Danke für Euer Daumen drücken - eigentlich wollte ich gestern noch antworten, aber ich war einfach nur zu müde - so dass ich um 20:30 Uhr schon tief und fest am schlafen war ;-)).
Bei dieser Begutachtung ging es um die Folgn meines im Dienst zugezogenen Oberschenkelhalsbruches. Es sollte geprüft werden, ob und inwieweit mit bleibenden Schäden zu rechnen ist, ob eine Erwerbsminderung zu erwarten ist und ob und ggf. wie hoch eine evtl. Unfallrente gezahlt wird.
Termin hatte ich um 15:30 Uhr in Gütersloh. Im Vorfeld dieser Begutachtung hat mein AG schon Theater gemacht. Ich solle mich doch um einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten kümmern, da ich ja nicht auf den letzten Drücker fahren kann und GT ja nicht gerade gleich neben DT liegt... (Ging aber nicht - fand das ganze auch etwas albern...).
Ich bin dann auch relativ pünktlich drangekommen (trotz Notfälle musste ich nur 10 Min. warten und dass in einer Unfallambulanz - alle Achtung, da bin ich in Hannover andere Wartezeiten gewohnt).
Zunächst fand das obligatorische Gespräch statt: Wann war der Unfall, wie ist was passiert und welche Maßnahmen wurden getroffen... Dann wurde ich gefragt welche anderen Erkrankungen vorliegen (hier hatte ich den Eindruck, dass ich dem Oberarzt doch ziemlich leid tat: MB, Asthma, Handgelenksbruch, MI, ... dabei ist mir später aufgefallen, dass ich noch einiges Vergessen hatte, na ja tut ja auch nichts zur Sache). Meine Medis wollte er nicht wissen - mit denen hätte ich den armen Kerl dann komplett daliegen gehabt (Remicade, MTX, Cortison, Transtec, Temgesic ..... - so eine komplette Mahlzeit kommt da ja schon zusammen).
Anschließend fand dann eine sehr gründliche körperliche Untersuchung statt (war zwischendurch doch alles andere als angenehm) - mit entsprechender Kriegsbemalung, bei der ich gestern abend noch Probleme hatte die runter zu bekommen. Zum Schluss wurden dann noch aktuelle Röntgenaufnahmen angefertigt.
Fazit: Ob und wie hoch eine Unfallrente gezahlt wird, kann ich nicht sagen. Fakt ist, dass man derzeit davon ausgehen kann, dass ich wohl - glücklicherweise - keine bleibenden Schäden davon tragen werde (auch die Beine sind nicht unterschiedlich lang) - alles in allem wird wohl zunächst eine vorübergehende Erwerbsminderung von ca. 20 % für die Dauer von 2-3 Jahren angenommen (Ergebnisse müssen natürlich noch genauer ausgewertet werden und mit den BG-Listen verglichen werden).
Man hat mir geraten, dass ich auf jeden Fall das Metall herausnehmen lassen soll (da ich ja noch so jung bin - grinssssssss) auch wurde festgestellt, dass der Bruch zumindest im unteren Bereich immer noch nicht komplett durchwachsen ist und ich daher erst frühestens im Herbst nächsten Jahres das Metall entfernen lassen soll (dieser Zeitraum war aber auch schon vorher mit meinem behandelnden Arzt abgesprochen).
Wegen meiner Wassereinlagerungen in den Beinen soll ich auf jeden Fall weiter Lymphdrainage machen und auch meine blöden Socken tragen soll.
Krankengymnastik sollte auch weiter laufen.
Mal schaun was dabei dann hinter rauskommt, wenn ich den Bericht schwarz-auf-weiß dann habe.
Alles in allem ist es eigentlich aber ganz gut gelaufen. Zwischendurch haben wir uns dann noch über Gutachten allgemein und besonders über Untersuchungen im Rahmen von ärztl. Gutachten unterhalten. Dabei hatte ich ihm mein Probleme mit der anderen BG geschildert (von wegem dem Unfall im Jahr 2000 und der Begutachtung ohne Untersuchung) - als ich dann noch sagte, dass der Erstgutachter meinte durch eine Untersuchung des Patienten könne kein objetives Gutachten erstellt werden, hatte ich ihn fast da liegen (er war total baff....)
Aber dagegen kann ich ja leider nichts machen, weil der Richter das ganze ja auch so gesehen hat...
Nach fast 2 Stunden (!!) war ich dann fertig (wobei das Röntgen mit allen Wartezeiten gerade mal 10 Min. gedauert hat).
Nochmal vielen lieben Dank dafür das ihr an mich gedacht habt.