Ernährungsumstellung - wann Besserung?

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von Mademoiselle, 30. März 2020.

  1. Mademoiselle

    Mademoiselle Neues Mitglied

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    Hallo liebe Forum-Gemeinschaft,

    ich habe mich drei Monate lang SEHR einseitig ernährt - viel zu viel Brot (sprich: Weizen) zu jeder Mahlzeit! Darauf hat mein Körper mit Entzündungen reagiert, ich habe mir 2-3 leichte Entzündungen in den Finger- und Zehengelenken zugezogen.
    Jetzt habe ich vor zwei Wochen meine Ernährung umgestellt. Gesund ernährt habe ich mich schon immer, das heißt, alle Essensregeln, die bei Rheuma gelten, halte ich sowieso schon ein. Nun verzichte ich seit zwei Wochen konsequent auf Weizen und esse glutenfrei. Aber so recht wollen die Entzündungen noch nicht abklingen - weiß jemand, nach wie vielen Wochen ich mit ersten Erfolgen rechnen kann? Und habt ihr Erfahrungen mit Ernährungsumstellung bei rheumatischen Beschwerden?

    Danke fürs Lesen & Antworten.
     
  2. JaMa

    JaMa Registrierter Benutzer

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    Hi,
    Es ist wie bei vielen beim einen geht es schnell. Beim anderen braucht es länger und beim nächsten hilft es gar nicht.
    Ich glaube es braucht viel Geduld.
    Ich bin aber kein Fachmann. Vielleicht kann dir jemand anderes da etwas mehr dazu sagen.
    Liebe Grüße JaMa
     
  3. Luna-Mona

    Luna-Mona Registrierter Benutzer

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    Hallo Mademoiselle,
    Ich habe meine Ernährung umgestellt auf viel Gemüse und Salate, wenig Fleisch und noch weniger Brot/Brötchen. Zum Frühstück Haferflocken mit eingeweichtem Trockenobst statt Brot. Bis mein Magen und Darm die Entzündung überwunden haben, hat es schon 3 Monate gedauert. Schöner Nebeneffekt war Gewichtsabnahme und Abnahme des Bauchumfanges, dabei habe ich nicht gehungert. Ich wünsche Dir viel Durchhaltekraft. :)

    Liebe Grüße
    Luna-Mona
     
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  4. Mademoiselle

    Mademoiselle Neues Mitglied

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    Vielen herzlichen Dank für eure Beiträge! Ich hatte gehofft, dass ich schon erste Erfolge bemerken würde, sobald ich keine Weizenprodukte mehr zu mir nehme. Vermutlich benötigen die Entzündungen einfach deutlich länger, um vollständig zurück zu gehen.
     
  5. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Es kann auch sein das es gar nicht hilft Weizenprodukte nicht mehr zu essen.
    Meinem entzündlichem Rheuma ist es egal was ich esse und in 26 Jahren hab ich schon viel "getestet". Es macht was es will, egal was ich esse, deshalb "kasteie" ich mich nicht mehr und esse und trinke was mir persönlich schmeckt und ich vertrage.
    Entzündlich rheumatische Erkrankungen sind keine Unverträglichkeiten- keine "Unverträglichkeitserkrankungen! Glutenfrei isst Mensch, wenn dafür eine Gluten-Unverträglichkeit individuell persönlich vorliegt!
     
    #5 31. März 2020
    Zuletzt bearbeitet: 31. März 2020
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  6. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

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    Ich denke auch - es muss gar nicht sein, dass dir das weizenfreie Essen nun tatsächlich hilft. Vielleicht war es nur Zufall, dass deine Entzündungen in der Zeit zugenommen haben.

    Weizen ist ja nicht wie z.B. Fleisch, wo nachweislich entzündungsfördernde Stoffe enthalten sind - und worauf viele Rheumatiker direkt drauf reagieren (viele, aber auch nicht alle).

    Ich ernähre mich seit 4 Wochen vegan und glutenfrei - weil ich vorher schlimme Darmprobleme hatte und es nicht ausmachen konnte, woran es nun liegt. Ich vertrage nachweislich keine Laktose, kein Sorbit - Gluten vermutlich nicht, auch wenn es keine Zöliakie ist - und ansonsten … naja, kein Milcheiweiß … ist vielleicht sowieso ok. Und kein Fleisch, Milch und Ei - das ist insgesamt auch gut für mein persönliches Gewissen. So gesehen habe ich ein gutes Gefühl bei veganer Ernährung - was vielleicht auch zum Teil zur Engspannung des Gedärms beiträgt.

