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es muss auch mal was liegen bleiben...

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von mwoebke, 25. Oktober 2008.

  1. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

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    Moin Ihr Lieben.

    Bis heute habe ich es noch nicht verstanden das ich einfache Dinge nicht mehr so bewältigen kann als ich noch Gesund war.
    Ich nehme mir so viel vor, und bin auch noch stolz darauf, und am Ende kommt so gut wie gar nichts heraus.
    Selbst wenn ich an den Haushalt Denke, Putzen, Gardinen u.s.w. bleibt doch vieles liegen.
    Kochen, und da bin ich sehr stolz drauf, gelingt mir "noch". Das Schnippeln von Gemüse fällt mir leider schon schwer und ich muss schon auf meine " Pfötchen " achten.

    Letzte Woche bekam ich Besuch von meiner Betreuerin, musste vorher natürlich etwas aufräumen und war danach schon wieder Fertig.

    Geht es Euch irgendwie so ähnlich? Irgendwie weiß ich nicht mehr weiter.


    Lg

    Michael
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Mach dir keinen Kopf, bei mir bleibt ständig was liegen. Wenn sich Besuch ankündigt sag ich das denen vorher, dass ich nicht einsehe, mich zu verausgaben. Und vom Fußboden essen will ich eh nicht.

    LG, Kuki
     
  3. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

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    Danke Kuki!

    Ich bin mit Sicherheit nicht der Perfekte vorher gewesen, aber es Tut einen doch weh das nahezu alles liegen bleibt, obwohl man es doch so gerne erledigen würde b z.w. konnte.


    LG

    Michael
     
  4. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo Micha,
    Jaaaaaa, kenn ich.
    Jaaaaaa, mach ich.
    Jaaaaaa, wird es auch weiterhin bei mir geben.
    Jaaaaaa, es nervt mich ungemein.
    Jaaaaaa, ich mußte das erst lernen (sehr schwer).

    Und: offensichtlich bin ich in guter Gesellschaft.
    Und darum macht es mir nicht mehr soo viel aus.
    Was nicht fertig wird, bleibt liegen.

    Ich mach mir ein kleineres Programm: z.B. nicht 12 Fenster putzen, völlig k.o. sein- oder nur 4 schaffen und völlig frustriert ob der eigenen "Unfähigkeiten"
    sondern: ich putze heute Fenster- 3 Stück und nicht mehr.
    Dann hab ich mein Pensum geschafft und darf mir auf die Schulter klopfen.
    O.K., klappt nicht immer, aber immer öfter. LG von Elke.
     
  5. Rizzi

    Rizzi Neues Mitglied

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    Hallo Micha,

    ja, so geht es bestimmt vielen hier im Forum und mich nehme ich da nicht aus. Früher habe ich mich darüber geärgert, da ich hab gelernt, dass es eben nicht mehr so gut.

    Ich nehme Hilfe an und bitte auch um Hilfe, das konnte ich früher auch nicht.

    Versuch darüber zu stehen, denn verdrecken wirst bestimmt nicht.

    Liebe Grüße und
    paß auf Dich auf
    Rizzi
     
  6. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Kann ich soooooooo gut verstehen

    Hi,Michael,

    wer wie ich vor der Krankheit 80 Std. i.d.W. gearbeitet hat und nachts die Fenster putzte, bügelte u.a., der musste lange Wege gehen bis heute. Da bleibt das Eine oder Andere liegen. Es läuft nicht weg und......... wem es bei mir nicht paßt, braucht net wiederkommen oder soll es selber machen:D

    Anfangs will man es nicht kapieren; mit der Zeit begreift man es schon - die wenigen Momente, wo es einem gut geht, die sollte man nur für sich nutzen. Das tue ich mittlerweile 100 %.

    Gemüse schnippseln ?? Dafür gibt es praktische kleine Haushaltshelfer, die sich drehen :)

    Staubsaugen kann man gut auf einem Bürostuhl, der rollt.

    Fenster putzen, naja, wenn ich nimmer durchsehe:eek:

    Wäsche wäscht die WaMa und bügeln nur das Allernötigste.

    Boden wischen mit einem Mop, bedeutet wenig Kraftaufwand. Der eimer dazu rollt auch.

    Geniess die Freizeit ohne Schmerzen für Dich !

    Grüssle
    Pumpkin
     
  7. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @michael
    Mir geht's genau so. Früher konnte ich so manches in einem Aufwasch erledigen und heute? Heute bin ich froh, wenn auf der Erledigten-Liste der Müll und die Versorgung meiner beiden Stubentiger abgehakt wurden. Abwaschen geht eh nur etappenweise. Fenster habe ich zuletzt im Sommer geputzt, es regnet halt eh immer, lohnt sich daher kaum. Staubsaugen mache ich noch in einem Rutsch, bin danach aber auch ohne lange Pause nicht zu gebrauchen. Einkäufe in die Wohnung im 1. Stock bringen? Zuerst die temperaturempfindlichen Sachen (wenig) und irgendwann später Teile der restlichen Sachen.
    Letzte Woche gab es haltbare Milch im Angebot, der 12l-Karton steht immer noch im Auto. Geht halt immer nur 2-3l-weise. Ebenso mit anderen Getränken.
    Wenn dann noch die Muskeln nicht das Treppensteigen bewältigen wollen, bin ich schon froh, mich in den 1. Stock geschleppt zu haben.
    Über diese Situation freue ich mich genauso wenig wie Ihr alle. Aber was nützt es, sich über diese Hindernisse aufzuregen? Die Grenzen wurden halt enger gesetzt, gegen Mauern kann man nur begrenzte Zeit anrennen. Macht halt keinen Sinn.
     
