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Es reicht! - bin stinksauer!!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von charlyM, 24. Oktober 2006.

  1. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hallo zusammen....
    Hoffe, Euch geht es so einigermassen....
    Sorry, Leute- aber ich muß mal was loswerden – da gibt’s nämlich im Moment eine Sache, die mir die Haare zu Berge stehen läßt. Ich hatte doch erwähnt, dass ich im Sommer in ner Reha war - doch da man sich dort nícht um meine körperlichen Probleme – Rheuma, Zucker, Bluthochdruck usw – kümmerte, nach 2 Wo. abgereist bin – obwohl, sowieso nur 3 Wo. !! genehmigt waren !!
    Okay, dass sich die Klinik nicht die Blöße geben und schreiben würde, dass sie sich nicht um die körp. Sachen gekümmert haben, war klar!!
    Doch jetzt weiß ich endlich, warum es mir so verflixt mies geht....meine Eltern sind Schuld!!
    Ich bin ja bei meiner Oma aufgewachsen – wurde also nicht nur „verwöhnt“, sondern fühlte mich von meinen Eltern auch nicht angenommen, im Stich gelassen....Tja, und genau das wußte ich noch gar nicht....war bisher so blauäugig anzunehmen, ich hätte ne tolle Kindheit gehabt.... soo kann man sich halt irren...
    Ausserdem dass man mich als depressiv abgestempelt hat, hab ich ja hier schon mal erwähnt -- doch damit nicht genug, ANTRIEBSLOS !!! bin ich auch ,..( wow...die Leutchen, die mich kennen, würden sich kaputt lachen, wenn sie das lesen würden....ich platze ja bald vor Ideen, doch ich kann sie eben, wegen der dauernden Schmerzen, nicht mehr umsetzen ) und , jetzt kommt`s - ich kann, bzw. will mich nicht in eine Gruppe integrieren!! Stimmt!! ....immer wenn es hieß „ jetzt stellen wir uns mal alle locker im Kreis auf“konnt ich nach 1Min !! nicht mehr stehen und musste mich auf den Rolli plumpsen lassen. Folglich konnte ich leider auch nicht, wie die anderen Pat. mit einem bunten Tuch tanzend !! durch den Gym-Saal „wirbeln “.... aber , POLYMY ist ja NUR psychosomatisch!! ..und das bisschen Skoliose is auch nich die Welt..... folglich macht so`n lustiges Rumtanzen doch absolut nix aus!! = „ die Pat. wollte sich nicht beteiligen“ !!!!

    Ihr seht also, Ihr habt es hier mit ner verdammt sturen Person zu tun!! – die nicht bereit ist, sich einzufügen!! und die soziale Anpassungsprobleme hat !!
    Noch eins hinzu kommt....jeden Morgen und Abend musste ich ja, wie die anderen auch, zum Blutdruckmessen in das einzige Schwesternzimmer, welches sie hatten.....
    Nun, da wurden dann natürlich auch ein paar Worte mit der diensthabenden Schw. gewechselt. und wisst Ihr was, all DIES wurde hinterher in ne Liste eingetragen. = .Pat hat dies und das gesagt....Pat. meinte, hier am falschen Platz zu sein ( meinte nicht nur ich, sondern auch die Mit-Pat ) ...usw – doch dass ich dauernd Werte um die 180 hatte, juckte keinen!
    Tja....bald bin ich wirklich soweit, dass ich ne Depri bek.. .bald haben sie`s geschafft!!
    Seit ziiiig Jaaahren muß ich mich bei allen Dingen bremsen.... steh den Tag nur mit Schmerzmitteln durch und dann so was - es ist zum Kotzen und ich bin`s jetzt wirklich langsam leid....
    Doch jetzt mach ich besser Schluß ... bin eben „ nicht zu sozialen Kontakten fähig!!“ – und DIE müssen`s ja schliesslich wissen, sind ja Fachleute! !!
    Euch wünsch ich auf jeden Fall, dass Ihr Ärzte findet, bei denen Ihr sicher sein könnt, dass sie Euch nicht irgendwelche Dinge unterstellen....sondern die Euch gut und gründlich behandeln, um Eure Beschwerden in den Griff zu bek,
    Eine enttäuschte ( noch nicht depressive ) charly
     
