon recht inhomogenes Gewebe+Knoten.

    Ihr schreibt hier immer etwas vom MRT oder Szintigraphie...
    wie sieht so etwas in der Praxis aus, wenn man an recht vielen Stellen Schmerzen hat ? ist das wie eine Art "Ganzkörperscan" ??
    Wird Kontrastmittel benutzt ?
    (das vertrage ich nämlich nicht so super...)

    und noch eine Frage:
    ist es überhaupt sinnig alles so "bruchstückhaft" bei ambulanten Arztterminen zu klären, wo immer wieder Pausen zwischen liegen, oder sollte man zur DIagnosestellung stat in eine Rheumaklinik gehen ? ist das besser?

    LG
    Pitty
     
    #13 8. März 2011
    Zuletzt bearbeitet: 8. März 2011
  14. jana1980

    jana1980 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Dezember 2010
    Beiträge:
    59
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niedersachsen
    eine Knochensynthiegraphie wird mit Kontrastmittel gemacht und es dauert bis zu 4 Stunden mit Pause dazwischen.
    Bei so einer Untersuchung sieht man die entzündeten Stellen im Körper, diese sind sehr dunkel auf den Bildern zu sehen.
    Beim MRT bekommt man auch Kontrastmittel und da sieht man auch veränderungen am Knochen die entzündet sind.
    Es tut nichts von beiden weh und ich habe beides schon je ein paar mal hinter mir. Null Probleme bei gehabt.:vb_cool:
     
  15. Rückenweh

    Rückenweh Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Oktober 2010
    Beiträge:
    279
    Zustimmungen:
    2
    Hallo Pitty,

    wenn du die Wahl hast: MRT! Szinti wird mittlerweile von vielen Ärzten abgelehnt - unspezifisch, ungenau, usw. - und das zu Recht: bei meinem letzten meinte der "nette" Doc nur: Weshalb sind sie hier? Antwort: Verdacht Bechterew. Er: Quatsch, wenn haben sie Scherzen in den Füßen! (die defakto nicht schmerzten!)....
    MRT geht auch ohne Kontrastmittel, falls die in dieser Runde was sehen, werden sie dich fragen, ob du mit KM einverstanden bist (musst du vorher mit den Ärzten abklären!).

    Gute Besserung
     
  16. Patty

    Patty Mitglied

    Registriert seit:
    28. September 2007
    Beiträge:
    880
    Zustimmungen:
    0
    Mir wurde erklärt, das der Körper bei dauernden Entzündungen viel Eisen verbraucht und das auch in der Regel dann nur schlecht wieder auffüllt. Trotz Eisentabletten und auch Infusionen geht mein Eisenwert nur ganz wenig hoch. Hatte erst den Verdacht auf eine Speicherkrankheit, weiß jetzt nicht wie die genau heißt. Habe ich aber nicht, nur Rheuma, das zerrt.

    In mein Rheumaschema mußt du nicht passen, wo habe ich deine Diagnose angezweifelt?
    Das man selten in ein Schema paßt, habe wir selber erfahren müssen, warum also gleich so auf Angriff?


    Mit wurde das mit dem seronegativ anders erklärt, habe es hier daher nie nachgelesen.Falls ich mich vertan habe sorry dafür.
     
  17. Pitty78

    Pitty78 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. März 2011
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niedersachsen
    Moin

    danke für die Infos. :)

    und was meint ihr zur Diagnosestellung... ambulanter Rheumadoc mit langer Vorlaufzeit oder direkte Einweisung in eine Rheumabteilung ?

    Heute bekam ich im Übrigen wieder den Anruf meiner Gyn, dass wieder Entzündungszellen im Abstrich waren. Hatte das 2008 auch schon und 2005 PAP IVa. Habe keinen HP virus.

    Weiß jemand hier etwas über die Zusammenhänge bei Frauen von Weichteilrheuma und Gewebe an Muttermund ?

    LG
    Pitty
     
    #17 9. März 2011
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2011
  18. waldzwerg

    waldzwerg Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Juni 2006
    Beiträge:
    138
    Zustimmungen:
    0
    Hi

    Über die Gyn-Sache direkt weiß ich nichts.
    ABER mein Rheuma-Doc meinte, dass man schauen muss, dass der Körper keine anderen Entzündungsbaustellen hat, weil man sonst wohl das Rheuma sehr viel schwerer in den Griff bekommt.
    Ich bin damals deswegen z.B. auch zum Zahnarzt und es wurde eine rund-um-Röntgenaufnahme gemacht, damit da nicht noch ein Herd irgendwo sitzt.

    Es geht nicht darum, dass dieser Herd Rheuma auslöst - aber die Behandlung wird wohl sehr erschwert.

    Vielleicht hängt das bei Dir auch damit zusammen - also eher indirekt - noch eine (chronische?) Entzündung irgendwo und deswegen keine Erfolge beim Rheuma.

    Aber ich bin ja kein Arzt und blubber auch nur nach, was mir gesagt wurde.

    Liebe Grüße,
    bd
     
  19. Adolina

    Adolina Mitglied

    Registriert seit:
    6. April 2006
    Beiträge:
    744
    Zustimmungen:
    10
    Ort:
    Erlenbach/ Main
    Hallo,

    bei mir wurde auch seronegativ festgestellt. Erst bei meiner Reha hatte ich 1 mal einen Wert im Blut. Die haben dann gesagt ich hätte seronegative rheumatoide Arthritis. Mein Rheumatologe schreibt immer:Strecksehnensynovitis.

    Lg. Adolina:)
     
  20. sisu-natascha

    sisu-natascha Was würde die Liebe tun?

    Registriert seit:
    26. Juli 2007
    Beiträge:
    758
    Zustimmungen:
    7
    Ort:
    Ulm
    Meine seronegative Arthritis wurde festgestellt, als ich 10 Monate alt war. Im Blut waren Senkung und CRP erhöht, und alle Symptome passten. Dazu kam noch, dass eine familiäre Vorbelastung gegeben ist. Tja, so wurde die Diagnose gestellt.