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Entzündung in der BWS?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Lucia2801, 4. März 2008.

  1. Lucia2801

    Lucia2801 Lucia2801

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    Hallöchen!

    Ich hätte mal eine Frage an Euch.Und zwar geht es darum,dass ich seit längerer Zeit Schmerzen in der BWS habe.Bin vor gut 15 Monaten die Treppe runter gestürzt und hatte mir zwei Brustwirbel gebrochen.Das liegt wahrscheinlich auch an meiner Osteoporose.

    Die Brüche sind laut MRT Aufnahmen gut ausgeheilt,aber die Schmerzen sind nach wie vor sehr schlimm.Habe mir den Rücken schon total durch das ständige liegen auf der Wärmeflasche verbrannt.

    Gestern war ich bei meinem Rheumatologen,und er meinte,dass es auch eine chronische Entzündung in dem Bereich sein könnte.

    Ansonsten wollte ich mich im Sommer am Rücken operieren lassen,obwohl einige meiner behandelnden Ärzte meinen,dass es nichts bringen würde.Die Wirbelsäule soll unter Vollnarkose mit Zement aufgefüllt werden.Die Wirbelsäulenspezialisten in Sendenhorst meinten,dass 90% der Patienten nach der OP schmerzfrei wären.Nun quält mich aber der Gedanke,dass es doch etwas Entzündliches sein könnte.

    Der HLAB 27 Wert in meinem Blut ist negativ.Außerdem ist bei mir sowieso keine Entzündung im Blut nachweisbar.Ich leide unter dieser seronegativen chronischen Polyarthritis.

    Könnte es trotzdem eine Entzündung sein?Wenn es so wäre,könnte ich mir die OP ersparen.Aber was wird dann?Kortison darf ich wegen der Osteoporose nicht mehr schlucken.Ich bin total verzweifelt,weil der Rücken immer schmerzt.

    Hat noch jemand von Euch Probleme mit der BWS?Was macht Ihr dagegen?Ich hoffe nicht,dass es Morbus Bechterew ist,aber dafür müßten doch eigentlich Anzeichen im Blut sein,oder?

    Ich hoffe,Ihr könnt mir weiter helfen.

    Liebe Grüsse

    Petra
     
  2. Specki

    Specki Neues Mitglied

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    Hallo Petra,

    ich kann dir nur zum Thema Bechterew und HLAB27 sagen, dass ein Bechterew auch möglich ist bei negativem Wert.

    Dennoch hört sich das bei dir nicht danach an, denn ein Treppensturz kann das wohl kaum in Gang bringen.

    Alles Gute
    Specki
     
  3. Mummi

    Mummi Neues Mitglied

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    Hallo Lucia,

    ich hatte auch mal eine Entzündung in der BWS, es waren damals zwei Wirbelkörper betroffen und es war eine ziemlich langwierige Angelegenheit,
    mindestens zwei Jahre hats gedauert bis es weg war. Mein damaliger Arzt meinte es sei chronisch. Es wurde nicht behandelt und ist dann irgendwann doch noch ausgeheilt. Kann man die Entzündung nicht durch ein bildgebendes Verfahren ausschließen oder feststellen? Dann könnte man sich auch das mit der Op besser überlegen? Auch da würde ich mich nochmal schlau machen. Ich hab durch zwei Betroffene nämlich auch schon von negativen Aspekten nach einer solchen Operation gehört.

    Drück dir die Daumen und wünsch dir gute Besserung
    Mummi
     
  4. Elke

    Elke wünscht allen

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    Hallo Lucia,

    also ich habe auch des öfteren BWS entzündungen, allerdings bin ich auch HLA B 27 positiv und habe auch PSA (verdacht auf MB) auch osteoporose und trotz allem zeigen sich die entzündungen auch bei mir nicht immer im blut, häufig sind sie "nur" lokal im Gelenk.

    allerdings kann man lokale entzündungen mit bildgebenen verfahren feststellen, ich weiß das sie im szindi zu sehen sind, ich meine aber auch auf röntgenbildern, denn gerade vor kurzem sagte mir mein rheumatiologe das er auf den, ganz frischen, röntgenbildern bei mir deutliche entzündungen sieht (er zeigte mir dann ganua wo überall), allerdings sieht man sie auch im CT und MRT, heißt ich glaube im MRT noch besser (bitte verbessert mich wenn es nicht stimmt) zumindest möchten bei mir ärzte immer gerne ein schädel MRT haben wegen den entzüdnungszeichen die eine MS macht, aber MRT darf ich nicht mehr machen lassen wegen meines defibrilators und schrittmachers.

    und so wie specki schon schrieb, für einen MB muss man keinen HLA B27 unbedingt nachweisen können.
    Doch denke ich auch das durch deinen sturz mit bruch der beiden wirbelgelenke viel in unruhe geraten ist, die ws muss ja jeden tag viel aushalten und es laufen auch sehr viele nerven an ihr entlang, um nicht zu sagen : es laufen alle nerven an ihr entlang und nerven brauchen viellll länger um zu heilen als knochen!!!!

