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Einfluss von Prednisolon auf CCP-AK

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von Ray, 30. Mai 2015.

  1. Ray

    Ray Neues Mitglied

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    30. Mai 2015
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    Hallo,

    vor 7 Wochen erhielt ich die Diagnose "Chronische Polyarthritis" und nehme seitdem wöchentlich 15 mg MTX subkutan (und 15 mg Folsäure pro Woche) in Verbindung mit einer täglichen Dosis Prednisolon (Anfangs 100 mg, jetzt nur noch 25 mg).

    Vor der ersten MTX-Dosis hatte ich folgende Werte (In Klammern der Normbereich des Labors):

    CRP....................: 5,7 mg/l (<5)
    Rheumafaktor......: 339 IU/l (<14)
    CCP-AK...............: 462 U/ml (bis 17)

    Bei meiner letzten Blutuntersuchung zeigte sich, dass sich zwei Werte schon gebessert hatten. Nur der CCP-Wert gefällt mir nicht:

    CRP....................: <2 mg/l (<5)
    Rheumafaktor......: 209 IU/l (<14)
    CCP-AK...............: >500 U/ml (bis 17)

    Ich bin mittlerweile schmerzfrei und die CRP- und Rheumafaktorwerte zeigen in die richtige Richtung. Wenn da nur nicht der steigende CCP-Wert wäre. Sieben Wochen MTX sind ja noch nix und da kann noch einiges an Besserung kommen, aber die 25 mg Prednisolon machen mir schwer zu schaffen (Leider keine Übertreibung). Hut ab, vor jedem, der hohe und mittlere Dosen auf Dauer durchhält!

    Wie verändert sich bei euch der CCP-Wert, wenn euer Rheumatologe bei gleichbleibender MTX-Dosis die Prednisolonmenge verringert? Hat das bei euch einen messbaren Einfluss auf die CCP-Antikörper? Ich würde gerne so schnell wie möglich auf eine geringe Koritikodosis reduzieren und werde das Ganze auch in Kürze mit einem erfahrenen Rheumatoglogen abstimmen können, aber vorab würden mich eure Erfahrungen interessieren.

    Schönes Wochenende

    Ray
     
  2. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Der CCP-Wert ist für den Verlauf völlig irrelevant ;)

    Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung !
     
  3. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Aber ich glaube Ray sucht ganz persönliche Erfahrungen dazu und mich würde das jetzt auch interessieren, da ein Angehöriger von mir diesen CCP Wert positiv hat. Bitte schreibt doch trotzdem, wie es sich bei euch individuell verhält und verläuft, ihr diejenigen, die einen positiven CCP Ak haben, denn auch mich würde das interessieren.
     
  4. mymy

    mymy Mitglied

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    Hallo lagune wir du vielleicht schon Weiss wurden bei mir gefunden in 2008 und sie waren négativ in 2009 ich habe kein gèlenke schmerzen mît der ausnahme von einer alten kieferbeteiligung wird bei deinem sohn wieder die anticcp kontrolliert vielleicht sind sie inzwischen Auch négativ
    Liebe gruesse
     
  5. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    @ray, @lagune

    ich habe von anfang an hohe anti-ccp-ak gehabt, höchster gemessener wert 864,
    danach mal gesunken auf knapp 200, inzwischen wieder dauerhaft bei genau 500.
    einen beweisbaren zusammenhang zwischen meiner medikation (auch mtx dabei) und dem steigen bzw abfallen des markers konnte ich nicht feststellen, auch nicht unter meiner prednisolon-therapie.

    allgemein, wenn ich darf: bekannt ist aber, dass er unter bestimmter therapie (den einfluss von cortison habe ich in der literatur noch nicht gefunden) fallen kann, sowie im einzelfall von positiv zu negativ wechseln. der marker hat einen prognostischen stellenwert, insbesondere in kombination mit dem rheumafaktor, der für einen schweren verlauf der RA spricht. es gibt bei ro dennoch einige beiträge, in denen user berichten, dass bei ihnen trotz langjährig hoher werte die erkrankung nicht so erosiv ausfällt wie befürchtet, alexis reist durch die welt mit einem anti-ccp von über 1000 ;-) bei mir vielleicht auch wegen des niedrig dosierten cortisons, dem eine gute wirkung auf die radiologische progression zugeschrieben wird.

