1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Erfahrungen mit corti-bedingten Brüchen?

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von Tennismieze, 4. März 2009.

  1. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.519
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Ich habe nun fast 1 1/2 Jahre mit diesem erst nicht erkannten und jetzt zur Schonung verdonnerten Knochenbruch im Fuß zu tun. Ohne äußere Ursache kommt wohl nur die Cortison-Einnahme der letzten Jahre als Übeltäter in Frage. Nun laufe ich seit 3 Wochen an Krücken herum, die mir mit Müh und Not verschrieben wurden, und habe vor allem Nachts Beschwerden. Zudem gibt es auch einen wandernden Schmerz, der sich im Bereich Metatarsale 3-5 tummelt (2 ist gebrochen).
    Diese Fraktur ist mein erster Knochenbruch, darum die Frage, ob es normal ist, daß ohne Belastung weiterhin Beschwerden auftauchen? Die erste Röntgenkontrolle soll am 1. April (hoffentlich kein Scherz!) stattfinden. Ich bin ziemlich angefressen wegen dieses Bruches und habe wenig Neigung, mir wieder von einem Arzt erzählen zu lassen, ich sei kein Notfall und Behandlung sei nicht nötig. Vielleicht könnt Ihr mir Informationen geben, wie Eure Brüche verheilten?
     
  2. Fallingstar

    Fallingstar Mitglied

    Registriert seit:
    4. August 2006
    Beiträge:
    427
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Hallo Tennismieze,

    ich hatte vor genau 1 1/2 Jahren das gleiche Problem. Im Sept. 07 begannen meine Beschwerden im linken Fuss. Eine Röntgenaufnahme brachte gar nichts. Erst als im Oktober die schmerzen immer noch nicht weg waren und auch die Schwellung nicht, bekan ich eine Überweisung zum MRT. Allerdings musste ich bis zum Termin 6 Wochen warten:eek::eek:. Dann Ende Novemer 07 die Diagnose: Bruch im linken Mittekfussknochen. Ich bekam dann Krücken verpasst und war 4 Wochen krankgeschrieben. Bei der Röntgenkontrolle Ende Jan. 08 war lt. Arzt alles in Ordnung und meine schmerzen konnte er sich nicht erklären:confused:. Beim Kontrolltermin im März bei meiner Rheumaärztin habe ich ihr den geschwollenen und schmerzenden Fuss gezeigt und sofort musste ich wieder ins MRT: Bruch des linken Mittelfusses, wieder oder noch immer! Keiner wollte sich dazu so genau äusseren. Ich war dann 6 Wochen zu Hause an Krücken und bin danach ca. 6 Wochen immer noch als Entlastung an einer Krücke gelaufen. Eine Kollegin von mir, sie ist im Nebenberuf Heilpraktikerin, empfahl mir, unterstützend Schüssler Salz Nr. 11 (Silicea) 3 x 1 und Schüssler Salz Nr. 2 (Calcium) 3 x 2 zu nehmen. Zusätzlich habe ich die Bruchstelle mit Schüssler Salbe Nr. 2 3 x täglich eingesalbt. Seit Sept. 08 ist mein Bruch nun Gott sei Dank ausgeheilt. Ich kann Deine Verärgerung gut verstehen, aber solche Brüche sind ganz schlecht zu diagnostizieren. Am Anfang ist in einem Rötgenbild gar nichts zu sehen, erst wenn eigentlich schon der Heilungsprozess beginnt und sich ein Kalus an der Bruchstelle bildet, ist der Bruch im Röntgenbild zu sehen. Mehr Aufschluss gibt das MRT. Der Heilungsprozess ist sehr langwierig und man muss sehr viel Geduld aufbringen.
    Ich wünsche Dir gute Besserung und viel Geduld,
    liebe Grüße Fallingstar
     
  3. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.519
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Danke für die Infos Fallingstar. Leider ist mir die Geduld ziemlich verlustig gegangen, nachdem sich herausgestellt hatte, daß die Röntgenaufnahme, die ein halbes Jahr nach dem Bruch erstellt wurde, eine Bruchlinie samt Kallusbildung zeigte. Leider haben diverse Ärzte diese Fraktur nicht erkannt, so daß erst eine MRT im Januar 2009 deutlich zeigte was los war (deutliche Bruchlinie, nicht zusammengewachsen nach 14 Monaten). Auch die Reaktionen der zwecks erwarteter Behandlung aufgesuchten Ärzte war nicht toll. Die Härte war ein Oberarzt in einer Uni-Klinik, dem es anscheinend nicht einsichtig war, warum ich ihn überhaupt aufsuchte.
    Diese Geschichte hängt mir völlig zum Hals raus. Gerade die Zeit vorm Einschlafen zieht sich stundenlang, weil mir dieser ganze Ablauf und die Ungewißheit, was demnächst wieder kommt, durch den Kopf geht. Weiße Kittel mag ich jedenfalls auch nicht mehr sehen. Wenn mir demnächst wieder einer dumm kommt, kriege ich einen Anfall. Ich ertrage diesen Sch*** einfach nicht mehr. Komme mir vor wie im Mittelalter auf der Folterbank, nur daß es damals wesentlich schneller ging und nicht 1 1/2 Jahre dauerte.
     