  2. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Liebe CharlyM
    Du hast doch nicht von meiner Reha geschrieben ? Nur dass ich Dussel 1 Woche Verlängerung bekommen habe und ich auch noch geblieben bin. Ich wurde auch abgestempelt, DIE WILL NICHT. Ich hatte zusätzlich noch einen Teilabriss der Achillessehne. Was auch nicht beachtet wurde. Ich kann Deine Wut gut verstehen. Die hatte ich auch.
    Liebe Grüße Poldi
     
  3. Pimboli

    Pimboli Neues Mitglied

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    Oh wie gut kann ich Dich verstehen!!!!!! Ich habe auch Anpassungsstörungen und bilde mir alles nur ein. War am Freitag beim Gutachter wegen meiner Kur. Einmal wurde sie mir ja schon abgelehnt. Ich denke, dass sie jetzt auch noch das 2. Mal abgelehnt wird. Ich hatte mir eine Kurklinik ausgesucht, in der sowohl Diabetes, Bluthochdruck, Rheuma und Psychosomatik behandelt wird. Lt. MDK soll ich in eine psychosomatische Kur gesteckt werden. 2 dieser Kuren jeweils 6 Wochen waren schon für die Katz, weil auf meine körperlichen Beschwerden nicht eingegangen wurde. Ich habe diesem Gutachter erklärt, dass ich kaum noch laufen kann, weil mich die Füße so schlimm schmerzen, besonders in der Ferse und im Mittelfußknochen bzw. dem Großzehengrundgelenk. Der hat nix besseres zu tun, als von mir zu verlangen, dass ich auf den Hacken bzw. auf den Zehenspitzen laufen soll. Da ich beides nicht konnte, meinte er nur, dass ich total unsportlich bin. Hallooo, ja spinn ich oder rede ich chinesisch? Lt. Kernspin wurde mir bescheinigt, dass mein rechter Arm nur 90° beweglich ist, habe Schmerzen in der Schulter ohne Ende, meine Tochter muss mir schon den Kopf waschen und fönen und ich sollte ihm den Hampelmann vorspringen. Ich frage mich, wer von uns beiden eigentlich der Bekloppte war.

    Ja sind denn alle Ärzte und Therapeuten verrückt?!?:mad:
     
  4. bise

    bise Neues Mitglied

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    och, das ist doch die regel bei ner kur... habt ihr das denn nicht gewusst?
    wenn die kur tatsächlich anschlagen soll, müsst ihr schon selber löhnen. es gibt tatsächlich solche kliniken, alles prima, gut ausgebildete und kompetente docs, engagierte therapeuten, die wissen wovon sie reden und auch genügend fobis haben.....
    aber wenn ihr dann die informationsbroschüre erhaltet und die preisliste studiert... dann seid ihr gesund... ich kann mir solche preise nicht leisten.... also wieder inne "miese" klinik....... mit lauter anfängern, lustlosem personal, göttern in weiss und abhängig vom MDK (der lebt und arbeitet nach der devise: wem gott gibt ein amt, dem gibt er auch verstand. leider war der vorrat bereits ausgegangen, als ...... ihr wisst schon was ich meine)..
    that is life.......
    bin mal wieder rechtschaffend sauer..... ihr kennt mich ja ...
     
  5. Dorothee

    Dorothee Neues Mitglied

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    Naja, und noch so ne Geschichte dazu: vor ca. 3 Jahren, nach erst 4 Wochen Krankschreibung, wurde ich von der KK (AOK) zum MDK geschickt, damals war mein Rheuma noch nicht bewiesen, ich konnte nur kaum laufen, meine Händen wollten nicht so wie ich usw. Der MDK-Doc meinte ohne irgendwelche Untersuchungen bei mir nur: meine Beschwerden könnten nicht sein, alle Werte wären i.O., und er wäre vor einigen Wochen in den USA gewesen, dort wäre ich bei meiner Arbeitseinstellung bereits unter einer Brücke, weil keiner für jemanden wie mich dort bezahlen würde. Gott sei Dank war ich nicht auf den Mund gefallen und habe ihm gesagt: "Und in den USA gäbe es Ärzte wie Sie gar nicht, sie wären einfach überflüssig!" Wies für mich ausgegangen ist, könnt ihr Euch ja denken!

    Und das nach 40 Jahren Einzahlung in die Kk und Rente! Mir!

    Naja, heute hab ichs abgehakt, habe ja meinen Weg gefunden.

    @bise
    Mein Rheumadoc empfiehlt mir aus diesen Gründen, keine Kur zu machen. Er ist auch Reha-Doc, er muß es wissen!

