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Erfahrungsbericht aus 1001 Nacht - äh, Krankenhausaufenthalt

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von bob_villa, 14. Juli 2009.

  1. bob_villa

    bob_villa Neues Mitglied

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    Hallo alle zusammen,

    ich wollte mal berichten, wie es mir nach 3 Wochen stationärer Rheuma-Komplex-Therapie ergangen ist. Also, vorweg ist zu sagen, dass ich so gut wie gesund entlassen wurde, aber dazu später ;-)

    Eingewiesen hatte mich meine neue Orthopädin, die ich aufsuchte, weil ich trotz Physiotherapie, KG, Spritzen und Akupunktur durch meinen alten Orthopäden weder vorne noch hinten hoch kam. Die Dame meinte, ich solle doch primär die seitens eines Rheumatologen hochoffiziell festgestellte, bisher erfolglos und dann gar nicht mehr behandelte cP behandeln lassen. Dann könnten sich auch die meisten meiner Wirbelsäulen- bzw. ISG-Probleme in Luft auflösen.

    Mit der Aussicht bin ich dann hochmotiviert mit all meinen ärtzlichen Unterlagen im Krankenhaus angereist. Zunächst nahm man dort alles durchaus Ernst. Noch ernster wurden die Verdachtsdiagnoen, die man mir nur so um die Ohren knallte, von Lupus bis Vasculitis - alles dabei was das rheumi-Herz so begehrt (oder besser nicht). Nachdem eine Diagnose nach der anderen wegdiagnostiziert wurde, ließ der Eifer der lieben Menschen in Weiß merklich nach.

    Sehr unterkühlt teilte man mir zum Schluss mit, dass ich eventuell "nur Weichteilrheuma" hätte. Von einer cP wollten die nichts mehr wissen und auch die orthopädischerseits festgestellten diversen Arthrosen sowie das Wirbelgleiten mit der Bogenschlussanomalie waren nach der dreiwöchigen Behandlung einfach weggezaubert. Auch für meine Schilddrüsenunterfunktion, wegen der ich seit 1996 Tabletten nehme und super-Werte habe, gibt es ÜBERHAUPT keine Anhaltspunkte. Die Pillen wurden dann einfach mal so abgesetzt.

    Auf alle meine Fragen bezüglich meiner Beschwerden und wo die denn wohl herkommen könnten kam dann immer die Standartantwort: "Das ist halt so!" Und meine allzeit roten Schmetterlingsbäckchen, die vorher die Herren Doktores so in Entzücken versetzt haben, sind jetzt auch auf einmal das Normalste auf der Welt.

    Dafür habe ich jetzt eine allerleichteste Arthrose in beiden Handgelenken und eben jenes Weichteilrheuma, was aber ungefähr alle mit undefinierbaren Schmerzen haben. Ach - und einen an der Waffel habe ich nach Aussage des örtlichen Psychologen auch. Das konnte er also schon nach einem 30 minütigen Gespräch erkennen, die alte Koriphähe. Daher solle ich doch mal eine stationäre Reha zwecks Schmerztherapie machen, das könne man nämlich auch noch wegzaubern.

    So, ich kann nur sagen: " Hut ab und vielen Dank für die totale Wunderheilung in nur drei Wochen. Endlich konnte mir wirklich mal geholfen werden!"

    Mit einem ironischen Grinsen im Gesicht sage ich mal Danke für´s zuhören bzw. lesen dieses Berichts.

    Liebe Grüße,
    Nicole
     
  2. Maus634

    Maus634 Neues Mitglied

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    Hallo Nicole,

    wenn man so etwas erlebt, ist es der Hammer. Ich kenne dieses Gefühl, also fühl dich verstanden. ;)

    Verräts du, welche Wunderklinik das war?

    Ansonsten fehlen mir die Worte, weil...was soll man dazu sagen? Bist du ansonsten in guter ärztlicher Behandlung?
     
  3. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Es ist beachtlich wie Wandelbar dein Körper ist, bei dem was ich da raus lese hattest du in deinem Leben mind. 20 Rheumaarten zuzüglich zu diversen Virusinfekten und das Beeindruckenste ist, dein Körper regeneriert sich. Bekomme ich welche von deinen Genen? ;)

    Ich denke man sollte noch eine Liste mit Instituten und Ärzten machen, welche nicht empfehlenswert sind. :uhoh:

    Ich wünsch dir mehr Glück beim nächsten Arzt. :top:
     
  4. bob_villa

    bob_villa Neues Mitglied

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    Hallo Maus,

    also, das war die Rheumatologie im St. Elisabeth-KH in Bochum. Eigentlich eine sehr gute Abteilung, aber ich fühlte mich da irgendwie nicht gut beraten. Die meisten Patienten waren da mit der Komplex-Therapie Stammkunden und sehr zufrieden. Meiner Zimmergenossin haben die da übrigens auch so einen Hokus-pokus-Schmerz angedichtet, also wurde ebenfalls unterstellt, dass der Schmerz und die Beschwerden gar nicht existieren, nur weil nix festgestellt wurde. Aber wir waren wohl die Ausnahme (hoffe ich....)

    Liebe Grüße,
    Nicole
     
  5. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Zwei Ausnahmen die zufällig auf einem Zimmer waren? Naja ich weiß ja nicht.
     
  6. Ika

    Ika im Krieg

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    wahrscheinlich was ansteckendes. :D
     
  7. Koala

    Koala Mitglied

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    hallo,

    wieso muss man so was erleben.....

    sowas habe ich aber auch hinter mir

    ich war in einer rheumaklinik. leider war zur zeit meiner einweisung nur ein kardiolge dort.
    er war die vertretung der rheumatologen.

    innerhalb von 4 stunden hatte ich keine diagnose mehr!
    meine probleme wären nur muskulär.

    ich war gerade mit humira von meinen rheumadoc eingstellt
    und es ging mir langsam besser!

    dieser kardiologe wollte ohne mich untersucht zu haben, alle meine medis absetzen, wiegesagt nach 4 stunden.

    ich habe meine sachen wieder eingepackt, und mich auf eigenen wunsch entlassen.

    nur als info, ich habe eine gdb von 60, und bin voll erwerbsgemindert.
    soviel zu klinikärzten..........

    lg koala