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Entzündungswerte steigen wieder trotz MTX und Nebenwirkungen werden mehr .. wieso??

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Lunatica1, 9. Juni 2006.

  1. Lunatica1

    Lunatica1 Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    vorweg erstmal ich weiß dass ich mit meiner Frage bei meiner Rheumaärztin natürlich richtig bin und habe nächste Woche Donnerstag auch einen Termin, aber die Erfahrungen persönlich Betroffener sind doch immer wieder hilfreich und viel wert finde ich und deshalb hoffe ich mal auf eure Erfahrungen.

    Bei mir wurde Anfang diesen Jahres Oligoarthritis diagnostiziert ( betroffen sind Schultern, Ellenbogen und Handgelenke ) und seit Anfang Februar bekomme ich 15 mg MTX in Tablettenform und 10 mg Folsäure.

    Ich habe die Tabletten anfangs sehr gut vertragen und sie haben auch schnell Wirkung gezeigt. Bereits Ende März ging es mir deutlich besser und ich konnte Voltaren dass ich wegen der Schmerzen noch immer nehme von 150 mg täglich auf 50 mg pro tag reduzieren - auch die Entzündungswerte also CRP und BKS waren stark rückläufig..

    Die Blutsenkung war schon bis auf 35/60 gesunken und der CRP war nur noch 3,5 mal so hoch wie normal.

    Bei den letzten beiden Blutuntersuchungen sind die Werte aber wieder höher.. der CRP war beim vorletzten mal wieder viermal so hoch wie normal gestern dann sogar fast 5 mal so hoch.. ok das ist längst nicht so hoch wie er war bevor ich die medikamente nahm aber die tendenz gefällt mir gar nicht und auch die blutsenkugn ist wieder bei 50/90 also auch wieder gestiegen..

    Außerdem bin ich seit Mitte April nur noch kaputt und müde.. Eisenwerte sind ok, aber ich kriege nichts auf die Reihe. Meine Kranktage häufen sich.. habe bereits 32 Tage dieses Jahr gefehlt ( wobei 23 tage davon zusammenhängend während des Schubs waren ) und sehe da kein Ende... Mal bin ich total fertig habe kopfschmerzen und usw.. dann wieder ist mir extrem schwindlig... habe in der Rheumapraxis schon angerufen und mir wurde gesagt dass alles Nebenwirkungen von MTX sind die durch die zusätzliche Einnahme von Diclofenac noch verstärkt werden. Ich schaffe es aber nicht die 50 mg auch noch abzusetzen.. lasse ich die weg bekomme ich sofort wieder erhöhte Temperatur ( knapp 38 ) und die Schmerzen werden schlimmer.

    Ich frage mich wie andere den Tag so überstehen. ich bekomme wegen einer anderen Erkrankung schon eine halbe Erwerbsminderungsrente und muss nur 4 std. arbeiten aber selbst die sind mir ja oft schon zuviel. ich überlege jetzt ob ich vorübergehen noch bißchen weniger arbeiten sollte. .vielleicht nur eine 4 Tage woche.. mir bedeutet meine Arbeit sehr sehr viel und ich habe hart dafür gekämpft wenigstens noch halb arbeiten gehen zu können - deshalb ist es besonders schlimm zu merken wie mich selbst die paar stunden jetzt schon fertig machen und ich danach nur noch nach hause kriechen und ins bett fallen kann..

    die folsäure habe ich von 10 mg pro woche auf 15 mg erhöht - das war ein tipp von der praxis als ich dort anrief und das schilderte.. hatte gefragt ob ich mit vitaminen oder so irgendwas erreichen könnte aber man meinte dort eher nicht..

    kennt ihr sowas auch? oder bin ich allein so absolut fertig von den kleinsten kleinigkeiten? und das obwohl ich nicht mal eine CRP sondern " nur " die Oligoarthritis habe..