    Alles Gute für Euch!
    Dorothee
     
  6. anbar

    anbar Neues Mitglied

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    ;) hallo charlyM ,Poldi,bise,Pimboli und Dorothee.Woher wißt Ihr wie es mir in der letzten Reha gegangen ist? grübel?Habt ihr spioniert? grrrrrr.
    Aber mal im Ernst,wie kann es so was geben? Ich war ja vor 3 Jahren ebenfalls in so einer Psychosomatischen Klinik, die Therapeuten und die Stationsärztin waren schon ok. Leider Falscher Ort (in der Rhön) und falscher Zeitpunkt.okt. Nov. Da herrscht ein rauhes Klima und das tut meinen Knochen gar nicht gut. Aber die letzte Reha Jan/Feb. 06, die hat mir echt den Rest gegeben. Mir ist ebenso wie charlyM ergangen, aber haar genau so. Bin platter,kaputter und schwächer nach Hause gekommen, als ich da angekommen bin. Und dafür bezahlt die Bfa auch noch viel Geld. (Und ich habe nonstop Schwierigkeiten in Fa. deshalb)Habe allerdings,nach ca. 5 Wochen, als ich mich ein bißchen wieder aufgerappelt habe eine richtig dicke fette Beschwerde geschrieben und Punkt für Punkt niedergeschrieben. (aber nicht nur ich, waren eine ganze Reihe von Leuten,wo ich es von weiß.
    Den Bericht habe ich bis heute nicht gelesen,meine Ärztin sagt halt nur: das wollen sie alles nicht wirklich wissen.
    Tja , vielleicht gibt es irgendwann und irgendwo eine Reha, die wirklich hilft und einem gut tut. Ich wünsche es uns allen.

    Alles Gute
    Gruß Anbar

    Tja ,
     
  7. Skippylein

    Skippylein Neues Mitglied

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    Hallo Charly...

    ohweia... wenn ich das lese, dann kann ich wohl darauf einstellen... dass es mir vielleicht nicht viel bringen wird...
    denn mein dok hat letzte woche ein kur beantragt... (KK-Bogen, welches er ausfüllen musste)
    soviel ich gesehen habe, soll ich natürlich wie viele andere User auch in ein pyschosomatische Klinik... Ich weiss natürlich auch noch nicht wohin und wann...


    Gruss
    Skippylein
     
  8. Pimboli

    Pimboli Neues Mitglied

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    Die Krankenkasse hat mir geschrieben, dass ich eine Kur beantragen muss und: " Der Antrag auf stationäre Rehabilitationsmaßnahme gilt gleichzeitig als Rentenantrag, wenn die Erwerbsfähigkeit nicht gebessert werden kann. Damit werden insbesondere ihre möglichen Rentenansprüche rechtzeitig verwirklicht. Die von der KK ergriffene Maßnahme steht auch nicht außer Verhältnis zum erstrebten Erfolg.

    Stellt der Rentenversicherer fest, dass Suie vermindert erwerbsfähig sind und eine erfolgreiche Rehabilitation nicht zu erwarten ist, gilt, wie bereits oben erwähnt, der Antrag als Rentenantrag. Das gleiche gilt, wenn die Rehabilitation nicht erfolgreich war, weil sie die verminderte Erwerbsfähigkeit nicht verhindert hat."

    Mit 50% GdB bin ich ja bereits vermindert erwerbsfähig.

    Ich habe aber das Gefühl, dass diesmal die Kur wieder abgelehnt wird.

    UNd was mache ich dann?
    Irgendwie habe ich im Moment nur noch Panik vor dem was kommt.
     
  9. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    mannomann

    @charly,
    dein bericht kommt mir so vor, als hättest du meine story aufgeschrieben!!! versteh dich total!!!!!

    @alle hier: es bestätigt mir nur, dass ich es mir nicht antun muss, nochmals sowas mit zu machen- aber was, wenn ich es ablehne, in so eine klinik zu gehen??????????

    gruß von mni
     
  10. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo allerseits,

    hat jemand von Euch schon mal daran gedacht, einen Beschwerdebrief an die KK und KV und Rentenversicherungsträger zu schicken?

    Ich an Eurer Stelle hätte es gemacht, die sind schließlich nicht für sich selbst da, sondern für den Patienten...

