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Erkenne einen Schlaganfall!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von gisipb, 1. Dezember 2007.

  1. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    30. April 2003
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    Es dauert nur 1 Minute, das Folgende zu lesen...

    Ein Neurologe sagte, dass wenn er innerhalb von 3 Stunden zu einem Schlaganfallopfer kommen kann,
    er die Auswirkung eines Schlaganfalls aufheben könne.
    Er sagte, der Trick wäre, einen Schlaganfall zu erkennen, zu diagnostizieren
    und den Patienten innerhalb von 3 Stunden zu behandeln, was allerdings nicht leicht ist.

    Erkenne einen Schlaganfall:

    Es gibt 4 Schritte, an die man sich halten
    sollte, um einen Schlaganfall zu erkennen.

    Nun sagen Ärzte, dass Umstehende einen Schlaganfall erkennen können,
    wenn sie 4 einfache Fragen stellen:

    * Bitte die Person, zu lächeln (sie wird es nicht schaffen).

    * Bitte die Person, einen ganz einfachen Satz zu sprechen (zum Beispiel:
    "Es ist heute sehr schön.").

    * Bitte die Person, beide Arme zu erheben (sie wird es nicht oder nur
    teilweise können).

    * Bitte die Person, ihre Zunge heraus zu strecken (Wenn die Zunge gekrümmt ist,
    sich von einer Seite zur anderen windet,
    ist das ebenfalls ein Zeichen eines Schlaganfalls.)


    Falls er oder sie Probleme mit einem dieser Schritte hat, rufe sofort
    den Notarzt und beschreibe die Symptome der Person am Telefon.

     
  2. halbnull

    halbnull Neues Mitglied

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    schlaganfall oder was!

    hallo gisipb,

    ich glaube nicht, dass man dein scriptum nicht stehen lassen kann.

    du hast leider die vielen facetten, wie sich ein schlaganfall auswirken kann und auch zeigt, nicht beachtet.

    aus eigener erfahrung kann ich die sagen, dass du bei meinem anfall mit deinen untersuchungsmethoden nichts von meinem hirninfarkt festgestellt hättest. und ich hätte schlimmere schäden davongetragen als ich sie jetzt noch habe.

    auch bei einer behandlung innerhalb der besagten drei stunden sind schädigungen nicht auszuschliessen.

    das wichtigste ist, unverzüglich den rettungsdienst anzurufen unter der nummer 112.
     
  3. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    #3 1. Dezember 2007
    Zuletzt bearbeitet: 1. Dezember 2007
  4. Erato

    Erato Guest

    Erato

    ...schließ mich Halbnull voll an...

    Erato
     
  5. Brinki

    Brinki Neues Mitglied

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    Hallo,

    mein Vater hatte vor drei Jahren einen sehr schweren Schlaganfall. Sein Kurz und Langzeitgedächnis sind komplett ausgelöscht, er erkennt keine Leute, nochnicht einmal seine Frau Kinder Enkelkinder. Zudem ist er schwerst Körperbehindert. Als ich mit meiner Mutter damals auf der Intensivstation war hat uns ein Arzt erklärt, das es ein neues Medikament gäbe, das man in den ersten Stunden ( glaube es waren 1-3 Stunden ) als Spritze geben könnte. Aber wenn man sich nicht sicher sei, solle man darauf verzichten, da es anschließend starke Hirnblutungen auslösen kann.. Ich kenne aus unserem Bekanntenkreis einige, deren Angehörigen dieses Medikament bekommen haben, und wo die behinderungen nicht so stark, bzw. komplett aufghoben sind. Meinem Vater konnten man das nicht geben, der er den Schlagnafall in der Nacht bekommen hat, und meine Mutter es erst am Morgen bemerkt hat.
    Ich denke je eher man Hilfe bekommt umso besser für den Betroffenen.

    Brinki
     
  6. Schäfchen

    Schäfchen Guest

    Liebe gisib,
    Erato und Halbnull haben recht und ich möchte das so nicht stehen lassen.

    Auszug von http://www.schlaganfall-hilfe.de

    In voller Länge da nachzulesen: http://www.schlaganfall-hilfe.de/index.php?option=com_content&task=view&id=59&Itemid=68


    Und das mit den 3 Stunden...
    Meine Oma hat vor einigen Jahren im Beisein mehrerer Famileinangehöriger einen Schlaganfall erlitten. Der Notarzt war innerhalb von 20 Minuten da und sie war innerhalb von einer Stunde im Krankenhaus. Die Versorgung dort begann unverzüglich. Trotzdem blieben irreparabele Schäden so z. b. eine rechtsseitige Lähmung und der fast vollständige Ausfall des Sprachzentrums.


