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Erfahrungen mit Beantragung einer Kur

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von SandraFFM, 20. April 2016.

  1. SandraFFM

    SandraFFM Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich bin noch ziemlich neu hier und hab deswegen mal wieder eine Frage.

    Ich würde gerne auf eine Kur gehen. Gestern hatte ich nach 3 Monaten einen Termin bei meinem Rheumatologen und als ich das
    Thema ansprach meinte er, er denkt mir würde zur Zeit keine Kur genehmigt werden, da ich ja "nur Schmerzen" und noch keine "wirklichen Einschränkungen"
    hätte.
    Kann das sein?
    Ich war dann wirklich frustriert, da meine Schwester damals mit ihrem Rheuma/Schuppenflechte jedes Jahr auf Kur war.
    Wie sind so eure Erfahrungen mit der Beantragung von Kuren?

    Danke schonmal für eure Antworten:)
     
  2. Rotkaeppchen

    Rotkaeppchen Aktives Mitglied

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    Ganz so einfach ist es nicht. Wenn man in einem Beschäftigungsverhältnis steht, ist der Rentenversicherungsträger und nicht die Krankenkasse zuständig.

    @Sandra
    Ich kann die Aussage deines Rheumatologen nachvollziehen. Wenn du keine Einschränkungen hast, sondern "nur" Schmerzen, mit welchen Erwartungen gehst du dann in eine Reha? Eine Reha dient immer der Wiederherstellung/Erhaltung deiner Arbeitskraft. Wenn du nicht über einen längeren Zeitraum bzw. immer mal wieder arbeitsunfähig bist, geht die Aussicht auf eine Bewilligung Richtung Null.
    Und nur weil deine Schwester irgendwann vor Jahren regelmäßig in "Kur" war, heißt das noch lange nicht, dass du die heutigen Vorausssetzungen für eine Bewilligung erfüllst. Ich weiß nicht, wie lange das zurück liegt, aber es gab mal Zeiten, da gab es regelmäßig Kuren bei bestimmten Erkrankungen, die Zeiten sind aber schon lange vorbei und es gibt keine Kuren mehr, sondern nur noch Leistungen zur Rehabilitation.
     
  3. Rotkaeppchen

    Rotkaeppchen Aktives Mitglied

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    Das hat mich auch irritiert, weil Kuren, wie man sie von früher kennt, gibt es ja schon einige Jahre nicht mehr. Leider wird das oft vergessen und die Kuren von damals mit den Rehas von heute gleichgesetzt.
    Bei den Krankenkasse geht es in den meisten Fällen auch um Rehabilition, es sei denn es handelt sich um eine reine Vorsorgekur, d.h. es liegt ein Gesundheitsrisiko vor, welches in absehbarer Zeit zu einer Erkrankung führen wird.
    Dazu kommt, dass bei den Krankenkasse immer ambulant vor stationär geht.
     
  4. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Was heißt denn 'nur Schmerzen'? :mad:
    Auch und gerade Schmerzen gehören behandelt. Da kann eine Reha durchaus hilfreich sein.
     
  5. Rotkaeppchen

    Rotkaeppchen Aktives Mitglied

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    Da hast du recht, aber dafür ist keine Reha notwendig, das geht auch ambulant bei einem Schmerztherapeuten. Dafür sind 3 Wochen Reha auch zu kurz.
     
  6. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Drei oder 4 Wochen mit Verlängerung sind zwar nicht so lang, können aber sehr gut dazu beitragen, um für zuhause weiterzuführende Änderungen einzuläuten und zum Beispiel auch einiges zu lernen, über die Erkrankung und so weiter. Das gibt es nicht so in der Form bei einem ambulanten niedergelassenen Schmerztherapeuten in der Intensivität. Vorallem wer noch nie zur Reha (Kur) war, für den kann das ein Startschuss zu Veränderungen, zur Krankheitsbewältigung und mehr sein und zum Weitermachen für zuhause Anregungen geben. Übrigens meine persönliche Erfahrung von damals nach meiner ersten Reha(Kur)
     
    #6 20. April 2016
    Zuletzt bearbeitet: 20. April 2016
  7. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Danke Lagune, genau so hätte ich jetzt auch geschrieben.
    Ja, das stimmt schon - man bekommt evtl. eine neue Sichtweise, lernt mit der Erkrankung umzugehen und lernt Therapien kennen, die man möglicherweise von zuhause nicht kennt.
    Viel bringt auch einfach mal der 'Tapetenwechsel'. also der Abstand von Zuhause und Arbeit.
     
  8. Rotkaeppchen

    Rotkaeppchen Aktives Mitglied

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    Ich, für mich, habe zu wenig Informationen über die Erkrankung (Art/Dauer usw.) der Threaderstellerin, um da wirklich den Rat geben zu können, ob eine Antragstellung, meiner Meinung nach, Sinn macht oder eben nicht.
    Mir persönlich geht einfach der Satz immer wieder durch den Kopf
    und habe da so meine ganz eigenen Gedanken dazu im Kopf und deshalb bin ich an dieser Stelle hier raus.
     
  9. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Das kann man durchaus nachlesen, wenn man die wenigen bisherigen erstellten Beiträge der Threaderstellerin nachliest. Es wäre wohl ihre erste Reha (Kur).

