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Eine Weihnachtsgeschichte

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Nixe, 29. November 2003.

  1. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Eine Weihnachtsgeschichte

    Es waren einmal drei Bäume, die auf einem Hügel im Wald standen. Sie sprachen über ihre Wünsche und Träume, und der erste Baum sagte: "Eines Tages möchte ich eine Schatztruhe sein. Ich werde gefüllt werden mit Gold, Silber und kostbaren Edelsteinen. Ich werde geschmückt mit feinsten Schnitzereien und jeder wird meine Schönheit bewundern."

    Der zweite Baum sagte: "Ich werde eines Tages ein mächtiges Schiff sein. Ich werde Könige und Königinnen über das Meer tragen und in die entferntesten Winkel der Erde segeln. Jeder wird sich sicher fühlen, in mir zu reisen, weil in mir die Kraft dieses Hügels steckt. " Schließlich sagte der dritte Baum: "Ich möchte wachsen und gedeihen und der größte, aufrechteste Baum in diesem Wald werden. Die Leute werden mich oben auf diesem Hügel sehen und zu meinen Ästen aufschauen, und dabei werden sie an den Himmel und an Gott denken, und wie nah ich zu ihm hinaufreiche. Ich werde der größte Baum aller Zeiten sein und die Menschen werden sich immer an mich erinnern.

    Ein paar Jahre gingen ins Land, in denen die Bäume fleißig um die Erfüllung ihrer Träume beteten. Da kam eines Tages eine Gruppe Waldarbeiter zu dem Hügel. Einer ging zu dem ersten Baum hin und sagte "Dies sieht aus wie ein kräftiger Baum. Bestimmt kann ich das Holz einem Schreiner verkaufen!" Dann begann er, ihn abzusägen. Der Baum war glücklich, denn nun würde der Schreiner aus ihm eine Schatztruhe bauen. Beim zweiten Baum angekommen, sagte ein anderer Waldarbeiter: "Dies ist ein bestimmt guter starker Baum, den werde ich sicher an eine Werft verkaufen können.", und auch der zweite Baum freute sich, weil er nun zu einem prachtvollen Schiff werden würde. Als die Waldarbeiter zu dem dritten Baum kamen, erschrak der Baum, denn wenn sie in fällen würden, wie sollte er dann der größte Baum aller Zeiten werden?

    Einer der Waldarbeiter begann jedoch ihn abzusägen, mit den Worten: "Ich brauche das Holz zwar nicht für etwas bestimmtes, aber ich werde diesen Baum einfach mal mitnehmen."

    Als der erste Baum beim Schreiner angekommen war, baute dieser aus ihm eine Futterkrippe für die Tiere. Er wurde in einem Stall aufgestellt und mit Stroh gefüllt. Dies war ganz sicher nicht das, worum er gebetet hatte! Der zweite Baum wurde in Stücke gesägt und zu einem kleinen Fischerboot verarbeitet. Damit waren auch seine Träume, ein mächtiges Schiff zu sein auf dem Könige reisten, jäh zu Ende. Der dritte Baum wurde zu großen Balken zersägt und in einem dunklen Schuppen gelagert. So gingen die Jahre vorbei1 und die Bäume vergaßen ihre Träume.

    Dann kamen eines Tages ein Mann und eine Frau in die Scheune. Die Frau gebar in dieser Nacht ein Kind und der Mann legte es in das Stroh in der Futterkrippe, die aus dem ersten Baum gemacht worden war. Der Mann hätte gern eine Wiege für seinen Sohn gebaut, aber sie waren arm und diese Krippe musste genügen. Der Baum konnte die Bedeutung dieses Ereignisses spüren und er wusste, dass er den größten Schatz aller Zeiten trug.

    Jahre später bestieg eine Gruppe Männer das Fischerboot, das aus dem zweiten Baum gezimmert worden war. Einer der Männer war müde und legte sich schlafen. Während sie nun auf dem Meer waren, kam ein heftiger Sturm auf und der Baum befürchtete schon, er würde nicht stark genug sein, um die Männer sicher durch den Sturm zu tragen. Die Männer weckten den Schlafenden, dieser erhob sich und sagte "Friede", worauf der Sturm aufhörte. Da wusste der zweite Baum, dass er den König der Könige an Bord hatte.

    Schließlich kam jemand, um den dritten Baum zu holen. Er wurde durch die Straßen getragen, während die Menschen den Mann der ihn trug, verhöhnten. Als sie anhielten, wurde der Mann an den Baum genagelt und an dem Baum auf einem Hügel aufgerichtet um zu sterben. Als der Tag vorbei war, erkannte der Baum dass er stark genug war um auf diesem Hügel zu stehen und so nah wie möglich zu Gott hinauf zu reichen, weil Jesus an ihm gekreuzigt worden war.

    Die Moral von dieser Geschichte: Wenn die Dinge anscheinend ganz anders laufen als du es dir wünschst, denk daran, dass Gott Pläne für dich hat. Wenn du ihm vertraust, wirst du beschenkt werden. Jeder der Bäume hatte genau das bekommen was er sich gewünscht hatte, nur nicht in der Art, wie er es erträumt hatte. Wir wissen nicht, was Gottes Pläne für uns sind. Aber wir können wissen, dass wenn seine Wege nicht mit unseren übereinstimmen, sie doch die besten für uns sind


    Ich wünsche euch allen einen wunderschönen 1. Advent
    Nixe
     
  2. Babette

    Babette Neues Mitglied

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    30. April 2003
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    Hallo Nixe,

    das ist eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte, die meinem Sohn doch reichlich Stoff gab zu nachdenken. Danke

    Babette