    Ich bin seit 10 Jahren Rheumatiker - und habe meine Ernährung schon öfters mal umgestellt - aber nie eine Veränderung meiner rheumatischer Symptome bemerkt. Mein Trigger war und ist immer vor allem Stress.
     
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  7. Jacek

    Jacek Registrierter Benutzer

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    Mir ging es ähnlich wie Gertrud, mit einer Ernährungsumstellung (alleine) habe ich mein Rheuma (PSA) nicht in den Griff bekommen können, wobei ich 10 J wirklich hart daran mit Rohkost, Bewegung etc gearbeitet habe. Im nach hinein vermute ich, das diese extreme Rohkost (viel Vit C, Körper basisch etc) mich vor Gelenkzerstörung bewahrt haben könnte, denn in dieser Rheuma-Zeit habe ich keine Medikamente genommen, die Entzündungen meistens gut mit kalten Duschen und Schwedenkräutern (n. M. Treben) kontrollieren können. Bewahrt haben könnte, weil es mir heute gelenktechnisch, seit mittlerweile ca 9j sehr gut geht. Diesen Erfolg habe ich aber hauptsächlich einer Zahnherdsanierung und einer gezielten Entgiftung mit DMPS und DMSA zu verdanken - unterdessen ging meine Roh-Ernährung mit viel Bewegung weiter.
     
  8. Gelie

    Gelie Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und wollte meine Erfahrung mit euch teilen. Seit über 10 Jahren habe ich mal mehr, mal weniger, Gelenkentzündungen und seit 5 Jahren nehme ich auch regelmässig Cortison sowie bei Bedarf noch Ibuprofen, Das hilft auch sehr gut, nur habe ich diese Medikamenteneinnahme satt. Seit über 30 Jahren bin ich Vegetarierin, dann habe ich meine Ernährung nochmals umgestellt, ganz wenig Milchprodukte und kein Weizen. Hat leider auch nicht den erwünschten Erfolg gebracht. Auf einem Seminar zur Ernährunsgsberaterin habe ich dann eine Frau kennengelernt, die mir zu Heilfasten nach Buchinger geraten hat Und das hat mir tatsächlich geholfen! Ich habe im März eine Woche gefastet (zuvor bin ich kaum die Treppe morgens runter gekommen) und coronabedingt bin ich jetzt zuhause und faste nochmal eine Woche.Ich gehe zur Zeit wieder joggen, konnte ich Jahre nicht mehr. Der Körper mobilisiert durch das Fasten seine Selbsheilungskräfte! Meine Cortison Dosis reduziere ich jetzt nach und nach, von 10 mg bin ich gerade bei 4 mg und Ibus habe ich schon lange nicht mehr gebraucht!
    Ich weiß, es ist nicht leicht, aber definitiv einen Versuch wert!
     
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  9. Money Penny

    Money Penny Aktives Mitglied

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    Herzlich Willkommen Gelie. Ja eine Ernährungsumstellung ist auch noch zusätzlich eine Möglichkeit Rheuma in Schach zu halten. Ich selber besitze leider einen sehr großen Schokoladenschweinehund. Ich denke, da hätte ich bestimmt auch Erfolg mit. Aber.....

    LG Money Penny
     
  10. Gelie

    Gelie Neues Mitglied

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    Danke Money Penny :)
    Ja, den kenne ich auch :)))
    Habe heute, am 4. Fastentag!!! Osterhasen für die Kinder gekauft und fand mich sehr tapfer...….

    LG und einen schönen Abend, Gelie
     
  11. Mademoiselle

    Mademoiselle Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich melde mich heute zurück, um einen kurzen Zwischenstand zu meiner Ernährungsumstellung zu geben. Und zwar esse ich jetzt seit über vier Wochen glutenfrei, da ich den Verdacht hatte, aufgrund eines zu hohen Brotverzehrs Gelenkentzündungen entwickelt zu haben.


