Einnahme Opioide

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von Oliver70, 14. September 2018.

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  1. Oliver70

    Oliver70 Mitglied

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    Hi zusammen,

    Ich habe mal eine Frage zum Einnehmen Opioide allgemein.Ist das eigentlich ein grosser Unterschied ob man die Retard Medikamente alle 12h zweimal am Tag oder dreimal also alle 8 Stunden einnimmt?Ich bin mir nicht sicher ob ich eher profitieren würde 30mg Oxycodon 1-1-1 zu nehmen.Wie nehmt ihr falls ihr Opioide nehmt die ein.Würde lieber Pflaster nehmen wegen der gleichmäßigen Abgabe des Wirkstoffs.

    Liebe Grüße
    Oliver
     
  2. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ich kenne das nur vom Tilidin, das wird alle 12 Stunden eingenommen. Das baut einen Spiegel auf, der dann möglichst gleichmäßig gehalten werden sollte.

    Retard heißt, dass das Medikament gleichmäßig über eine gewisse Zeit abgegeben wird.
    Was hat denn deine Arzt vorgegeben, der muss doch was dazu gesagt haben?
     
  3. Stine

    Stine Moderatorin

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    Ich nehme mein Hydromorphon retard alle 8 Stunden komme so einigermaßen damit zurecht, abends vor dem Schlafengehen nehme ich noch 5-10Tropfen Amitriptylin. Dies wird alle drei Monate mit meiner Schmerztherapeutin besprochen. Bei Bedarf kann ich jederzeit mit ihr sprechen. .
     
  4. Oliver70

    Oliver70 Mitglied

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    Da bi ich momentan etwas verunsichert.Die Schmerztherapeutin sagt 20mg vormittags und 10mg abends also 12h. Problem ist das ich keine Besserung verspüre also Schmerzskala 8 auch mit Ergänzung Indomed und Novalgin.Rheumadoc und Hausarzt sagen 30mg morgens und 30mg abends. Das hatt echt was gebracht zumal ich keine weiteren NSAR bis auf Basistherapie Enbrel brauche. Bin bei Schmerzskala 2-4. Jetzt hatte ich gedacht das vielleicht bei dreimal am Tag ich weniger Oxyi brauche. Hatte allerdings letzte Woche einen kleinen Schub da hatte mir der Hausarzt Oxy 5mg akut verschrieben.Das hatte mir besser geholfen als das Indomed nach zwei Tagen war ich beschwerdefrei und hab’s auch abgesetzt da diese Schnelllader nicht solange genommen werden sollen und Physio auch gegriffen hat
     
  5. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    hallo oliver,
    du hast doch von zwei ärzten eine eindeutige aussage..........30.......0........30 und kommst damit gut hin.
    wenn es dir so gut geht,dass du die schmerzmittel reduzieren kannst,würde ich das langsam machen .in 5er schritten,also entweder morgens 25...0....30 wenn das läuft, abends dann auf 25mg reduzieren...........also, so darf ich das oxy immer reduzieren oder erhöhen je nach bedarf und wenn das nicht reicht,dann darf ich auch mal mittags eine nehmen oder eben auch eine oxy akut.
     
  6. Oliver70

    Oliver70 Mitglied

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    Hi Katjes,

    Ja Schmerzdoc ist etwas Old School, meinte mit 48 Jahren wäre zu jung dafür da falls man mal Krebs kriegen würde das Opiad nicht mehr helfen würde.Hatte mir ein Buch zum Thema auch gekauft, Prof. Gottschling Schmerz los werden. Da stand das auch drin, das hat man früher mal gesagt je jünger man anfängt desto schlechter wirkt es später. Das ist heute wiederlegt. Denke auch zwei Fachleute sollten sich nicht gleichzeitig irren. Normalerweise sucht man ja die Dosis die gut hilft und dosiert dann optional runter.

    Liebe Grüße
    Oliver
     
  7. Oliver70

    Oliver70 Mitglied

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    @Katjes mein Hausarzt hatte mir wie bei Dir auch alle Freiheiten bezgl. der Dosierung gelassen musste mir nur noch Oxyis verschreiben lassen die ich in 5mg Dosen teilen kann, bekomme bisher 20 und 10 Dosen.