    Liebe gisib,
    Aufklärung ist (nicht nur in diesem Fall) gut und wichtig und es ist gut, dass du das Thema aufgegriffen hast, aber es darf dann nicht nur alleine beim Einstellen eines "Kettenbriefes" bleiben.

    Liebe Grüße Schäfchen
     
  7. Erato

    Erato Guest

    Treffer!

    Hi Fruchtgummibärchen,

    danke für das brauchbare Zitat, kann sämtlichst das, was dort steht aus eigener leidvoller Erfahrung bestätigen:

    Sehstörungen, Gesichtsfeldausfälle, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen (bei mir NUR im Gesicht), Idiationsstörungen (= so etwa letzte Satz in Deinem Zitat, nur, dass ich zwar noch "intern" korrekt denke, aber das nicht mehr in gesprochene Sprache übersetzen kann, äh, schwer zu erklären). Auch das mit dem Telegrammstil trifft total zu!!

    Insofern schließe ich mich meinen Neuroimmunologen an, die meinen Hirnbefund "als thromboembolische Ereignisse" werten... :D

    Aber erkannt hat's niemand inklusive meiner einer, was ich da erlebe... aber ich habs ja überlebt :rolleyes: *freu*

    Viele Grüße
    Erato
     
  8. Schäfchen

    Schäfchen Guest

    [​IMG]

    Hallo Erato,
    ich schmeiß mich gleich weg. Ich bin ein Schäfchen, ein Schäfchen [​IMG].


    Liebe Grüße Schäfchen
     
  9. Erato

    Erato Guest

    Brüll

    *brüll* - ach herrlich - na, da ham wa den Beweis für die Folgeschäden :D ...

    sorry, war nicht bös' gemeint!!

    Übrigens hab' ich schon so ein paar kleine Andenken, die ich aber ganz gut kompensiert bekommen und ich weiß auch nicht, ob die eher mit einer möglichen ZNS-Beteiligung der Kollagenose zusammenhängen...


    Viele Grüße
    Erato
     
  10. Biene

    Biene Biene

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    TIA ist der Vorbote eines Schlaganfalls

    TIA =Transistorisch ischämische Attacke.

    TIA haben eine besondere Bedeutung, weil in vielen Fällen eine behandlungsfähige Erkrankung vorliegt. Ohne Therapie entwickelt etwa jeder 3. TIA-PAt. innerhalb der folgenden 5 Jahre einen Schlaganfall (Apoplex).
    TIA gelten als typische Vorboten eines Schlaganfalls. Klinisch äußern sie sich als Episoden flüchtiger fokaler zerebraler Ausfälle, wobei die Symptome plötzlich einsetzen und in der Regel nur kurz (1 bis 30 min) anhalten. Beschwerden bilden sich immer vollständig zurück!

    Schlaganfall(Apopexia Cerebri) Hirninfarkt, Gehirnschlag.

    Plötzliche Durchblutungsstörungen im Gehirn können einen Schlaganfall verursachen.Fast 90% betreffen ältere Menschen über 65 Jahre, Männer u Frauen sind gleich häufig betroffen, die Anzahl der jüngeren Pat. steigt wie beim Herzinfarkt zunehemend an. Vier fünftel der Schlaganfälle gehen auf massive Durchblutungsstörungen mit Blutnot im Gehirn(zerebr. Ischämie)zurück, wobei jeder fünfte Schlaganfall tödlich endet. Sie sind der häufigste Grund für Invallidisierung, etwa die Hälfte der betroffen bleiben Arbeitsunfähig oder müssen lebenslang betreut werden. Die meisten Betroffenen müssen sich mit einem schweren, geistig und körperlichen behinderten Leben abfinden. Ein Sch. entsteht dann, wenn die Blutversorgung des Gehirns gestört ist und Hirnfunktionen ausfallen. Auch durch Embolien kann ein Hirngefäß verstopft werden. Wenn durch den Blutmangel bedingt ein Sauerstoff - und Nährstoffmangel eintritt oder bei zu hohem Blutdruck ein Blutgefäß platzt, kann ein Hirninfarkt auftreten. Zahlreiche Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall. Nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind die erbliche Veranlagung, das Geschlecht und das Alter sowie angeborene Herzkrankheiten und Emboliegefahr.Ein Schlaganfall kann sich schon Jahre vor dem Ereignis ankündigen, man spricht dann von einer sogenannten TIA(siehe oben).
    Zur Diagnose und Information über die weitere Vorgehensweise bei akutem Schlaganfall können nach Befragung des Pat. , der Abtastung und dem Abhören der Halsschlagader in der Klinik zahlreiche Untersuchungsverfahren eingesetzt werden: EKG, 24std RRmessung,Herzecho, EEG,Dopplersono, CT, Kernspint, sowie angiographische Untersuchung mit Röntgenkontrastmittel.

