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Erhöhte Leberwerte und Kollagenose

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Kiba, 19. August 2015.

  1. Kiba

    Kiba Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2014
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    Hallo, inzwischen fühle ich mich sehr hilflos. Seit mindestens 4-5 Jahren habe ich erhöhte Leberwerte (besonders GPT: schwankte zwischen 160-270). Seit Ende 2010 habe ich undifferenzierte Kollagenose.
    Die Leberpunktur vor ca. 1 1/2 Jahren hat nichts ergeben. Die Ärzte wissen nicht, woher die Erhöhungen kommen. Ich trinke keinen Alkohol, rauche nicht und nehme an Tabletten lediglich das L-Thyroxin wegen meiner Schilddrüsenunterfunktion, die ich seit ca. 2 Jahren habe.

    Ich fühle mich in letzter Zeit auch etwas komisch. Habe seit 8 Monaten trockene Lippen, hin und wieder Juckreiz. Die letzten zwei Tage habe ich beim Gehen kurz gewackelt wie ein Betrunkener, habe seit ca. 5 Monaten ein Stechen links unten vom Bauchnabel und habe 12 kg Körpergewicht verloren. Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind seit Jahren selbstverständlicherweise ebenfalls anwesend.
    Ende diesen Monats habe ich einen Termin beim Rheumatologen.
    Der GPT-Wert ist nun bei 99. Was soll ich tun? Mein Arzt sagte mir vor ca. 1 1/2 Jahren, dass eine Leberzirrhose entstehen kann, wenn das so weiter geht. Langsam aber sicher habe ich nun Angst wegen der Leberzirrhose.

    Schöne Grüße
    Kiba
     
  2. Frau Meier

    Frau Meier Guest




    Hallo Kiba,

    ich würde u.a. auf die Bestimmung der kompletten Leberwerte drängen bzw. diese nochmals genauer betrachten, falls sie bereits bestimmt wurden: GOT, GPT, AP, gamma-GT und Bilirubin sowie LDH. Und wenn Du wirklich häufig Juckreiz hast, wäre auch die Bestimmung der AMA (antimitochondrialen Antikörper) sehr sinnvoll!
    Wie alt bist Du eigentlich?? (ich schätze, im gebärfähigen Alter....??)
    Liegt bei Dir eine autoimmune Unterfunktion der Schilddrüse vor, auch Hashimoto genannt?

    Grüße, Frau Meier
     
  3. Kiba

    Kiba Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    0
    Ich bin männlich und 23 Jahre alt. Die Leberwerte werden bei mir andauernd bestimmt (ca. alle 2-3 Monate).
    Der Nuklearmediziner hat den Verdacht auf seronegative Autoimmunthyreoiditis Hashimoto. Er kann es aber nicht beweisen, sagte er.
    GGT, BILI und GOT waren beim letzten mal in Ordnung. AP war bei 138 (Norm: 40-130 U/L).
    Es wurde ein gewisser ANA-wert bestimmt, der bei 1:640 liegt (Norm: <1:80). Daneben ist KREA mit 0,64 zu niedrig (Norm: 0,70-1,30 mg/dL), g-Globulin mit 19,2 zu hoch (11,1-18,8), igG.......Immunt bei 1629,8 (Norm: 700,0-1600,0 mg/dl) und ACE (enzy) bei 105,6 (Norm 12-68 U/l). Mein Arzt hatte den Verdacht auf Sarkoidose, was er aber nicht glauben kann und es wieder abgetan hat.

    Die von dir erwähnten Parameter LDL und AMA kann ich mal bei meinem Arzt erwähnen. Welchen Sinn haben diese aber? LDL hat doch etwas mit Cholesterin zu tun oder?
     
  4. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Ich meine nicht LDL, sondern LDH (Lactatdehydrogenase, ein Enzym).
    Wenn Dein Arzt an Sarkoidose glaubt (was z. B. das ACE nahe legt), dann sollte er weiter forschen, denn die Sarkoidose betrifft auch gerne mal die Leber.
    Insgesamt scheint mir bei Dir noch ein wenig Forschungsbedarf zu sein.
    Ein "gewisser ANA-Wert" von 1:640 ist zumindest auffällig bei einem 23-jährigen Mann und hat daher ein wenig genauere Betrachtung und Differenzierung verdient.

    Das kann hervorragend ein immunologisch-rheumatologisch vorgebildeter Arzt erledigen ;)


    Dein Nuklearmediziner scheint mir nicht übermäßig hilfreich zu sein.....


    Grüße, Frau Meier
     
  5. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    P. S.

    Eine alleinige Erhöhung von GPT macht keine Leberzirrhose und zeigt auch keine an ;)
    Bei anhaltender Sorge diesbezüglich könnte auch ein Hepatologe (Leberfacharzt) konsultiert werden - das kann der Rheumatologe veranlassen, oder Du kannst Dich selbst darum kümmern.

    Die Leber ist ein komplexes Organ, und die GPT ist ein relativ empfindlicher Parameter, der in der von Dir genannten Höhe allerdings keinen schweren Organschaden suggeriert.