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erster Versuch mit Cortison - seronegatives Rheuma

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von ElkeMaria, 16. Dezember 2015.

  1. ElkeMaria

    ElkeMaria Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    nachdem ich jahrelang die Diagnose Fibromyalgie hatte, lies ich mich auf einen Versuch mit Cortison ein. Meine Hausärztin meinte, dass ich eher seronegatives Rheuma habe. Ich leide unter morgendlichen Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Auch meine Handgelenke, Füße, gelegentlich Knie und Ellenbogen...schmerzen immer wieder. Manchmal auch nur kurze Zeit und im Wechsel. Ich habe keine sichtbaren Schwellungen an den Gelenken, außer an einer Achillessehne. Nach der Woche hochdosiertes Cortison ging es mir viel besser. Jetzt kommen die Schmerzen mehr, als zuvor zurück.
    Ist das ein eindeutiges Indiz für eine rheumatische entzündliche Erkrankung, wenn die Beschwerden zurückgehen? Oder kann sich dadurch auch eine Fibro bessern?
    Auch schon bei der Reduktion des Cortison wurde es wieder schlechter. Kann ich auch MB haben, wenn ich vor allem Schmerzen im Brustbereich habe. Hatte allerdings schon einmal eine Entzündung in den ISG Gelenken.
    Was denkt ihr?
     
  2. Berghexe

    Berghexe Mitglied

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    Hallo ElkeMaria,
    herzlich willkommen. Sein kann alles und eine Diagnose wird dir nur der Arzt stellen können. Ich selber habe eine seronegative Spondylarthritis habe auch Entzündungen in den ISG Gelenken dort natürlich Schmerzen aber auch oft Schmerzen im Brustbereich. Meine Ärztin meinte das sei sogar häufig bei Spondylarthritis der Fall. Ich habe auch selten Schwellungen ( nur mal am Knie und zwei mal am SCG) dafür öfters Sehnenscheidenentzündung. Zur Zeit habe ich eine Kniesehnenetntzündung und eine schmerzende Plantarfaszie ( Sehne an der Fußsohle). Mir tun auch öfters Ellenbogen Handgelenke Knie Füße weh. Ich habe zusätzlich eine sekundäre Fibromyalgie und soweit ich weiß reagiert eine Fibromyalgie ( ich kann leider manchmal nicht unterscheiden kommt mein Schmerz von der Fibromyalgie oder vom Rheuma)nicht auf Cortison deshalb wird ja oft ein Cortisonversuch gestartet um zu schauen ob es was entzündliches ist. Also es hört sich für mich schon so als könnte es sich durchaus bei dir um was rheumatisches handeln, beurteilen kann das natürlich nur ein internistischer Rheumatologe. Hast du denn nun gar keine Probleme mehr im ISg?
    Liebe Grüße,
    Berghexe
     
  3. ElkeMaria

    ElkeMaria Registrierter Benutzer

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    Fibro? nichtentzündliches Rheuma?

    Danke für deine Antwort. Gerade habe ich keine großen Beschwerden in den ISG Gelenken. Sie sind nur empfindlich bei Berührung. Der Brustwirbelbereich ist dafür meist schmerzhaft. Meine Blutwerte sind allerdings alle okay.
    In der Vergangenheit hatte ich schon einige Entzündungen. Besonders schlimm ist es nach einer Entzündung des Gleichgewichtsorganes vor einigen Jahren geworden.
     
  4. Berghexe

    Berghexe Mitglied

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    Hallo ElkeMaria,
    also meine Blutwerte sind auch immer top, das hat wohl nicht unbedingt was zu sagen. Ist das bei dir auch so, dass es hinter dem Brustbein schmerzt, dass du das Gefühl hast nicht richtig durchatmen zu können? Oder ist es eher hinten im Bereich der BWs da hab ich auch öfters Probleme. Da aber dort im MRT nix zu sehen ist weiß ich nicht ob es Wirbelblockierungen sind. Spondylarthritis kann auch die BWs betreffen. Hattest du auch nie erhöhte Entzündungswerte trotz der Entzündungen? Das ist nämlich bei mir der Fall.
    Liebe Grüße,
    Berghexe
     
  5. ElkeMaria

    ElkeMaria Registrierter Benutzer

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    Hallo Berghexe,
    nein ich hatte nie erhöhte Blutwerte. Die Schmerzen sind eher im Rücken. Es ist oft wie Muskelkater, vor allem am Morgen. Manchmal sticht es im Brustbein.
     
  6. Julianes

    Julianes Aktives Mitglied

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    Hallo ElkeMaria, aalso: Cortison wirkt nicht bei Fibro! Das heißt jetzt nicht, das Corti. bei Dir nicht hilft. Manchmal hat man beides oder die Fibro sagt als erstes "Guten Tag". So, als hättest Du Läuse und Flöhe (blöder Vergleich- aber es triffts ganz gut). Und keine Blutwerte heißt nicht: kein Rheuma. Du weißt, es gibt seronegative Varianten. Blutwerte sind dem Dok ganz recht, dann ist die Diagn. offensichtlich und er muß nicht ewig lange suchen. Aber bei über 400 rheumatischen Möglichkeiten.......... Ich wünsche Dir einen guten Erfolg bei der neuen Therapie, und nicht aufgeben! LG jule
     
  7. Freitag

    Freitag Ich denke, also bin ich

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    Hi ElkeMaria!

