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Epicondylitis humeri radialis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Stine, 28. Juli 2005.

  1. Stine

    Stine Stehauffraule

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    Guten Morgen zusammen,
    komme mal wieder vom Orthopäden, der seit Monaten meine Schmerzen im linken Ellenbogen behandelt. Ich konnte kaum noch etwas halten, alles fiel mir aus der Hand. Inzwischen wurde mit Ultraschall und Reizstrom behandelt - es ist etwas besser geworden aber noch lange nicht gut. Er meint, so was könne Monate dauern. Er hat mir jetzt eine Schiene verpaßt für die nächsten 3 Wochen (er geht in Urlaub), dann möchte er mit Spritzen anfangen. Diese Spritzen enthalten Cortison. Jetzt meine Frage: Ich nehme seit 1988 mehr oder weniger hoch Cortison. Wirken da diese Spritzen überhaupt noch? Hat jemand Erfahrung wie man noch behandeln könnte? Der Doc meinte, am Schluss stünde dann eventuell eine OP um die entzündete Knochenhaut zu entfernen. Ich möchte aber erst alles andere ausprobieren. Hat irgend jemand eine Idee?
    Ich wünsch Euch einen schönen Tag.
     
  2. mandony

    mandony Powerfrau

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    Hallo,

    würde dir auch empfehlen, erst einmal alle konservativen Massnahmen auszuschöpfen, denn eine OP dieser Art ist nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. (bin Physiotherapeutin und hab zeitweise sehr viele Pat. mit dieser Diagnose)

    Ob es unbedingt hilft weiss ich nicht, aber ausprobieren solltest du es:
    - Eisanwendungen (nicht länger als 10 Min)
    - KG bzw. Manuelle Therapie (muss der Arzt verordnen) mit Querfriktionen sowie Behandlung der oberen Thoraxapertur, 1. Rippe und die tibio-fibularen Verbindungen (die Therapeutin kennt das, wenn sie die Manuelle-Fortbildung absolviert hat)

    Ansonsten versuch wirklich weitestgehend die Belastungen an dem Arm einzustellen.
    Bist du krank geschrieben oder gehst du arbeiten?
    Probier diese Schiene ruhig aus, wenn sie dir hilft ist es im akuten Stadium ganz ratsam.

    Das Wichtigste: weg mit der Belastung!
     
  3. Lilly

    Lilly offline

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    hallo stine,

    mir helfen diese cortisoninjektionen ins gelenk immer sehr gut. am handgelenk hatte ich eine entzündung, schon über 3 monate. dick geschwollen und schmerzhaft (nahm auch orales cortison 15 mg) nach einer spritze war sie nach 2 tagen verschwunden. im knöchel erst nach der dritten, in der hws nach 4 injektionen. in die lws benötigte ich auch nur 2 von diesen superdingern :D .ein kleiner tipp: manche ärze verwenden dazu i.m. nadeln, die sind etwas dicker, darum etwas unangenehmer. mein rheumadoc verwendet dazu s.c. kanülen, die sind sehr dünn, und den einstich spürst du kaum. aber da musst dabei gaaaanz ruhig halten, nicht wegzucken, sonst können sie leicht abbrechen (fällt aber nicht schwer, da man wirklich kaum was spürt :) )
    phyikalische therapie hat mir bis jetzt im akutstadium der gelenke nie geholfen.
     
  4. Stine

    Stine Stehauffraule

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    Hallo mandony,

    danke für Deine fachlichen Ratschläge, Eisbehandlungen helfen immer nur kurzfristig. Ich bin aber gerade wegen meiner Osteoporose in der KG. Die werde ich dort mal ansprechen. So grossen Belastungen bin ich eigentlich nicht ausgesetzt - es ist ja auch der linke Ellbogen - ich weiss nicht woher das kommen kann. Ich bin nicht krankgeschrieben, da ich wegen meiner Grunderkrankung seit 1997 berentet bin. Kann dieser Tennisarm ganz ausheilen oder werde ich immer wieder damit zu tun haben. Wie sind Deine Erfahrungen?
    Cortisonspritzen ja oder eher nicht? Was meinst Du?

    Danke.
     
  5. pesub

    pesub Mitglied

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    Hallo Stine,

    da hast Du ja genau mein Thema :p Nach 2 Jahren epicondylitis werde ich jetzt am 22.09. operiert. Ich habe alles ausprobiert: Schiene, Cortison-Injektionen (die werden übrigens an den Sehnenansatz gespritzt nicht ins Gelenk!), Stoßwellentherapie, Krankengymnastik. Bei mir hat leider nichts von alledem geholfen - was ja bei Dir nicht auch so sein muß - so dass ich mich jetzt für die OP entschieden habe. Bei mir ist es aber auch dummerweise der rechte Arm, der ja sowieso beim Schreiben und Tippen am Computer (= tägl. Arbeit) immer wieder belastet wird.
    Mein Doc hat allerdings die Cortisonspritzen gemacht während der Arm ruhiggestellt (also Schiene dran) war. Das hat von allem auch am meisten für immerhin 4 Wochen eine Besserung gebracht.

    Ich würde Dir schon raten vor einer OP erst alle anderen Möglichkeiten zu probieren. Wenn die Sache länger als 6 Monate dauern sollte, dann hilft allerdings wohl sonst nichts mehr.

