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Festbetrag auch für Kompressionsstrümpfe

Dieses Thema im Forum "Hilfsmittel" wurde erstellt von hannilein, 11. Januar 2005.

  1. hannilein

    hannilein die Espressosüchtige

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    Neues Jahr - neues Glück - na ja, ob es wirklich Glück ist, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass mit Beginn des Jahres 2005 für viele Produkte und Hilfsmittel Festbeträge eingeführt wurden. So auch für Stütz - bzw. Kompressionsstrümpfe und -strumpfhosen. Das kann zur Folge haben, dass gerade bei Maßanfertigungen schnell mal so 60 - 70 Euro als Zuzahlung anfallen. Und da das Ganze ja eine Festbetragsregelung ist, wird dieser Betrag dann - netterweise - auch nicht auf die eigentlichen Zuzahlungen angerechnet werden. Ich frage mich langsam, wo ich den Goldesel finde, den ich melken kann, denn dagegen anverdienen (und das trotz gut bezahltem Ganztagsjob) kann ich nicht mehr. Nachdem im Jahr 2004 der Urlaub schon gestrichen wurde, wird er in diesem Jahr bestimmt auch ausfallen. :mad: :mad:

    Trotz alledem noch einen schönen Tag
     
  2. bise

    bise Neues Mitglied

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    auf diese entwicklung hatte ich bereits ende dezember hingewiesen. das war vielen bekannt. daraus ergibt sich auch, dass in etlichen sani-häusern vor sylvester das "geschäft" boomte. schade, dass du das nicht gelesen hattest.
    gruss
    bise
     
  3. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo bise,

    ich habe zwar zum Ende des letzten Jahres (glücklicherweise) noch neue Strümpfe bekommen, da ich die aber (eigentlich) jeden Tag trage - hatte ja erst im Sommer eine Thrombose - werden diese neuen Strümpfe wohl auch nicht so lange halten (z.Zt. etwa 4 - 5 Monate). Von daher ist es leider absehbar, dass ich in den sauren Apfel beissen muss um mir neue zuzulegen (das letzte Paar musste - grinss - nach 2 Monaten wegen Materialfehler umgetauscht werden - hält dann etwas länger :D

    Aber mal im Ernst: Da wird für das Medikamten Pantozol ein Festbetrag eingeführt und das obwohl es nur insgesammt 2 Präparate mit dem Wirkstoff Pantoprazol auf dem deutschen Markt gibt. Gleiches gilt seit 1.1. auf für Sortis. Dieses Mittel wird eigentlich als Choleterinsenker eingesetzt. Für diese Behandlungsart ist es ja vielleicht auch Sinnvoll einen Festbetrag einzuführen. Sortis wird aber auch - und das sehr erfolgreich - in der medikamentösen Nachbehandlung bei Schlaganfällen angewendet und hier ist es (für diese spezielle Art) das einzige Mittel. Doch leider greift auch hier der Festbetrag und das bedeutet eine Zuzahlung von ca. 50 Euro je Packung und was das bedeutet brauch ich ja wohl nicht zu sagen :mad:

    So wird die Gesundheit leider immer mehr was für Leute mit Geld: Das bedeutet natürlich auch, hast Du das Geld nicht - wirst Du wohl oder übel früher sterben - Vonwegen keine 2-Klassen-Medizin!!!!! :mad: :mad:
     
  4. bise

    bise Neues Mitglied

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    hallo Birgit, verstehe deine empörung nur zu gut. bin ja selbst davon sehr betroffen.
    es kommt noch viel, viel schlimmer. allein die festbeträge bei den einlagen. dafür stellt kein schuhmacher sie her. da muss man ordentlich löhnen. wenn ich schon daran denke. ändert sich der fuss, müssen neue einlagen hergestellt werden (natürlich wird nicht umgearbeitet - das würde sich nicht lohnen) und klar, dass dann auch sofort die schuhzurichtung geändert werden muss (ist notwendig).....beträge von mehreren 100 € sind dann zuberappen. da den betroffenen das fachwissen zur beurteilung fehlt und natürlich die docs sich wenig damit beschäftigen (sie verlassen sich auf das urteil des fachmannes) ......
    na ja, der phantasie sind keine grenzen gesetzt, was alles möglich ist.
    glücklich der betroffene, der von fachleuten betreut wird, denen er vertrauen kann.
    gruss
    bise


    nachsatz 2 stunden später:

    wie sollen wir betroffenen beurteilen können, wieviel arbeitszeit die anfertigung von hilfsmitteln benötigt? es wird ja wohl immer der stundensatz eines meisters abgerechnet. uns allen ist doch geläufig, wie unterschiedlich die schreibleistung im büro ist. da sitzt ein anfänger und er braucht 30 minuten, um 2 seiten abzuschreiben; da sitzt die erfahrene sekretärin, die das pensum locker in10 minuten schafft.
    wie sollen wir beurteilen können, ob die hilfsmittel ausreichend sind?
    wenn das brot nicht schmeckt, wechseln wir den bäcker.
    sitzt das kleid nicht, muss die schneiderin es ändern, schafft sie das nicht, lehnen wir die bezahlung ab. wir können beurteilen, ob der saum zipfelt, die naht grade genäht ist, der reissverschluss ordentlich eingesetzt wurde etc.
    ein friseur, der uns die haare falsch einfärbt, die frisur verschneidet etc. hat uns zum letzten mal gesehen.
    den metzger, dessen wurst uns nicht bekommt, meiden wir.
    aber bei den hilfsmittelerbringern ist es anders; wir sind auf sie angewiesen. vielleicht wird der preis (sprich unsere zuzahlung) den markt bereinigen bzw. regeln. schade nur, dass wir im augenblick als betroffene nun die betroffenen sind, die dies entscheiden (können/müssen).
    nix für ungut.
    gruss
    bise
     
    #4 11. Januar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 11. Januar 2005