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Fibromyalgie - Cortison

Dieses Thema im Forum "Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von kingsindian, 3. Januar 2011.

  1. kingsindian

    kingsindian Neues Mitglied

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    3. Januar 2011
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    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum. :)

    Ich bin 31 Jahre alt und leide seit ca. 3 Jahren unter chronischen Schmerzen. Meine Grundsymptome sind:

    - Gelenkschmerzen (Finger, Arme, Zehen, Knie, Schulter, Rücken und Nacken)
    - Reizdarm (Laktoseunverträglichkeit, mal vorhanden mal nicht)
    - Müdigkeit trotz genügend Schlaf
    - Konzentrationsschwierigkeiten
    - teilweise Schwächegefühle in den Gelenken (manchmal absolut kraftlos)
    - Asthma bronchiale
    - Schlafapnoe
    - schnell R
    reizbare Haut mit Juckreiz

    Ich hab schon einige Ärzte durch (Allgemeinarzt, Orthopäde, Rheumatologe, Neurologe,Heilpraktiker). Bisher wurden da folgende Untersuchungen gemacht:

    - kleines + großes Blutbild (alles normal)
    - Blutsenkung (alles normal)
    - Kernspin (keine Veränderungen)
    - Röntgenbilder von sämtlichen Gelenken (keine Veränderungen)
    - Schilddrüse Ultraschall + Blutabnahme (alles Normal)
    - EEG + EKG (keine Auffälligkeiten)

    Bisherige Behandlungen:
    - Diclofenac (keine Wirkung)
    - Metamizol (hemmt wenigstes etwas die Schmerzen)
    - Amineurin (keine Wirkung, Gewichtszunahme über 30 kg)
    - anderes Antidepressiva (Name weiss ich nicht mehr, wird auch bei - diabetischem Fuß angewandt, auch keine Wirkung)
    - Schüssler Salze (keine Wirkung)
    - L-Carnitin (keine Wirkung)
    - Krankengymnastik (Abbruch wegen starken Schmerzen über Tage danach)
    - Massage (momentan leichte Besserung)
    - warme Bäder (momentan leichte Besserung)
    - Ernährungsumstellung (keine Veränderung)

    Die Ärzte scheinen nach zwei oder drei Versuchen irgendwie immer das Interesse zu verlieren. Man hat irgendwie das Gefühl, dass man ihnen lästig wird. :(

    Bin langsam wirklich verzweifelt, da ich einen Haushalt mit drei Kindern zu führen habe und langsam nicht mehr weiß wie ich das schaffen soll. Bei Verwandten stoße ich meist auf Unverständnis und gelte dann als faul, und dass obwohl ich manchmal einfach keine Kraft habe etwas zu machen.

    Ich habe in den letzten Wochen und Monaten immer versucht zu beobachten, was die Schmerzen verschlimmert oder verbessert. Dabei sind mir zwei verschiedene Sachen aufgefallen:

    1. Ab ca. meiner 2. Zyklushälfte werden die Schmerzen meist kontinuierlich schlimmer. Kurz vor meiner Mentruation und während dessen ist es meist unerträglich, dann helfen auch keine Schmerzmittel mehr.

    2. Durch mein Asthma bedingt mußte ich die letzten 10 Tage Cortison nehmen. 1x täglich 25mg Prednisolon. Ich hatte das Gefühl, dass die Schmerzen während dieser Zeit um einiges besser waren. Aber eigentlich dürfte das ja bei Fibro gar nicht sein. Entzüngszeichen wurden bisher auch nie im Blut gefunden.

    Weiß irgendwer Rat was ich noch Versuchen könnte oder wo ich mich hinwenden könnte?

    LG
    Kingsindian
     
  2. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Kingsindian!
    Du hast recht, Fibrobeschwerden werden durch Cortison kein bißchen besser. deshalb könnte doch etwas anderes hinter deinen Beschwerden stecken.
    Am besten holst Du dir einen Termin beim internistischen!!Rheumatologen, leider haben die sehr lange Wartezeiten.
    Beim Rheumatologen werden sicher noch Rheumawerte abgenommen und evt. Rö-Bilder oder MRT/evt Szinti angeordnet.
    Dass deine Entzündungswerte bei der Abnahme nicht erhöht waren, heißt nicht, daß keine Rheuma im Körper ist, da müßen spezifische WErte abgenommen werden.
    Zu guter letzt gibt es auch Menschen, die keine erhöhten Rheumafaktoren haben und trotzdem an Rheuma erkrankt sind, das nennt man seronegativ.
     
  3. kingsindian

    kingsindian Neues Mitglied

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    Danke für deine Antwort!

    Habe jetzt bei einem 2. Rheumatologen einen Termin ausgemacht und hoffe, dass der mir weiter helfen kann. Werde auf jeden Fall die Sache mit dem Cortison einmal ansprechen.

