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EU-Rente

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Teufel, 26. Juni 2008.

  1. Teufel

    Teufel Neues Mitglied

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    Hallo, ich bin neu hier. Mir gefällt das Forum sehr gut und ist sehr interessant. Mein Anliegen ist:

    Ich leide seit 2002 an einer Mischkollagenose, Raynaud-Syndrom, Antiph.-Syndrom und seit 2007 mit Nierenbeteiligung (FSGS).

    In diesen 6 Jahren haben sich meine Hände sehr deformiert, ich habe viele Schwierigkeiten. Meinen Beruf kann ich nicht mehr ausüben (Nagelmodelistin):(

    Deshalb habe ich im April eine Rente beantragt. Ich war bereits beim Gutachter (28.05.) und bei der LVA zum Belastungs-EKG. Die Ärztin war super nett und meinte gleich zu mir, sie wird mich nicht aufs äußerste Belasten. Naja, jedenfalls haben wir nach ca. 4 min abgebrochen, da mein Blutdruck bei 150/160 lag. Sie sagte zu mir ich bin für meine Alterklasse nicht entsprechend belastbar und sehr schnell erschöpft, aber erhole mich auch schnell wieder.

    Wie sind Eure Erfahrungen? Ich lese immer nur "abgelehnt, widerspruch,Gericht". Das macht mir echt sorgen.:(
     
  2. Erato

    Erato Guest

    EU_Rente

    Hallo Teufel,

    hast Du schon mal in der "Suche" geschaut? Vielleicht gibt es doch schon Einige mit ähnlicher Diagnose, die "soweit" sind. Sonst kannst Du mal bei Lupus-Live (www.lupus-live.de) posten, da gibt es auf jeden Fall einige, auch mit Mischkollagenose und APS.

    Ich selber bin ein "undiff."-Fal mit APS, keine Nierenbeteiligung, dafür aber da Tumor und noch so eine kleine Sammlung anderer Teildiagnosen, seit Neuestem -:( - noch Verd. a. M. Meniere/ rezidivierende Hörstürze.

    Ja, egal, zur Rente kann ich Dir noch nicht viel sagen, mein Antrag liegt fertig bearbeitet hier bei mir zuhause herum. Ich warte auf den Bescheid des Versorgungsamtes auf Anraten meinen Arztes. Der hatte mir sowieso zu all diesen Anträgen geraten, von allein hätte ich mich nie getraut, diese zu stellen aus Angst, die lachen sich kaputt, wenn ich so unausdiagnostiziert bei denen auftauche.
    Ich bin mir sicher, es ist gut, wenn evt. nicht sogar besser, einen Arzt oder eine Ärztin des Vertrauens zu haben, die das mit einem zusammen macht. Die "interessanten" Befunde hat z.B. mein Arzt herausgesucht, da hätte ich womöglich nicht das richtige zusammengestellt. Da gab es z.B. mal eine Herzuntersuchung, die ich unspektakulär fand, der Doc aber nicht.

    Darf ich Dich fragen, weshalb Du als Nagelmodellistin nicht mehr arbeiten kannst? Oder überhaupt, weshalb?
    Bei mir ist es so, dass ich zwar Tage habe, an denen geht es mir blendend und ich denke dann jedesmal, ah, geht ja doch, alles Einbildung. Aber leider überwiegen die Zeiten, in denn dann wieder "irgendwas" herumspinnt. Damit ist meine Belastbarkeit einfach nicht kontinuierlich. In meinem zweiten Beruf (handwerklich) könnte ich sowieso nicht mehr arbeiten wegen der großen Probleme mit Muskeln und Sehnen. Und mein Studienberuf, da sitzte ich den ganzen Tag am Rechner, hochkonzentriert (haha, das ist lustig, bei den Konzentrationsstörungen) und bekam schon 1994 deswegen die REHA-Umschulung in den zweiten Beruf. Ich fange im August mit einem 400-Euro-Job an, denn eigentlich möchte ich gerne arbeiten, mehr aber traue ich mir schlicht nicht zu. Ich werde dann Berufsschulnachhilfe geben für Gesellen in einem Sozialprojekt, also Schonraum pur (hoffentlich auch für mich).

    Also ein Beispiel für meinen Werdegang seit Weihnachten: Kurz vor Weihnachten Kieferzysten-OP. Danach Immunreaktion (viele Aphten im Mund), es folgte eine basale Gehörgangsentzündung, eine "grippige" Phase mit Fieber, die üblichen Wirbelsäulenentzündungen, Anfang April ein Schub, der sich glücklicherweise wieder halbwegs in den Griff bekommen ließ, dann eine sehr heftige "neurologische" Migräne - danach 6 Wochen ständig Sehstörungen, ich bezeichnete das als "migränösen Dauerzustand", wo ich aufgrund der Lichtempfindlichkeit 6 Wochen im verdunkelten Zimmer saß), eine Woche später zwei Hörstürze, nun ist mir ständig schwindelig. Ich schaffe also kaum, mich mal von dem Einen zu erholen, dann kommt das nächste Ding. Geht das Dir auch so?

