Etoricoxib & axiale Spondyloarthritis

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Anika1992, 12. Oktober 2020.

  1. Anika1992

    Anika1992 Neues Mitglied

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    Hallo, ich bin neu hier im Forum.
    Ich habe seit gut 2 Monaten die Diagnose ax. SpondyloArthritis bekommen mit hla b27 (+)
    Seit rund einem Jahr hatte ich starke Schmerzen in den Sakralgelenken.

    Seit 8 Tagen nehme ich Etoricoxib 60mg, diese soll ich mehrere Wochen lang nehmen.
    Ich vertrage es gut aber fühle mich wie betäubt. Ich habe keinerlei Schmerzen mehr und kann jeden Sport machen. Sonst hatte ich nach 10 min Fußweg sehr starke Schmerzen im ISG, laufen kann ich mit Etoricoxib kilometerweit.

    Jetzt mache ich mir Sorgen, dass ich mich total überlaste. Beim Klettern (Bouldern) sowie beim Laufen (Rennen ging nicht wegen der Schmerzen) habe ich sonst gemerkt wo meine Grenze ist und welche Bewegung ich nicht ausführen sollte, weil sie im Entzündungsbereich zu sehr schmerzt. Ich weiß nicht, wie mein aktueller Schmerzstand ist, weil ich durch die Tabletten nichts spüre.

    Habt ihr da einen Tipp für mich, wie ich trotz betäubender Tabletten spüren kann ob die Schmerzen derzeit bestehen? Ich habe richtig Angst sie irgendwann abzusetzen und mich durch zu viel falsche Bewegung noch mehr krank gemacht zu haben.

    Vielleicht hat jemand einen guten Rat für mich.

    Viele Grüße

    Anika
     
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  2. Hallo Anika,
    ich bin ja jetzt kein Mediziner, aber soviel ich damals verstanden habe (ich musste es auch mehrere Wochen lang nehmen) ist es ja nicht nur schmerzlindernd,
    sondern auch entzündungshemmend. Also quasi unterdrückt es den Schmerz nicht nur, sondern hat auch "heilende" Wirkung.
    Eventuell sind die Entzündungen bei Dir schon etwas zurückgegangen, dass Du dich jetzt so gut fühlst.
    Trotzdem würde ich es mit der Bewegung auch nicht übertreiben. Steigere Dich einfach langsam und beobachte, was Dir gut tut, und was Du schmerzfrei machen kannst.
    Tatsächlich wird man erst beim Absetzen des Medikaments sehen, ob der Effekt auch von Dauer ist.
    Genieß die schmerzfreie Zeit!
    Liebe Grüße
    Fräulein Flauschig
     
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  3. Anika1992

    Anika1992 Neues Mitglied

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    Danke für die Antwort :)

    Schade nur, dass nicht mal die Rheumatologin weiß, wie lange ich das Medikament nehmen soll. Anfangs meinte sie eine Woche, dann von September bis November..Ich hoffe die Schmerzen sind auch nach dem Absetzen erstmal weg.

    Ich kenne mich mit der Diagnose noch garnicht aus, weiß nicht was auf mich zukommt. Ich versuche mich mal ein bisschen durchs Forum zu lesen, bis jetzt war ein Schmerz im ISG vorhanden, der durch Tabletten weggeht... wie lange es dauert, bevor die Schmerzen mehr werden und warum manche Menschen von Arbeitsunfähigkeit berichten, das verstehe ich derzeit noch nicht.

    Lg
     
    #3 12. Oktober 2020
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2020
  4. tintintin75

    tintintin75 Guest

    Hallo Ich nehme es nur nach Bedarf
    aber 120 mg
    LG
     
  5. Taz Devil

    Taz Devil Bekanntes Mitglied

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    Hallo Anika,
    nimmst Du das Etoricox morgens?

    Ich nahm auch die 60mg (wegen MB; mit ISG Schmerzen) morgens und fühlte mich tagsüber, wie betäubt und auch müde.
    Hab sie dann abends genommen und schlafe diese "Betäubtheit" aus.
    Mittlerweile nehm ich es ca. 1 Jahr lang und meine Leber kommt gut damit klar.

    Zusätzlich nehme ich auch Opioide und Cannabis, um meine chronischen Schmerzen in den Griff (auf erträgliches Maß) zu kriegen.
    Das alles dämpft das eigene Schmerzempfinden.

    Ich persönlich hab mir angewöhnt, viel mehr auf meinen Körper zu achten, nach innen zu lauschen und auf kleine "Zipperlein" zu achten. Diese Zipperlein wären ohne Medikamente so stark, daß ich diese Bewegungen nicht ausführen würde.

    Also etwas mehr Achtsamkeit für den eigenen Körper aufbringen und auf ihn hören. ;)
     
  6. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    Hallo Anika1992,
    herzlich willkommen hier im RO-Forum.

    Ich habe jahrelang Etoricoxib 90 mg genommen, das habe ich gut vertragen und ich konnte damit das Kortison reduzieren. Ist aber schon viele Jahre her und meine Medikation hat sich seitdem oft geändert.

    Dass du mit 60 mg schmerzfrei und voll belastbar bist, zeigt mir, dass du schon auf geringere Dosierungen gut ansprichst, aber dass du dich damit wie betäubt fühlst, ist wohl die Nebenwirkung davon, und ich wäre damit sehr vorsichtig, denn es könnte u. U. deine Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Vielleicht wäre es besser, die Dosis zu reduzieren; es gibt auch 30 mg, oder falls man die teilen kann, dass du lieber 45 mg nimmst, denn du solltest dich nicht wie betäubt fühlen.
    Und du hast es schon richtig im Gefühl, dass du dich dadurch übernimmst beim Sport. Solange man Entzündungen im Körper hat, sollte man lieber leichten Sport machen, d. h. viel Bewegung mit möglichst wenig Belastung auf den betroffenen Gelenken. Wenn du vorher deine Grenzen gespürt hast wegen der Schmerzen, wäre es sinnvoll, diese Belastungen momentan zu meiden.
     
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