    Meine KK hat auch von mir Bescheid erhalten, dass ich da 3/4 der Zeit zum Zeitvertreib da war - also nicht organisatorisch das ganze war... Sorry, aber ich fange mich so langsam an zu wehren...

    Viele nachdenkliche Grüße
    Colana
     
  11. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Es reicht!!!

    Hallo, Ihr Lieben....
    habe Eure Schilderungen gelesen und muß sagen, es ist ein Trauerspiel...und entsetzt bin ich darüber, dass es so vielen hier genauso ergangen ist....Ihr schreibt ja , ob es sein kann, dass ich EURE Erfahrungen hier ins Forum gestellt habe...das sagt doch wohl schon genug aus, oder??
    Ein Unding, was da oft hinter unserem Rücken, abläuft! Da fährt man, naiv wie mal nun leider immer noch ist.. mit zig Beschwerden los....hofft, endlich Hilfe zu bek. und wird dann derart abgefertigt - zum Kotzen!! - sorry, aber anders kann ich`s nicht mehr ausdrücken.
    Mensch, ich hab 80% - ein "G" und " in Begleitung" im Behindertenausweis und dann wird erwartet, dass man mit diesen dusseligen Tüchern durch den Raum tänzelt?? - ja, was denn nun?? Die einen bestätigen, dass man nicht mehr alleine klar kommt, die andren stellen es als " nicht bereit, sich einzufügen" hin - eine Frechheit!
    Was mich aber besonders sauer macht ist die Tatsache, dass man, ohne es zu bemerken, derart beobachtet wird.. dies dann in den Abschlußberichten erscheint und man, ob man will oder nicht, die nächsten Jahre mit so`nem Stempel rumlaufen muß.- antriebslos!! ....Oh, Jeckes...ich laufe ewig auf Hochtouren..., muß dauernd runterfahren...und dann soll ich antriebslos und depri sein??
    Tut mir leid, doch diese ganzen handschriftlichen Vermerke - ..Pat. hat dies und das gesagt ( bei der Schwester, die Blutdruck gem. hat) oder - "PAt. ging ohne Rolli durchs Foyer" ..oder " Pat. hatte über Mittag Besuch".... also das erinnert mich doch stark an die Schilderungen, die man von ehem. DDR-Bürgern gehört hat...den passenden "Begriff" lasse ich weg...Ihr wißt schon, was ich meine....
    Ausserdem - wenn man schon mit Therapeuten spricht, sich vielleicht mal Luft machen will...wieso muß dies alles HAARKLEIN hinterher in einem Bericht festge -halten werden?? - eine Diagnose mit kurzen Angaben zur psychischen Situation würde doch voll und ganz für den Hausarzt reichen, oder? Doch wenn hinterher private Dinge ausgebreitet werden, verliert man auch noch das letzte bisschen Vertrauen und ruft, wenn man Probl. hat, doch besser die Telefonseelsorge an, oder? - wär auf jeden Fall sicherer!!
    Oder könntet IHR, nachdem Ihr dies nun gelesen habt, noch mit nem Therap über ALLES reden?? - ICH nicht!!
    So, denen, die noch ne Kur oder REHA vor sich haben... wünsch ich, dass man sie nicht derart abstempelt, sie nen Weg finden, dort wirkliche Hilfe zu bek, ...Doch denkt, dran - sagt man nix, ist man gehemmt und zu schüchtern...sagt man was, wird`s so ausgelegt, wie`s in ihr Konzept passt....also, VORSICHT!!
    Jetzt macht`s gut ...charly
     
  12. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo charly,

    ich werd ein Teufel tun und mit den Ärzten bzw. Therapeuten und Schwestern über mich bzw. über meine Gefühle sprechen, da kannste sicher sein....

    Viele Grüße
    Colana
     
  13. kukana

    kukana Moderatorin

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    Whow - kann ich da nur sagen. was für ein Glück habe ich mit meiner Reha gehabt.
    Bei Antragsabgabe denen mitgeteilt wohin ich möchte. Null Problem - ich bin dorthin gekommen. Bei Erstvisite und Gespräch wurde ein Ziel gemeinsam festgelegt. Dies wurde sowohl aus meiner Sicht als auch von den Ärzten bestätigt erreicht. Positive Beurteilung und Tips von einem Rentenberater erhalten über weitere mögliche Vorgehensweisen, wie z.B. Arbeitsmittel beantragen -Rente- Teil-Rente usw. 4 Wochen angesetzt und 4 Wochen erhalten, danach eine deutliche Verbesserung.

