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Diagnose mittels Blutwerten?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Nicole1978, 21. Februar 2012.

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  1. Nicole1978

    Nicole1978 Neues Mitglied

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    Hallo, ich heiße Nicole und bin neu hier. Bei mir besteht seit November 2011 der Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung. Ich habe Schmerzen in Finger- und Handgelenken, Knie, Knöchel, Zehen, Hüfte, Ellenbogen, Schulter; jeweils beidseits. Die Knie und Fingerknöchel sind auch leicht geschwollen. Die Schmerzen sind in Ruhe deutlich schlimmer, am heftigsten abends und nachts. Außerdem habe ich die typische Morgensteifigkeit, besonders in den Händen. Mein Hausarzt hat mir jetzt eine Einweisung in die Rheumatologie gegeben, das Krankenhaus meldet sich im Laufe der Woche wegen einem Aufnahmetermin. Ich war vor zwei Wochen bei einem niedergelassenem Rheumatologen, den zweiten Termin, wo frühestens eine Diagnose gestellt wird, habe ich erst am 04.05. Jetzt meine Frage: Der Rhaumatologe hat vor zwei Wochen Blut abgenommen, ich habe da heute nochmal angerufen wegen den Ergebnissen. Die Sprechstundenhilfe sagte, die Werte wären soweit alle in Ordnung, auch die rheumaspezifischen Entzündungswerte, nix dramatisches, ich bräuchte mir absolut keine Sorgen zu machen. Ist es dann überhaupt noch notwendig, ins Krankenhaus zu gehen?? Andererseits muss jetzt endlich mal was passieren, ewig geht das so nicht weiter. Ich nehme seit 3 Wochen Schmerzmittel, erst Diclofenac, jetzt Naproxen. Ein Therapieversuch mit Cortison (1 Woche lang, von 60 mg Tag 1 bis 10 mg Tag 7) hat wunderbar geholfen, leider nur die ersten beiden Tagen, dann fingen die Schmerzen wieder an. :(
    Schließen normale Blutbefunde eine rheumatische Erkrankung aus?
    Habe morgen nochmal einen Termin bei meinen Hausarzt, mal schauen, was der dazu sagt.
    Aber mich interessiert eure Meinung sehr, für Antworten wäre ich dankbar.

    Nicole
     
  2. Kecky

    Kecky Mitglied

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    Hallo Nicole 1978,
    erst mal Herzlich Wilkommen im Forum :vb_redface:

    normale Blutwerte schließen Rheuma leider nicht aus , es gibt pos. und neg.Rheuma-marker.

    Lg Kecky
     
  3. Nici1970

    Nici1970 Mitglied

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    ich bin so ein negativer Fall

    Hi für mich hort sich das nach einer RA an, ich habe das gleiche Problem, das alle meine Werte wie RF negativ, die Blutsenkung normal und die Entzündungswerte nur leicht erhöht sind, aber trotzdem habe ich RA. Bleib da unbedingt am Ball, sonst kannst Du irgendwann gar nichts mehr.
    Grüße Nici
     
  4. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    hallo nicole,
    auch ich habe die diagnose seronegative r.a.
    allerdings sind im laufe der jahre dann doch einige entzündungswerte positiv nachgewiesen worden. hätte dir auch gern entwarnung gegeben, aber mach das auf jeden fall mit der klinik, dann hast du eine zweite meinung.
     
  5. Bella1984

    Bella1984 Mitglied

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    hallo nicole,

    herzlich willkommen. :)

    nein,so einfach ist es leider nicht. ich bin auch sero negativ-sprich im blut is nix nachweisbar trotzdem leide ich an rheuma. es gibt sehr viele rheumaarten die seronegative marker haben. also geh in die klinik-ist besser.

    liebe grüße

    bella
     
  6. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Hallo Nicole,

    vorne weg erstmal warum hast du erst so spät einen Zweittermin? Wenn du doch so arge Beschwerden hast, wäre hier eine kurzfristigere Terminvergabe wohl angebracht, allein schon um den Verlauf zu sehen. 3 Monatstermine werden meines Erachtens erst nach Diagnosestellung vergeben. Würde mich dort auch nicht einfach so abspeisen lassen von einer Sprechstundenhilfe, es ist sicher möglich mit dem Arzt(in) telefonisch zu sprechen wie du weiter verfahren sollst. Dein HA hat dich ja schließlich in dessen fachkundige Hände überwiesen um nun nicht wieder alleine dazustehen.

    Zu dem Klinikaufenthalt würde ich dir raten, allein schon wegen der o.g. Terminvergabe. Möglicherweise stellt man dir in der KLinik eine Diagnose. Auch kann man hier alles diagostisch- therapeutische ausschöpfen.

    Das du auf Cortison von 60 mg positiv reagierst, erinnert mich doch sehr stark an mich, als ich tiefer ging kamen die Schmerzen wieder :( Wie schon einige meiner Vorredner beschrieben haben, ist es möglich das entz. Blutwerte (CRP, BSG, RF, Fibrinogen etc.pp.) sich erst später, also sprich teilweise Monate nach Beginn der Erkrankung zeigen.

    Bleibe dran und mache den Ärzten klar wo der Schuh drückt! Wichtig ist immer ein Tagebuch über mögliche Einschränkungen, VAS, Allgemeinsymtome, Schwellung/Rötungen, Medikationen usw. zu führen ;) Bitte immer angeben, dass besagte Tagebücher Auftrag vom HA sind, es könnte sonst schnell der Verdacht erweckt werden, dass "Patient" nach Symptomen sucht, gerade in der Diagnosefindung wird einem sowas schnell mal neg. ausgelegt.
     
    #6 21. Februar 2012
    Zuletzt bearbeitet: 21. Februar 2012
  7. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Ich finde es ja immer wieder ungeheuerlich, dass Patienten mit rheumatypischen Beschwerden anhand fehlender eindeutiger Blutwerte vertröstet und beruhigt werden, sie hätten kein Rheuma - und dadurch alles auf die lange Bank geschoben wird.

    Es müsste doch nun mal endlich bekannt sein, dass es seronegatives Rheuma gibt!?!?

    Meine Überzeugung: wenn mal 1 Gelenk betroffen ist, dann kann es alles mögliche sein (Überlastung usw.) .... aber alles, was 2 und mehr Gelenke betrifft, ist mit großer Wahrscheinlichkeit was rheumatisches.

    Also nicht vertrösten lassen!

    Alles Gute!
     
  8. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Nicole,

    ja geh auf jeden Fall noch ins Krankenhaus zur Abklärung, denn du hast Beschwerden. Auf die Aussage einer Sprechstundenhilfe würde ich mich nicht verlassen, sie ist kein Arzt und kann das gar nicht beurteilen. Eine Befundbesprechung sollte meiner Meinung nach auch immer mit dem Arzt stattfinden und nicht mit der Sprechstunden oder Arzthelferin.

    Ein eindeutiges nein von mir, leider schließt das keine rheumatische Erkrankung aus, gibt so viele Arten von Rheuma und auch eben welche wo man nichts oder kaum oder eben erst später was im Blut sieht.