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Fibromyalgie und RF von 20

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von nancyk, 13. September 2009.

  1. nancyk

    nancyk Neues Mitglied

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    Hallöchen.
    Bin neu hier und habe da doch gleich ein paar Fragen, die ich gern mal los werden will.
    Bei mir wurde vor kurzem ein Rheumatest gemacht und der war bei 20. Die Ärztin meinte der sei unspezifisch und es wäre eher Fibromyalgie. DIe Ärztin meinte, wenn ein Gelenk geschwollen ist, solle ich mich noch einmal vorstellen. Ist dieser Faktor schon ein Indikator für eine Polyarthritis, weil bei mir der Verdacht besteht. Hinzu kommt die Blutsenkung war auf 16 etwas erhöht aber das Problem hatte ich schon früher einmal.
    Ist das nun schon eine Vorstufe zur Polyarthritis?
     
  2. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

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    Hallo NancyK,

    ist diese Ärztin auch Rheumaärztin? oder "nur" deine HÄ ?

    Falls nur HÄ, dann suche dir einen Internisten oder Rheumaarzt.

    Kann zu den Werten nicht viel sagen, habe selbst kein Rheuma. Aber bei mir wurde auch Fibro diagnost.

    War gerade beim Gutachter wegen meinem GdB, er war Neurologe. Er hält so garnichts von dieser Schnelldiagnose Fibro.

    Und so wie er sich ausdrückte, stimmt es auch, es sind zwar diese 18 Tenderpoints die weh tun, aber der Rest am Körper tut auch weh,..., was ist den dass??

    Und wenn man hier so die Beiträge liest, alle bei denen zuerst Fibro diagnost. wurde, da kommen mind. nach 1- 2 Jahren eine andere Diagnose , die dann eine " Namen " hat , und diese man gezielt mit Medis behandeln kann. Bei Fibro wird doch nur experimentiert. So war und ist es auch bei mir, erst sieht es so aus, als wenn es hilft und dann war es das, nur die Nebenwirkungen dieser Medis machen einem noch mehr zu schaffen.

    LG Silberpfeil
     
  3. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo Nancy,
    wegen einer cP solltest Du Dir im Moment noch keine Sorgen machen. Die Blutsenkung von 16 liegt im normalen Bereich, sie muss über 20 liegen. Ein "Rheumawert" von 20, welcher ist es denn? Der früher gebräuchliche Waaler-Rose muss über 40 liegen. Auch bei dem heutigen AntiCCP ist 20 eher niedrig. Da musst Du genau nachfragen, um welchen Wert es sich eigentlich handelt. Außerdem sind bei einer akuten cP auch noch andere Werte des Blutbildes durcheinander. Ganz wichtig ist, dass Du das alles von einem richtigen internistischen Rheumatologen überprüfen lässt.
    Wie ist denn Dein CRP?
    Alles Güte wünscht der Alte Hase
     
  4. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo nancy

    und herzlich Willkommen auf R-O...

    Bezüglich des RFs:
    http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_rheumafaktor.htm

    Du liegst mit Deinen 20 U/l höher als 14... da sollte auf jeden Fall noch weiter nachgeforscht werden.

    Bezüglich der Fibromyalgie:
    Und hier mal ganz viele Info bezügl der Fibromyalgie, die wir soooo im Laufe der Jahre zusammengesammelt haben:

    Sie ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern, die in den rheumat. Formenkreis gehört. Sie kann sich noch mit anderen chronischen Erkrankungen vergesellschaften, d. h. zusammen tun.

    Die Fibro hat ca. 144 verschieden Symptome, hat definitiv keine Entzündungen, auch nicht an irgendwelchen Sehnen-Ansätzen oder sonst etwas und sie geht nicht auf die inneren Organe.

    Frauen werden sehr viel häufiger betroffen als Männer, aus welchem Grund, das weiß niemand.

    Untersuchungstechnisch muss erst ein Mal alles andere ausgeschlossen werden, da die Fibromyalgie eine sogenannte Ausschluss-Diagnose ist. Solange nichts anderes ausgeschlossen wurde anhand von

    Bluttechnischen Untersuchungen
    (Yersenien, Borrelien, Chlamydien, Streptokokken, Vit B, Eisen, Blutzucker, div. Antikörper usw.)
    Körperlichen Untersuchungen

    Röntgentechnischen Ug wie z. B. Röntgen, Szinitgramm, MRT usw.
    evtl noch durch den Neurologen div Untersuchungen

    oder in einem Muskelzentrum

    solange darf von einer Fibromyalgie nicht gesprochen werden.

