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Fingerendgelenke-OP

Dieses Thema im Forum "Operationen / Chirurgie, Radiosynoviorthese (RSO)," wurde erstellt von miundmiezekatze, 17. Februar 2016.

  1. miundmiezekatze

    miundmiezekatze Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich habe seit vielen Jahren eine Arthrose in den Fingerendgelenken. Inzwischen sagt mein Rheumatologe allerdins Arthritis dazu. Nun denke ich wegen der zunehmenden Fehlstellung einiger Finger und auch andauernder Schmerzen über eine OP nach. Außerdem habe ich mir an einem kleinen Finger die Strecksehne knöchern abgerissen und es nicht rechtzeitig behandeln lassen.
    Hat jemand Erfahrungen mit Finger-Ops entweder in Sendenhorst (Dr. Bause) oder in Münster (Prof. Langer) oder auch in Bielefeld / Paderborn gemacht?

    Bitte helft mir weiter!

    Johanna
     
  2. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    hallo Johanna,

    ich selbst hatte diese OP noch nicht (zum Glück) aber meine Mutter an Ring- und Mittelfinger.
    Sie hat den Gelenkersatz im Bergmannsheil in der Handchirurgie machen lassen. Der Heilungsprozess hat
    zwar lange gedauert aber sie war 10 Tage nach der OP bereits schmerzfrei.
    Sie war 6 Tage im KH wo am Tag nach OP bereits mit Physio angefangen wurde.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  3. miundmiezekatze

    miundmiezekatze Neues Mitglied

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    Hallo Heidesand,
    danke für deine Antwort!
    Welche Art von Gelenkersatz wurde bei deiner Mutter eingesetzt? Bei den Endgelenken wird - soviel ich weiß - meistens eine Versteifung vorgenommen. Damit würde ich natürlich so lange wie möglich warten wollen...
    Andererseits sagt man immer: die Beweglichkeit der Fingerendgelenke wird allgemein überschätzt.

    Gruß, Johanna
     
  4. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    guten Abend Johanna,

    bei meiner Mutter wurden Keramik? Gelenke verwendet, sind fast weiss.
    Metallgelenke hätten angeblich bei ihr nicht gehalten, weil sie eine starke
    Osteoporose hat. Deshalb hat der Heilungsprozess bei ihr auch länger gedauert.
    Eine Versteifung wurde nicht diskutiert, weil sie dann schlecht hätte greifen
    können.

    "Versteife" die Gelenke mal mit Pflasterstreifen und versuche dann, deine
    Haare zu bürsten ;) oder Kartoffeln zu schälen. Dann wirst du merken, wie
    wichtig die Beugefähigkeit der Endgelenke sein kann.

    Lasse dich von Handchirurgen beraten, seit Januar hast du auch Anspruch
    auf eine zweite Meinung bei anstehenden OPs.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  5. miundmiezekatze

    miundmiezekatze Neues Mitglied

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    Hallo Heidesand,

    erstmal vielen Dank für deine Antwort! Ich bin leider nicht früher dazu gekommen zu antworten; das Thema ist dennoch weiterhin aktuell für mich.
    Inzwischen war ich in Sendenhorst (Rheuma-Orthopädie) und habe meine Finger gezeigt. Man empfiehlt ganz klar die Versteifung. Die Einschränkung sei minimal und ein Gelenkersatz sei an den Endgelenken nicht stabil genug. Das habe ich jetzt auch im Netz oft gelesen. Bei mir wäre es auch so, dass die Beweglichkeit ohnehin tagsüber meist durch meine schicken silbernen Rheumaringe begrenzt ist. Nach einer solchen OP wäre dann die Optik wieder schöner, die Schmerzen weg und ich könnte sie wieder benutzen. Das geht nämlich zur Zeit nur sehr bedingt. Schwierig.
    Im Juni habe ich aber noch einen Termin in der Uniklinik Münster bei einem Handchirurgen. Mal hören, wie der das Ganze beurteilt.

    Halten denn die neuen Gelenke bei deiner Mutter auch "normale" Tätigkeiten, z.B. im Haushalt, aus?
    Die Ansatzfläche ist ja wirklich sehr klein..

    Viele Grüße!
    Johanna
     
  6. heyjude

    heyjude Neues Mitglied

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    Hallo Johanna,

    ich habe am 29.Februar mein rechtes Daumenendgelenk versteifen lassen. Noch trage ich die Schiene und darf es nicht belasten, entsprechend kann ich noch nicht viel dazu sagen wie das tatsächlich sein wird.

    Ich bin noch hin- und hergerissen wie ich das alles finde.
    Es gibt Momente wo ich das toll finde – und Momente wo ich mich erschrecke dass das jetzt unbeweglich ist und ich das nie wieder bewegen können werde. Ich bin 35 – in dem Alter geht man auch nicht unbedingt davon aus sowas zu haben.

    Schöner als vorher sieht das auf jeden Fall aus, das steht außer Frage. Und früher oder später hätte ich das so oder so machen lassen müssen.

    Bevor du dir etwas versteifen lässt: klebe dir mal Tesa-Streifen o.ä. fest um die Gelenke um die es geht und spiele das für 48 Stunden durch mit den steifen Gelenken. Ich glaube dann weißt du am ehesten, wie das sein wird.

    Lieben Gruß,
    heyjude



     
  7. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    hallo Johanna,

    ich war gestern bei meiner Mutter und habe mir die Finger mal angesehen. Das sieht optisch sehr gut aus
    und sie sagt, sie kann wieder alles damit machen und hat da keine Schmerzen mehr.

    Sie will die andere Hand auch operieren lassen, das spricht doch für Erfolg ;) und das mit fast 80 Jahren.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  8. miundmiezekatze

    miundmiezekatze Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    schön, dass ihr mich auf dem Laufenden haltet!
    Das mit dem Klebeband habe ich noch nicht ausprobiert, aber meine Rheumaringe bewirken ja so ziemlich das gleiche. Das ist ein Schutz gegen die Schmerzen, aber ansonsten eher hinderlich. Da wäre eine Versteifung wahrscheinlich sogar praktischer. (Nur dass ich die Ringe bei bestimmten Tätigkeiten absetzen kann.)
    Die Keramikgelenke hören sich sehr vielversprechend an. Die Ärzte sagten mir bisher nur, dass Gelenkersatz nicht so belastbar sei (in den Endgelenken), weil die angrenzenden Flächen so klein sind. Z.B. schwere Taschen o.ä. heben und so. Eben alle Tätigkeiten, bei denen es auf Stabilität ankommt, seien ein Problem.
    Macht deine Mutter sowas denn noch in ihrem Alter?

    Liebe Grüße!