S
Sabinerin
Guest
Hallöchen,
ich habe einen neuen Rheuma-Doc, der nach meinen ersten drei Besuchen soweit ganz ok erscheint.
Ich habe ihm sofort im ersten Gespräch meine Einstellung zu Ärzten/Therapien erzählt, woraufhin er meinte, daß er auch ganz deutlich zu mir reden könnte. Aber klaro, so ist es mir lieber, als nur um den heißen Brei herumzureden.
Nachdem er nun meine Blutwerte, Urinwerte, meine problematischen Gelenke per Ultraschall, Hände und Füße per Röntgenbild und die Osteoporose-Untersuchung ausgewertet hat, schaute er mich über den Brillenrand hinweg, an.
Aha.....ok, hab verstanden. Mit einem Fingerzeig auf mein linkes Handgelenk "Das, war´s wohl. Das Handgelenk ist hinüber!" Jepp, sah ich selbst, denn in den Jahren habe ich gelernt Röntgenbilder weitestgehend zu verstehen.
"Die Op ist dringenst erforderlich. Alles weitere können Sie vergessen (Naturheilkunde)" Ich schob ihm mein "kleines" Mäppchen mit den Arztberichten rüber und er begann zu lesen und zu blättern. Immer wieder schaute er mich an, ich grinste und meinte "Da hab ich Ihnen doch nicht zuviel versprochen, ist spannend wie ein Kriminalroman!" *g*
"Ach da waren Sie schon? Ach und da auch? Und in Köln, Essen, Münster, Bochum auch?......"
Er klappte mein "Mäppchen" zu und sagte, er denke über eine Basistherapie für mich nach. Mein Gesicht verzog sich und ich klopfte auf die Unterlagen. "Sie haben doch gelesen, welche Medis ich bereits genommen habe"
"Ja, schon, aber ich denke an etwas Neues, etwas was Sie noch nicht kennen!"
"Aha".....ich überlegte kurz, schaute ihn grinsend an und fragte:"Meinen Sie etwa Kineret??"
Die Kinnlade fiel runter, sein blick war leicht irritiert und er fragte:"Wie machen Sie das, Frau xxxx?"
Schulterzucken, breites Grinsen....
Na, er wollte dann lieber, daß ich eine zweite Meinung einhole. Aber er müsste überlegen, zu welchem Doc er mich überhaupt schicken könnte. Denn schließlich sollte nicht nur der Patient mit dem Arzt klarkommen, sondern der Arzt auch mit dem Patienten!
"Herr Doktor, wenn Sie damit ausdrücken wollen, daß ich zu diesen unangenehmen bzw. unbequemen Patienten zähle, dann haben Sie vollkommen recht. Sie würden sich ja auch schließlich nicht sofort alles auf´s Auge drücken lassen, oder??"
Schweigen...."Nee, zu dem kann ich Sie nicht schicken, der blockt Sie ab. Und der, der fühlt sich auf den Schlips getreten. Und der....mmh, der könnte gehen, aber, nein, der käme mit Ihnen nicht zurecht...blablabla"
Früher wäre ich schockiert gewesen. Heute amüsiert es mich. Ok, ich bin sicher keine bequeme Patientin, aber es ist ja auch nicht meine Aufgabe "bequem" zu sein. Der Doc soll nicht mein bester Freund sein, der mich nett findet usw. Er soll mir helfen und darf gerne Klartext mit mir reden. Und ich lasse mich auch gerne von neuen Dingen überzeugen, wenn die Argumentation stimmt.
So ganz geheuer bin ich meinem neuen Doc nicht *lol*, aber er respektiert meine Meinung und das ist das Wichtigste.
Ach ja, zum Schluß sagte ich ihm, daß ich im KH angerufen hätte. Der nächste Termin, ohne Ambulanz, wäre in 8 Wochen. Da ich als gesetzlich Versicherte aber zur Ambulanz muß, habe ich dort einen Termin in 4 Wochen, das bedeutet ergo, daß ich frühestens in 3 Monaten operiert werde.
Ich fragte ihn, ob es möglich ist, daß er mal dort anruft, ansonsten könnte ich ja 3 Monate warten und dann hätten die Chirurgen halt ein wenig mehr zu tun.
