Ich habe es gesehen - und fand diese Art der Darstellung, wie so oft, nicht gut.
Es wird den unwissenden Zuschauern (also auch und vor allem denen, die kein Rheuma haben und darüber nicht informiert sind) suggeriert, dass alle Beschwerden an der Ernährung liegen und der Betroffene eigentlich selbst schuld ist, weil er ja zu viele Süßigkeiten isst. So, als läge das in seiner Hand und er müsse ja nur was daran ändern und alles wäre wieder gut.
So ist es aber nun leider nicht.
Es gibt so viele unterschiedliche Verläufe, u.a. sehr dramatische und den Patienten muss es wie ein Hohn vorkommen, ggf. von gesunden Mitmenschen (Partner, Kollegen, Chefs) darauf hingewiesen zu werden, doch einfach mal die Haribos wegzulassen und dann hätte er keine Beschwerden mehr. Leider kommt das sowieso schon viel zu oft vor - "tolle" Ratschläge von Unbeteiligtem auf Apothekenumschau-Niveau.
Natürlich ist eine gute Ernährung immer gut und unterstützt alle Wege zur Verbesserung des Allgemeinzustandes, aber "heilen" kann es so eine Krankheit wie Rheuma nun auch nicht. Ich selbst merke zum Beispiel gar keine Veränderung meiner Rheuma-Aktivität durch Ernährung, weder gut noch schlecht - mir kann es mit Zucker und Fleisch gut gehen und mit viel Gemüse, ohne Fleisch und mit wenig Zucker richtig mies.
Ich glaube, ich muss dem NDR mal schreiben.