Ein schönes Gedicht - das habe ich heute gefunden - Glück

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Kalip

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Glück

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.
Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.
Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,
Glück ist auch ein lieber Gruß.
Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.
Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.
Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.
Clemens Brentano

Und ich habe einen sehr schönen Vorschlag entdeckt. Da der Mensch dazu neigt, sich "kleine" Glücksmomente nicht lange zu merken, sollte man diese auf einen Zettel schreiben und diesen in ein großes Glas oder was auch immer legen. Und am Ende des Jahres (ich würde ja für "immer, wenn mir danach ist" plädieren) liest man diese Zettel und erinnert sich noch einmal an diese Momente. Wäre das nicht auch etwas für Euch?

ich wünsche jedem heute mindestens einen Moment, der es wert ist, aufgeschrieben zu werden.

Liebe Grüße Barbara
 
Oh ja, das ist aber schön.
Vielen Dank fürs aufschreiben.
Und Dir wünsche ich auch einen wunderbaren Tag.

Liebe Grüße
von Luna-Mona
 
Gute Idee mit dem Sammeln der Glücksmomente. Da könnte man sich dieses Gedicht gleich auf das Glas kleben und jeden Tag schauen, wieviel Glücksmomente man hat. Da kommt am Ende des Jahres sicherlich viel zusammen. :top:
 
Und ich habe einen sehr schönen Vorschlag entdeckt. Da der Mensch dazu neigt, sich "kleine" Glücksmomente nicht lange zu merken, sollte man diese auf einen Zettel schreiben und diesen in ein großes Glas oder was auch immer legen. Und am Ende des Jahres (ich würde ja für "immer, wenn mir danach ist" plädieren) liest man diese Zettel und erinnert sich noch einmal an diese Momente. Wäre das nicht auch etwas für Euch?

ich wünsche jedem heute mindestens einen Moment, der es wert ist, aufgeschrieben zu werden.

Liebe Grüße Barbara


So oder so ähnlich mache ich es schon lange --- wenn ich weg war bei einem Ausflug oder im Konzert oder bei ner schönen Ausstellung, werfe ich die Karten nicht weg sondern lege sie in eine Schachtel im Bücherregal -- und wenn ich dann vor mich hin jammere, nirgends komme ich mehr hin hole ich mir die Schachtel und dann kann ich sehen, wo ich überall war. Und ganz schnell relativiert es sich!!

So sollte jeder seinen Weg finden mit der Situation umzugehen!!

Uschi
 
Vielen Dank Euch

für die lieben Antworten - es freut mich, daß Ihr es so seht wie ich.

Und Eintrittskarten hebe ich mir auch auf - und Ansichtskarten, die mir geschickt werden. Manchmal schreibe ich mir gegen Urlaubsende auch selber eine Karte, wie sehr es mir gefallen hat. Etwas albern, aber ich finde es klasse. Ich liebe es, wenn mir jemand eine Karte schreibt - was leider im Zuge von What's App etc. immer mehr nachlässt. Ich finde es sehr schön, daß sich jemand die Zeit nimmt, um zu schreiben - und schreibe selbstverständlich selber auch. Klar ist es meistens das gleiche - aber darauf kommt es doch gar nicht an.

Juchhu, Freitag - dann noch Montag arbeiten und dann fahre ich mit meiner Freundin zum ersten Mal in meinem Leben in ein Wellnesshotel. Ich freue mich so sehr - das wird toll.

Euch ein wunderschönes Wochenende - ganz liebe Grüße von

Barbara
 
Da wurde mein alter Thread noch mal hochgeholt

Und mir kam die Idee, ein weiteres meiner Lieblingsgedichte aufzuschreiben:

Lebenskunst

Ach, was sind wir dumme Leute -
wir genießen nie das Heute.
Unser ganzes Menschenleben
ist ein Hasten, ist ein Streben
ist ein Bangen, ist ein Sorgen -
heute denkt man schon an Morgen.
Morgen an die spätere Zeit -
und kein Mensch genießt das Heut.

Auf des Lebens Stufenleiter
eilt man weiter, immer weiter.
Nutz den Frühling deines Lebens
leb im Sommer nicht vergebens
denn gar bald stehst du im Herbste
bis der Winter naht, dann sterbste.
Und die Welt geht trotzdem heiter
immer weiter, immer weiter

Gedicht von Otto Reutter 1870-1931

Was hätte der gute Herr Reutter wohl geschrieben, wenn er die heutige Zeit erlebt hätte? Diesen gigantischen Kaufrausch und die Ungeduld der Menschen miteinander? Die furchtbaren Kriege und die schlimmen Krankheiten?

Gerade heute habe ich mich in der Mittagspause intesiv mit einem Kollegen unterhalten und wir haben darüber spekuliert, was wir anstellen würden, wenn wir 3 Millionen gewinnen würden. Mein Traum wäre, meine Schulden zurückzuzahlen (ich habe eine Hypothek, also glücklichweise einen Gegenwert für diese Schulden), meinen Sohn eine Wohnung zu kaufen und dann noch ein Wohnmobil, mit dem ich mit meinem Schatz die Welt erkunden könnte. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit meinem Leben, so wie es ist. Klar habe ich Schmerzen vom Rheuma und so ganz habe ich mich an mein künstliches Knie noch nicht gewöhnt - die Narbe von der Bakerzystenentfernung heilt nicht richtig (ist am anderen Bein als das künstliche Knie) halt in der Kniekehle und das ist eine ganz blöde Stelle. Ich bin häufig müde von den ganzen Medikamenten - und trotzdem denke ich, daß ich ein Glückskind bin. Ich habe einen Schatz, einen lieben Sohn, gute Freunde, ein Dach über dem Kopf, kompetente Ärzte und genug zu essen. Im nächsten Jahr kann ich im eigenen Garten sitzen - unter einem blühenden Kirschbaum und den Vögeln beim singen lauschen. Und wenn der Kirschbaum verblüht ist, setze ich mich unter den Apfelbaum - und dann werden die Rosen blühen. Das Leben ist schön....

In diesem Sinne - wunderschöne, friedliche Weihnachten und ein glückliches und gesundes Neues Jahr.

Ganz liebe Grüße

Barbara
 
@ Kalip bzw. Barbara

Vielen Dank für das schöne Gedicht....wie wahr.

Und ich freue mich über Deine positive Lebenseinstellung:top:....steckt mich gerade
ein bischen an-danke dafür.

Ich wünsche Dir einen guten Start in ein schönes Wochenende.
 
Nur eine Rose als Stütze

Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft
unter den Akrobaten und Vögeln:
mein Bett auf dem Trapez des Gefühls
wie ein Nest im Wind
auf der äußersten Spitze des Zweigs.


Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten Wolle
der sanftgescheitelten Schafe die
im Mondlicht
wie schimmernde Wolken
über die feste Erde ziehen.


Ich schließe die Augen und hülle mich ein
in das Vlies der verläßlichen Tiere.
Ich will den Sand unter den kleinen Hufen spüren
und das Klicken des Riegels hören,
der die Stalltür am Abend schließt.


Aber ich liege in Vogelfedern, hoch ins Leere gewiegt.
Mir schwindelt. Ich schlafe nicht ein.
Meine Hand
greift nach einem Halt und findet
nur eine Rose als Stütze

Hilde Domin
 
Wunderschön - Eure Gedichte - DANKE!

Und nun noch einmal zum Glücksmoment:

Glück ist, 6 Stunden in einem Stück zu schlafen....

Liebe Grüsse
Mimmi
 
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