    Mich hält momentan nur der Gedanke aufrecht dass ich ja in der Früherkennung war und vermutlich die Basistherapie nach einem Jahr ausschleichen lassen kann ( vorausgesettzt natürlich die WErte sind bis dahin ok und die Schmerzen weg.. )

    liebe grüße

    Barbara
     
  2. Sita

    Sita Mitglied

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    MTX als Ursache von steigenden Entzündungswerten

    Hallo Barbara,
    habe grad dein posting gelesen und mir ist der Zusammenhang zwischen MTX-Nebenwirkung und steigenden Entzündungswerten nicht klar. Müde und abgeschlagen auf MTX mag ja sein, aber von einer Entzündungswert-steigernden Nebenwirkung habe ich ja wirklich noch nichts gehört.
    Wurde dir schon mal Cortison vorgeschlagen?
    Kann auch sein, dass MTX eben nicht mehr so gut wirkt, dann ist ein Wechsel des Medikamentes oder evtl. auch ein zweites Basismedikament dazu erforderlich.
    Wenn du in dieser Praxis nicht weiterkommst, lass dich doch mal in eine Rheumaklinik einweisen, vielleicht kann mit weiteren Untersuchungen noch etwas abgeklärt werden.
    Auf jeden Fall gib nicht auf, es kommen immer wieder bessere Zeiten - unklar ist nur, wie lange das dauert.
    Gute Besserung,
    Sita
     
  3. Lilly

    Lilly offline

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    hallo barbara,

    mir ging es genauso wie dir. das mtx 20 mg plus 10 mg cortison haben bei mir nicht die gewünsche wirkung erbracht. nach 3 jahren wurde ich dann zusätzlich auf ein anderes basismedi eingestellt (humira). erst nach weiteren 8 monaten waren meine entzündungswerte ok, konnte corti absetzen und mtx auf 15 g reduzieren, humira spritze ich mir alle 2 wochen.

    diese schreckliche erschöpftheit hat mir auch sehr zu schaffen gemacht.
    sie ist jetzt etwas besser geworden, ganz weg aber leider nicht.

    sprich doch mit deinem doc über eine zusätzliche basismedikation.

    alles gute wünsche ich dir
     
  4. Lunatica1

    Lunatica1 Neues Mitglied

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    Hallo ihr zwei,

    vielen dank für eure schnellen Antworten.

    nein cortison habe ich nicht bekommen und meine Rheumaärztin wird auch alles tun um das zu vermeiden und das mit gutem Grund. ich leide nämlich an lymphödemen und bin außerdem auch eßsüchtig -- die kombination dieser beiden Krankheiten macht mich zu einem extrem übergewichtigen menschen.

    Deshalb bin ich auch total baff dass mich die Abgeschlagenheit die das MTX auslöst viel mehr einschränkt als mein wirklich superextremes Übergewicht- ich denke da als Beispiel ans Treppen steigen.. ich wohne im 4. OG Altbau und benötige seit ich so kaputt bin auch die Treppen abwärts " ewig" -- das ich nach oben gewichtsbedingt und auch durch die ödemerkrankung länger brauche ist klar aber auch das ist jetzt schlimmer.

    lymphödeme sind eine chronisch fortschreitende erkrankung und ich habe sie im elefantiastischen stadium und auf diese erkrankung 100% schwerbehinderung mit Merkzeichen aG - auch bin ich deswegen halb berentet auf Zeit. Cortison würde die lympödeme aber drastisch verschlechtern und ist deshalb zu vermeiden.

    Nicht dass die anderen medis optimal wären für die krankheit aber nicht so schlimm wie cortison.

