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Dienstag Garmisch

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von staubi, 8. Januar 2011.

  1. staubi

    staubi Neues Mitglied

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    Hallo,

    nun hat mich meine Rheumatologin überzeugt, dass meine Tochter nach Garmisch muss soll wie auch immer. Sie sagt, Jenny muss raus aus der unbefriedigenden Situation mit einer Schule, die unerträglich ist. Eine Lehrerin, die sich für fair hält, das kind nie ausgrenzen würde und im gleichem Atemzug einen Ausflug in den Hochseilgarten plant.. um den Zusammenhalt der Klasse zu födern....

    Einer Klasse, in der einige immer noch meinen, Rheuma sei ansteckend und mache weich im Kopf, Freundinnen, (Kinder sind grausam ich weiß), die zeigen, dass sie Jenny nicht bei sich haben wollen, indem sie inliner fahren gehn oder Schlittschuhe....

    Selbst klärende Gespräche bringen nur wenig....

    einem Vater der sie nicht unterstützt, der keinerlei Empathie hat und sich aus jeder Verantwortung stiehlt (gottseidank 5 Kilometer entfernt und ich warte auf Juli)

    einer Schwester die ADHS hat und viel Aufmerksamkeit braucht und harte Grenzen Medikamentenkontrolle.

    Und einer Mama die selber mit ihrer rheumatischen Erkrankung kämpft, eigentlich selber ne Abstandskur braucht zum Luft holen.

    Also fahren wir am Dienstag nach Garmisch und Jenny wird dort bleiben. Ich werde bis Samstag in Garmisch bleiben, mit Bauchweh wegen meinem ADHS Kasper, bei Pappa untergebracht :(. Eigentlich sollte Jenny auf die Schmerzstation, aber da alles so schnell wie möglich passieren sollte, kommt sie erstmal auf die Rheumastation und wird da erstmal von oben nach unten geguckt, und dann neu besprochen und Medis verteilt.

    So nun werd ich mal den koffer zumachen, denn ich warte auf Hermes, die den Koffer holen ... Wir fahren Zug.


    Ein Posting das die Welt nicht braucht, und doch gehts mir jetzt etwas besser... Danke für euere Geduld..
     
  2. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Staubi!
    Ich drück dir die Daumen, daß es in Garmisch so läuft, wie ihr euch das vorstellt.
     
  3. kissi

    kissi Neues Mitglied

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    hallo,

    wünsche euch alles gute für den aufenthalt in garmisch.
    war jenny schonmal in garmisch, wie alt ist sie?

    lg kissi
     
  4. Patty

    Patty Mitglied

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    Hallo,
    welches Rheuma hat deine Tochter den?
    Ich drücke euch die Daumen, das ihr Hilfe bekommt.

    Das mit den Lehrern kenne ich auch.
    Kopf hoch.

    Viel Kraft und Geduld wünsche ich euch.
     
  5. staubi

    staubi Neues Mitglied

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    Danke für die lieben Antworten.

    Jenny ist 12 Jahre alt, und hat seit ihrem dritten Lebensjahr Symptome.
    Wir waren zu Beginn unser Odysee in Garmisch, dort war aber nichts zu finden, und ich fühlte mich damals dort nicht sehr wohl.. Ich hatte das Gefühl eine hysterische Mutter unter wirklich Kranken zu sein....

    Ich denke, das war ein Gefühl von mir, hoffe ich zumindestens.. denn richtig ernst genommen fühlte ich mich erst als mit 8 ein MRT gemacht wurde und darauf eine "wunderschöne" (Ironie aus) Synovitis zu erkennen war.

    Diesmal hoffe ich auf Hilfe..., das Knie ist definitiv in Mitleidenschaft gezogen .... Knorpeldestruktion und Knochenfisuren.....und MTX wirkt nicht so wie es soll.. dazu entwickelt meine Kleine gerade ein Schmerzverstärkersyndrom....

    Am Sonntag bin ich wieder da und werde berichten...
     
  6. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Viel Erfolg!

    :) Kira
     
  7. staubi

    staubi Neues Mitglied

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    So, nun bin ich wieder zurück, schon länger, ich habe viel zeit gebraucht um das was ich erlebt habe zu verdauen.

    Ich habe Garmisch schon vor einiger Zeit kennengelernt. Es hat sich außer das umgebaut wurde wenig verändert.

    Aber von Anfang an.