  8. MeikeC

    MeikeC Neues Mitglied

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    Hallo Michael,
    ich glaube jeder hier hat schon Deine Erfahrung gemacht! Ich war 28 als es bei mir alles anfing, d. h. ich habe sehr viel Sport gemacht (Karate!) und war auch immer sehr selbständig. Ich habe immer ganz alleine tapeziert usw. Aber irgendwann trifft einen leider die harte Erkenntniss, dass es so einfach nicht mehr geht. Ich habe/mußte dann sehr schnell lernen Hilfe anzunehmen und vor allem zu akzeptieren! Aber jetzt geht es einfach. Ich mache alles nach und nach. Und das funktioniert auch mit Arbeit, Mann und Kind. Bei uns zu Hause war noch nie alles super aufgeräumt etc. Aber ich mache jeden Tag etwas und wenn die Fenster zum Putzen dran sind, dann kann es schon mal 3 Tage dauern, bis ich mit allen fertig bin! Aber egal, es stört mich nicht mehr, ich sage immer, wen es stört, der soll es für mich machen. Ich bekomme aber auch sehr viel Hilfe von meinem Mann und meiner Familie. Gesaugt habe ich selber schon lange nicht mehr, das hat mein Mann übernommen. Kisten trage ich nicht mehr rein, die bleiben solange im Auto, bis sie ein anderer reinträgt. Lauter solche Kleinigkeiten sind es aber, die es einem leichter machen. Hast Du denn jemanden, der Dir hilft? Finde ich sehr wichtig, dass man nicht allein mit den Aufgaben dasteht.

    Viele Grüße aus Gö, Meike
     
  9. nicht-hase

    nicht-hase Neues Mitglied

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    Zum Glück muß ich nicht oft Einkäufe in die Wohnung tragen. Wenn es dann doch mal nötig ist, benutze ich einen Rucksack, den ich mir extra dafür angeschafft habe.
    Ansonsten kann ich mich meinen Vorredner nur anschließen. Es ist eine gewaltige Umstellung, nicht mehr alles so wie früher zu können. Für mich gibt es heute wesentlich Wichtigeres als eine nicht staubgesaugte Wohnung oder ungebügelte T-Shirts.
     
  10. Aquarell

    Aquarell Sharpie

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    Hallo Michael,

    ja, das kenn ich alles auch. Es hat mich ganz schön Überwindung gekostet vor mir selbst zuzugeben, daß ich nicht mehr alles so kann wie noch vor ein paar Jahren.
    Ich hab GsD Glück und unsere Geschäftsräume sind in und am Haus und da ich teilweise in unserer eigenen Firma und teilweise freiberuflich arbeite kann ich mir die Arbeitszeiten aussuchen.
    Den Haushalt schmeissen mein Mann und ich gemeinsam, was ich nicht mehr so kann das erledigt halt er.

    Ich seh das auch nicht so eng, wenn mal nicht staubgesaugt wurde oder Fenster geputzt ...
     
  11. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

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    Hi Ihr Lieben,

    ....und ich dachte schon ich stell mich nur so an, aber es geht anscheinend sehr vielen so wie mir.

    Bügeln? Tue ich schon lange nicht mehr.Ich versuche meine Shirt´s immer recht gerade aufzuhängen und klappt eigentlich recht gut.

    Und Abwaschen? da habe ich zum Glück einen Geschirrspüler den ich auch unbedingt brauche, wie gesagt ich Koche unheimlich Gerne.:)

    LG

    Michael
     
  12. Slash

    Slash Slash

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    Hallo!
    Ja, mir geht es auch so, es bleibt viel liegen und ich kann mich nur schwer damit abfinden, daß es eben nicht mehr so geht wie früher.

    Aber was mir hilft: ich nehme mir weniger vor, als erledigt werden muß und freue mich dann, wenn ich vielleicht doch ein wenig mehr als auf meiner Liste geschafft habe.
    LG
    Sandra
     
  13. Rosanna

    Rosanna Neues Mitglied

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    Hallo Michael,

    ich bin 30Jahre alt und an manchen Tagen fühle ich mich uralt.
    Wäsche wäscht die Maschine, gebügelt wird quasi on demand.
    Bett ab- und beziehen machen mein Mann und ich gemeinsam.
    Wohne gottseidank im Erdgeschoss - da hält sich das Tragen in Grenzen.
    Fenster putzt mein Mann.
    Geschirr macht auch die Maschine.
    Alles andere läuft so:

    45 - 60 min wird etwas geputzt, aufgeräumt, gesaugt danach ist eine ca
    20 min.-Pause angesagt - dann geht es weiter.