    Glaube Pflaster wäre dann etwas nachteiliger wegen der sehr feinen Dosierung, da gibt schönes Beispiel in dem Buch. NSAR ist wie Schalter ein oder aus, nach zwei Indomed 75 ist ja Schluss. Opioide sind wie ein Dimmer wegen der feinen Dosierung
     
  8. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    wenn du statt alle 12 Std alle 8 Std eine Tablette nimmst, erhöhst du ja den Wirkstoffspiegel um ein vielfaches.
    Dann lieber alle 12 Std dafür etwas mehr-nach Absprache
     
  9. Oliver70

    Oliver70 Mitglied

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    hi Ducky,

    nein würde das ohnehin nur nach Absprache mit dem Arzt ändern, war jetzt nur eine Überlegung 30mg über den Tag zu verteilen ob
    ich aus der kleineren Gesamtmenge "mehr" rausholen könnte. Meist halten die Retards grad wenn es Generika keine 12h an. Generikas dürfen
    glaube ich 20% schwächer oder 20% stärker als das Original sein, bin mir aber nicht sicher. Aber dafür gibt es ja Ärzte die sich damit auskennen sollten:biglaugh:

    Liebe Grüße
    Oliver
     
  10. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Ja Oliver, diese Daten hat mir meine Apotheke und meine Freundin, die Apothekerin ist, bestätigt.
    D.h. ich kann einen kleinen Betrag dazu zahlen, um das "Original" zu haben, und tue es bei all den Medikamenten, wo ich nicht 20% weniger haben will...
    außerdem sind manchmal die Zusatzstoffe andere. So vertrage ich ein Antibiotikum nur als Generikum, während das "Original" mir gruseligen Durchfall beschert.
    Im Grunde sind wir Kranken die "gelackmeierten" - wenn man das so sagen kann.
    Liebe Grüsse,
    Kati
     
  11. Oliver70

    Oliver70 Mitglied

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    Hallo Kati,

    kurze Frage, wie kommst Du dann immer an das Original Medikament dran, lässt Du Dir ein Privatrezept ausstellen? Glaube das würde aber sehr schnell ins Geld gehen. Ich weiß das der Arzt explizit das Original ausstellen kann wenn es keine geeigneten Generikas gibt aber sonst wüsste ich nicht wie man ans Original kommen kann

    LG
    Oliver
     
  12. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    Oliver,
    sprich das mit Deinem Arzt ob, dass er das Original aufschreibt.
    Dann muss dazu noch das aut idem Kreuz angekreuzt sein, jedes mal.
    Dann ist es ganz kein Problem
     
  13. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Oliver ich lebe nicht in Deutschland...
    aber Generika gibt es hier leider auch.
    Z.B. bei Entwässerungstabletten ist mir das egal. Aber bei anderen Sachen nicht...

    Kati
     
  14. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Ein Generikum ist wirkstoffgleich, also sind 50 mg der Substanz genau so wirksam wie 50 mg von einem anderen Hersteller und weder 20 % mehr noch weniger.
    Dass die Wirkung subjektiv schwanken kann, hat andere Gründe.

    Beispiel: ASS = Acetylsalicylsäure = A...rin (das Original von B...r) = ASS-ra...pharm oder H.x.l oder 1-A...a oder wie sie alle heißen. Unterschiedlich sind u.a. der Preis - schwankt zwischen 2-3 Euro und über 8 für die gleiche Anzahl Tabletten - und das Engramm (sprich, die manipulative Wirkung der Werbung....)
     
  15. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Die Originale sind auch nur deshalb teurer, weil die Entwicklung mit bezahlt werden muss. Ein Unterschied im Wirkstoff wäre meiner Meinung nach auch Blödsinn. Was manchmal unterschiedlich ist, sind die Begleitstoffe. In den allermeisten Fällen gibt es zwischen Original und Nachahmung keinen Unterschied.
     
  16. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    In der Wahl der Trägerstoffe können sich Generika untereinander und zum Original unterscheiden. Der Trägerstoff kann Einfluss auf die Freisetzung des Wirkstoffs haben, weshalb dann ein Austausch nicht mehr vorgesehen ist. So werden z.B. immer die selben L-Thyroxin-Tbl. oder auch Buprenorphin-Pflaster abgegeben, aber beim Antibiotikum oder ASS ist es egal, so wie bei den meisten Medikamenten.
     