    Liegts also dann doch an den Reha Abteilungen? an den Ärzten? an den Anwendungen?

    Ich selbst habe sogar gewagt dem Prof. ein klares *nein* zu einer Kombi-Therapie zu sagen, worauf die anderen Ärzte die Luft anhielten und er mir dann ganz cool eine Alternative unterbreitete, die ich dann bejahte. Hat sich als positiv herausgestellt, denn bisher ist meine Monotherapie mit MTX erfolgreich.

    Bin ich da wirklich ein Einzelfall?

    Gruss Kuki
     
  14. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    hi kuki,

    ja,scheint so, dass du hier das große los gezogen hast ;-)
    verrat mir doch bitte mal, WO du warst???
    ich werd nur dahin gehen, wo ich erhoffe, dass mir geholfen wird
    .... wenn ich überhaupt wohin gehe....
    gruß von mni
     
  15. kukana

    kukana Moderatorin

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    Ich war in Bad Kreuznach in der Aschoff Klinik. Vielleicht hab ich Glück gehabt, meine Ärztin war Dr.Lind-Albrecht, die hast du ja in Gastein kennengelernt. Aber ich bin sicher die haben nach wie vor gute Ärzte dort, wenn die auch von Zeit zu Zeit wechseln.

    Gruss Kuki

    http://www.sana-rheumazentrum-rlp.de/karl_aschoff/index.php
     
  16. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Kuki, ich war dort im Rheumakrankenhaus. Es war super. Ich kann das Krankenhaus auch nur empfehlen.
    Liebe Grüße Poldi
     
  17. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    @ Hi, Charly:

    Es ist hier schon vieles diskutiert worden zu Deinem Dilemma. Eines scheint mir noch wichtig zu sein, nämlich das von Dir ungenehmigte Aufschreiben persönlicher Meinungsäußerungen in der Klinik.

    Ebenso wie Telefongesprächsmitschnitte oder das Laufenlassen eines Tonbandgerätes während eines Gesprächs ohne Zustimmung nicht zulässig sind, ist es nicht erlaubt - ohne Einverständnis des Betroffenen, dessen Mitteilungen in einer Reha einfach zu notieren und sozusagen hinterher als Vorhalt zu präsentieren.

    Ausnahme wäre ein Therapiegespräch mit einem Psychotherapeuten, wo der Patient davon ausgehen muss (ihm dies aber auch gesagt werden muss!), dass seine Mitteilungen zur Therapieermittlung festgehalten werden sollen.

    Was übrigens einen Teil der Ärzte und ihre Einstellung zu Patienten und deren Problemen abgeht, so habe ich soeben zufällig im WDR-Fernsehen einen Ausschnitt aus der Sendung mit Frank Plasberg ("Hart aber fair" zum Thema Arzt-Patient-Beipackzettel) gesehen.

    Hier wurde ein Arzt zitiert, der wortwörtlich gesagt hat:

    "Ich schreibe tausendmal lieber einen schwierigen Fachartikel auf Englisch, als mich mit einem Krebspatienten über dessen Probleme zu unterhalten!"

    Da muss man erst einmal die Luft anhalten...oder?

    Man glaubt es kaum, aber ist dies wirklich ein Einzelfall?? Nach allen Berichten hier im Forum (und nach ein paar eigenen Eindrücken) glaube ich, dass es von dieser Sorte Mediziner noch ein paar mehr gibt....:D
     
  18. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hallo Albstein,

    ich habe diesen Ausschnitt auch gesehen. Das Zitat des Arztes wurde aber einfach aus einem Zusammenhang gerissen, der überhaupt nicht erklärt wurde. Was er vorher oder nachher erklärend geäussert hat, wurde mit keinem Wort erwähnt. Von daher bin ich da mit einem Urteil lieber vorsichtig. Ich würde auch tausend Dinge lieber machen, als mit jemandem über seine schwere Krankheit zu sprechen. Das ist nur menschlich und Ärzte sind auch Menschen. Das heißt ja nicht, dass dieser Arzt es nicht trotzdem tut und vielleicht sogar gut.
    Ansonsten habe ich irgendwann abgeschaltet, hatte einen anstrengenden Tag und konnte der Diskussion nicht gut folgen, bzw. fand sie sehr ermüdend.

