1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Flimmerskotom bei Kollagenose?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von loopy, 31. März 2011.

  1. loopy

    loopy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. März 2009
    Beiträge:
    132
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Großraum Köln
    Hallo, ich habe eine undifferenzierte Kollagenose (Tenedenz Lupus) mit evtl. Psoriasisathritis.
    SEit einiger Zeit tritt bei mir ein teilweiser Verlust des Sehfeldes auf begelietet von Lichtblitzen vor dem Auge. Es wurde als Flimmerskotom diagnostiziert. Der Augenarzt meinte, das gäbe es nur bei Migräne. Da die Erscheinung aber unabhängig von Kopfschmerzen auftritt, glaube ich nicht an die Migräne (ich habe auch keine). Ich habe nur seit 2 Monaten Probleme mit dem Trigeminusnerv rechts. Da war zuerst ein Virus (Herpes), der im Krankenhaus behandelt wurde. Jetzt entwickelt es sich zur Neuralgie. Der Trigeminus ist heftig, wird jetzt mit Lyrica behandelt, da ich sonst den Tag nur noch mit Tilidin aushalte (vor allem bei der Arbeit).
    Kennt jemand diese Sehprobleme ohne Migräne? Kann es eine Nebenerscheinung zum Rheuma sein? Ich bin jetzt unsicher, da ich keine Migräne entwickeln möchte. Der nächste Termin beim Neurologen ist erst Ende Mai...
    Vielen Dank für jeden Tipp.
    Loopy
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.411
    Zustimmungen:
    233
    Ort:
    Köln
    Hey,
    Ich hab ein Feld mit Lichtwellen bzw. einer Art Diskokugel ziemlich zentral. Bei mir bedingt durch hohe Myopie, Makulablutung links und Schichtforamen( Loch) rechts.

    Das Rheuma kann zusätzlich eine Rolle dabei spielen, muss aber nicht. Bluthochdruck+Stress kann eine Rolle spielen,muss aber nicht. Eine Vaskulitis kann eine Rolle spielen, muss aber nicht.

    http://www.augentagesklinik.com/de/informationen/patienten/schatten_und_blitzen.php

    Auf dieser Seite wurden die Lichtphänomene ganz gut beschrieben. Ich würde an deiner Stelle regelmäßig zur Kontrolle gehen. Ich selbst bin beim Augenarzt und in einer Augen Uniklinik in Behandlung. Bei meinen Irrlichtern kann man aber leider nichts machen.

    Muss Migräne eigentlich auch immer Kopfschmerz darstellen? Eine Augenmigräne hatte ich vor 30 Jahren mal ohne Kopfschmerz dabei, allerdings waren die Lichter nur einen Tag zu sehen damals.

    Gruß Kuki
     
  3. Ganesha

    Ganesha Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. Januar 2006
    Beiträge:
    206
    Zustimmungen:
    0
    - Es gibt Migräneattacken ohne Kopfschmerzen
    - Ein Flimmerskotom als Symptom so einer Attacke dauert typischerweise ca. 20 bis 30 Minuten.
    - Wenn man Bescheid weiß, ist es recht unterhaltsam. Ich hatte das einmal bislang und konnte mich erst danach informieren, deshalb war´s etwas beunruhigend.

    Kuki, wir haben ein buntes Leben :D
     
  4. loopy

    loopy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. März 2009
    Beiträge:
    132
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Großraum Köln
    Hi, war heute beim Augenarzt (eigentlich normale Kontrolle). Hatt ihm das Phänomen geschildert. Ersagte mir, dass es nichts mit den Augen zu tun hat. Es gibt neue Studien, dass es von der Halswirbelsäule herkommt, wenn dort Verspannungen auf einen Nerv drücken. Das kann bei mir gut sein, da ich seit ca. 3 Wochen beide ISG blockieren, was sich über den ganzen Rücken fortsetzt :(. Dazu kommt eine Entzündung mit Erguss in der linken Schulter, so dass ich manchmal dort nichts tragen kann. Benutze sonst bei der Arbeit immer einen Rucksack, trage aber jtzt mehr rechts, dann verspannt sich schnell alles.
    Also, Entzündungen loswerden (als wenn das sooooooo einfach wäre)...
    Ich fand es am Anfang auch unheimlich, hatt dann im Internet gesucht und weiß jetzt, dass es nach max. 30 min aufhört. Blöd nur, wenn mir das im Auto oder vor einer Schulklasse passiert.:confused:
    Alles Gute
    Loopy
     
  5. Mr. A.

    Mr. A. Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Heilung des Flimmerskotoms

    BEHANDLUNG / HEILUNG des Flimmerskotoms!