    Wir kamen an, wurden von meinem Zimmervermieter abgeholt, netter Mensch. Dann waren wir in meinem Zimmer haben alles nochmal zusammengelegt und marschierten in die Klinik. Oh graus der Koffer war nciht da. Naja, warum sollte was glatt gehen.

    Wir kamen auf die Station, wurden in ein Zimmer verfrachtet und dort verlassen. Keine Frage nach Mittagessen für Jenny. Es war 12.30 Uhr.
    Auf meine Frage hin, nö wir haben nix mehr, aber weg können Sie auch nicht mehr, weil es geht gleich los.
    Super, hungriges mauliges Kind. Also gut, zum Kiosk, LKW geholt und Kind beruhigt. Kind hat Schmerzen. dann tausende zettel ausfüllen, Tasche auspacken, rumlaufen Warten. Warten auf den Doc.
    16.00 Uhr Doc kommt. Untersuchung in einem Arztzimmer, der noch vom Stationskollegen genutzt wird, Super. Der ist auch noch im Zimmer und tippt. Schüchterne 12 fast 13jährige mit Busen und Bauch... Untersuchung schnell, mit Nachfragen. Entsetzen über den Ordner mit Berichten, was soll ich damit? Öhm, jeder Doc sagt bitte komplette Berichte. Sämtliche Bilder alle Berichte.

    Gut, alle Untersuchungen, das KInd hat eine Beindifferenz, kein Wunder das das Knie einen Defekt auf weist. Nein das Kind hat keine Beindifferenz, haben wir orthopädisch abklären lassen. siehe Ordner. Ärztin beharrt darauf, Mutter wird sauer, Wird belassen bis OA kommt.

    18.30 Oberarzt kommt, keine Ergüsse, keine Beindifferenz(grumpf), ja und auf den Bildern ist auch nichts zu sehen. Wie auf den Bildern ist nicht zu sehen?- Befunde vom Radiologen und vom niedergelassenen Rheumatologen sind dabei, Knorpel destruktion, Furchen im Knochen. Nein das Knie ist ok, und die Diagnose rheumatoide Arthritis ist zweifelhaft.
    :eek::eek::eek::eek::eek::eek:

    Zwei unabhängige stationäre Einrichtungen haben nacheinander die gleiche Diagnose gestellt und nun ist da nichts? und die Schmerzen und die Ergüsse? Ergüsse werden bezweifelt, Schmerzen naja...

    Zu diesem Zeitpunkt war ich soweit mein Kind zu nehmen und zu gehen. Grund für die Aufnahme war auch ein psychologisches Konsil wegen Schmerzverstärkersyndrom - Fragt mich die die Ärztin.. ist ein Psychologisches Konsil gewünscht... Ich hätte fast in den Tisch gebissen

    Nun Samstags musste ich fahren, am Montag ist das psychologische Konsil und der Rheumaorthopäde kommt.

    Super angeleiert, denn bereits im Vorfeld war meine Anwesenheit mit Datum bekannt. Da hatte ich schon einen Frust..

    Die Kids wurden weder an die Schule noch an die Anwendungen erinnert, dafür haben sie einen Laufzettel und sind eigenverantwortlich. Neben Jenny lag eine 10jährige auf dem Stand einer 7-8jährigen, die ging gnadenlos unter...:uhoh:

    So am Montag nachmittag gegen 18.00 kam der Rheumaorthopäde und erdreistete sich mit meiner 12jährigen Tochter die nötige OP zu besprechen. Wut habe ich immer noch. Heulend rief sie ich um 19.00 Uhr an und erklärte mir der habe gesagt, das macht er so und so und so, dann bleibt sie 4 Wochen in Garmisch und dann kann sie das Bein wieder besser belasten. Bis ich das Kind beruhigt hatte... boah war ich sauer.

    Dienstag früh rief die OA an und erklärte mir, dass das rechte Knie erhebliche Schäden aufweist, das ganze operativ gemacht werden muss und eine sehr lange Nachbehandlung anschließt, dass das am besten dort gemacht werden sollte. ABer Jenny ja schon gesagt habe, dass die Sportklinik bei uns unsere erste Wahl sei. Sie sei erstaunt,wie ruhig und cool Jenny es aufnahm. Ich ließ meinem Frust den Lauf.