    Gute Besserung!!!
    PETRA
     
  6. Stine

    Stine Stehauffraule

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    Liebe pesub,

    hat man nach der OP die Gewissheit, dass dies nie wieder (an diesem Gelenk)
    auftritt? Bitte melde Dich auf jeden Fall bei mir, wenn die OP gelaufen ist. Ich drück Dir die Daumen. Bis dahin werde ich mal alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen. Danke für Deine Antwort.
     
  7. mandony

    mandony Powerfrau

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    Hallo Stine,

    Da wír alle Individuen sind, kann ich dir natürlich nicht sagen, wass hilft.
    Du müsstest es also ausprobieren.
    Ganz egal welche Behandlung Erfolg bringt, ob konservativ oder OP, eine Garantie hast du nie.
    Es kann rein theoretisch auch erneut auftreten.

    Bei meiner Mutter war nach allen konservativen Behandlungen OP die letzte Instanz, und das mit super Erfolg. Nie mehr Beschwerden, und das ist schon etliche Jahre her.
    (ich kenne aber auch eine Pat. die trotz OP immer noch Beschwerden hat und seit über einem Jahr deshalb krank geschrieben ist)

    Probier auf jeden Fall ach die Cortisoninjektion aus, ggf. auch im Gipsverband, so wie Pesub auch geschrieben hat.

    Was hat deine Therapeutin dazu gesagt? Hast sie drauf angesprochen?

    Ich drück Dir die Daumen, dass du um ne OP herumkommst.

    Gute Nacht und bis morgen.
     
  8. Stine

    Stine Stehauffraule

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    Guten Morgen Mandony,

    habe erst am nächsten Mittwoch wieder KG. Werde dort mal anfragen.
    Danke an alle für die Antworten. Werde wieder berichten wie es weiter gegangen ist.
    Ein schönes Wochenende an alle.
     
  9. pesub

    pesub Mitglied

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    Hallo Stine,

    also eine Gewissheit, dass das nie wiederkommt hat man nicht. Der Doc meinte in meinem Fall würde die OP zu 90% zu Beschwerdefreiheit führen.
    Da es kein soooo.. großer Eingriff ist (kleiner Hautschnitt, lokale Betäubung und ambulante OP), will ich´s auf jeden Fall versuchen.
    Ich hoffe, wenn meine OP gelaufen ist, ist Dein Arm schon wieder heil :p
    Ich werde Dir meine Erfahrungen dann berichten.

    Viele Grüße und schönes Wochenende!!
    PETRA
     
  10. Ijoma

    Ijoma Guest

    Hallo Stine,
    bei mir hat gegen die Entzündung eine Spritze mit radioaktiven Stoffen (Radiosynviorthese) recht gut geholfen.
    Herzliche Grüße, Ijoma
     
  11. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Stine,

    eine Garantie, das die OP wirklich klappt und Du später keine Schmerzen mehr hast, kann und wird Dir keiner geben können (leider). Ist halt wie bei vielen anderen Sachen auch - auch was der Erfolg der Spritzen angeht.
    Du solltest aber darauf achten, dass sollte er auch in das Gelenk spritzen, dass Du nicht mehr als 3 max. 4 Spritzen innerhalb einer Jahres erhälts, ansonsten steigt die Gefahr einer Arthose und/oder Osteoporose in dem Bereich dramatisch an.
    Mir haben diese Spritzen - bei der gezielt der Sehnenansatz behandelt wurde - für eine gewisse Zeit geholfen, dann kamen die Schmerzen wieder. Irgendwann halfen die Spritzen nicht mehr und auch eine Behandlung mit Röntgenstrahlen (wird aber wohl heute nicht mehr gemacht) hatte keinen Erfolg, so dass im Jahr 1990 der li. Ellenbogen operiert werden musste. Der OP-Erfolg hat auch bis vor etwa 2 Jahren angehalten. Seit dem meint mein MB sich auch wieder in diesem Bereich austoben zu wollen (und auf der anderen Seite gleich mit).
     
  12. flower

    flower Die Ungeduldige

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    Hallo trombone!

    Wie genau wurde bei dir der Sehnenansatz behandelt? Was für Spritzen hast du genau bekommen?
    Würde mich sehr interessieren, da bei mir im MOment auch ein Sehnenansatz das Hauptproblem ist....

    Viele liebe Grüße,

    flower :)
     
  13. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo flower,

    da das ganze ja schon so 15 - 20 Jahre her ist, weiß ich eigentlich garnicht was damals gespritzt wurde (heute bin ich da doch etwas schlauer und frage vorher was das für ein Mittel ist).
    Was den "Punkt" angeht, so wurde bevor die Spritze gesetzt wurde, genau der Hauptschmerzpunkt gesucht (war immer super klasse ..... heul).
    Wenn ich heute Corti-Spritzen von meinem Rheuma-Doc erhalte, so ist das ein Kombimittel aus kristalinem Cortison und einem "integriertem" lokal Anästhetika (hab den Namen vergessen - muss entweder am Alter oder aber am MTX liegen -:p ).

    Tut mir leid, da war ich wohl nicht die große Hilfe (ich erkundige mich aber noch mal, was das Cortimittel angeht).

    Mal schaun, was mich gleich beim Arzt erwartet (habe mich am Sonntag so richtig auf die Schn..... gelegt - muss jetzt zum Röntgen um ausschließen ob mein maroder Oberschenkel nichts mitbekommen hat, außerdem machen beide Handgelenke mucken, so dass ich doch deutlich langsamer schreiben kann als sonst üblich - man wird halt alt).