Amüsierte Grüsse
Sabinerin
ich habe einen neuen Rheuma-Doc, der nach meinen ersten drei Besuchen soweit ganz ok erscheint.
Ich habe ihm sofort im ersten Gespräch meine Einstellung zu Ärzten/Therapien erzählt, woraufhin er meinte, daß er auch ganz deutlich zu mir reden könnte. Aber klaro, so ist es mir lieber, als nur um den heißen Brei herumzureden.
Nachdem er nun meine Blutwerte, Urinwerte, meine problematischen Gelenke per Ultraschall, Hände und Füße per Röntgenbild und die Osteoporose-Untersuchung ausgewertet hat, schaute er mich über den Brillenrand hinweg, an.
Aha.....ok, hab verstanden. Mit einem Fingerzeig auf mein linkes Handgelenk "Das, war´s wohl. Das Handgelenk ist hinüber!" Jepp, sah ich selbst, denn in den Jahren habe ich gelernt Röntgenbilder weitestgehend zu verstehen.
"Die Op ist dringenst erforderlich. Alles weitere können Sie vergessen (Naturheilkunde)" Ich schob ihm mein "kleines" Mäppchen mit den Arztberichten rüber und er begann zu lesen und zu blättern. Immer wieder schaute er mich an, ich grinste und meinte "Da hab ich Ihnen doch nicht zuviel versprochen, ist spannend wie ein Kriminalroman!" *g*
"Ach da waren Sie schon? Ach und da auch? Und in Köln, Essen, Münster, Bochum auch?......"
Er klappte mein "Mäppchen" zu und sagte, er denke über eine Basistherapie für mich nach. Mein Gesicht verzog sich und ich klopfte auf die Unterlagen. "Sie haben doch gelesen, welche Medis ich bereits genommen habe"
"Ja, schon, aber ich denke an etwas Neues, etwas was Sie noch nicht kennen!"
"Aha".....ich überlegte kurz, schaute ihn grinsend an und fragte:"Meinen Sie etwa Kineret??"
Die Kinnlade fiel runter, sein blick war leicht irritiert und er fragte:"Wie machen Sie das, Frau xxxx?"
Schulterzucken, breites Grinsen....
Na, er wollte dann lieber, daß ich eine zweite Meinung einhole. Aber er müsste überlegen, zu welchem Doc er mich überhaupt schicken könnte. Denn schließlich sollte nicht nur der Patient mit dem Arzt klarkommen, sondern der Arzt auch mit dem Patienten!
"Herr Doktor, wenn Sie damit ausdrücken wollen, daß ich zu diesen unangenehmen bzw. unbequemen Patienten zähle, dann haben Sie vollkommen recht. Sie würden sich ja auch schließlich nicht sofort alles auf´s Auge drücken lassen, oder??"
Schweigen...."Nee, zu dem kann ich Sie nicht schicken, der blockt Sie ab. Und der, der fühlt sich auf den Schlips getreten. Und der....mmh, der könnte gehen, aber, nein, der käme mit Ihnen nicht zurecht...blablabla"
Früher wäre ich schockiert gewesen. Heute amüsiert es mich. Ok, ich bin sicher keine bequeme Patientin, aber es ist ja auch nicht meine Aufgabe "bequem" zu sein. Der Doc soll nicht mein bester Freund sein, der mich nett findet usw. Er soll mir helfen und darf gerne Klartext mit mir reden. Und ich lasse mich auch gerne von neuen Dingen überzeugen, wenn die Argumentation stimmt.
So ganz geheuer bin ich meinem neuen Doc nicht *lol*, aber er respektiert meine Meinung und das ist das Wichtigste.
Ach ja, zum Schluß sagte ich ihm, daß ich im KH angerufen hätte. Der nächste Termin, ohne Ambulanz, wäre in 8 Wochen. Da ich als gesetzlich Versicherte aber zur Ambulanz muß, habe ich dort einen Termin in 4 Wochen, das bedeutet ergo, daß ich frühestens in 3 Monaten operiert werde.
Ich fragte ihn, ob es möglich ist, daß er mal dort anruft, ansonsten könnte ich ja 3 Monate warten und dann hätten die Chirurgen halt ein wenig mehr zu tun.
Amüsierte Grüsse
Sabinerin