@Berghexe
Für neu Erkrankte ist es immer sehr schwierig sich erst einmal zu orientieren.
Viele sind mit einer Therapie in Remission und haben keine / kaum Probleme, oft sind die aber nicht in einem Rheumaforum aktiv.
Andere habe eine Basis die funktioniert, aber nicht zu 100% sondern vielleicht nur zu 70%, damit kann man leben, wenn man zugrunde legt, dass ganz ohne Basis starke Gelenkveränderungen folgen können (oder je nach Erkrankung Herz-Lunge-Leber, Muskeln, Nerven kaputt gehen).
Dann wieder gibt es die Gruppe die auf keine Basis anspricht, diese behelfen sich mit alternativen Mitteln die häufig nur eine geringe Wirkung haben, sie nehmen Schmerzmittel bis die Leber und Nieren nicht mehr mitmachen oder finden sich ab, geben auf. Das ist schade und traurig, denn dann wird man nicht nur aus dem Arbeitsleben gerissen, sondern auch Familie und Freunde bleiben auf der Strecke.
Was die Ärzte angeht: geh zu 5 Ärzten und jeder wird versuchen dir mit seiner Erfahrung zu helfen, aber es gibt nun mal leider keine allgemein gültige Regel. Vielleicht gehörst du zu denen bei denen Enbrel erst nach einem halben Jahr hilft? Andere haben das Glück die bilden keine Antikörper gegen Humira und können auf MTX verzichten, ich wieder fahre mit Humira+MTX gut.
Und auch wenn es dir gut geht, kann es morgen wieder anders sein. Dein Rheuma ist dann ja nicht weg, sondern versuch das wie ein Schlafen zu sehen. Irgendwo ist es runtergefahren, aber schon enormer Stress, ein Unfall, Todesfall, Umzug oder sonstwas kann es wieder wecken. Das ist dann kein Wirkungsverlust deines Medikaments!
Alle hier im Forum haben solche oder ähnliche Erlebnisse schon gehabt und wenn es mal sowas bei dir gibt, wird dir einer einen Tip geben könnnen wie man damit umgehen kann.
LG Kukana