    Hallo,


    ich hoffe, dass ich mit diesem Beitrag so einige Leute aus der Misere des Flimmerskotoms befreien werde.
    Wen meine Geschichte nicht interessiert und wer nur an der Lösung interessiert ist, soll ab “- HEILUNG -” weiterlesen.
    Ich bin 23 Jahre alt, männlich, und leide/litt seit meinem 10. Lebensjahr und dem immer auftretenden “Ding”, das erst so wirkte, als wäre ich geblendet worden, dann sich immer halbmondförmig nach links oder rechts ausbreitete, bis ich dann fast komplett blind war, und nach ca. 30 Minuten in die Seite nach oben verschwand. Was blieb, war ein sehr komisches Gefühl und oft auch anhaltende Kopfschmerzen. Hatte ich die Augen geschlossen, war es immer noch da. Es gab nichts, was diesen Prozess hätte beschleunigen können. Ich war dem Flimmerskotom ausgeliefert.
    Innerhalb der nächsten 7 Jahre hatte ich es teilweise täglich, mal auch jeden Monat, seltener aber auch mit Pausen von bis zu einem halben Jahr. Ich musste feststellen, dass es besondere Faktoren gab, die das Flimmerskotom positiv beeinflussten (positiv = es taucht auf):


    - zu langer Schlaf (mehr als 8 Stunden)
    - zu wenig Schlaf (weniger als 3 Stunden, 2 – 3 Tage hintereinander)
    - Helligkeit (besonders im Sommer, öfters im Urlaub; hatte ich lange Zeit in sehr heller Umgebung verbracht, bspw. am Strand, konnte ich mit dem Flimmerskotom schon am nächsten Tag rechnen; wichtig war für mich auch die Kombination aus Sonne und Kälte!!!, denn beim warmen Strandurlaub war es eher die Ausnahme; dennoch tauchte es auch relativ oft im Sommer, wenn es warm/heiß war, auf)
    - Stress (Klausurenphasen, Bankrottgefahr für die eigene Firma, Gefahr des Auffliegens der Steuerhinterziehungen, etc.; Beziehungsstress, Freundin geht heimlich fremd, etc.)
    - zu lange Bildschirmarbeit (relativ selten, aber dennoch erwähnenswert)
    - zu wenig Flüssigkeit am Vortag zu sich genommen


    Das war so das Wesentliche.
    Da ich, bis ich so ca. 17 – 18 Jahre alt wurde, eine Mischung aus Nerd und Computerfreak darstellte, hatte ich nicht den gewünschten Erfolg bei den Mädels. Und als ich dann endlich mit 17 mit einer wunderschönen Mitschülerin im Bett landete, musste ich feststellen, dass meine Ausdauer wirklich miserabel war. Vor allem, wo ich zu den Personen gehöre, denen die optimale Befriedigung der Frau für den eigenen Spaß wichtig ist. Das hieß für mich (in 95 % der Fälle): Mehr rangehen, mehr Dominanz, richtig zupacken! Die Ausdauer hatte ich jedoch nicht. Also hielt ich nach einem Ausdauersport Ausschau. Und siehe da: Badminton (übrigens, nicht mit Federball zu verwechseln), die schnellste Sportart der Welt. Nebenbei ging ich ins Fitness-Center und spielte zwei Mal in der Woche Badminton. Ich fühlte mich schon nach 2 – 3 Monaten komplett anders. Weiterhin fiel mir aber auch auf, dass das Flimmerskotom seltener wurde. In der nächsten Zeit nur alle 3 Monate. Also schaute ich, wann genau es auftauchte: Klausurenphasen, Krankheit, etc. Also die Zeit, in der ich über einen längeren Zeitraum (ca. 2 Wochen) kein Badminton spielen konnte.
    Ich meinte, die Lösung gefunden zu haben, und fing an, mindestens 3 – 4 Mal in der Woche Badminton zu spielen (oft auch häufiger). Ich nahm an vielen Turnieren teil, trainierte viel, vernachlässigte jedoch die Schule, später auch die Uni. Allerdings hatte ich einen Rekord für mich aufgestellt: Über ein Jahr lang kein Flimmerskotom! Und das auch oft trotz zu viel Schlaf, Stress oder langen Aufenthalten in sehr hellen Gegenden. Ich musste weniger Sport treiben, womit auch ab und zu das Flimmerskotom wiederkam.