    Nun ist Jenny wieder zu Hause, außer 2 Wochen 3x täglich eisen und täglich KG, einer unnötigen Untersuchung beim Augenarzt (letze Kontrolle vor 4 Wochen), enormen Kosten meinerseits, der Krankenkasse wurde nun ein Verdacht (!) auf Psoriasarthritis ausgesprochen, trotz dem Nachweis einer hochgradigen Synovialitis rechts und beginnend links per MRT. Ferner weiter Entzündungszeichen in den Händen.

    Diese Vorgehensweise, das Knie zu athroskopieren fällte der niedergelassene Rheumatologe schon vor einem halben Jahr. ER versuchte nur die OP etwas aufzuschieben.

    Als Abschluss sagte die OA zu mir, ja das MTX sei schon richtig.. und sie habe gute Hoffnung, dass das Knie sich erholt, wenigstens etwas.. denn es ist ja noch ein Kind.....
     
    #7 31. Januar 2011
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2011
  8. medikan

    medikan PSA/RA seit 2010

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  9. Rheumel

    Rheumel Neues Mitglied

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    Hallo Staubi,

    das hört sich echt unglaublich an. Für mich ist immer wichtig, dass ich mit meinem Kind bei den Ärzten meines Vertrauens bin.
    Aber es gibt ja noch mehr Kinderrheumakliniken in Deutschland, habt ihr schon mal an eine Zweitmeinung gedacht, bzw. wie ich aus deinem Text herauslese, seid ihr offensichtlich nicht ständig in Garmisch in Behandlung, bei welchem Kinderrheumatologen seid Ihr denn sonst? Wart Ihr schon mal im Olgäle in Stuttgart?
    LG
    Rheumel
     
  10. JoyTRex

    JoyTRex Neues Mitglied

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    Hallo staubi,

    Es tut mir wirklich leid das Du so schlechte Erfahrungen gemacht hast.

    Natürlich ist es erstmal verwirrend und schrecklich das der eine Arzt sagt ja und der andere nein......ich sage immer fragt man 10 Ärzte kriegt man 10 verschiedene Antworten :)

    Ich Antworte dir weil ich früher als Kind über 25x in Garmisch in Behandlung war. Ich habe chronische Polyathritis vermutlich seid meiner Geburt. Garmisch war für mich meine Rettung trotz künstlicher Gelenke sieht man mir heute meine Krankheit kaum an. Vorher bin ich bzw. meine Eltern mit mir von einem Arzt zum anderen und jeder erzählte etwas anderes......vermutlich ähnlich wie bei Dir.

    Es sind sicherlich einige Dinge gründlich schief gelaufen, so wie du erzählst. Allein die Tatsachen das Jenny nichts zu Essen bekam und das gleichzeitig eine 2te Untersuchung im Arztzimmer stattfand geht gar nicht.

    Das niemand die Kinder an Ihre Anwendungen erinnert ist ein Konzept der Klinik das eigenverantwortlichen Umgang mit der Krankheit zum Ziel hat. Ich musste auch sehr früh meine Medikamente selber nehmen und wusste bald besser was ich wann nehmen musste als meine Mutter :)

    Nun ich will nichts beschönigen meine Zeit dort ist schon lange her, immer wenn ich Artikel darüber lese werde ich melancholisch und denke an die schöne schreckliche Zeit zurück.

    Schade das Du solche Erfahrungen machen musstest, schade für die Klinik.
    Ich hoffe sehr das Du und Deine Tochter noch einen guten Arzt oder eine andere Klinik findet in der ihr Euch besser aufgehoben fühlt. Ich drücke ganz fest die Daumen und wünsche Euch alles Gute :)

    LG Joy
     
    #10 1. Februar 2011
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2011
  11. staubi

    staubi Neues Mitglied

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    Ja ich war schon in anderen Rheumatologien.

    Als erstes war ich im Olgäle, fand Herrn Prof. Dannecker klasse, den Oberarzt grauselich.... nachdem der sich noch mit meiner Hausärztin angelegt hatte, und Jenny erklärt hat der hör mir nicht zu, der redet mit mir als ob ich doof sei, gab ich dort auf. Vor allem, als mir alle sagten, das gibt sich, da ist nix.