    Meine Ernährung

    Ich hatte mich - wie bereits erwähnt - schon vorher jahrelang sehr gesund ernährt und die bei Rheuma geltenen Ernährungsregeln sowieso schon eingehalten. Ich esse kein Fleisch und keine tierischen Produkte, auch keinen Fisch (vertrage ich leider nicht), keine Fertigprodukte und seit sechs Jahren keine Süßigkeiten. Meinen Verzehr an Obst und Gemüse habe ich infolge der Nahrungsumstellung gesteigert und komplett auf Gluten verzichtet.


    Meine Ergebnisse

    • ich hatte starke Beschwerden in einem Fuß (Entzündungen im Großzehengelenk und kleinen Zeh), diese sind vollständig verschwunden
    • meine Anlaufschmerzen sind weniger stark ausgeprägt
    • keine Rückenschmerzen mehr
    • keine Schulterschmerzen mehr
    • Versteifungen in den Fingergelenken haben sich reduziert
    • Rötungen der Fingerknöchel sind rückläufig
    Mein aktuelles Beschwerdebild zeigt sich momentan nur noch akut in meiner rechten Hand, der Mittelfinger und der Zeigefinger werden durch längere Ruhephasen immer mal wieder steif und schwellen etwas an (besonders nachts), was die Beweglichkeit ein wenig einschränkt. Ein Gelenk ist etwas verdickt und gerötet. Schmerzen habe ich nur tagesformabhängig und leicht bei Beanspruchung in einem Finger, aber ich suche weiterhin nach Lösungen für diese verbliebenen Symptome.

    Ich denke darüber nach, mit Kurkuma, Ingwer, Omega3, Astaxanthin, MSM, OPC, Schwarzkümmel oder ähnlichem in Kapselform dagegen vorzugehen. Bin aber sehr unsicher. Hat jemand einen Rat, eine Empfehlung oder Erfahrung?
     
    #11 13. April 2020
    Zuletzt bearbeitet: 13. April 2020
  12. RGB1001

    RGB1001 Neues Mitglied

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    Hallo Mademoiselle, danke für Deinen Bericht. Darf ich fragen, was Du bei dieser Negativliste noch ißt und wieviel davon? Und welche Medikamente nimmst Du jetzt noch ein? Meine Ernährungsumstellung hat noch nicht durchgängig geklappt. Daher meine Frage. Danke für Empfehlungen.
     
  13. kukana

    kukana Moderatorin

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    Gut möglich ist es, dass sich bei dir eine Gicht entwickelt hat. Fällt mir ein, wo du die Entzündung in der Grosszehe erwähnst. Da hilft natürlich eine Ernährungsumstellung.

    Was sagt denn dein Arzt dazu?
     
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  14. Ni.Ka

    Ni.Ka Registrierter Benutzer

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    Meinem Rheuma ist es egal, was ich essen, wann ich esse, wieviele ich esse und welche Inhaltsstoffe ich esse. Bei mir ist/war ausschließlich die Medikation ausschlaggebend. Daher drücke ich die Daumen, das es bei dir so hilft, wie du es dir erhoffst!
     
  15. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Ich hab sofort bei Diagnosestellung mit der Ernährungsumstellung begonnen, inkl. Verzicht auf Weizen und Zucker. Lediglich Fisch habe ich gegessen. Allerdings haben Kortison und MTX die Besserung gebracht, denn es war am zeitlichen Zusammenhang zu erkennen. Bei Kortison passierte es sogar binnen 2 Stunden nach der ersten Einnahme.
    Trotzdem hab ichs durchgezogen, bis ich in einem Urlaub mal vollkommen daneben lag mit meiner Ernährung. Leider wars nicht anders möglich. Und es ist nix passiert. Auch bei meinen vielen Krankenhausaufenthalten, bei denen eine "gesunde" Ernährung nicht möglich war, merkte ich keine Verschlechterung.

    Tatsächlich Verschlechterung spüre ich bei Stress. Darauf reagiert mein "Rheuma" sofort.

    Ich achte zwar weiterhin auf gesunde Ernähung, esse aber inzwischen ab und zu auch mal Fleisch, und gestern habs ein Osterei. Ich habe für mich festgestellt, dass gesunde Mischkost keinen Unterschied zur strengen "Rheuma-Diät" macht, die ich 2 Jahre durchgezogen habe.
     
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