Hallo,
auch ich hatte über Jahre Probleme mit der HWS.
Immer wieder konservative&manuelle Therapien angewandt,(war u. a. bei Prof. Grönemeyer zur PRT,wo man mir ebenfalls nur noch OP riet)
jedoch nie länger anhaltend erfolgreich.
2012 war dann nur noch OP möglich,
da die Nervenwurzeln zu sehr eingeengt waren.
Habe mich dann in die Materie eingelesen, sprich nachgeschlagen welcher Doc der bessere Operateur dazu ist, welche Klinik die besten Erfolge, Methoden etc.
Schließlich wollte ich nicht ab C4/5 abwärts gelähmt sein oder sonstdergleichen für Schäden.
Ich entschied mich für Neurochirurg und die OP-Variante von vorne mit Zement-Einsatz.
Die OP ging relativ rasch, knapp 2 1/2std.
Einiges an Knochenumbauten mußte weggefräßt werden, wie mir Doc später sagte, die Reste der Bandscheibe 5/6 wurde entfernt und Knochenzement dafür dort rein.
Alles in allem war ich sehr zufrieden, nach 5 Tagen konnte ich heim.
Mußte 6 Wochen Tag&Nacht eine weiche Halskrause/Manchette tragen. Die Narbe sieht man kaum.
Meine Ausfälle und Schmerzen im Arm waren wie wegezaubert.... erstmal.
Das ganze hielt 3 Jahre.
Im August 2015 war dann die nächste OP.
Da der Zement leider nicht mit den restlichen Knochen/Wirbel verwachsen ist und somit die HWS instabil war, mußte er entfernt werden. Zusätzlich auch gleich Bandi C6/7, sowie wieder etliches an Knochenumbauten wegefräßt.
Diesmal hat man Kunststoff-Cages
in 5/6 & 6/7 eingesetzt und miteinander versteift. Knapp 6 std OP hatten es in sich, dafür aber auch nur 2 Tage diese Halskrause und auch wieder nach 5 Tagen heim.
Muss zwar noch immer Tilidin Retard als Schmerzmittel nehmen, allerdings sind die Nervenschmerzen seid OP völlig weg.
Würde die OP, trotz Risiken, immer wieder machen lassen. Allerdings raten ich jedem, sich stets mehrere Meinungen einzuholen.
Wünsche dir alles Gute und das alles so klappt wie du es dir erhoffst

LG
Lucania