Es gibt durchaus Unterschiede in der Gabe von Eisen.
Bei Infusionen / Injektionen ist Folgendes zu beachten:
Bei zu schneller Injektion kann es zu Blutdrucksteigerungen kommen und auch Brustschmerzen, wie bei einer Angina pectoris. Schwindel, Übelkeit...
Am häufigsten ist ein Wärmegefühl und eine Gesichtsrötung (Flush)
Aber das ist nicht der Grund, warum eine Tablettengabe bevorzugt wird.
Der Grund ist:
Bei Eisentabletten nimmt der Körper das auf, was er braucht. Die Aufnahme geschieht langsam und über Monate. Der Körper kann also das Eisen verwerten, einbauen.
Bei einer Injektion / Infusion kann der Körper die Aufnahme nicht regeln. er muss es einfach annehmen, weil es ja direkt in die Blutbahn geht.
Das bedeutet, es sind sehr leicht Überdosierungen möglich.
Ein Zuviel an Eisen wird in der Leber abgelagert und macht einen erheblichen Leberschaden.
Deshalb bekommen Patienten, die häufige Bluttransfusionen bekommen auch ein Gegenmittel gegen das Eisen, das aus dem abgebauten Blut frei wird. Sonst käme es zu einer Leberscirrhose.
Bei regelmäßigen Injektionen 1-2 mal in der Woche sollte also immer die Leber geprüft werden und natürlich auch die Eisenwerte ( Eisen, Ferritin und Transferrin), um nicht in eine Überdosis zu geraten.
Zu Eisentabletten wäre noch zu bemerken, dass sie tunlichst getrennt von allen anderen Medikamenten eingenommen werden sollten, so ca 30 Minuten Abstand wäre sinnvoll. Eisen hat die Eigenschaft, andere Medikemente zu umarmen, also zu binden und mit diesen unwirksame Komplexe einzugehen. Das heisst, die anderen Medikamente verlieren bei gleichzeitiger Einnahme eventuell an Wirksamkeit.