    Lg KatzeS
     
  19. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    @ Hi, KatzeS, ich will gerne aus meiner Sicht noch auf Deinen Einwand eingehen (Zitat):

    "Das Zitat des Arztes wurde aber einfach aus einem Zusammenhang gerissen, der überhaupt nicht erklärt wurde. Was er vorher oder nachher erklärend geäussert hat, wurde mit keinem Wort erwähnt. Von daher bin ich da mit einem Urteil lieber vorsichtig...."

    Kann man so sehen wie Du es ausdrückst, bitte, aber meine Auffassung sieht wie folgt aus:

    Der Arztberuf ist (anders als jeder andere Beruf) auf ein Individuum konzentriert (er sollte es jedenfalls sein - und nicht auf summarische, eher anonyme "Fälle").

    Das Individuum ist hier ein Mensch als (dem System ausgelieferter!) Patient mit Ängsten, Gefühlen, Existenznot usw. - es ist kein Heizkörper wie beim Installateur und auch kein seelenloser PC wie bei einem schreibenden Autoren.

    Folge: Wenn ein Arzt also nicht die individuelle Aufklärung und seelische (= psychische) Stärkung des ihm schließlich anvertrauten Patienten als eines seiner Hauptmotive für den Beruf akzeptiert und auch gerne zielgerichtet praktiziert, dann hat er seinen Job verfehlt.

    U. a. weil er nicht begriffen hat, wie psychosomatische Regungen (= Ängste, Unaufgeklärtheit, das Gefühl des Alleingelassenseins usw.) bis in die Körperlichkeit hinein negativ wirken können und jede "mechanische" Therapie mit Operationen/Medikationen usw. torpedieren kann.

    Fazit: Für mich darf ein Arzt sich durchaus so äußern wie in dem Zitat, mich interessiert aber nicht, in welchem Zusammenhang er das gesagt hat. Dass Ärzte auch fehlbare Menschen sind, wissen wir - nur, dies entschuldigt nicht mangelndes Berufsethos.
    Dass er also dies so - wie oben zitiert - gesagt hat, beweist alleine für sich betrachtet schon mangelndes Verständnis, Nichtmotiviertheit und Patientenferne.

    Einem solchen Arzt wäre schlußendlich im eigenen Interesse (und dem seiner Patienten) zu raten, sich aus der Praxis zu entfernen und z. B. einen Job als Wissenschaftsjournalist oder vielleicht Funktionär anzunehmen, denn dann muss er nicht Patienten in schwierigen Situationen beistehen, dann kann er an einem seelenlosen PC sein Tagwerk vollenden mit prächtigen Artikeln, die ihm auch noch mehr Lob und Anerkennung einbringen als die schwierige Patientenbetreuung - die schließlich niemand dokumentiert und anerkennt. So sieht`s aus meiner Sicht halt aus.

    LG

    Alb
     
  20. Neli

    Neli Optimistin

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    Einem solchen Arzt wäre schlußendlich im eigenen Interesse (und dem seiner Patienten) zu raten, sich aus der Praxis zu entfernen und z. B. einen Job als Wissenschaftsjournalist oder vielleicht Funktionär anzunehmen, denn dann muss er nicht Patienten in schwierigen Situationen beistehen, dann kann er an einem seelenlosen PC sein Tagwerk vollenden mit prächtigen Artikeln, die ihm auch noch mehr Lob und Anerkennung einbringen als die schwierige Patientenbetreuung - die schließlich niemand dokumentiert und anerkennt. So sieht`s aus meiner Sicht halt aus.

    LG

    Alb[/quote]

    Ich habe die Sendung gestern auch gesehen.
    Soviel ich verstanden habe, handelte es sich um einen Arzt
    auf einer Station, wo täglich so ca. 40 neue Krebsleiden
    festgestellt werden. Habt Ihr Euch schon mal gefragt,
    wie ein Arzt das verkraften soll, wenn er sich mit jedem
    einelnen Leid identifiziert?
    Es wurde nicht gesagt, dass dieser Arzt nicht mit den
    Patienten spricht, sondern dass er es viel einfacher fände,
    einen schwierigen Fachartikel auf Englisch zu schreiben,
    als mit einem Krebspatienten über dessen schlimme Probleme zu sprechen.
    Das kann ich wirklich nachempfinden, denn er ist ja auch
    kein Psychologe, der es eher gelernt hat, auf die Ängste der
    Menschen einzugehen.

    Ich finde, dass die Ärzte es heute auch sehr schwer haben.

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
    #20 26. Oktober 2006
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2006