    Lucia, versuche nochmal mit deinen ärzten zu reden in richtung bildgebender verfahren um einer entzündung auf die spur zu kommen, aber selbst wenn diese jetzt nicht unmittelbar nachweisbar ist, laß dir die op gut durch den kopf gehen, das ist ein sehr großer nicht rückgängig machbarer eingriff!!!
    ich kann dich verstehen, du möchtest mal wieder einigermasen schmerzfrei sein und vielleicht auch mal länger zeit am tag am leben teil nehmen, oh ja so geht es mir auch derzeit, ich liege auch mehr als das ich auf bin, kann dich also sehr gut verstehen.

    dennoch überlege dir alles ganz genau und schließe alles andere vor einer op aus, nicht das du da alles machst und aushälst und es bringt dich keinen schritt weiter!!!

    ich denke an dich und drücke dir die daumen, gib bitte bescheid ob sie was finden konnten und vor allem hoffe ich das sie dir helfen können

    lieben gruß
    elke
     
  5. Marimo

    Marimo in memoriam † 28.8.2008

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    Hallo Lucia,
    ich habe cP, das erst einmal vorweg. 1992 wurde ich an der Bandscheibe im Bereich L4-L5 operiert. Nach genau 4 Wochen hatte ich die gleichen Symptome wieder, wie ein BS-Vorfall. Also wieder zur Klinik, Kontrolle, nein kann nicht sein. Nach 8 Monaten wurde wieder operiert, es stellte sich heraus, dass sich eine Narbenplatte an der operierten Stelle gebildet hatte. Also wurde diese entfernt und ich hoffe, dass jetzt alles in Ordnung wäre. Nichts wars, nach 6 Wochen bin ich wieder in die Klinik, gleiche Schmerzen wie vorher, ich dachte, ich dreh ab. Bei einer Kontrastmitteluntersuchung stellte sich dann heraus, dass sich eine Liquorzyste gebildet hatte. Bei der folgenden Operation (die 3.) stellte sich heraus, dass der Durasack angeritzt wurde. Dadurch hatte sich die Zyste gebildet, nun, die wurde entfernt alles wieder zu gemacht und jetzt bin ich gesund, wurde mir jedenfalls gesagt. Aber das war natürlich nichts. Ich habe mich dann (mittlerweile war Mai 1993) mit wahnsinns Schmerzen bis 1995 gequält. Dann wurde eine Versteifung der Wirbelsäule vorgenommen. Versteift wurde von L3 - S1. Danach trug ich 4 Monate ein Plastikkorsett, das am Dekolthe begann und auf den Hüften endete. Ich durfte nicht sitzen, also nur gehen, stehen oder liegen. Nach dieser endlosen Zeit hoffte ich nun, endlich ohne Schmerzen zu sein. War nichts, die Schmerzen waren sofort nach Abnahme der Korsetts wieder da. Ich habe mich dann mit den Schmerzen im Rücken, in den Beinen, in den Schultern und nachher auch in den Händen gequält bis 2002. Dann stellte endlich ein fähiger Rheumatologe fest, dass ich cP habe. Und nicht erst seit gestern, nein schon lange Jahre. Es hat vorher nicht ein Arzt mal darüber nachgedacht, ob ich vielleicht Rheuma haben könnte, keiner hat im Blut danach gesucht. Jeder hat mir nur Schmerztabletten gegeben, die sollten es bringen. Mittlerweile habe ich fast alle Basismedis durch, und immer wenn sie anschlagen, dann habe ich keine Schmerzen, noch nicht einmal Rückenschmerzen.
    Mit dem ganzen Schreiben wollte ich nur sagen, laß Dich auf keinen Fall operieren, es wird auf keinen Fall besser. Die Ärzte versprechen Dir das Blaue vom Himmel, nur weil sie operieren wollen, gerade wenn es eine neue Methode ist. Und hinterher, wenn die Schmerzen noch da sind, heißt es dann, das haben wir Ihnen ja gleich gesagt, dass es auch schiefgehen kann. Wenn ich es heute noch einmal machen könnte, ich würde mich auf keinen Fall mehr operieren lassen. Ich bin wirklich ein gebranntes Kind. Ich würde mir mit konservativer Therapie versuchen zu helfen, aber OP - nein danke!!

    .
     
  6. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Lucia,

    es besteht die Vermutung, dass Bechterew auch durch einschneidene Verletzungen ausgelöst werden kann (es gab dazu mal eine Umfrage beim DVMB (Selbsthilfegruppe)). Man kann MB ohne HLA-B27 und ohne jegliche Entzündungsparameter haben. Aufschluss kannst Du nur durch ein MRT bekommen (am besten mit Kontrastmittel), denn dort sind akute Entzündungen bestmöglich darstellbar. Als schnelle Hilfe wäre Manuelle Therapie bei einem fähigen Physiotherapeut geeignet.

    Viele Grüße
    Jürgen