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Ernährungsumstellung

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von Thomas W., 9. März 2003.

  1. Thomas W.

    Thomas W. Guest

    Hallo liebe Leute,

    wie im Januar angekündigt habe ich es geschafft nicht nur meine Ernährung, sondern auch andere Unsitten um- bzw. abzustellen.

    Wenn mir vor 3 Tagen nicht 2 Zähne gezogen worden wären würde ich sagen das Ergebniss ist umwerfend, aber immer der Reihe nach.

    Ich habe im Januar angefangen mich Fleischlos zu ernähren, das einzige was ab und zu erlaubt war, war Fisch (2 mal die Woche).

    Innerhalb der ersten 2 Wochen kam es dann erst einmal zu einer allgemeinen Verschlimmerung der Symptome, das hörte in der 3 Woche auf, ab der 4 Woche ging es dann bergauf.

    Das erste was sich veränderte waren die bei mir betroffenen Hautpartien, nach 3 Wochen sah mein Gesicht ziemlich schuppig aus und nach 4 Wochen so, als ob nie etwas gewesen wäre.

    Nach der 4 Woche habe ich dann einmalig 200 ml Milch getrunken, mit dem Effekt, das es mir dann erst einmal 2 Tage sehr schlecht ging. Seitdem versuche ich mich tiereiweiß frei zu ernähren, und es geht mir , bezogen auf Rheuma, zunehmend besser.

    Rückfälle gibt es einzig und allein wenn vegetarisches Essen doch nicht vegetarisch ist und Eier oder Milch mit verkocht wurden.

    Innerhalb der Nahrungsumstellung zeigte sich dann erstmals ein positiver Rheumanachweis im Blut, weshalb nun die Diagnose Seropositive RA lautet.

    Nebenbei habe ich mir noch das ziemlich lästige Rauchen abgewöhnt und meinen Alkoholkonsum gesenkt.

    Nach 48 Tagen ist meine Erkenntniss folgende :

    Also bei mir hats funktioniert, habe zudem in der gleichen Zeit Azulfidine abgesetzt, ohne negative Auswirkungen ( da es 6 monate lang keine Wirkung zeigte).

    In diesem Sinne liebe Grüße

    Thomas
     
  2. Bodo Ludwig

    Bodo Ludwig Guest

    Hallo Thomas!
    Was die Umstellung der Lebensgewohnheiten und der Ernährung doch alles bewirken kann! Da kann man Dir nur gratulieren und weiteres Durchhalten wünschen! Wir haben unseren Fleischkonsum schon lange reduziert. Bei Gemüsegerichten gibt es jedoch häufig Protest von unserer Tochter. Da wird das "gesunde Kochen" öfters zum Streß. Wir versuchen derzeit einen Mittelweg...wenn es auch nicht immer einfach ist.
    Gibt es vielleicht bei Dir die Nebenwirkung von "Schlaflosigkeit", da Du mitten in der Nacht am PC sitzt? Oder lag es eher an den Rundenzeiten von Schumi und Co., deren Werbepause für diesen Eintrag genutzt wurde!
    Wie auch immer - schöne Grüße aus Augsburg
    von Bodo-Anhang Rosi....denn er sitzt jetzt wie gebannt vor dem Fernseher!
     
  3. Dinkel

    Dinkel Guest

    Hallo Thomas ,

    Dein Bericht ist Labsal für meine beschädigte Seele, wenn ich in diesem Forum um eine ernährungsgemäße Begleitung von einer Rheumatherapie schreibe.

    Es bestätigt meine These, dass nur ein Erfolg hinter einer Therapie zu vermelden ist, wenn eine angepaßte Ernährung das begleitet.

    Eins meiner Sprüche ist der, so wie Du Dich mit den Speisewerkzeugen krank essen kannst, so sind auch diese Werkzeuge eine Hilfe zur Gesundung.

    Nun zur Sache! Zunächst herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung.
    Sicher ist es von Wichtigkeit, das auch eine entsprechende Zeit durchzustehen. Wenn aber der Zeitpunkt gekommen ist, wo Du zu der Auffassung gelangst, daß Dein Gewicht normal ist, dass Dein Körper basisch reagiert, dann solltest Du in ausgewogener Weise tierisches und pflanzliches Eiweiß über Fisch hinaus in Deine Ernährung mit einbeziehen.
    ( z.B. gesäuerte Milch, Käse, Soja und Hülsenfrüchte, sowie Schwammeln keine Eier ) Fleisch insbesondere Rind, Hammel, Schwein auch Ziege zunächst mal nicht. Evtl. Geflügel gekocht ( nicht gebraten ).

    Im anderen Fall besteht die Gefahr, daß Du ähnlich eines Wegan Vegetariers Mangelerscheinungen bekommst. Das drückt sich dergestallt aus, daß Deine Hautfarbe gelblich wird und Deine Leber unzufrieden ist.

    Ansonsten viel Gemüse ( alle Sorten ) auch Sättigungsbeilagen wie Pellkartoffeln, viel Obst möglichst wenig oder keine Zitrosfrüchte ( Vitamin C mit Sanddorn oder Hagebuttenkonfitüre, sowie Saft kompensieren ).