  4. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.070
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    überall
    Knochen

    Hi,

    12 Jahre cP, 12 Jahre Cortison und bislang in der Zeit große OP's wie: Hüft-TEP li, Histerektami (Kreuzschnitt), Kieferop beide, bimaluärer Bruch Fuß re - nie Heilungsprobleme, nie Knochenprobleme.

    Osteoporose ist altersbedingt, nicht cortisonbedingt. Also ich habe offenbar keinerlei Heilungsprobleme und bin dankbar dafür.

    Cortison reduziert Knochendichte, macht sie dadurch brüchiger, das nennt man Osteoporose. Dafür sollten dir die Ärzte aber vor, während und nach solchen Brüchen ausreichend Calcium, Vitamin D und A verordnen !!

    Gute Besserung !

    Pumpkin ( 58 Jahre )
     
  5. Reisemaus

    Reisemaus Reisemaus

    Registriert seit:
    29. August 2007
    Beiträge:
    563
    Zustimmungen:
    2
    Hallo,
    nehme seit 1986 Corti wegen cP.
    Neige in den letzten Jahren zu s.g. Ermüdungsbrüchen u. habe eine Osteoporose. Einige Brüche konnten erst Monate später röntgenologisch diagnostiziert.

    Manchmal können akute Brüche nicht sofort auf dem Röntgenbild gesehen werden, ertklärte mein Orthopäde. Für uns ist das aber eine Tortur, weil wir irre Schmerzen haben, die Docs aber nichts feststellen und wir am Ende die Doofen ( Symulanten ) sind. :sniff:
     
  6. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.519
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Mit den entsprechenden Vorerkrankungen wie chronische Polyarthitis wurden die Schmerzen halt als nicht erklärbar oder eben direkt auf Rheuma geschoben, ohne überhaupt etwas anderes in Betracht zu ziehen. Könnte mich jetzt noch beissen, daß ich damals zu diesem Orthopäden gegangen bin.

    Verschrieben wurde mir bis dato in Sachen Knochenbruch außer den Krücken rein gar nichts. Warum auch, soll wohl auch nach so langer Zeit von selbst heilen. Ich verstehe diese Ärzte nicht, mein Hausarzt kann die Handlungsweise der diversen Ärzte auch nicht nachvollziehen.
     
  7. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.070
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    überall
    also mal so gesehen

    Liebe Tennismieze,

    durch meine eigene Geschichte mit cP weiss ich definitiv, daß es für chronisch Kranke wie uns für den behandelnden Doc ein Sonderkontingent gibt, was die Verschreibung von Medikamenten angeht.

    Zu diesen gehören unumgänglich: Calcium, Vitamin D + A u.a. hochwirksame Aufbaumittel für Knochen.

    Dein HA kann und muss dir das verordnen. Die so kaufbaren Präparate sind für unsere Krankheit leider nicht geeignet.

    Gruss

    Pumpkin
     
  8. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.519
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    @Uschi
    Nächste Woche steht sowieso ein Blutcheck an, dann darf mein Doc ein paar Antworten liefern. Vielleicht ist dann ja auch "schon" der Arztbericht aus der Uni-Klinik eingetroffen.
     
  9. Snickers

    Snickers Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. März 2008
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Nähe Heidelberg

    Hallo Tennismieze,

    hatte meinen rechten Mittelfuß vor zwei Jahren gebrochen. Wurde nicht behandelt, da ich dachte es handele sich um rheumatische Schmerzen.
    Bei einer Röntgenuntersuchung wurde dann im nachhinein ein verheilter Bruch festgestellt.
    Anfang Februar diesen Jahres ist der Fuß an der selben Stelle wieder gebrochen. Bin gleich zum Orthopäden gegangen. Erhielt eine Überweisung für den Chirurgen, da der Fuß operiert werden muss. Damit soll erreicht werden, dass der Fußkochen wieder richtig zusammenwächst. Ich habe sofort bei mehreren Kliniken oder Chirurgen nach einem Termin nachgefragt und erhielt Vorstellungstermine ab Mitte März. Eine OP wurde ab Mitte April in Aussicht gestellt. Inzwischen ist der Fuß an der Bruchstelle wieder fast schmerzfrei. Somit habe ich eigentlich auch keine Lust mehr mich operieren zu lassen . Werde mich Anfang April bei einem Chirurgen vorstellen. Danach werde ich sehen wie es weitergeht.