    Was ich nicht schaffe, macht mein Mann oder keiner.

    Zum Thema vom Boden essen, habe ich die Tage einen tollen Spruch gehört: "Bei uns kann man vom Boden essen - irgendwas findet sich immer."

    LG
    Rosanna
     
  14. Tierfreundin

    Tierfreundin Dosine

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    Hallo Michael,

    ja, ich kenne das auch nur zu gut...

    Es nervt mich auch sehr...zumal ich früher schon fast einen Putzfimmel hatte.

    Leider kann ich nun nicht mehr so... Wenn ich aber merke, dass es ein bißchen besser geht, dann lege ich regelrecht los und wundere mich anschließend, dass ich sooo erschöpft bin...

    Es ist ja nicht nur so, dass man selbst lernen muss,damit um zu gehen... sondern auch der Partner...

    Ab und ab macht mein Mann mir Vorwürfe, wie es bei uns aussieht... :eek: Irgendwie will oder kann er nicht begreifen, dass ich nicht mehr die Kraft dazu habe...

    Allerdings schäme ich mich auch regelmäßig, wenn Besuch da ist...

    Neulich hat der Vermieter gemotzt, dass unsere Außentreppe nicht gefegt war... tja... mein Mann ist dafür zuständig, ich habe aber den Ärger abbekommen....

    Sowas ärgert mich....

    Lieben Gruß
    Anja
     
  15. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Toll, von solchen Zeiträumen träume ich ...
     
  16. beWITCHed

    beWITCHed Neues Mitglied

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    Mir geht es genauso. Ärger mich immer über das, was ich nicht geschafft habe. Früher ging da viel mehr und so vieles so nebenbei, was nun richtige Aufgaben sind. Ich hab mich da noch net gewöhnt. Es nervt mich regelrecht, wenn ich was nicht schaffe.
    Ich lass auch mal was liegen an schlechten Tagen, an guten Tagen, wie heute, übertreib ich dann wieder...mal sehen wie es mir morgen geht. :uhoh:
    Aber ich freu mich dennoch über das Geschaffte heute.
     
  17. Sir Nick

    Sir Nick Registrierter Benutzer

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    selber habe ich erst vor ein paar monaten so richtig kapiert,
    Junge, es ist vorbei mit deiner kraft, deinem handwerklichem geschick.
    Im moment bin ich froh wenn ich hier ein wenig tippen kann.
    andereiseits sage ich mir , es sind nur meine knochen/gelenke kapuutt, mein Gehirn ist noch halbwegs fit, also versuche ich mich in diese richtung zu beschäftigen. Iss natürlich auch eingeschränkt, wegen verschlechterung der Augen, also Lesen iss nich so viel.
    Ich kann froh und dankbar sein, dass meine Frau mir so zur seite steht.
    zwischendurch kann icg schon mal spülen und so...
    tja, so iss das

    lg.
    nick
     
  18. cyriell

    cyriell Sabine

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    Hallo Michael,

    auch mir geht es wie euch allen. Ich bin an meine Grenzen gestoßen und kann nur mit Hilfsmitteln meine Einkäufe in die Wohnung bringen. Allerdings habe ich einen Aufzug im Haus, den nicht mehr missen möchte.
    Für Einkäufe habe ich einen Trolli mit 3 Rollen pro Seite, der über die Treppen geht. Sonst wäre das nichts mehr.
    Im Haushalt hilft mir meine Mutter.

    Auch ich musste erst lernen, dass Grenzen gesteckt sind und ich schäme mich für meine Wohnung. Mein Sohn hilft mir wenigstens mit seinen Sachen, da bin ich schon ganz glücklich und er putzt auch ganz gerne, mit seinen 8 Jahren. Aber auch das hört irgendwann auf.
    Ich genieße die Zeit mit ihm in meinen - soweit man das schon sagen kann - schmerzfreien Zonen. Er muss nicht mitleiden.
    Ich bin auch noch am Umdenken - nach über 5 Monaten - und kann es nicht fassen.

    Über jede Kleinigkeit freu ich mich.

    Liebe Grüße -
    Sabine
     
  19. Suezi

    Suezi Neues Mitglied

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    Jaaaaaaa, kenn ich gut und jaaaaaaaaa, es nervt mich und jaaaaaaaaa, es zieht mich runter und neeeiiiinnnn, ich will es nicht wirklich akzeptieren :(

    Meine Konsequenz ist, das ich mir jetzt jemanden gesucht habe, der mir 8 Std im Haushalt hilft.......

    Ich hab diverse Tricks um meinen Alltag zu erledigen, Flaschen öffnen etc klappt mal, mal nicht ......

    Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben das es mal eine Zeit gibt in der ich schmerzfrei bin...... ich glaub dran!!!

    Liebe Grüsse
    Nicole
     
  20. Rosanna

    Rosanna Neues Mitglied

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    Hallo Tennismieze,
    dies stellt die Möglichkeiten innerhalb der letzten Wochen dar. Es gab schon Phasen, da waren die Zeiträume durchaus umgekehrt.

    LG
    Rosanna