    Ich bin gespannt ob ich evtl. ein zusätzliches Medikament einnehmen muss und bin froh dass ich zeit haben werde mich während einer Rehamaßnahme daran zu gewöhnen, denn am 28. juni fahre ich in eine lymphklinik in die ich jedes jahr zur Reha muss und vorraussichtlich 5 Wochen bleiben werde. ich bin dort auch zwischendurch mal privat für 2 wochen, weil es einfach immer total gut tut und das auch dem rheuma - das habe ich im März gemerkt als ich dort war.
    Man hat mir erklärt dass sich lymphdrainage die ich dort ja täglich intensiv bekomme auch positiv auf das rheuma auswirken kann.

    außerdem bin ich dort täglich im wasser und auch das tut gut. bin eigentlich auch hier 3-4 mal pro woche zum aquajoggen gegangen aber selbst das packe ich nicht mehr seit ich immer so kaputt bin.. und das ist ein blöder kreislauf - denn ich weiß wie gut es mir tut und ich liebe es im wasser zu sein... aber da ich zu kaputt bin hinzugehen wird auch nix besser seufz...

    also hoffe ich jetzt mal auf die aussagen meiner ärztin - ich glaube nämlich ich habe das glück in einer echt guten Praxis zu sein ( Rheumatologikum Hannover - falls das jemand kennt ) und dann auf die Reha.. und wenn es danach immer noch nicht besser wird dann muss ich vielleicht wirklich versuchen ob ich mit noch bißchen weniger arbeit besser klar komme... hauptsache ich kann überhaupt weiter arbeiten und ich möchte da endlich mal anwesend sein ohne mich andauernd krank melden zu müssen :-((

    liebe grüße und ich freu mich natürlich wenn noch andere über ihre erfahrungen berichten mögen..

    Barbara
     
  5. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo Barbara,
    dass Du schon so eine andere schwere Grunderkrankung hast, ist natürlich ein großes Problem für Dich und die Medikamentenauswahl. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, solange die Entzündungswerte hoch waren, war ich konstant müde und abgeschlagen. Bin ständig in Sekundenschlaf gefallen. Autofahren ist eigentlich nicht anzuraten! Die Reaktionsfähigkeit ist stark vermindert. Bin trotzdem gefahren und habe gemerkt, dass ich wohl überfordert bin, als es mit dem Hupen und Bremsen sehr lange gedauert hat, bzw. die Hupe gar keinen Ton abgab, da ich nicht fest genug drücken konnte.
    Zur Müdigkeit: ich nehme seit 5 Jahren MTX und einiges mehr, aber von MTX bin ich höchstens 2 Tage müde, 7 Tage müde ist man durch die Entzündung. Du steckst sicher in einem Schub, das ist leider zu Beginn der Behandlung so. Vertraue erstmal Deiner Ärztin, es gibt noch andere Mittel. Beste Grüße von Susanne
     
  6. Lunatica1

    Lunatica1 Neues Mitglied

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    Hallo Susanne,

    hm dann ist es vielleicht ein aufflackern des Schubs den ich hatte.. denn einen heftigen Schub hatte ich von November bis März .. da war tägliches Fieber und heftigste Schmerzen an der Tagesordnung und mein CRP war zu der Zeit auch 12 fach erhöht teils sogar noch etwas mehr und die BKS war auch noch höher..

    was die müdigkeit durch MTX angeht.. in den ersten wochen habe ich gar nichts davon gemerkt.. habe es immer Donnerstags genommen.. aber als ich dann 3 Freitage in Folge krank war weils mir immer so mies ging am nächsten tag habe ich den einnahmetag auf Freitag verlegt und das wochenende verpenne ich jetzt immer fast komplett ..

    ich hoffe man wird in der reha verständnis dafür haben denn da werde ich auch am wochenende bandagiert und möchte darum bitten mich als letzte auf die liste zu setzen .. denn bandagiert schlafen geht nicht wirklich und nach dem MTX ist Schlaf - für mich jedenfalls - extrem wichtig damits mir nicht so mies geht..

    Und ja es stimmt sicher dass die entzündungswerte die müdigkeit ausmachen... ich bin froh dass ich problemlos schnell einen termin bekommen habe als ich diese woche angerufen habe und darum bat.. und dann sehe ich ja was meiner ärztin so einfällt..

    liebe grüße

    barbara