    Viele Grüße

    Snickers
     
  10. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.712
    Zustimmungen:
    33
    Ort:
    Gelsenkirchen
    @ Uschi
    Leider bekommt man Calcium & Co. nur auf Privatrezept, weil es als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft ist. :mad:
    Einzig die Biosphosphate darf der Doc auf Kassenrezept verschreiben.
    Mein Mann hat Osteoporose und der Doc hat uns die Verordnungen der Krankenkassen gezeigt, weil ich es nicht glauben wollte. Selbst das Knochendichte-Messen darf er nur verordnen wenn ein vermuteter Bruch vorliegt. :sniff:

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  11. ursl53

    ursl53 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. September 2008
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Ich kann Uschis Aussage nur zustimmen.

    Zur Zeit bekomme ich zwei verschiedene Vitamin-D Medikamente (Dekostriol und Dekristol) und Calcium auf Kassenrezept.

    Was die Knochendichtemessung betrifft, werden bei bereits vorhandenen osteoporose bedingten Brüchen die Kosten der DXA-Messung jährlich - bei Bedarf auch öfter von der Kasse übernommen.

    Ursula
     
  12. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.519
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Vitamin D / Calcium wird nur dann von der Krankenkasse übernommen, wenn eine Cortison-Therapie über 7,5mg täglich angesetzt ist.
     
  13. ursl53

    ursl53 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. September 2008
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Baden-Württemberg
    stimmt so nicht ganz!

    Ich nehme meistens 5 mg Cortison tgl., in guten Phasen auch nur 2,5 mg, nur im Schub mehr.

    Ursula
     
  14. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

    Registriert seit:
    20. Februar 2005
    Beiträge:
    12.094
    Zustimmungen:
    5
    hallo!

    ich nehme seit 27 jahren cortison...die meiste zeit über zwischen 5 und 8 mg. natürlich auch zwischendurch stoßtherapien...jetzt nehme ich seit 1 1/2 jahren 11 mg cortison täglich.ich komm einfach nicht runter.ich versuch das immer ganz langsam auszuschleichen. aber klappt auch nicht.ich nehm dann einen tag 10 mg und 14 tage 11 mg...dann nehme ich wieder einen tag 10 mg und dann 13 tage lang 11 mg....sowie ich nur noch alle 3 bis 4 tage diesen wechsel hab, krieg ich einen schub vom feinsten...

    hab ansonsten alles naturheilkundliche, homöopatische durch...sämtliche basen haben nichts geholfen oder mußten wegen schlimmer nebenwirkungen abgesetzt werden. weil ich nebenbei auch noch eine medikamentenallergie habe.

    hatte auch schon eine kalzium und vitamin d kur über längere zeit, das ist mir aber auf die nieren geschlagen...

    nun versuche ich seit einiger zeit mein glück bei einem anderen heilpraktiker...

    hhm.also nix gescheites, was ich zu berichten habe...

    liebe grüße

    puffelhexe
     
  15. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

    Registriert seit:
    20. Februar 2005
    Beiträge:
    12.094
    Zustimmungen:
    5
    ...achso ja....brüche hatte ich bis jetzt "gottseidank" noch keine...bis auf einen zehbruch, den ich mir doof gestoßen habe...

    aber ich habe natürlich panische angst...

    puffi
     
  16. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    704
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,
    wenn man einen Osteoporose-Bruch gehabt hat - und erst dann - bekommt man auch als Kassenpatient Calcium D3 verordnet. Sonst muss man regelmäßig über 7,5 mg Cortison nehmen. Diese magische Schwelle gilt auch für Privatpatienten, jedenfalls musste ich ein Attest vorlegen, genauso wie für Folsäure bei MTX- Spritzen. Sie haben abgelehnt, 5,60 EUR für 50 Tabl. zu erstatten, ich hätte erst ein Attest einzureichen. Das kostet mindestens 10. Na ja, nicht so wichtig wie die Osteoporosegefahr. Ich hatte inzwischen auch zwei Osteoporosebrüche, nach dem zweiten, der ganz offensichtlich dadurch bedingt war, habe ich ein Bisphosphonat (Actonel) bekommen. Nach einem Bruch muss auch ein Hausarzt ein Bisphosphonat verordnen können, oder der Rheumatologe, auch bei GKV Patienten! Außerdem hat mir der Arzt Dekristol (extrem hohe Vit. D3 Dosierung) empfohlen. Auch hier bei RO war mal ein Artikel darüber. Ist ziemlich neu. Soll aber helfen und sogar die täglichen Calcium D3 Einnahmen ersetzen, Dekristol kostet glaube ich nur ca 20 EUR und hält 1 Jahr. Das kann man dann ja auf jeden Fall auch selbst bezahlen. Also: kämpfen! Grüße vom Alten Hasen
     
  17. shaline

    shaline Neues Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2007
    Beiträge:
    85
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    direkt am bodensee
    woow

    oje, was ich da so lese.....

    bei uns zahlt die kasse vieles mehr wie bei euch.
    ohne irgendwelche papiere und so....

    mein rheumadoc hatt bei, enbrel und mtx und humira wo ich hatte, selber nen antrag bei der krankenkasse gestellt, und es wurde genehmigt.

    ich wünsch euch allen, das es für euch leichter wird mit den medis bekommen.....

    liebe grüsse tablat