    Resi Ratlos gefällt das.
  17. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Das ist richtig, teamplayer, es hat aber nichts mit der prinzipiellen Wirksamkeit zu tun, sondern mit der intraindividuellen Einstellung. Das gilt bei den Basismedikamenten z. B. für Ciclosporin A, bei dem die therapeutische Breite (das ist der Bereich, in dem bei größtmöglichem Nutzen die messbaren Nebenwirkungen möglichst gering bleiben) gering ist; da diese Medikamente oft mittels Spiegelbestimmungen eingestellt werden, bringt jeder Wechsel wegen der unterschiedlichen Galenik eine unberechenbare Variante mit sich. Mit kalkulierten "Schwankungen" zum Originalprodukt etwa um 20 % plus oder minus hat das nichts zu tun.

    Wenn ich ein (1) Zimmer streiche, nehme ich ja auch nicht irgendeine andere, sondern die gleiche Farbe, wenn mir unterwegs der Eimer leer wird - für ein anderes Zimmer geht ein Wechsel auf ein anderes Produkt aber problemlos.
     
  18. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    So, jetzt habe ich nochmal nachgesehen, gerade hatte ich etwas nicht richtiges geschrieben (und wieder gelöscht), bitte die schlechte Übersetzung hier unten zu entschuldigen:

    Die Biodisponibilität eines Generikums kann bis zu 20% von dem schwanken, was ein Markenartikel tut.
    Und mit Biodisponibilität (keine Ahnung ob der Ausdruck im deutschen existiert) meint man die Menge an Wirkstoff der die in der Zeit freigesetzt wird.
    So werden "bioequivalent" zwei Medikamente genannt, die denselben Wirkstoff enthalten und nach der Einnahme der selben Dosis unter identischen Bedingungen einen Unterschied in der Biodisponibilität von nicht mehr als +/- 20% aufweisen.

    Das heißt konkret, dass wenn ich bislang ein Markenmedikament bekommen habe, ist es nicht völlig egal, wenn ich umgestellt werde.
    Und damit habe ich noch nix zu den weiteren Inhaltsstoffen gesagt, die - wie ich selbst an einem Antibiotikum probieren konnte - ja auch nicht dieselben sein müssen.
    Im übrigen ist bei diesem Antibiotikum, das in meinem Fall einige Zeit das einzige war, das ich nehmen konnte (Ciclosporin und heftige Allergien sei Dank) auf der Packung kein Unterschied zu sehen - auch nicht was die Wirkstoffe angeht...

    Viele Grüsse,
    Kati
     
  19. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    bgv-transplantation.de/generika.html

    Hier ist sehr schön Bioäquivalenz und Bioverfügbarkeit erklärt.

    Zitate aus der oben angegebenen hompage:
    ...muss der Hersteller belegen, dass das Generikum in Wirkstoffzusammensetzung und -dosierung identisch zum Original ist und dass innerhalb vorgegebener Grenzen die Wirkstoffaufnahme übereinstimmt. Sind diese Kriterien erfüllt, spricht man von Bioäquivalenz.

    Ein wesentliches Kriterium für die Bioäquivalenz ist die sogenannte Bioverfügbarkeit.
    Die Bioverfügbarkeit gibt an, mit welcher Geschwindigkeit und in welchem Ausmaß der Wirkstoff vom Körper aufgenommen wird.
    ....
    Die Voraussetzung für Bioäquivalenz ist erfüllt, wenn die Werte des Generikums mit 90-prozentiger Sicherheit innerhalb eines vorgegebenen Vertrauensbereiches zu den Werten des Originals liegen. Dieser liegt üblicherweise zwischen 80 und 125 Prozent des mittleren Blutspiegels des Originals.
     
  20. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    So ist es - entscheidend sind allein die Verträglichkeit (individuelle Faktoren, z. B. Enbrel vs. Benepali oder Erelzi) und die persönliche Einstellung dazu.
    Manche Menschen meinen, preisgünstig könne nicht gut sein und teuer garantiere eine bessere Wirkung; Andere leben besser damit, wenn sie die Allgemeinheit weniger kostenbelasten. Dann gibt es noch persönliche Vorlieben und intraindividuelle (organische) Faktoren und Schwankungen - für die Indikation hat das aber untergeordneten Stellenwert.
     
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