Erklärungsnot, Amitriptylin - Mann

mamaela

Neues Mitglied
Hu hu,

naja was soll ich sagen, mein Mann holt die Medis aus der Apotheke. Ihr wißt ja das ich damals auch dachte das die gegen Depressionen sind, leider hatte man mich beim Hausarzt und ehem. Rheumatologen nicht aufgeklärt sondern Ihr. Ich hab dann meine neue Rheumatologin gefragt, sie meinte auch wie ihr das sind welche die auch gegen Schmerzen arbeiten.

Nun erklärt das bitte einem ahnungslosen Mann, der natürlich auf der Verpackung nur gelesen hat Antidepressivum :-)

Ich würde somit meinem Mann den Beitrag gerne zeigen :D


LG Manu, Arava hab ich keine Schwierigkeiten, jedoch Schmerzen sind noch da, aber da brauch ich wohl geduld.
 
hallo mamaela,

hier für deinen göga :D:

Psychopharmaka auch als Schmerzmittel

Eine erfolgreiche Kombination mit Opiaten ist mittlerweile gut belegt

"Niedrigdosierte Psychopharmaka spielen bei der Therapie chronischer Schmerzsyndrome eine wichtige Rolle", so Prim. Dr. Dieter Volc, Neurologische Abteilung, Confraternität-Privatklinik Josefstadt.

Bei der Entstehung der Schmerzkrankheit kommt der "Schaltzentrale" Thalamus eine bedeutende Rolle zu. Über den Tractus spinothalamicus lateralis werden Schmerzinformationen zum Thalamus geleitet, Kollateralen erreichen auch das Arousal-System der Formatio reticularis.
Volc: "Afferenzen können also retikuläre Reize setzen, lange bevor sie bewusst werden. Im Thalamus selbst entscheidet sich, ob die Informationen an das Großhirn weiter geleitet werden. Zuvor aber durchläuft die Information noch das limbische System." Es sei davon auszugehen, dass es bei chronischen Schmerzen zu einer Überforderung des Systems und einem Herabsetzen der Schmerzschwelle kommt.

"Durch eine Beeinflussung des Serotonin-Haushalts kann die Schwelle wieder angehoben werden", so der Experte. Er empfiehlt die Gabe von Amitryptilin (Saroten®) 10-25 mg/Tag in Kombination mit Levomepromazin (Nocinan®-Tropfen, viermal täglich 2 bis 5 Tropfen). Zusätzlich können durchaus auch selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer gegeben werden.

Kombinationstherapie heute gut belegt

Volc: "Die Opiattherapie hat zweifellos ihre Berechtigung, man sollte dabei aber die Antidepressiva nicht in Vergessenheit geraten lassen." Die Behandlung der Schmerzkrankheit mittels Antidepressiva war ursprünglich Erfahrungsmedizin. "Heute ist diese Strategie gängige Praxis und gilt als recht gut belegt", so Volc. Die Tatsache, dass Antidepressiva als Schmerzmittel eingesetzt werden, könne zu Problemen bei der Compliance führen, da viele Patienten "Psycho-Pillen" ablehnen.
"Wichtigst daher, dem Patienten die Zusammenhänge in groben Zügen zu erklären und darauf hinzuweisen, dass das Mittel einfach mehr kann", betont der Experte.

quelle

auf gut deutsch:

durch chron. schmerzen kann es zu einer herabsetzung der schmerzschwelle kommen.
durch die gabe von antidepressiva kann diese wieder auf ein "normales mass" angehoben werden.
 
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