unterschiede zwischen MB und RA
hallo gwen,
nach meiner kenntnis sind nsar bei MB das mittel der wahl. da gibt es einen unterschied zur RA.
ich habe leider in den ersten jahren der erkrankung, habe seit 19 jahren MB, nur im äußersten notfall nsar genommen, was bei mir zu einem chronifizierten schmerzsyndrom geführt hat. es ist wichtig, einen vernünftigen umgang mit den schmerzen zu lernen und ich finde, du machst das genau richtig, du nimmst sie, wenn du sie brauchst, weil die schmerzen zu heftig sind und reduzierst wieder sofort, wenn es besser wird.
die meinungen der rheumatologen gehen hier auseinander. die eine seite vertritt die auffassung, dass man bei MB nsar durchgängig nehmen sollte, um die entzündungen und verknöcherungen damit aufzuhalten, die andere seite empfiehlt nsar nur einzunehmen, wenn es notwendig ist, wegen der nebenwirkungen.
es ist ratsam, immer einen magenschutz dazu zu nehmen, wird nur leider selten verordnet, weil teuer (die nsar sind nicht teuer), es gibt auch kombipräparate, wo der magenschutz schon mit drin ist, z.b. arthrotec. das mit dem zur einnahme was essen ist nur bedingt hilfreich, weil der wirkstoff an sich den magen angreift, das wirkprinzip ist so, deshalb sind die cox-2-hemmer auf den markt gekommen.
ich habe die letzten 8 jahre durchgängig brexidol in meistens geringster dosierung ohne magenschutz genommen (allerdings kombiniert mit weihrauch H15) und seit diesem sommer magenbeschwerden, leichte gastritis. was mir schon sorgen macht, da ich auf die schmerzmittel angewiesen bin, zur zeit komme ich ohne die höchstdosis gar nicht über den tag.
bei mir waren in all den jahren die blutwerte immer normal, so dass die ärzte mir auch eher paracetamol verschreiben wollten als nsar, was aber überhaupt nicht half. es wurde immer davon ausgegangen, dass mein MB nur geringgradig ist und schon zum stillstand gekommen, dass meine schmerzen auf das chronifizierte schmerzsyndrom zurückzuführen sind. seit 3 wochen weiß ich, dass dem nicht so ist, mittlerweile sind spangenbildungen an der BWS im röntgenbild sichtbar, ich hatte also immer entzündungsbedingte schmerzen und der MB ist nicht zum stillstand gekommen. die ärzte handeln fast immer nur nach den "objektiven" befunden und nicht nach deinem "subjektiven" befinden. da musst du wirklich für dich selbst eintreten und deine beschwerden ernst nehmen, was du ja tust.
cortison wird eigentlich nur eingesetzt bei beteiligung peripherer gelenke, wie z.b. hüfte, schultern, knie, das ist beim MB anders als bei RA.
basistherapie mit MTX oder Sulfalazin bekommt man meistens auch nur, wenn die entzündungswerte im blut sehr hoch sind.
die TNF-blocker werden nur dann verordnet, wenn alle anderen mittel nicht helfen oder aus unverträglichkeitsgründen nicht genommen werden können oder schon massive beeinträchtigungen durch versteifungen vorliegen.
mir scheint deine therapie mit ibuprofen genau richtig. magenschutz solltest du einfach vorbeugend dazu nehmen.
gymnastik auf alle fälle machen, deshalb ist es auch wichtig, relativ schmerzfrei zu sein, damit du auch die gymnastik machen kannst und vielleicht, wenn noch nicht geschehen, dich über ernährung schlau machen, stichwort: omega 3 fettsäuren, fischöl, mediterrane kost.
lg
Towanda