    Im Fall von Alkohol, ( besser ohne ) trocknen Rot oder Weißwein mit wenig Säure. Sicher wirst Du oder Deine Frau auch Fett in der Küche verwenden wollen. Es schmeckt ja auch besser. Bitte dann kalt gepresstes Olivenöl.

    Ich wünsche Dir weiter viel Erfolg. Berichte mal gelegentlich von Deinen Ergebnissen.

    herzlichst aus dem Chiemgau

    [%sig%]
     
  4. Magenta

    Magenta Guest

    Hallo Thomas,


    gratuliere zu Deiner Ernährungsumstellung!

    Mein Freund, der seit fast zwanzig Jahren an cP leidet, führt seinen - im Vergleich zu anderen - eher langsamen Verlauf der Krankheit auf seine Ernährung zurück, die viel Obst und Gemüse und fast kein Fleisch (höchstens mal Pute oder Hähnchen) und viel fettarmen Fisch beinhaltet.
    Erst seitdem er seit ca. einem Jahr blutdrucksenkende Medikamente einnehmen muß, haben sich seine Beschwerden verschlechtert und er befürchtet einen Zusammenhang zwischen den ACE-Hemmern und dieser Verschlechterung.

    Ich selber leide nicht unter Rheuma, ernähre mich aber schon seit Jahren ovo-lacto-vegetarisch, denn eine möglichst fleischlose Ernährung beugt vielen Zivilisationskrankheiten vor.
    Wie "Dinkel" schon erwähnt, sollte man auch bei einer vegetarischen Ernährung Extreme vermeiden: ein gänzlicher Verzicht auf tierisches Eiweiß wie Veganer ihn praktizieren, führt auf Dauer zu einer Mangelernährung.

    Ich bin übrigens überrascht, wie viele Rheumatiker ihrer Ernährung zu wenig Bedeutung beimessen.

    Viele Grüße
    Magenta
     
  5. Hallo Thomas!

    So, da muss ich jetzt auch meinen Senf dazugeben,-*gg*.
    Ich hab das auch so gemacht wie du. Mit dem einzigen Unterschied, dass ich Butter( wenn geht vom Biobauern, oder noch besser direkt von der Alm) und Rahm,- sprich Sahne oder saure Sahne doch verwende. Denn bei diesen Produkten beträgt der Eiweisanteil nur noch 0,05% .
    Ich habe von meinem Mann zum Geburtstag eine Getreidemühle geschenkt bekommen, deshalb mahle ich jedes bisschen Mehl (vorwiegend Dinkel,- natürlich auch aus biologischer Landwirtschaft) frisch, gerade soviel wie ich brauche. Ich mache mir auch immer wieder mal ,- so oft ich Lust dazu habe einen Frischkornbrei. Fleisch beschränke ich auch auf Fisch und ab und zu mal Pute oder ein gutes Rindfleisch,- aber sehr selten.
    Ich hatte auch am Anfang ziemliche Reakionen,- eigentlich bekam ich überall dort, wo ich schon mal eine Entzündung hatte , wieder Schmerzen.
    Und dann war auf einmal Ruhe im Karton. Ich lebe jetzt gut ein einhalb Jahre so und mir geht es einfach nur gut. Bis auf kleine Wehwechen ab und zu, hatte ich keinen Schub mehr seither.
    Ich beglückwünsche dich dazu, dass du es geschafft hast und möchte dir nur sage,- MACH WEITER SO!

    Es gäbe noch vieles zu sagen ,- ich mache noch viele Andere Sache zusätzlich, aber das würde hier zu weit füren.

    Wünsche dir noch Alles Gute und vielleicht ist dein Bericht ein Anstoss für so manchen anderen hier.

    Gruß Candy
     
  6. kukana

    kukana Guest

    hallo thomas,

    du schreibst du hast deine ernährung umgestellt und fühlst dich besser. meinst sogar eine verbesserung zu merken bei deinen beschwerden. nun schreibst du aber gar nichts dazu was du eigentlich hast?

    ich habe mal nachgelesen: zitat*****
    Werde seit mitte letzten Jahres wegen RF negative CP (oder ähnliches, Diagnose ist leider noch nicht fertig) mit Azulfidine und Cortison behandelt. Unter Cortison gab es eine Besserung meines Befindens , bis es auf 5 mg herabgesetzt wurde.

    Azulfidine wirkte leider nicht ( hnehme ich nun seit 6 Monaten).

