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Erwerbsminderungsrente beantragt....

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von zetermaus, 30. Mai 2008.

  1. zetermaus

    zetermaus Neues Mitglied

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    Hallo, Ihr Lieben,
    ich habe mich vor kurzer Zeit entschieden, die Erwerbsminderungsrente zu beantragen.
    Da ich im Jan an der Bandscheibe operiert wurde, bin ich im April zur Reha gefahren-angegeben hatte ich Bad Bramstedt, weil ich diese Klinik sowohl orthopädisch als auch vor allem rheumatisch für sehr fähig halte.
    Wie der Teufel es will, schickt mich die BfA aber nach Wiesbaden in einer rein orthopädischen Klinik, die zwar auch am Rande Ahnung von Rheuma hat, aber eben nur am Rande.
    Dort konnte ich die Therapien nur unter Gabe von Schmerzmedikamenten durchführen, da ich mich von einem Rheumaschub in den nächsten gequält habe.....
    Zum Schluss musste ich dann auch noch darum kämpfen, dass ich arbeitsunfähig entlassen werde.... die wollten mich doch tatsächlich arbeitsfähig schreiben...... klar.... vollgepumpt mit Ibuprofen, Acoxia und Tetrazepam (das hatte ich allerdings abgelehnt)....
    Ich komme mit meinen Diagnosen dort hin..... bin ja hier zu Hause schliesslich bei einem internistischen Rheumatologen in Behandlung und zum Schluss stellen sie meine Rheumadiagnose in Frage.... dort in der Klinik.
    In der Abschlussvisite fragt mich die Ärztin, woher ich denn die Diagnose hätte...... hab ich geantwortet: schauen Sie mal dort in den Mülleimer..... da kann man sich die rausnehmen......
    Da stopfen die mich 3 Wochen mit Medis voll...... um am Schluss, wirklich am letzten Tag die Diagnose in Frage zu stellen...... *hallooo????*
    Hier zu Hause habe ich dann so schnell keinen Termin beim Rheumi bekommen, bin dann erst zum Hausarzt, da der Arzt dort in der Klinik meinte, das könnte auch zunächst mein Hausarzt weiter behandeln.
    Dieser meinte aber, er sei nicht zuständig..... na klasse..... ich sollte zum Rheumi gehen..... will ich ja auch.... wenn ich dort einen Termin habe.....
    ok, nach langem Hin und Her hat er mich dann weiter krank geschrieben, mir noch ein paar Schmerzmedis in die Hand gedrückt, sozusagen..... und mich dann aus der Sprechstunde entlassen.... ach ja.... aber nicht, ohne vorher ebenso nochmal die Rheumadiagnose in Frage zu stellen.....
    da nehme ich nun seit 2 Jahren Quensyl und plage mich dann und wann mit den verschiedensten Gelenkentzündungen herum, bin ständig krank, erkältet usw usf........ und nun meinen die auf einmal alle, ich bin eigentlich gesund...... bin ich im falschen Film oder was???????

    Nun soll ich eine Reha machen in einer Klinik für Psychosomatik..... ich bin mir nicht sicher, ob ich das will..... und ob mir das tatsächlich was bringt.... augenblicklich bin ich ziemlich am Boden, weil ich nicht mehr weiß, was ich glauben, denken soll und vor allem, wem soll ich noch glauben????
    Am Montag habe ich meinen Termin beim Rheumi, ich bin gespannt, was der dazu sagt...... mein letzter Besuch bei ihm war auch nicht so prickelnd: da habe ich ihm mein Leid geklagt, weil ich das Gefühl hatte, dass nun ausser den Fingergelenken, nun auch dann und wann andere Gelenke betroffen sind, schaut er sich meine Krankenkarte an, schaut mich an und sagt, ja, Fr. Leenders, das passt ja zu ihrem Krankheitsbild..... wouw.... brauch ich dazu einen Rheumatologen?????