    Nun gut. War es der Ausdauersport? Meine Ex war Marathonläuferin und litt ebenfalls darunter. Der Sport beeinflusste ihr Flimmerskotom nicht. Mein Neurologe meinte jedoch, dass ein anderer Patient ebenfalls schonmal meinte, er könne es durch Leistungssport beeinflussen. Manche Sportarten würden sich mehr dafür eignen, manche weniger (inzwischen weiß ich auch, dass sich manche Hallen mehr eignen als andere).


    Nun hatte ich analysiert und bin zu einem Ergebnis gekommen. Was ist denn das Besondere an Badminton? Antwort: Der weiße Federball (nicht die Farbigen Nylonbälle) im Kontrast zum relativ dunklen Hintergrund. Man behält den Federball während des extrem schnellen Spiels ständig im Blick und achtet gleichzeitig darauf, was der Gegner so macht, ergo: man muss mit den Augen sehr viel “umfokussieren”. Das ist so, als würdet ihr euch einen Finger nah vor die Augen halten. Ihr könnt entweder den Finger scharf sehen oder den Hintergrund. Bei einem kontrastreichen Verhältnis ist das Umfokussieren “spürbarer”, man spürt es fast schon so richtig im Kopf.
    Beim Tennis ist es nicht anders, jedoch ist das Kontrastverhältnis zwischen dem Ball und dem (meist hellgrünen) Hintergrund nicht so stark.


    Also hatte ich mir vorgenommen, jeden Tag ein bisschen “rumzufokussieren”. Ca. 20 – 30 Sekunden, nicht mehr. Aber auch dann, wenn ich das Gefühl hatte, in einer Situation zu sein, in der das Flimmerskotom idR auftauchen würde.


    - HEILUNG -


    Nun gut… ich bin seit knapp 3 Jahren frei vom Flimmerskotom. Ich hatte bereits zu viel Schlaf, Stress, Klausurenphasen, zu wenig Schlaf, Strandurlaube… aber immer, wenn ich das Gefühl hatte, in einer Situation zu sein, wo es auftauchen KÖNNTE, nahm ich einfach einen Finger vor die Augen und “wechselte” ein paar Mal zwischen Finger und Hintergrund (fokussierend).
    Ab und zu (ca. jeden zweiten Tag, anfangs täglich) setzte ich mich einfach nur 4 – 5 Meter von einer weißen Wand entfernt hin, an der irgendwas Kleines hing, nahm ein schwarzes Lineal und hielt es so vor die Augen, dass ich die Zahlen darauf gerade noch fokussieren konnte und fokussierte mehrmals zwischen dem Wandgegenstand und dem Lineal, ungefähr 30 Sekunden lang.


    Momentan befinde ich mich in einem recht harten Studium, spiele Badminton maximal 1 Mal in der Woche, wobei das auch eher die Ausnahme darstellt. Seit ich mit der Fokussierübung angefangen habe, ist das Flimmerskotom kein einziges Mal mehr aufgetaucht (trotz der vielen Einflüsse, die es normalerweise hervorrufen würden).


    Ich hoffe, dass ich dem/der Einen oder Anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen kann!


    Versucht solche Fokussierübungen einfach mal selber. Ich bin sicher, dass es auch euch weiterhelfen wird! Einfach mal 20 – 30 Sekunden pro Tag zwischen zwei verhältnismäßig kontrastreichen Gegenständen hin und her fokussieren. Der Aufwand ist es wert!


    Beste Grüße
    Mr. A.
     
    #5 14. Februar 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Februar 2012