    Manchmal lässt sich die Fibro tatsächlich sogar im Blut nachweisen:
    http://www.fibromyalgie-fms.de/index.php?id=127

    Die Therapie steht an für sich auf 3 Säulen:

    der medikamentösen Therapie durch einen Spezialisten

    der physiologischen Therapie wie z. B. Krankengymnastik, Wassergymnastik in mind 32° warmen Wasser, Massagen oder Lymphdrainagen (wird von den Fibro-Patienten meist besser vertragen), Kälte- oder Wärmetherapie, evtl auch Ergo- oder Arbeitstherapie

    und der psychologischen Therapie wegen der Schmerzbewältigung, da unsere Schmerzschwelle eh schon unten ist und wir dadurch empfindlicher.

    Hier noch 2 Links zu diesem Thema:

    http://www.rheuma-online.de/a-z/f/fibromyalgie.html

    http://www.rheuma-online.de/a-z/f/fi...gskonzept.html

    Neue Leitlinien

    Der Schmerz sitzt im Gehirn

    Typische Symptome enttarnen die Fibromyalgie

    Wenn es bei Dir tatsächlich Fibromyalgie ist, kann Dir am besten ein Schmerztherapeut helfen.

    Dann solltest Du auch mal schauen, ob Du mal ausprobierst, was Dir gut tut:

    Wärme oder Kälte
    Bewegung oder Ruhe

    Was Du für Dich tun kannst?


    Erlerne


    Entspannungstechniken wie Autogenes Training u/o Muskelentspannung nach Jacobsen

    Probiere Thai Chi bzw. Qi Qong aus.
    Probiere Massagen oder Lymphdrainagen (werden meist besser vertragen) aus

    Verteile den Tag über Ruhepausen, mach nicht alles auf ein Mal

    kurz gesagt: so wenig wie möglich Stress

    Auch Lebensmittel können der Lebensgefährtin Fibro Freude bringen bzw. uns die Schmerzen. Daher schau, ob Du alle Lebensmittel verträgst:

    Kaffee, Schokolade, Zucker, Weißmehle, Tomaten, rote Paprika, Erdbeeren ---> alles was rot ist, Eier, Nüsse, Wein, Bier, Alkohol usw.

    Ich hoffen dass ich an alles gedacht habe. Ein gutes Forum für Fibromyalgie ist der

    www.fibromyalgie-treffpunkt.de

    Dieser wird auch ärztlich betreut.

    Zusatz:
    Fibromyalgie hat nur Muskelschmerzen, aber keine gleichzeitige Muskelschwäche (wurde mir von 2 Rheumatologen unabhängig gleichzeitig bestätigt) und sie reagiert nicht auf Cortison. Wenn Du auf Cortison mit Schmerzfreiheit bzw. einer eindeutigen Schmerzbesserung reagierst, dann muss weitergesucht werden. Lass Dich nicht abschieben. Hier sollten dann die CK-Werte für die Skelettmuskulatur mit überprüft werden.

    und

    Lass bitte

    sämtliche (!!!) Schilddrüsenwerte (auch sie können für Gelenk- und Muskelbeschwerden u - schmerzen verantwortlich sein):
    Schilddrüsenhormone fT3 und fT4
    Schilddrüsensteuerungshormon TSH
    Antikörper gegen ein Enzym derSchilddürse TPO AK
    Antikörper gegen ein Speichereiweiß TG AG)

    Ein Hashi liegt vor, wen TPO AK oder TG AK erhöht sind.
    Eine Unterfunktion liegt vor, wenn derTSH Wert über 2,5 mU/l liegt.
    (Quelle) und weiterführend
    sowie den Rest
    durchschecken. Das wars aber nun auch....

    Hoffentlich habe ich Dir mit diesen Infos helfen können.

    An Deiner Stelle würde ich am Ball bleiben, vor allem wenn Du Gelenkschmerzen und auch Schwellungen hast.
    Gute Besserung
    Colana
     
    #4 14. September 2009
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2009
  5. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo,
    habe etwas vergessen zu erwähnen: Ohne Deinen Laborzettel kannst Du eigentlich gerade die Rheumawerte nicht selbstständig bewerten. Der Laborzettel enthält immer auch die Grenzwerte, ab wann ist etwas im Plus oder im Minus. Wenn nicht, muss man den Arzt befragen, denn es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden und Laborbedingungen, die Einfluss auf die Höhe der Werte haben.
    Grüße vom Alten Hasen