    LG
    Kingsindian
     
  4. kingsindian

    kingsindian Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo,

    ist schon ne Weile her, dass ich hier gepostet habe. Ich wollte eigentlich nur anderen Betroffenen Mut machen. Damals war ich beim Rheumatologen und dieser hatte mir ausdrücklich gesagt, dass Cortison mir nicht helfen kann.

    Hab dann noch weitere Untersuchungen hinter mir u.a. Borreliose und Suche nach Candida im Darm. Alles ohne Ergebnis. Nun meinten meine Ärzte alles sei psychosomatisch. Ich solle mal für ein paar Wochen in eine Psychosomatische Klinik gehen. War sogar einverstanden, Hauptsache die Schmerzen werden besser. Wartedauer ungefähr ein halbes Jahr.

    Vor kurzem wollte mein Mann mir mal eine Freude machen und kaufte mir ein sündhaft teures Wasser (V....c) zum trinken. Dachte mir eigentlich nichts dabei. Mir fiel nur nach zwei Wochen auf, dass ich keine Reizdarmbeschwerden mehr hatte und meine Schmerzen etwas besser geworden sind. Zuerst haben wir das gar nicht auf das Wasser geschlossen.

    Mir fiel dann aber immer mehr auf, dass wenn ich Wasser aus der Leitung trank meine Beschwerden schlimmer waren als beim teuren Mineralwasser. So hab ich auf anraten meines Mannes alles aufgeschrieben was ich gegessen habe und wie sich meine Beschwerden im 10 Punkte-Modus verändert haben.

    Irgendwie fanden wir aber keinen richtigen Zusammenhang. Deshalb haben wir wieder nach dem Wasser gesucht. Dabei hatte ich übers Internet herausgefunden, dass eigentlich nur Nickelallergiker auf Leitungswasser reagieren. Da klingelte es bei mir, ich wußte noch, dass ich im Kindesalter mal einen Allergietest auf Nickel gemacht hatter der positiv ausfiel. Nur wer denkt bei Nickel an Nahrungsmittel? Ich dachte immer sowas kommt nur in Schmuck, Hosenknöpfen etc. vor.

    Es reagiert nicht jeder Nickelallergiker auf Lebensmittel, aber manche eben ja. Symptome können die selbe wie bei einer Fibromyalgie sein. Nickel steckt auch in vielen Lebensmitteln drin. Ich halte seit einiger Zeit eine nickelarme Diät (kein Vollkorn, Nüsse, Kakao, manche Getränke und Gemüse etc.) ein und hatte nach 1 bis 2 Wochen keine Symptome mehr. Auch die Gegenprobe habe ich gemacht und die Schmerzen waren wieder da.

    Mein Hausarzt glaubt nach wie vor, dass es psychosomatisch sei :rolleyes: Aber was er glaubt, ist mir eigentlich egal, Hauptsache es geht mir wieder besser. Meine Laktoseintoleranz die mal da war und mal nicht hat sich auch erledigt. In manchen Milchprodukten ist Nickel drin und in machen nicht. Geklärt hat sich auch wieso es mit dem Cortison etwas besser war, da Cortison gegen Allergien hilft, gegen Fibro aber nicht.

    Ich kann nur allen Fibromypatienten empfehlen:
    • glaubt nicht alles was euer Arzt euch erzählt
    • schluckt nicht alles von euerem Arzt, ohne dass ihr nachforscht
    • denkt auch an Allergien, auch wenn sie in den Augen des Arztes noch so unwahrscheinlich ist
    LG
     
  5. Thuja

    Thuja Guest

    Hallo Kingsindian,

    ich habe auch Fibromyalgie und auch Allergien und Neurodermitis. Keine Nickelallergie. Ich war schon Allergikerin vor der Fibromyagie.
    Ich reagiere auch auf Cortison (prednisolon 10mg) sehr positiv und die Schmerzen gehen fast ganz weg (allerdings nicht bei jedem Schub). Ich vermute eher, da bei Fibromyalgie-Patienten Stress ein großer Faktor ist und bei Dauer-Stress der Cortisolspiegel sinkt, das Cortison eben dann hilft, die Speicher wieder aufzufüllen bzw. den Stand wieder zu normalisieren.

    Ich wäre gespannt, ob du wirklich dauerhaft auf die Nickel-Diät geheilt bist.

    Schreibst du irgendwann mal wieder?

    Wann und wie haben bei dir die Schmerzen eigentlich angefangen? Ich meine, man hat die Nickelallergie doch schon länger....könnte es kein Zufall gewesen sein bzw. einfach das Cortison eine Zeitlang vorgehalten haben?

    LG Thuja