    Sorry für meinen Roman...... aber der eine oder andere wird das kennen..... es sind halt soooo viele Faktoren, die dort mit reinspielen.

    Klar macht die Psyche irgendwann schlapp, wenns einem irgendwie ständig dreckig geht, dann weiss man irgendwann nicht mehr, war zuerst das Krankheitsgefühl da oder die schwache Psyche......

    Ich weiß nicht, gehört das auch zum Rheumatiker? Manchmal sind es nicht die Schwellungen und Entzündungen der Gelenke, die mir zu schaffen machen, sondern diese Müdigkeit und das Gefühl, sich krank zu fühlen, also, dann zeigt sich nichts in den Gelenken, aber dieses Krankheitsgefühl ist da......man fühlt sich einfach wie bei einem grippalem Infekt...... ist das so? Bei mir ist das meist am Vormittag so, dann brauch ich bis mittags, bis ich mit mir und der Welt klar komme, dann gehts super, aber häufig ist es dann so, dass ich am späten nachmittag wieder müde werde, weil der Körper ja den ganzen Vormittag *gekämpft* hat......
    kennt Ihr das auch?

    Würd mich freuen, wenn sich der eine oder andere doch dazu durchringen konnte, meinen Roman zu lesen.... und auch antwortet.... vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

    Liebe Grüsse
    Silke
     
  2. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hallo Zedermaus, manchmal zweifelt man tatsächlich an seinen Verstand, geht mir auch so--aber nur weil man gaga durch die Ärzte gemacht wird. Dieses Rauf und runter was du beschreibst, kenne ich auch. Die Erkrankung selbst macht einen genug zu schaffen und dann bekommt man noch zusätzlich das Leben schwer gemacht durch Ärzte, die sich nicht einig sind.- aber vielleicht zeigt sich deine Erkrankung auch so difus?- ist bei mir auch so.
    Mich würde mal interessieren in welcher Klinik du gewesen bist? und welche Diagnosen im Raum stehen?
    Diese Schlappheit habe ich auch, zieht sich manchmal tatsächlich bis nachmittags u nd ich fühle mich wie 80ig, obwohl manche in diesem Alter warscheinlich fitter sind als ich:). Das Leben mit dieser besch.... Erkrankung kann schon hart sein, manche Patienten sind gut eingestellt und kommen ganz gut klar, andere weniger. Ich gehöre auch zu den anderen! Aber aufgeben geht nicht, was bleibt einen sonst übrig.
    Ich habe mir angewöhnt Buch zu führen, wie es mir geht, was ich so einnehme, wie es gewirkt hat ect.- auch mit den jeweils gestellten Diagnosen und habe den Ärzten eine übersichtiliche Liste gemacht ( das Sie sich ja nicht überfordert fühlen:):):))-- und es klappt ganz gut, da mussen sie sich nicht in hunderte Arztberichte einlesen, wozu die keine Zeit und Lust haben und die Komunikation klappt ganz gut.
    Ich war letztes Jahr auch am Ende meiner aller Kräfte und bin wegen einer Schmerztherapie in eine stationäre Behandlung in eine Pschyosomatische Klinik und war sehr zufrieden.- Ich sage mir wenn alles zusammen was bringt, ist mir geholfen- wenigstens ein Stück.

    Viele Grüße von Padost
     
  3. Mücke

    Mücke Guest

    hallo zedermaus,

    ich hoffe du wollltest, die au von der klinik haben, weil du weiterhin schmerzen hast und nicht wegen der medis, oder etwa doch ?
    verträgst du diese so schlecht, denn nur auf grund der medieinnahme würde ich jetzt nicht sagen, dass du au wärest und könnte die klinik verstehen.

    aber ich schätze mal, das ich einen denkfehler habe.
     