    So dann war ich auf einer Rheumaschulung von der Rheumaliga. Dort lernte ich Frau Dr. Rogalski kennen. Das war eine authentische Ärztin. Sie erzählte, dass sie innerlich jedesmal jeden Tag in ihrer AMbulanz ihren Hut vor den Kindern zieht. Vor einiger Zeit hat sie nach einer Rötelninfektion eine reaktive Arthritis bekommen. Sie sagt es sei furchtbar gewesen und sie habe Schmerzen kennengelernt, und wenn sie daran denke, was die Kids aushalten müssen, dann begegnet sie denen mit noch mehr Respekt. Ich war dann mit Jenny zweimal stationär in Neckargmünd. dort lernte ich eine betreuung kennen, die einfach nur cool war. Ein miteinander ohnes gleichen und es gab auch die Misstöne ja... aber man konnte reden und ich fühlte mich in jeder Minute ernst genommen, und mein Kind auch... Während die Ärztin schmerzhafte Ultraschalluntersuchungen vornahm, in denen sie die Knie abwinkelte und von Elefantenschleim erzählte, der jeden morgen von den Assistenzärzten ermolken werden musste.. sfg

    Einer Oberärztin, die sich in die Betten zu den Mädels warf und sagte.. wo bleibt das Eis für die gosch? das andere haben wir schon....

    Ja auch da gab es Situationen, in denen ich nicht verstand, warum man warten musste.. Aber es wurde nicht nur die Schulter gezuckt, sondern geredet.

    Ich hab auch Kollegen, die als Kinder dort in Garmisch waren, und es anders sehen. ABER diese hatten auch ein ich hätte fast gesagt normales Rheuma.

    Mit serumnegativer Arthritis gehen die Ärzte sehr sehr schwer um, und man hat den Stempel der hysterischen Mutter sehr schnell. Ich halte mich dann immer an das was mir auf der Rheumaschulung gesagt wurde.

    ICH bin der Anwalt meines Kindes, es hat keine Lobby. Ich werde nun erfahren wie wir weitermachen..

    Ich habe jedenfalls wenig Lust noch mal stationär nach Garmisch.... und dann auf diese Station, die anderen Teenies, die da waren, waren auch nur genervt..... Lag vielleicht auch an der wenig einladenen Ausstattung dort.


    Dies ist meine eigene Meinung, das was ich dort erlebt habe, mein Frust den ich niedergeschrieben habe. .....

    Übrigens.. bekam ich heute ein Päckchen unfrei zugestellt, aus Garmisch, ich durfte 15 Euro bezahlen, drin war ein Buch, dass mein Kind vergessen hatte, Wert 8,95... Danke...
     
  12. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Ich frag jetzt was, was Du vermutlich in den falschen Hals
    bekommen wirst, staubi.

    Bist Du zornig wegen Dir oder wegen Deines Kindes?


    Die Kids nehmen das alles zu großen Teilen anders
    wahr als die Eltern. Du schreibst sie waren allein
    gelassen dort. Nun , sie sind allein. Sie werden ein
    Leben lang gegen den Wind kämpfen müssen.

    So sehr sich Eltern bemühen können, sie können das
    nicht abnehmen. Die Kinder lernen das dort. Man
    nimmt sie ernst, man bespricht sogar OPs mit Ihnen.
    Ich bin selbst auch dort operiert worden. Ich weiß
    wovon ich spreche.
    Selbst deine Tochter sagte über andere Ärzte, auf
    die hör ich nicht - die tun als wär ich doof.
    Dort traut man den Kindern eine Menge zu.

    Schau wie viele Erwachsene schreiben hier und sind

    überfordert mit dem was passiert? Man muss so früh
    wie möglich mündiger und ge- , aber nicht überforderter
    Patient sein.

    Gruß Kira
     
  13. april07

    april07 Neues Mitglied

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    Bin seit 2 Jahren dort mit meinem Sohn in Behandlung und kann diese negativen Berichte nicht verstehen . Hab nur gute Erfahrungen gemacht . War schon 8 mal dort . Aber Motzer gibt es immer . Garmisch ist spitze :a_smil08:


    und wenn die das Buch entsorgt hätten hätte auch jemand gemeckert ........
     
  14. Carola70

    Carola70 Neues Mitglied

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    Bücher kann man auch per Bücherversand für knapp 2€ versenden!-ok gehört nicht direkt hier her!

    Ich seh das anders wie einige hier, ich war noch nie mit den Kids in Garmisch!
    Aber man sprich staubi und Ihre Tochter sind mit warscheinlich sehr großen Erwartungen in die Klinik gefahren und wurden enttäuscht und das ist sehr schade! *fühlt Euch gedrückt*
     
  15. april07

    april07 Neues Mitglied

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    ....ich kann es nur immer wieder sagen die sind top dort ...

    hast du auch ein kind was an Rheuma erkrankt ist ?
     