    Symptomatik:
    Ist die Blutzufuhr zu dem Gehirn in größeren Hirnaterien länger unterbrochen, kommt es bei den Betroffenen zu Halbseitenlähmungen, Gefühlsstörungen oder sogar zur völligen Bewustlosigkeit mit Koma. Bei Durchblutungsstörungen des Großirns ist die Muskelkoordination(hängender Mundwinkel), die Empfindungsfähigkeit, die Sprach-, Rechen-, Schreib- und Lesefähingkeit(Gesichtsfeldausfälle) gestört. Darüber hinaus ist auch die willkürliche Handlungsfähigkeit gestört und das Körpergleichgewicht einseitig verschoben. Wenn im Kleinhirn Dstörungen auftreten, kommt es zu Kopfschmerzen, Koordinationsstörungen und Gangstörungen. Im Hirnstammbereich auftretende Durchblutungsstörungen führen zu Drehschwindel, Sehstörungen, Schluckstörungen und Hirnnervenausfällen.

    Therapie:
    Je früher ein akuter Schlaganfall behandelt wird, desto besser. Bleibenden Hirnausfällen kann vorgebeugt und die Überlebenschance verbessert werden. Wenn eine Therapie , die auf Verbesserung der Durchblutungsstörung im Gehirn abzielt, innerhalb von 3 Std. begonnen wird, verbessert sich die Wahrscheinlichkeit für nur geringe und begrenzte Hirngewebeschäden deutlich. Im KH werden die PAt. neurologisch und internistisch untersucht. Der Kopf wird computertomograpisch und die Halsschlagader werden mit Ultraschall untersucht. Bei vorliegenden Dstörungen werden dann Arzbeimittel eingesetzt. Arteriosklerotisch verengte Halsschlagadern können operativ erweitert werden.
    Zur Therapie gehören auch noch Reha , Logopädie, physik.Therapie.

    :o Leider ist mein Bericht sehr lange geworden .:D Habe auch extra dafür meine medizin. Fachbücher durchgewälst.
    Ich hoffe ich habe hiermit einige Antworten zu diesem Thema geliefert.
    Einen schönen 1. Advent
    wünscht Biene:)
     
  11. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Schlaganfall

    Ein sehr ernstes Thema, da es zunehmend jüngere Menschen, gesunde und auch sportliche, trifft und gerade wir chronisch Kranken sind sehr gefährdet.

    Ständiger Bluthochdruck, meist unerkannt, durch viel rauchen, trinken, durch Medikamente, durch Krankheiten, Diabetes, Nieren etc. führen still und leise zum Schlaganfall.

    Mein Vater hatte einen, sofort erkannt und spezialen Notarzt gerufen. Papa war innerhalb 35 Minuten im NRW für Schlaganfallpatienten und kam sofort in diese Schlaganfall-Spezialklinik hier - innerhalb von 1,5 Std. tat man alles für ihn - doch die re Gehirnhälfte blutete völlig ein und nichts und niemand konnte ihm mehr helfen.

    Mein Vater zeigte bis zum Zeitpunkt des Schlaganfalls, 4.7.04, 07.45 Uhr morgens, keinerlei Probleme mit Blutdruck, hatte keine schlaganfallfördernden anderen Erkrankungen, nahme seine Pillen regelmässig und.............

    tja, er war nach all den Hilfeleistungen ein völliger Pflegefall. Komatös, unfähig zu essen, schlucken, trinken - ich denke einfach, vieles kommt zu schnell zum handeln und es gibt neben aller Medizin und Technik immer noch eins:

    das Schicksal.

    Grüssle Pumpkin