  4. zetermaus

    zetermaus Neues Mitglied

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    Hallo Mücke,

    ich war nicht sonderlich glücklich mit den Medikamenten, ausserdem reagiere ich sehr stark auf Schmerzmittel mit Kreislaufstörungen usw.....
    ausserdem hatte ich nicht das Gefühl, dass ich sonderlich gut eingestellt war und dazu kommt noch, dass die mir ja keine Medikamente mitgegeben haben.....
    die haben mich da schön vollgepumpt, damit mirs da einigermaßen gut geht und dann entlassen, nach dem Motto: nu schau mal, wie Du zurechtkommst......
    weißt Du, meine Beschwerden sind einfach so unbeständig.... an einem Tag gehts mir supergut, am nächsten fühl ich mich wie 80..... das war ja keine rheumatologische Klinik in dem Sinne....

    ich muss arbeitstechnisch Autofahren, Leute befördern, muss selbst Medikamente ausgeben, da kann ich nicht selbst mit Medikamenten vollgepumpt erscheinen..... wenn ich dann Fehler mache, gehts auf meine Kosten, da nimmt sich niemand was von an......

    LG
    Silke
     
  5. knuffel94

    knuffel94 Guest

    Erwerbsminderungs-Rente

    Hallo Zetermaus,
    Ein Rat von mir.

    :confused:Muss man bis an seine Grenzen gehen?
    Ich habe es genau so gemacht wie Du.
    Bin mit schmerzen zur Arbeit - habe Schmerzmittel genommen um auf der Arbeit funktionieren zu können.
    Aber nein bloß nicht aufgeben - ich doch nicht -.
    Bis gar nichts mehr ging.
    Und was hab ich jetzt davon.
    :eek:Ein total entknorppeltes Sprunggelenk - Arthrose
    degenerative Wirbelsäulen-Veränderung - u.s.w

    Warum quälst Du Dich so ab.
    Deine Gesundheit gibt Dir keiner wieder und Du hast nur dieses Leben.
    Jedenfalls bewusst - man weiß ja nie.
    Lass Dich krankschreiben und reiche Deine Erwerbsminderungs-Rente ein.
    Gruß Knuffel
     
  6. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    hallo silke,
    zu deiner beschreibung mit der abschließenden frage "kennt ihr das auch?" kann ich nur sagen "jo,bestens" :(
    bis mittags ein kampf,dann vielleicht zwei stunden so einigermaßen und dann gehts schon wieder steil bergab.passiert auch heftigst ohne äußere zeichen an den gelenken,ist leider so.....:(
    allerdings muß man sich auch mal die frage stellen,wenn das zu oft vorkommt oder zu lange andauert,ob man denn richtig eingestellt ist.
    mit genug corti hab ich das nämlich immer in den griff bekommen,geht natürlich auf dauer so auch nicht wirklich,aber dafür sind ja auch noch die basismedis da.
    da solltest du beim nächsten termin aber nochmal deinem doc auf den zahn fühlen.....

    was du auf keinen fall tun solltest,ist jetzt für dich selbst auch noch deine diagnose in frage zu stellen.du hast sie und du hast scheinbar einen rheumadoc,der auch neu aufgetretene beschwerden einzuordnen weiß.auch wenn seine reaktion nicht so war wie du sie dir gewünscht hättest.
    daß dein ha jetzt aber auch noch ins gleiche horn bläst wie die klinik....na,da würde ich mich aber auch fragen ob ich im falschen film wäre :mad:

    mit rente und so kenne ich mich leider gar nicht aus.habe aber schon öfter gelesen,daß die bfa dann gerne einen psychosomatischen aufenthalt anordnet.warum man deinem antrag auf eine orthopädisch wie rheumatologisch fachliche klinik nicht stattgegeben hat,kann ich auch gar nicht beurteilen.aber vielleicht melden sich ja noch user dazu,die diesbezgl ahnung haben,auch was evtl einsprüche und beschwerden betrifft :confused:

    ich drücke dir auf jeden fall in allen dingen die däumkes und wünsche dir erfolg auf ganzer linie!

