hallo Birgit, verstehe deine empörung nur zu gut. bin ja selbst davon sehr betroffen.
es kommt noch viel, viel schlimmer. allein die festbeträge bei den einlagen. dafür stellt kein schuhmacher sie her. da muss man ordentlich löhnen. wenn ich schon daran denke. ändert sich der fuss, müssen neue einlagen hergestellt werden (natürlich wird nicht umgearbeitet - das würde sich nicht lohnen) und klar, dass dann auch sofort die schuhzurichtung geändert werden muss (ist notwendig).....beträge von mehreren 100 € sind dann zuberappen. da den betroffenen das fachwissen zur beurteilung fehlt und natürlich die docs sich wenig damit beschäftigen (sie verlassen sich auf das urteil des fachmannes) ......
na ja, der phantasie sind keine grenzen gesetzt, was alles möglich ist.
glücklich der betroffene, der von fachleuten betreut wird, denen er vertrauen kann.
gruss
bise
nachsatz 2 stunden später:
wie sollen wir betroffenen beurteilen können, wieviel arbeitszeit die anfertigung von hilfsmitteln benötigt? es wird ja wohl immer der stundensatz eines meisters abgerechnet. uns allen ist doch geläufig, wie unterschiedlich die schreibleistung im büro ist. da sitzt ein anfänger und er braucht 30 minuten, um 2 seiten abzuschreiben; da sitzt die erfahrene sekretärin, die das pensum locker in10 minuten schafft.
wie sollen wir beurteilen können, ob die hilfsmittel ausreichend sind?
wenn das brot nicht schmeckt, wechseln wir den bäcker.
sitzt das kleid nicht, muss die schneiderin es ändern, schafft sie das nicht, lehnen wir die bezahlung ab. wir können beurteilen, ob der saum zipfelt, die naht grade genäht ist, der reissverschluss ordentlich eingesetzt wurde etc.
ein friseur, der uns die haare falsch einfärbt, die frisur verschneidet etc. hat uns zum letzten mal gesehen.
den metzger, dessen wurst uns nicht bekommt, meiden wir.
aber bei den hilfsmittelerbringern ist es anders; wir sind auf sie angewiesen. vielleicht wird der preis (sprich unsere zuzahlung) den markt bereinigen bzw. regeln. schade nur, dass wir im augenblick als betroffene nun die betroffenen sind, die dies entscheiden (können/müssen).
nix für ungut.
gruss
bise