    Jedes Jahr wie bei ihrer Schwester, na das wird wohl eher nicht gehen, da gibt es ja Fristen und bevor die abgelaufen sind gibt es das nur im dringenden Notfall früher, aber wenn sie bisher noch keine hatte, dann würde ich es beantragen. Allerdings wäre es besser, wenn der behandelnde Arzt das unterstützen würde.
     
  10. Sinela

    Sinela Bekanntes Mitglied

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    Hallo!

    Wäre denn der Aufenthalt in einer Rheumaklinik eine Alternative zur Reha/Kur? Dort wird die Krankheit als solche behandelt, man bekommt aber auch Anwendungen.

    LG, Inge
     
  11. SandraFFM

    SandraFFM Registrierter Benutzer

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    Danke für die vielen Antworten

    Also erstmal danke.
    Vielleicht muss ich meine "Frustration" näher erklären. Als bei meiner Schwester das Rheuma "angefangen" hat, war sie 4 und ich 6 Jahre alt. Das heißt, das ist so gute 25 Jahre her. Ihre "Reise" mit dieser Krankheit war für die ganze Familie ziemlich anstrengend, natürlich vor allem für sie und meine Mutter, aber auch für den Rest der Familie. Ich habe meine Diagnose Ende Dezember bekommen und habe halt als "Vorlage", als Orientierung, sozusagen nur meine Schwester. Und bei ihr war es eben so, dass sie als Kind jedes Jahr, später dann so alle 2-3 Jahre in einer Klinik war. Als Inge jetzt den Begriff Rheumaklinik ins Spiel brachte, denke ich mir, das war auch sowas, wo meine Schwester eben war. Gibt es da einen Unterschied zwischen Kur/Reha und so einer Klinik?
    Ich dachte eigentlich, genau für solche Fragen wäre so ein Forum gut, aber naja, wenn jemand das anders sieht, auch ok.

    Ja, das wäre meine erste Kur/Reha/wasauchimmer. Und ich fände es wirklich gut, wenn ich dort, wie andere schon geschrieben haben, einfach ein bisschen was lernen würde. Über die ganze Krankheit, was ich machen kann etc. Ich fühle mich nämlich immer noch ziemlich verloren und weiß immer nicht so genau wohin mit all dem Zeug.

    Zum Beispiel habe ich jetzt Rehasport verschrieben bekommen und habe einfach keine blassen Schimmer, wo ich damit hingehen soll. Mein Arzt meinte, das könne ich mir aussuchen und da er nicht in der Stadt ist, in der ich wohne, konnte er mir leider keine Tipps geben.

    Und was macht so ein Schmerztherapeut? Und vor allem hilft das? Ich hatte ja im ersten Moment gedacht, dass Physiotherapie/Krankengymnastik vielleicht was wäre, aber da meinte mein Arzt auch, das hilft nur "wenn schon was kaputt ist".

    Wie gesagt, ich fühle mich allgemein einfach noch ein bisschen unwissend und habe mich eigentlich deswegen hier angemeldet :(
     
  12. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,
    Es ist sicher nicht einfach wenn man mitbekommt, dass Geschwister krank sind und oft in der Klinik sind. Das ist dann ein stationärer Aufenthalt in dem man überwacht ob und wie die Medikamente wirken und eingestellt werden müssen, das ist bei einem Kind nicht so ganz einfach, da die Wahrnehmung bei Kindern noch diffuser ist als bei Erwachsenen. Vor allem wenn die Kinder sehr früh erkranken, für sie ist Schmerz normal und sie sagen längst nicht so schnell Bescheid dass es weh tut wie jemand der später erkrankt.

    Also machbar wäre für dich auch
    1. Rheumaklinik zum Einstellen der Therapie
    2. Reha um Problemen bei der Arbeit zuvorzukommen und um den Umgang mit Rheuma zu üben. Ferner bekommt man da gute Info was man auch daheim machen kann.
    3. Rehasport hält dich beweglich, beugt Versteifungen vor und du bist in einer Gruppe mit anderen, oft nach OPs, Arthrosepatienten sind auch dabei.

    Du bist in FfM? Dann schau mal mit deiner Verordung hier: http://www.rehaverein-schwanheim.de/rehasport.html

    Ich selbst bin mit meinem 50x fast durch in Köln. Das läuft bei mir über einen Verein der Rehasport in einem Fitness CEnter anbietet. Ich kanns wirklich nur empfehlen.

    4. Geduld haben, Entspannungsübungen, regelmässige Auszeiten z.B. ein Tag ohne Stress und Termine

    Viel Erfolg,
    Kukana
     
  13. Ni.Ka

    Ni.Ka Mitglied

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    Ähm, ich bin auch nie krankgeschrieben wegen Rheuma, aber bei mir hat der Antrag sofort geklappt. Ich bin 42 Jahre zu dem Zeitpunkt gewesen, und soll noch ordentlich in die Rentenkasse einzahlen:D.
    Also, ich denke nicht, das das von häufigen Krankschreibungen oder so abhängt, also wie geschrieben, ich war in den letzten 2 Jahren nur 1x wegen Zahnop krankgeschrieben, sonst nicht.