  16. staubi

    staubi Neues Mitglied

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    Ja toll Motzer gibt es immer wieder. Garmisch hat wieviel 6 Stationen (?) Auf welcher warst du, welche Art von Rheuma hat dein Kind etc.. sehr viel kommt dazu...

    Du bist dort zufrieden, also müssen es alle anderen auch sein? Nicht immer passt der Doc zu dem Patienten und umgekehrt.


    Ich habe keine Wertung abgegeben zu Garmisch, sondern geschrieben wie es uns dort ergangen ist. Nicht mehr und nicht weniger. Ich freue mich, dass du dich dort wohl fühlst.

    Zu dem Zeitpunkt als ich da war, war es halt genauso.


    Übrigens meine Rheumatologin, ist allgemein als sehr sehr schwierig bekannt.. Ich komm wunderbar mit ihr zurecht.... genau wie meine Tochter ...
     
    #16 3. Februar 2011
    Zuletzt bearbeitet: 3. Februar 2011
  17. staubi

    staubi Neues Mitglied

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    Nein ich bekomme das nicht in den falschen Hals, ich bin sauer...

    Sauer darüber, wie alles abgelaufen ist. Sauer darüber, dass es in Neckargmünd wunderbar lief. Auch dort wurde den Kids viel zugetraut, die Kids wurden selbstständig gemacht.... Nur es lief dort einfach anders, mag sein, dass ich mich dort durch die Sympathie mit der Oberärztin besser aufgehoben fühlte...und mehr Vertrauen dazu hatte mein Kind dort zu lassen... Blöd ausgedrückt, aber ich weiß nicht wie anders.

    Verstehst du auch dort wurden die OPs mit Kids besprochen, aber danach war jemand aus der Familie da zum trösten. Es wurden die Termine so gelegt, dass es funktionierte. Es kam nicht ein fremder Arzt, den du nicht kanntest, und sagte dir so und so und so wirds gemacht stand auf und ging wieder...

    Klar ich hab ein cooles Kind, dem ich nichts abnehmen kann, würde auch nicht funktionieren, denn ich trage genug alleine.

    Auch die Schwester im MRT war überrascht, wie cool das Kind war, bis es in der Röhre war und eine gewisse Hand gebraucht hat....

    Egal, ich hab aus diesem Posting gelernt....







     
  18. Immortelle

    Immortelle Neues Mitglied

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    Essen, bin jetzt aber bis Juni in Jena
    Ich möchte einfach mal was sagen, obwohl ich in dem Sinne nicht als Mutter betroffen bin, d.h. meine Kinder sind schon erwachsen und haben (zum Glück)kein Rheuma. Dennoch hatte ich die Posts gelesen und kann nachvollziehen, wie man sich als Mutter fühlt, wenn man seine Tochter da abgibt, wo man nicht vertrauen kann und schlechte Erfahrungen macht.

    Und, staubi, ich kenne das Gefühl, dass ich irgendwas ganz furchtbar empfinde und andere sagen: Was denn, ich finde das alles total okay. Und dann komt zu dem Frust und der Ettäuschung noch eine weitere Kränkung hinzu. Das tut weh. Man fühlt sich, als würde man sich nur "anstellen", sei überempfindlich oder sähe etwas ganz falsch. Oder man wäre eben ein "Motzer"
    Aber so ist das nicht!
    1. macht jeder Mensch eben seine eigenen Erfahrungen, die kann man nicht relativieren dadurch, dass es anderen anders geht
    2. vielleicht haben die hier anderes erlebt haben tasächlich andere Situationen, Ärzte usw. vorgefunden, es ist ja nicht jeden Tag alles gleich, vielleicht hatten sie Glück, ihr Pech
    3. finde ich hast du als Mutter das Recht etwas blöd zu finden oder deinem Kind abträglich, selbst wenn dein Kind es anders empfindet, das ist doch normal!! Aber es scheint ja so, als hätte auch deine Tochter dort nicht bleiben wollen...ABER selbst wenn es einer 12-jährigen irgendwo gefällt und ich als Mutter würde denken: Da stimmt was nicht, muss man doch ernst nehmen. Gerade wo es um ihre Gesundheit, Gelenke geht

    Klar kann man zur Kenntnis nehmen, dass anderen etwas guttut, was man selber nicht so empfindet. Aber wenn ich deswegen als "Motzer" bezeichnet würde, wäre ich auch verletzt. Ich weiß nicht, wo das Problem ist, verschiedene Erfahrungen einfach nebeneinander zu akzeptieren, es ist doch wie mit den Medikamenten auch: dem einen hilft das, dem anderen das.