    Wünsche Dir jedenfalls einen Dich gut betreuenden Arzt!

    Ach so: Einen Versichertenältesten habe ich zuvor konsultiert, der berät einen vor Antragstellung, sagt einem, ob und wieviele Anspüche man hat, usw.

    Viele Grüße und viel Erfolg!
    Erato
     
  3. Teufel

    Teufel Neues Mitglied

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    Hallo Erato,

    vielen Dank für deine Antwort. Ich habe bei google schon mal geschaut, bzw. den Begriff eingegeben. Naja, und es ist ja so kompliziert. Es gibt so viele Arten vom Rheuma und nicht alle haben die gleiche Erkrankung. Das meinte der Gutachter zu mir auch, es ist schwierig. Er würde mich zum Beispiel für eine Polyarthitis einstufen. Meine Ärtzin sagt Mischkollagenose.

    Ich habe durch meine Erkrankung zum Beispiel sehr deformierte Hände, bereitet mir sehr viel Schwierigkeiten. Habe 2006 eine Teilversteifung im rechten Handgelenk erhalten und somit ist das Handgelenk nicht mehr so beweglich. Aber genau die benötige ich für den Beruf der Nagelmodelistin. Es geht sehr auf die Arme und selbst "gesunde" Leute haben nach einer 40 Std.-Woche schmerzen bzw. Probleme.

    Und dann wie du schon sagst, mal fühlt man sich super und am nächsten Tag ist es wieder umgekehrt. Geht mir nicht anders. Ich möchte auch gerne Arbeiten gehen, aber einen 40 Std. Job schaffe ich körperlich nicht. Ich schaffe ja nicht mal meinen Haushalt zu bewältigen.

    Warum schickst du den Rentenantrag nicht ab? Du kannst doch den Bescheid vom Versorgungsamt nachreichen! :)

    Ich wünsche dir auch alles Gute und viel Glück.
     
  4. Erato

    Erato Guest

    EU_Rente

    Hallo Teufeline,

    bei Dir scheint der Teufel auch im Detail zu lauern, bist also auch so eine, die zwischen den Stühlen hängt. Das mit den Verformungen an den Händen tut mir sehr leid. Es ist wirklich grausam, wenn man die Hände nicht mehr vermünftig bewegen kann und auch noch einen Beruf hat, in dem man sie sehr braucht.

    *lach*, beim Belastungs-EKG würde ich wahrscheinlich vom Rad kippen derzeit, im "real life" suche ich inzwischen schon dauernd, ob es noch einen niedrigeren Gang gibt bei der Gangschaltung - gibts aber nicht :-/

    Vor dieser "Abgelehnt und Gericht"-Litanei habe ich auch Angst und mich würde auch interessieren, wie lange sich das dann alles hinzieht. Und wer sich dann in der Zwischenzeit für einen verantwortlich fühlt. Tausend Fragen...:confused:

    Dir auch viel Glück und alles Gute!

    Ach so: Hast Du denn schon einen GdB-Antrag gestellt?


    Gruß
    Erato
     
  5. Teufel

    Teufel Neues Mitglied

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    Da hast du recht Erato...;);)

    Ich hänge zwischen den Stühlen. Ich würde liebend gerne arbeiten gehen, aber was bringt es, wenn ich mich die ersten Monate hinquäle und dann wegen Krankheit ausfalle. Und in Berlin ein Teizeit-Job zu bekommen ist auch schwer.:mad:

    Danke für den Tipp (lupus-live) sehr interessant. Also ich glaube die durchschnittl. Wartezeit bei der Beantragung der Rente ist 4 Monate. Naja, dann müsste es bei mir ja nächsten Monat soweit sein...:(

    Ich habe 2003 das erstemal GdB geantragt, habe 30% bekommen. September 2006 habe ich dann einen Verschlimmerungsantrag gestellt. Und stell dir vor im Dezember 2007 habe ich dann 50% erhalten.

    Tja, ich habe meinen Partner, der mich momentan finanziell ein wenig unterstützt. KK, JobCenter und LVA schieben sich den schwarzen Peter immer gegenseitig zurück. Denn keiner möchte für denjenigen zuständig sein. Seit März habe ich nur das Elterngeld und somit bekomme ich rückwirkend die Zahlung-bei Bewilligung-

    Eine Bekannte hat z.B. in der Zeit ALG II bezogen. Hat Rente bewilligt bekommen, aber das JobCenter hat sich die rückwirkende Zahlung in Höhe von € 5000,- eingezogen. Ich würde sooo Kotzen, aber es blieb ihr nichts anderes übrig. :eek:

    Für doch viel Glück
     
  6. Erato

    Erato Guest

    Pn

    Hi Teufel,

    hast ne PN bekommen.

    Gruß
    Erato