    Deine Ärztin vermutet bei dir ein Krankheitsbild aus der Gruppe der seronegativen Spondylarthritiden (entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen)? Dann wäre es auch möglich, dass du einen Morbus Bechterew hast, der auch in diese Krankheitsgruppe gehört. Im Bericht vom Dr. Langer steht auch, dass hier oft die Entzündungswerte im Blut unauffällig sind.

    Eine 100%tige Sicherung einer Diagnose gibt es leider nicht. Wenn du aber so gut auf Cortison ansprichst, dann deutet es auf eine entzündliche Erkrankung und nicht auf Fibromyalgie hin. Die Fibromyalgie ist eine nicht-entzündliche Erkrankung und würde somit auch nicht auf Kortison ansprechen.

    Vertraue deiner Ärztin, ich denke, dass ihr auf dem richtigen Weg seit!

    Alles Gute!
     
  8. ElkeMaria

    ElkeMaria Registrierter Benutzer

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    Fibro? nichtentzündliches Rheuma?

    danke für deine Antwort. Hat denn jemand von euch auch seronegative Spondylarthritiden und zusätzlich springende Schmerzen an den verschiedenen Gelenken?
     
  9. Freitag

    Freitag Ich denke, also bin ich

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    Hi!

    Ich nicht, aber meine Schwester hat eine Psoriasisarthritis.
    Sie hat Schmerzen in der Wirbelsäule und in Händen-Füßen und großen Gelenken.

    Der Begriff Rheuma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Fluss, Strömung. Der Schmerz strömt durch den Körper und von einem Gelenk zum anderen.
     
  10. Berghexe

    Berghexe Mitglied

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    Hallo ElkeMaria,
    ja ich habe seronegative Spondyarthritis und springende Schmerzen an verschiedenen Gelenken und Sehnen. Bei mir schmerzen das ISG und die LWS, die BWS, die Knie, die Füße, die Zehen, die Sprunggelenke, die Ellenbogen, die Schlüsselbeine, Schultern, das Brustbein, die Handgelenke, die Finger, manchmal die Hüfte. Es sind nicht immer gleichzeitig alle und nicht immer beide Seiten. Zusätzlich habe ich noch Probleme mit Sehnen im Moment eine Kniesehnenentzündung und eine verdickte Plantarfaszie ( hat die Rheumatologin im Ultraschall gesehen)die schmerzt, sonst öfters noch Sehnenscheidenentzündung in der Hand und Fuß. Ich leide noch laut Rheumatologin unter sekundärer Fibromyalgie deshalb ist es für mich oft schwierig die Rheumabeschwerden und Fibrobeschwerden auseinanderzuhalten. Ich hab seit ein paar Tagen in der Innenseite vom Fuß nun auch so Sehnenschmerzen die in Ruhe am ärgsten sind bei Bewegung besser werden und weiß nicht wie die wieder einzuordnen sind

    Liebe Grüße,
    Berghexe
     
  11. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Berghexe,

    hast du jetzt keine Kollagenose mehr ? Fibrosymptome sind teilweise Kollagenosesymptomen ähnlich.
     
  12. Berghexe

    Berghexe Mitglied

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    Hallo,
    @ Lagune, tja da ist man sich unterschiedlicher Meinung meine Rheumatologin meinte ich hätte schon eine Kollagenose, eine seronegative Spondylarthritis und eine sekundäre Fibromyalgie. Ich war ja zur Zweitmeinung in der Rheumaeinheit und die zweifeln die Kollagenose an. Habe zwar weiterhin einen erhöhten AnA Titer und Grenzwertige PMSCL75 AK sowie ebenfalls grenzwertig PL-12 AKundSRPAK, aber sie meinen weil die Organdiagnostik unauffällig ist ist derzeit nicht von einer Kollagenose auszugehen und deshalb empfehlen Sie auch das Quensyl abzusetzen und das Cortison auszuschleichen. Mal sehen was meine Rheumatologin dazu sagt wenn ich ihr das im Januar präsentiere. Die Spondylarthritis haben sie bestätigt.
    Liebe Grüße,
    Berghexe
     
  13. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Was ist das denn für eine komische Aussage, man muss nicht immer und zwangsläufig kaputte oder auffällige Organe haben bei einer Kollagenose.:rolleyes:
     
  14. Berghexe

    Berghexe Mitglied

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    Hallo,
    @ Lagune ja so steht es im Bericht. Anscheinend gilt für die Diagnose Kollagenose nur gesichert wenn man bereits Organmanifestationen hat. Sehr sinnig finde ich das auch nicht, denn mal angenommen ich hätte eine und nehme das Quensyl nun wegen des Berichtes nicht nun ja hab ich nicht dann deswegen in ein paar Jahren was an den Organen und soll nicht genau Quensyl das Verhindern.
    Tut mir leid ElkeMaria dass das jetzt kurz von dem Deinem Thread weggewichen wurde.
    @ Elke Maria ich habe wie gesagt diese springenden Schmerzen wie ich schon in dem letzten Beitrag darüber schrieb. Wie geht es dir mit dem Cortison?
    Liebe Grüße,
    Berghexe
     
  15. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Nein und ich kenne Kollagenose Betroffene mit gesicherter Diagnose, ohne Organmanifestitation.