Hallo,
ehrlich gesagt, kann ich Deinen Beitrag nicht ganz verstehen.
eigentlich einen guten Rückgang meiner Beschwerden beobachten können
Joggen geht nur mit "Zähne-zusammen-beißen
Nachdem, was Du schreibst, scheint bei Dir das MTX eine sehr gute Wirkung zu haben, vor allem, da Du joggen kannst.
Daher gehe ich mal davon aus, daß Du Dich zu mindest in einer partiellen Remission befindest.
Die "neuen Therapien" sollen eingesetzt werden, wenn
Zitat aus dem TIZ:
Grundvoraussetzung ist die gesicherte Diagnose einer rheumatoiden Arthritis, einer juvenilen chronischen Arthritis oder einer Psoriasisarthritis.Außerdem muß die Arthritis aktiv sein. Vor dem Einsatz von TNF-alpha-Blockern wie Enbrel oder Remicade muß zuvor eine Therapie mit konventionellen langwirksamen Antirheumatika versucht worden sein. Die medizinische Notwendigkeit und damit der Anspruch auf diese Therapie für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung ist gegeben, wenn diese traditionellen langwirksamen Antirheumatika nicht oder nicht ausreichend gewirkt haben. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie gehen dahin, dass solche Präparate über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten eingesetzt wurden und dass vor Einsatz von TNF-alpha-Blockern mindestens zwei traditionelle langwirksame Antirheumatika verordnet wurden, darunter Methotrexat in einer ausreichend hohen Dosierung über einen ausreichend langen Zeitraum
Bei MB sin die Zulassungsvoraussetzungen noch etwas anders.
Ein weiterer Punkt ist, daß diese Mittel sehr teuer sind und teilweise in das ärztliche Budget fallen, je nachdem, welcher kassenärztlichen vereinigung der Arzt unterstellt ist.
Bei vielen Patienten, die zwar die Bedingungen erfüllen, scheuen sich die Ärzte trotzdem, diese Mittel zu verschreiben, einfach aus kostengründen. Die Ärzte müssen also abwägen, welche Patienten wirklich "in den Genuß" dieser Mittel kommen sollten.
Es gibt also auch Fälle, die überhaupt keine Linderung durch die "normalen" Medikamente bekommen, aber trotzdem keine andere Möglichkeit haben.
Nun solltest Du Dir selber die Frage beantworten, ob Du zu denen gehörst, die wirklich eine hohe Krankheitsaktivität haben, oder eine Dosierungsänderung viellicht bei Dir schon zu einem guten Ergebnis führen kann.
Mach doch mal den Aktivitätstest auf dieser Homepage, da kannst Du schon mal erkennen, in welchem Bereich Du liegst. Sollte Deine Erkrankung nicht im "roten Bereich" liegen, wirst Du wohl kaum einen Arzt finden, der Dir dieses Mittel verschreibt!
Wenn Deine Aktivität wirklich sehr hoch ist, würde ich schnellstmöglich mit einem intern. Rheumatologen sprechen, was für Dich der beste Weg ist.
Denk aber bitte daran, diese Mittel habe auch Nebenwirkungen, die nicht zu verachten sind. Stehen die wirklich im Verhältnis zu Deiner Krankheitsaktivität und zu Deinem Wunsch, wie früher joggen zu können.
Ich denke, daß nicht viele von uns ohne Probleme joggen könnte, ich z.B. bin froh, halbwegs meinen Alltag meistern zu können. Von Remission kann dazu auch keine Rede sein!
Liebe Grüße
Muckel
P.S.: Nimm bitte das o.g. nicht persönlich, ich denke nur, daß man genau abwägen muß, was das richtige ist! keiner kann Dir garantieren, daß Du mit den neueren Medis besser klarkommst, vielleicht sogar weniger. Du setzt also was halbwegs wirksames gegen was Unbekanntes ein. Und ob MTX nach dem Absetzen wie vorher wirkt, kann Dir auch keiner garantieren!