    Staubi, ich würde mir wünschen dass du trotzdem hier im Forum weiterschreibst.

    Und Leute, könnt ihr denn nicht einfach sagen: Mir gings anders, aber deswegen muss ich doch jemand mit gegenteiligen Erfahrungen nicht so "abqualifizieren", als würde es eine für alle und jederzeit gültige Wahrheit geben.

    nachdenkliche Grüße
    Immortelle
     
  19. Fynn

    Fynn Mitglied

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    Ich bin mit unserem Sohn letztes Jahr 3x in GAP gewesen. Die ersten 2x mit ähnlichen Erfahrungen wie Staubi. Beim 3. Mal hatten wir Glück. Der Stationsarzt hatte gewechselt und bei der neuen Stationsärztin fühlten wir uns 1000x besser aufgehoben (und das habe nicht nur ich so empfunden).

    Ich glaube schon, dass sehr viel davon abhängt, an welchen Arzt man gerät, auf welche Station etc. Außerdem hat der Chefarzt gewechselt, das hat wohl auch einiges verändert, wurde mir zumindest von Müttern erzählt, die seit Jahren dorthin fahren.

    Ich sehe weniger ein Problem mit den Kindern, mein Sohn ist erst 4, aber mit ihm wurde zu jederzeit und von jedem Arzt, jeder Schwester, jedem Therapeuten sehr liebe- und respektvoll umgegangen. Aber ein Problem mit den Müttern. Auch Mütter, deren Kinder nicht das offensichtliche, typische Kinderrheuma (so nenne ich es jetzt mal) haben, haben Ängste und Sorgen und damit wurde nach meiner Meinung in GAP zumindest von ärztlicher Seite mitunter nicht entsprechend umgegangen. Ich hatte auch das Gefühl, wenn nicht gleich ein dickes Gelenk oder ein Erguß da war und dann vielleicht auch die Blutwerte nicht so eindeutig waren, wurde sehr schnell zu "da ist nichts" tendiert. Alternativ zu "da ist nichts" kommt dann vielleicht noch der Gedanke "Schmerzverstärkungssyndrom". Als Mutter bekommt man dann schnell das Gefühl, dass man als hysterisch angesehen wird. Dabei ist man als Mutter diejenige, die das Kind weinen sieht, weil es vor Schmerzen nicht mehr auf einen Hocker steigen kann.

    Nur, dass nicht jeder Tag gleich ist von den Schmerzen her, das sollte auch in GAP bekannt sein. Es fährt doch niemand hunderte von Kilometern ins KH, weil sein Kind völlig gesund ist.

    Eine Schwester auf unserer Station meinte mal zu mir, es sei sehr, sehr oft der Fall, das die Kids kommen und es geht ihnen sehr viel besser als kurz vorher zu Hause.

    Diese Dinge habe ich persönlich als schwierig in GAP empfunden. Wie gesagt, wir haben bei 3 Aufenthalten sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht, die großteils mit den behandelten Ärzten zusammenhingen.

    Und nachdem ich gerade mit meinem Sohn aus der hiesigen Kinderklinik zurückkomme, wo er wegen seiner CED behandelt wird, kann ich nur unterschreiben: Ich bin der Anwalt meines Kindes. Wenn ich das Gefühl habe, da läuft was, was meinem Kind nicht gut tut, dann muss ich was dagegen tun, egal, um welchen Arzt oder welche Klinik es sich handelt.
    Wenn Staubi also das Gefühl hatte, dann hilft es wenig, hier darauf zu bestehen, wie toll es in GAP ist. Wie gesagt, ähnlich wie Staubi hatte ich das Gefühl, es hängt sehr von Station, behandelnden Arzt und Rheumaart ab.

    Liebe Grüße, Kathrin
     
  20. majosu

    majosu Mitglied

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    Hallo Fynn,


    Wenn ich das Gefühl habe, da läuft was, was meinem Kind nicht gut tut, dann muss ich was dagegen tun, egal, um welchen Arzt oder welche Klinik es sich handelt.

    Schreibst Du...aber was soll man dagegen tun, die nächste Klink???
    Tochter hat auch die Diagnose Schmerzverstärkungssyndrom. 2 Termine in der Klinik: nicht einmal US oder BE.
    Meine Diagnose ist PSA.

    Grüße
    majosu