Liebe Witty, liebe Cailean,
entschuldigt bitte, dass ich jetzt erst antworte. Ich musste erst einmal wieder Boden unter die Füße bekommen...
Ich habe mich entschieden, zunächst zu meinem Hausarzt zu gehen. Er will nachdenken und sich schlau machen. Im letzten Jahr hatte ich eine Leberentzündung, deren Ursache niemand wirklich herausfand, und er hat mich gut betreut. Da waren alle Antikörper (bis auf Schilddrüse) noch o.k.
Meine Organe sind in diesem Zusammenhang gut durchuntersucht worden.
Ich soll aber schneller als vorher einen Krankenschein annehmen und mich nicht so sehr auspowern.
Zudem nehme ich wieder Selen, das die Antikörper der Schilddrüse bei mir merklich senkt - vielleicht klappt's ja auch mit den anderen.
Witty, was du über den Besuch beim Rheumatologen schreibst, trifft den Nagel auf den Kopf. Traurig ist das. Dazu kommt, dass in dieser Momentaufnahme ein vom Krankenhaussystem völlig sprachloser und ängstlicher Patient vor ihm saß - unfähig zu kämpfen. Und eigentlich ganz froh, dass nichts Schlimmes ist. Das ist mein Anteil an der Sache.
Na dafür, dass er sich mit den Worten verabschiedet hat, dass wahrscheinlich nichts ist, hat er sich ja doch ein Türchen offen gehalten

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Wie gut, dass es Hausärzte gibt! Nun frage ich mich, ob ich mich jetzt - anders als früher - bei allem, was mir merkwürdig erscheint, in die Praxis begeben soll?
Seit drei Tagen habe ich z.B. eine dicke Entzündung in der Mundschleimhaut... mit so etwas gehe ich eigentlich allein um.
Mit meiner Schmerztherapeutin werde ich sprechen; sie weiß noch nichts von dem Ergebnis, das sie abwarten wollte.
Ich frage mich auch, wie die ANA beim einen Arzt bei 2560 und beim anderen bei 320 liegen können. Ist eine solche Schwankung möglich innerhalb von 2 Monaten oder hat sich das Labor geirrt, wie die leise spürbare Unterstellung des Rheumatologen vermuten ließ?
So, nun werde ich die Zeit abwarten, in der jeder Arzt in Urlaub ist, mir auch Bedenk- und Erholungszeit gönnen und dann weiterschauen.
Ich danke euch sehr für eure Hilfe. Es stimmt: Die Welt wird für den Sehenden nicht schöner und der Preis für die Wahrheit ist hoch und tut weh. Aber vielleicht führt sie uns auf den richtigen Weg.