    viele liebe grüße und bis dahin,
    diana :- ))
     
  7. Sukabri

    Sukabri Guest

    Hallo Zedermaus

    Ich habe teilweise ähnliche Erfahrungen gemacht wie du.
    Es gibt Tage, da fühle ich mich schlapp und müde, brauche sehr viel Energie um den Alltag zu bewältigen. An anderen Tagen geht es ganz gut.
    Du schreibst, dass du nach einer Bandscheibenop. in der Reha warst. Ich kann mir vorstellen, dass von seiten der Rentenversicherung die orthopädischen Probleme stärker eingeschätzt wurde als die rheumatische Erkrankung.
    Mir erging es ähnlich: nach einem Bandscheibenvorfall wurde ich in eine rein orthopädische Klinik geschickt. Die gingen auf die rheumatische Erkrankung gar nicht ein, weder bei der Behandlung, noch im Entlassungsbericht.
    Gut, dass du am Montag einen Termin beim Arzt hast. Vielleicht kann er dir mit eine Medikamtenumstellung
    helfen.
    Ich wünsche dir alles Gute, lass den Kopf nicht hängen!
    Karin
     
  8. Hypo

    Hypo NO-HYPO.....

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    hallo zedermaus,

    ich habe damals aus der reha heraus einen rentenantrag gestellt und gelernt das der rehabericht sehr wichtig dafür ist.
    da steht nämlich drin wieviel stunden du arbeiten könntest und daraus kriegst du die ablehnung oder zusage.
    bei mir stand drin meinen job nur noch zwischen 3 - 6 std, aber auf dem allgemeinen arbeitsmarkt mehr als 6 std.!!!!
    somit habe ich eine ablehnung innerhalb von 4 wochen gehabt.
    das wird ein harter kampf werden. mir gings auch so elend wie bei dir und ich sollte schmerzmedis absetzen weil ich sie nicht bräuchte u.s.w., das steht dann alles drin im bericht. meine ärzte waren damals wegen der absetzung stinksauer. wünsche dir kraft und gute besserung.

    liebe grüße hypo
     
  9. zetermaus

    zetermaus Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben, danke für Eure aufmunternden, verständnisvollen Worte, es tut echt gut.
    Tut gut, dass es anderen ebenso ergeht, auch, wenn ich es sicherlich niemandem wünschen würde.....aber eben auch, Zuspruch zu bekommen....
    Ja genau, es fällt schwer, an seiner eigenen Diagnose zu glauben, wenn alle was in Frage stellen..... und dann meint man schon selbst, man ist bekloppt....

    Knuffel.... ja, deshalb will ich ja die Erwerbsminderungsrente, damit ich eben nicht wieder in diesen Stresskreislauf komme, in dem ich mich ständig wie ein Hamster im Kreis drehe....
    Ich bin grad so froh, dass ich mir den Vormittag, wenn notwendig, weil mein Körper es nicht anders zu lässt, frei halten zu können-das geht nämlich nicht, wenn ich arbeiten gehe... ich gehe zwar nur noch nachmittags arbeiten, weil ich das bereits arbeitstechnisch so regeln konnte, aber ich muss ja dann vormittags meine ganzen privaten Dinge erledigt bekommen.....
    Deshalb graut es mir auch so davor, wenn mich die Ärzte wieder arbeiten schicken und möglicherweise die Rente abgelehnt wird.

    Aber ich werd stark sein und mich da durch beissen, schliesslich gehts um meine GEsundheit und nicht um die von irgend nem Popanz bei der BfA, der an seinem Schreibtisch sitzt und Entscheidungen trifft, über dessen Auswirkungen er sich nicht wirklich im klaren ist.

    Ich danke für Eure Antworten.
    Das hilft dann doch auch wieder aufrecht durchs Leben zu gehen.

    LG Silke