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Fibro

Dieses Thema im Forum "Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Isolde Fiedler, 18. April 2003.

  1. Hi Ihr!

    Habe einen Artikel gefunden, den ich Euch nicht vorenthalten wollte. Quelle steht drunter.

    Bewegung gegen Schmerzen

    Die rätselhafte Krankheit Fibromyalgie ist quälend. Jetzt gibt es ermutigende
    Neuigkeiten aus der Medizin.

    Wer sich ständig wie zerschlagen fühlt und überall Schmerzen hat, möchte sich am liebsten auf dem Sofa zusammenrollen und nur noch in Ruhe gelassen werden. Verständlich. Doch für Patienten mit Fibromyalgie ist Schonung häufig die falsche Strategie. Sie leiden oft jahrelang unter Schmerzen, Schlafstörungen, Abgeschlagenheit und häufig auch Depressionen. Dass ihnen Bewegung im Gegenteil gut tun kann, ist jetzt wissenschaftlich bewiesen: In einer britischen Studie brachten Sportarten wie Radfahren und Laufen immerhin jedem dritten Patienten deutliche und langfristige Besserung – selbst wenn die Schmerzen bei vielen in der Anfangsphase des Trainings vorübergehend schlimmer wurden.
    Eine gute Nachricht, zumal die bisher üblichen Antirheumatika bzw. Schmerzmittel neuesten Erkenntnissen zufolge nicht viel bringen, wenn sie allein eingesetzt werden. Es gilt mittlerweile auch als ziemlich sicher, dass die Krankheit (die auch als „Weichteilrheuma“ bezeichnet wird), nichts mit Rheuma zu tun hat. Vielmehr nimmt man heute an, dass das Zusammenspiel der Botenstoffe im Gehirn gestört ist. Offenbar haben Fibromyalgie-Kranke zu wenig von dem Botenstoff Serotonin. Ärzte setzen darum zunehmend auf Medikamente, die in den Serotonin-Haushalt eingreifen, wie klassische und moderne Antidepressiva sowie Johanniskraut-Präparate. Sie können den Serotonin-Mangel zumindest teilweise beheben, und viele Patientinnen fühlen sich damit rundum besser. Aber auch andere Substanzen wie Tropisetron, das bisher bei starkem Erbrechen zum Einsatz kommt, beeinflussen den Serotonin-Haushalt. Einige werden derzeit auf ihre Wirksamkeit bei Fibromylagie getestet. Wenn über Jahre gar nichts geholfen hat, kommt in einzelnen Fällen sogar eine neue Operationsmethode in Frage („Quadrantenschmerz-Intervention“). Mit dem Skalpell sollen dabei Nerven am Unterarm oder am Fußknöchel vom Druck und damit vom Schmerz befreit werden. Wie gut der Eingriff auf Dauer hilft, ist noch nicht bewiesen. Darum zahlen auch die Kassen die Kosten von über 2000 Euro nicht. Kritiker warnen sogar vor einer möglichen Verschlimmerung der Beschwerden durch Narbenbildung.

    Dr. Sabine Thor-Wiedemann


    BRIGITTE 9/2003


    lg
    Isi:)
     
  2. monsti

    monsti Guest

    Hi Isi,

    schön zusammengefasster Bericht, der allerdings nicht viel Neues enthält. Dennoch: Endlich mal etwas, das kurz und bündig ein kompliziertes Thema angeht.

    Ich weiß nicht, ob Du weißt, dass ich neben cP/Pso-Arthritis auch noch unter Fibro leide. Früher wurde ich zeitweilig schier verrückt dabei, weil ich mir wegen meines Berufs nicht die nötige, regelmäßige Bewegung gönnen konnte und Schmerzmittel bzw. NSAR kaum halfen. Wegen einer anderen Sache nehme ich seit 1999 das Antidepressivum "Seroxat" - und siehe da: Die Beschwerden sind seitdem ganz eindeutig geringer geworden. Probleme habe ich heute eigentlich nur noch im Anschluss an rheumatische Entzündungsschübe (wie gerade wieder) sowie bei extremem Wetterwechsel.

    Danke für den Artikel, frohe Ostern und stürmische Grüße aus Tirol von
    Monsti