    Nun soll eine Umstellung auf MTX erfolgen ( wobei ich noch keine Ahnung habe ob das Kortison jetzt wieder erhöht wird um Azulfidine auszuschleichen ?). ****zitat ende

    also ist das nun eine cp, die sich gebessert hat? und in welcher weise? keine morgensteifigkeit mehr? gelenkknorpel bilden sich neu? bist du nun voll arbeitsfähig? du hattest doch das problem mit deiner krankschreibung? zählst du bei deiner kasse nun als gesund? wie sieht das aus mit sport, ist das wieder möglich?

    viele fragen ich weiss, aber genau die antwort darauf ist wichtig für alle, die sich mit diesem thema auseinandersetzen.

    zu mir: ich esse ungesund: fleisch, wurst, zucker, limo, saft, wein, brot, milch, quark, käse, obst, gemüse, nudeln. was immer es gibt. am liebsten colorado :))) habe cp und bin dank mtx in remission, gelte somit als fast gesund.

    grüssle kuki
     
  7. Liane

    Liane Guest

    Hallo ihr Lieben
    muß mich nun auch mal dazu äußern.
    Die Sache mit der Ernährung war unter anderem mit ein Punkt, weshalb meine ex Rheumaärztin sagte ich hätte kein Rheuma, weil ihrer Meinung nach Rheuma nichts mit Ernährung zu tun hat.
    Ich dagegen war der Meinung oder besser gesagt hatte das Gefühl, das es sehr wohl etwas damit zu tun hat.
    Obwohl ich noch sehr unsicher bin, habe ich das Gefühl das es mir bei bestimmten Speisen schlechter geht.

    Liebe Grüße
    Lilli
     
  8. Werner

    Werner Guest

    Hallo Thomas,
    alles, was Dir hilft, solltest Du weiter machen. Vergiß dabei aber nicht die Lebensqualität.
    Ich habe all diese Ernährungsumstellungen schon mitgemacht und am Ende gemerkt, daß alles nichts gebracht hat. Irgendwann habe ich dann einen Megaschub bekommen.
    Ich habe es auch schon öfter geschrieben, aber alleine der Verzicht auf Lebensmittel mit chemischen Zusatzstoffen hat bei mir wine wesentliche Verbesserung gebracht.
    Im Prinzip machst Du das durch den Verzicht verschiedener Sachen ja auch.
    Nur verstehe ich die allgemeine Meinung nicht, Fleisch zu meiden. Außer bei Schweinefleisch gibt es hierfür keinen Grund.
    Vielmehr ist es eine Tatsache, daß durch die rheumatischen Erkrankung mit hohen Entzündungswerten der Eisenspeicher im Körper aufgebraucht wird.
    Außerdem brauchen wir Eiweiß, um den Muskelabbau zu stoppen, bzw. die vorhandenen Muskeln zu erhalten.
    Das beste Mittel hierfür ist eben Fleisch, vorzugsweise Rindfleisch.
    Läßt man Bratensoße mit den vielen Zusatzstoffen weg und kocht das Fleisch nur, dann bekommt es einem prima und der Muskelabbau wird gestoppt.
    Einen ordentlichen Dip wird man doch dann wohl auch noch selbst hinbekommen.
    Achtet doch mal auf die vielen Zusatzstoffe, die in unseren Lebensmitteln sind.
    Dann kräuseln euch die Zehennägel.

    Alles Gute und viele Grüße

    Werner
     
  9. monsti

    monsti Guest

    Hallo Ihr Lieben,

    zu diesem Thema gebe ich auch immer gerne meinen Senf dazu. Meiner Ansicht nach wird jemand, der sich zuvor gedankenlos, bequem und "ungesund" ernährt hat, wird bei einer Umstellung Richtung "gesund" immer eine Verbesserung feststellen. Aber: Das hat mit Rheuma eigentlich nur unwesentlich zu tun.

    Wer sich "krank isst", der leidet oft an allem möglichen, angefangen bei Verdauungsstörungen, über Allergien, Akne und Übergewicht bis hin zu Herzinfakt und Krebs.

    Wer sich aber schon vornherein "gesund", d.h. ausgewogen, möglichst frisch, ohne viel Fleisch, mit viel Gemüse und Obst, zucker- und fettarm (bzw. das richtige Fett in bekömmlicher Weise nutzt), der wird allenfalls sein allgemeines Wohlbefinden stabilisieren können und nur selten an Übergewicht leiden. Wer behauptet, er sei durch eine entsprechende Ernährung vom Rheuma geheilt worden, der hatte entweder zuvor kein Rheuma oder aber er sagt nicht die Wahrheit.

    Logischerweise wird es einem Menschen, der zuvor eine Schachtel Zigis und 5-6 Bier täglich verkonsumiert hat, insgesamt besser gehen, wenn der Nikotin völlig weglässt und Alkohol in angemessenem Maße genießt.

    Ebenso wird es wohl jedem besser gehen, der 30 kilo Übergewicht verliert, nachdem er endlich gelernt hat, bewusst zu essen - mit Rheuma erst recht, da jedes Kilo zuviel die Gelenke natürlich zusätzlich belastet.

    Ich finde den Beitrag von Thomas super, wenn er in diesem Sinne verstanden wird. Ich selbst wiege bei 167 cm Körpergröße um die 50 kg, und das konstant seit 30 Jahren, habe mich schon immer bewusst ernährt, habe einen erstklassigen Blutdruck, keine Allergien und keine Probleme mit meiner Kondi - trotzdem hab ich entzündliches Rheuma. Okay, vielleicht sollte ich das elende Rauchen lassen ... aber auch das würde an meinem Rheuma nix ändern, aber bestimmt das allgemeine Wohlbefinden steigern.

    Liebe Grüße aus Tirol von
    Monsti