    lieben gruß, marie
     
  6. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Marie2

    Das stimmt alles; trotzdem beweist der Verlaufswert von CCP-AK gar nichts und ein hoher Titer ist prognostisch - prognostisch ist immer etwas statistisch hergeleitetes, bedeutet Vorhersage und benennt etwas, was zu erwarten ist, aber keine obligate Entwicklung impliziert.
    Eben doch alles individuell - mit mehr oder weniger (statistischem) Risiko, was nicht gleich bedeutend ist mit "todsicher" ;)

    Dass Cortison die radiologische Progression hemmt, ist klar, hat aber wenig mit der Höhe des CCP-AK zu tun.
    Die Bedeutung des Verlaufs der CCP-AK ist ausgesprochen fragwürdig und bisher durch nichts schlüssig belegt. Untersucht wurde die Assoziation von Konzentration bei Diagnosestellung und zu erwartendem aggressivem Verlauf; das gilt übrigens auch für den RF. Außerdem sind beide Werte prognostisch für das Ansprechen auf Rituximab - wohlgemerkt, immer alles statistisch und nicht individuell verwertbar.
    Wie wir alle wissen, kann beides fehlen und trotzdem aggressives Rheuma (seronegativ) auftreten!

    Was statistisch klar ist: wer CCP-AK hat, hat ein höheres Risiko für die Entwicklung einer RA. Ob er sie bekommt, steht auf einem anderen Blatt - und für alle ohne CCP-AK im Vorfeld gilt das ebenso ;)
     
  7. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    @frau meier

    ich habe nichts von einer allgemeinen verlaufskontrolle geschrieben, in
    anderen beiträgen durchaus auch darauf hingewiesen, dass der anti-ccp-ak sich
    nicht dafür eignet, beispielweise in diesem thread und hier. die allgemeine verlaufskontrolle
    der RA beinhaltet auch die klinische und laborchemische kontrolle, ich beziehe mich hier
    auf die in der medizinischen literatur allseits erwähnte radiologische progression,
    für die der anti-ccp eine gewisse vorhersagekraft hat.
    https://www.rheuma-online.de/aktuelles/news/artikel/ccp-antikorper-messung-ein-test-mit-hoher-aussagekraft/
    hab ich auch nicht geschrieben.

    alexis, so soll es sein ;)
     
  8. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Marie2

    Ich dachte, es ging hier um CCP-AK - Du musst Dich nicht angegriffen fühlen, wenn Kommentare dazu erfolgen.
    Das nennt man Diskussion ;)
     
  9. mymy

    mymy Mitglied

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    Hallo frau Meier wissen sie wie hoch ist tatsachlich dir probabilités an einer RA zu erkranken wenn Man anticcp hat mein rheumaartz meinte 95 prozent wer sind die glueckliche 5 prozent
     
  10. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Nein, mimib, woher soll ich das wissen?
    Die Wahrscheinlichkeit ist definitionsgemäß nur eine Risikoabschätzung. Da aber bei Gesunden nur ausnahmsweise CCP-AK abgenommen werden, kann ein solcher Wert immer nur aus diesen vergleichsweise geringen Populationen errechnet werden.
    Wem das hilft? Naja, ich weiß es nicht.

    Die Einen entwickeln diese Antikörper, wenn sie schon RA haben, die Anderen haben die Antikörper und keine RA, manche beides und Andere nichts davon - das Wissen darum ist noch begrenzt und kann nur aus den vorliegenden Daten rückgeschlossen werden. Ist aber nur meine Haltung, führt hier vermutlich zu weit und sagt nichts über den einzelnen Menschen und seine komplexe Faktorenlage......


    P. S. Ich persönlich würde übrigens einen derartigen Wert ohne Erkrankung allenfalls im Hinterkopf behalten und bei Auftreten von Symptomen daran denken - es soll ja immerhin auch mal Fehlbestimmungen oder Verwechslungen gegeben haben.
     
    #10 4. Juni 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. Juni 2015
  11. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Es bleibt Dir absolut unbenommen, auf Herrn Meier oder Frau Müller hinzuweisen, ich darf Dich aber daran erinnern, dass DEIN Rheumadoc uns alle drei nicht kennt ;)
    Außerdem ist es völlig wurst, ob ich Recht habe oder wer sonst.

    Ich klinke mich dann hier mal aus, bevor es eskaliert. :vb_cool: