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Diabetes 1 und dann Rheumatoide Athritis

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von DoratheaKäte, 9. Juni 2014.

  1. DoratheaKäte

    DoratheaKäte Neues Mitglied

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    Hallo, bin neu hier und suche Erfahrungsaustausch mit ähnlichen "Leidensgenossen". Bin vor 5 Jahren mit 39 an Diabetes 1 erkrankt und nun kam vor 2 Jahren RA dazu. Bin schlank und relativ sportlich, klar liebe ich auch Suesses. Suche immer noch nach moeglichen Gruenden und alternativen zu MTX und Kortison - naturheilkundlich, ernaehrungstechnisch oder anderes. Leider immer noch nicht schmerzfrei, habe 9 Monate ohne mtx versucht. Leider mit wenig erfolg. Habe solche Angst vor den Wirkungen der Unterdrueckung des Immunsystems ... Und die Befuerchtung das ich mit den Medis vielleicht noch alles schlimmer mache.
     
  2. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Dorothea,

    darf ich fragen, was sie schlimmer machen sollen?

    Kortison sollte - im Idealfall - nur kurzfristig eingesetzt werden. Es setzt der Entzündung erst ein Mal ein "Stopp"zeichen,

    damit die anderen Medis wie MTX dann auch helfen können - das jetzt mal ganz vereinfacht ausgedrückt.

    In dieser Zeit solltest Du Dich eher kohlenhydratarm ernähren, weil das Kortison gerne alles verstoffwechselt, was es in die
    Finger bekommt, klar auch das Süsse ;)

    Wenn Du spritztpflichtig bist, dann wirst Du vom Doc mit Sicherheit neu eingestellt und engmaschig kontrolliert. Wir, Diabetes Mellitus-Patienten,

    müssen oftmals Medis noch zusätzlich nehmen bzw dann auch eng an die Vorgaben des Docs halten. Ich darf z. B. 12-14 BE tgl zu mir nehmen
    und komme damit ganz gut klar, zumindest Blutzucker-Technisch.....

    Ernärhungstechnisch kannst Du auch einiges machen:

    Die Rheumatologen bevorzugen derzeit eine sog mediterrane Ernährung:

    3 Handvoll Gemüse, 2 Handvoll Obst

    magere u helle Fleischsorten, jedoch kein Schweinefleisch
    mageren Fisch

    gute Pflanzenöle, jedoch kein Sonnenblumenöl - kann u U einen Schub auslösen

    wenig Alkohol, Weisswein bevorzugen, der Rote könnte u U auch einen Schub auslösen

    bei Kaffee musste schaun, ob Du den verträgst, ebenso Schwarz- und Grüner Tee

    Vollkorn-Mehle und -produkte

    Wenig Zucker und Süßigkeiten

    Vielleicht hilft Dir das ja schon ein wenig.....
     
  3. DoratheaKäte

    DoratheaKäte Neues Mitglied

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    danke Colana für Deinen Beitrag. Ich habe keine Begrenzungen in den BEs . Ernähre mich aber auf Anraten meines Heilpraktiker seit fast einem Jahr vegan. Allerdings ohne wesentlichen Erfolg für die RA. Ich spritze 15 mg MTX seit 12 Wochen wieder und nehme 2 mg Kortison zur Nacht . Kortison nehme ich jetzt schon seit 2 Jahren in unterschiedlicher Dosis aber nie über 10 mg wegen dem Zucker. Leider Schmerzen die Knochen immer noch in Händen und Füßen. Zu deiner Frage was noch schlimmer werden kann ... Ich befürchte einfach dass die Medis noch mehr kaputt machen .. Weitere Autoimmunkrankheiten, Empfindlichkeit bei jedem Krankheitserreger, Leber etc. . Ich versuche homöpathische mittel Causticum, Akupunktur, chinesische Kräuter. Aber so richtig wirkt es nicht ...
    Oft denke ich einfach es muss es eine Ursache geben für die immunreaktionen ...

    danke nochmals für die lieben Tipps!
     
  4. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Die Sorge ist wirklich berechtigt. Nur...... bis jetzt habe ich auch noch keine Alternative gefunden, die wirklich hilft.

    Etwas mildern kann man vielleicht, wenn man zusätzlich Brennessel-, Löwenzahn-, Ingwer-Tee trinkt. Das habe ich aus einem Naturheilbuch, diese Tees sind gut gegen Rheuma....aber wenn man bedenkt, wieviel Untergruppen es bei Rheuma gibt......
    Probieren sollte man das aber schon, denn schaden tut es mal nicht. Ich selbst habe keinen Diabetes, bin sehr dick (habe durch Beta-Blocker und Cortison extrem zugenommen ! Dass mir das nicht recht ist, dürfte klar sein)
    Der Doc sagte mir, dass ich unter allen Umständen immer wieder versuchen sollte, mit dem Cortison aufzuhören, denn dieses Medikament kann Diabetes auslösen! Wenn es nicht anders geht, kann ich bis 10 mg hochgehen so über 5 Tage, dann wieder langsam peu à peu runter - ausschleichen lassen.

    Dann habe ich über Weihrauch-Produkte gelesen. Die üblichen.... im deutschen Handel.... die helfen überhaupt nicht.
    Aber es gibt aus dem arabischen Raum (Berber) eine ganz spezielle Weihrauchpflanze, deren Saft, dazu ein Pulver (schmeckt alles scheußlich) das habe ich probiert, das hat geholfen, aber ich konnte mir das auf Dauer nicht leisten, weil das sehr teuer ist. Darauf hat mich hier im Internet jemand aufmerksam gemacht, wofür ich sehr dankbar war und noch bin.
    In Deutschland wird dieser spezielle (Berber)-Weihrauch nicht vertrieben, warum, kann ich mir nicht erklären.

    Bin dann umgeschwenkt auf Kapseln (von Indien ) aus der Apotheke, die waren erschwinglich - aber völlig wirkungslos.
    Wie gesagt, ich experimentiere auch mit diesem und jenem rum, spritze jedoch brav mein MTX und wenn es mal ganz happig wird, nehme ich auch wieder mal Cortison ein (wie oben beschrieben).
    Ich habe einen guten Doc, muss auf ihn hören, denn er hat mich bisher wirklich immer gut beraten, ich vertraue ihm, er legte mir ans Herz, mit dem MTX nicht aufzuhören, da dieses Medikament gegen Entzündungen sehr gut wirkt.
    Bis jetzt hatte er Recht.

    Den Beipackzettel von MTX las ich mit Schaudern!!! Das muss ich sagen, aber was bleibt übrig, wenn ich keinen größeren Schaden erleiden will.

    Magenschutz brauche ich so gut wie überhaupt nicht, weil ich jeden Tag rohen Ingwer esse, der hilft enorm und schützt den Magen - und ist Natur ! -.....und er regt auch noch den Stoffwechsel an.... sauber...:D

    Habe meinen Doc auch gefragt, ob ich denn nicht mal mit diesem MTX aufhören könne, das ist ja ein ziemlicher Hammer......aber er verneinte....das Rheuma hab ich jetzt - für immer. Zum Trost sagte er mir noch, dass das allgemein gut vertragen wird.
    Nun muss ich dazu sagen,, dass ich derzeit noch gut mit der Menge von 7,5 mg MTX als Spritze wöchentlich auskomme.

    Wenn ich mal irgendetwas finden sollte, was noch gut gegen Rheuma (Sammelbegriff) hilft, stell ich das hier als Kommentar rein.

    Im Übrigen:
    Wenn ich immer lese, dass man keinen Alkohol trinken soll......mir bekommt Weißwein hervorragend, das habe ich gerade am letzten Sonntag wieder festgestellt.... ich hatte viel weniger Schmerzen, die Durchblutung klappte prima und somit auch meine Bewegungen !!!!!
    Natürlich soll man nicht maßlos sein.
    Ebenso vertrage ich Schweinefleisch hervorragend. Da bekomme ich so richtig Kraft !!!! Besonders Eisbein !! Man soll es nicht glauben, nach dem Genuss von diesem Fleisch könnte ich Bäume ausreißen. (Ich habe PMR, RA) Das Eisbein esse ich 3 x im Jahr - nicht öfter. Man soll es ja nicht übertreiben und dazu ein schönes kühles Helles :D. Was hat mir das immer gut getan.
    Das kann ich aber nur für mich so sagen. Wie ein anderer darauf reagiert, ist eine andere Sache.
    Wie gesagt: Ausprobieren.....

    Und noch was: Vor Jahren sagte ich mal zum Doc: " Seit ich gesund lebe und auf alles aufpasse - Kalorien, Fett etc. werde ich immer kränker, und wenn ich das esse und trinke, was mir wirklich schmeckt, dann geht es mir gut." Daraufhin lächelte er (wissend).

    Liebe Grüße
    Grit
     
    #4 10. Juni 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Juni 2014
  5. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @DoratheaKäte

    Ich würde mir an Deiner Stelle eher über die chinesischen Kräuter Gedanken machen als über die vom Arzt empfohlenen Medikamente.....es gibt immer wieder Fälle, in denen es zu schweren Leberschäden kommt, weil in chinesischen Kräutermischungen die Zusammensetzung völlig unbekannt war; im Nachhinein hat man hochtoxische Substanzen gefunden.
    Allopathische Medikamente sind im Gegensatz dazu standardisiert und in einer fixen Rezeptur und Dosierung erhältlich.

    Grüße, Frau Meier
     
  6. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo DorotheaKäte,

    nimmst du beim Diabetes Typ I auch kein Insulin?
    Wie geht das?
    Du hast doch damit 2 Krankheiten, die deinen Köper angreifen. Diabetes und entzündliches Rheuma gehen auch auf Adern, Nerven, Organe...
    Müssen dein Diabetologe und dein Rheumatologe sich da nicht sogar absprechen?
    Da Typ I Diabetes eine Autoimmunerkrankung ist, würde ich sogar den Rheumatologen fragen, ob da ein Zusammenhang zwischen meinem Rheuma und der Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse besteht.

    Ich nehme seit 14 Jahren täglich 5mg Cortison, dazu noch ein paar andere Sachen. Leider wurde viel zu spät damit begonnen. Ich habe Arthrosen, weil die Arthritis nicht sofort behandelt wurde. Das wünsche ich niemandem. Die ganzen Alternativen, Heilpraktiker, Anthroposophen, Gesundesser und Handaufleger haben nur etwa 5% Besserung und eine menge Verschlimmerung geschafft. Du kannst hier im Forum lesen, dass Cortison für die meisten bekömmlich und was die Krankheit angeht, ein Segen ist. Gib oben im weißen Feld [erweiterte Suche] "Cortison" oder "Alternative" ein, dann findest du massenhaft Beiträge.

    Familienbedingt hat sich bei mir der Typ II Diabetes gemeldet. Normalerweise wären meine erhöhten Werte lächerlich, heißt streng diätetisch zu behandeln. Für mich ist es aber schwierig. Ich weiß nicht mehr, was an meinen Symptomen woher kommt. Erhöhen die Entzündungen der Gelenke, des Bauches, der Adern den Blutzzucker? Macht der Blutzucker noch mehr Gelenkentzündungen...? Das Dumme ist, dass man sich mit Gelenkentzündungen und Arthrosen nicht ausreichend bewegen kann. Auf die Ernährung kann man achten. Tipps gibt es ja genug auf den Diabetes-Seiten. Aber wegen der mangelnden Bewegungsmöglichkeit will ich schon früher mit einer Behandlung des Blutzuckers beginnen. Von daher ist deine Frage für mich ":eek:, was macht die Frau". Aber klar, für dich ist das alles neu, du brauchst erst Informationen. Leider wird Cortison auch noch immer verteufelt. Heute, mit der niedrigen Dosierung kommen die meisten Betroffenen aber gut zurecht.

    Liebe Grüße
    Clara
     
  7. DoratheaKäte

    DoratheaKäte Neues Mitglied

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    Hallo Clara,

    ich nehme Insulin und brauchte wirklich ganz lange, ganz wenig - eigentlich bis das Rheuma kam. Das Rheuma bringt alles durcheinander und das MTX auch und Deine Frage - gibt es einen Zusammenhang bzw, eine Ursache für die Kombination dieser beiden Krankheiten - das ist das was mich so brennend interessiert. Und ich würde wirklich viel tun, aber das denke ich wollen alle, um erstes die Ursache zu finden, diese zu bekämpfen und dann von den Medis los zu kommen. Mit Knochenbelastungen hält es sich noch in Grenzen. Ich mache jeden Morgen Sport und auch am Abend wenn möglich, um die die Knochen in Schwung zu halten. Mein Rheumatologe meinte 2 Stunden Sport und man kann wieder etwas Kortison einsparen ... na ja, eben nur etwas.

    Ich beschäftige mich unendlich mit Ernährung, vegan nicht vegan - kann gluten der Auslöser sein? Vor gut 12 Jahre fing bei mir alles mit rechtzeitigen Bauchschmerzen an.

    Das schlimmste bei der ganze Suche sind immer wieder Hoffnungsschimmer, neue Ärzte, neue Ideen und die Entscheidung, was macht man. Ich hatte fest an Naturmedizin geglaubt aber es klappte einfach nicht ... und dann denke ich wieder - ich übersehe irgendetwas ...

    Über Fasten und kein Zucker habe ich auch viel gelesen, aber das habe ich noch nicht durchgezogen, habe ohnehin schon durch die Umstellung auf vegan 10 kg verloren.

    Danke auf jeden Fall an Euch alle für die vielen guten Tipps - ich freue mich wie sicher Ihr alle über jeden Strohhalm.
     
  8. planta

    planta Neues Mitglied

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    Hallo DorotheaKäte,

    bei mir ist Zucker eindeutig ein Auslöser für Arthritis. In Zeiten, wo viel gefeiert wird (ich kann bei Kuchen nicht widerstehen), ist auch meine RA schlimmer. Und ganz eindeutig habe ich das kürzlich festgestellt, als ich mit meinen Enkeln Eis essen war. Jeder hat sich etwas bestellt, aber die essen das ja nicht ganz auf. Also habe ich zu meiner eigenen Eis-Schokolade noch die restlichen Eisbecher der Enkel leer gefuttert. Und unmittelbar danach fing mein rechtes Handgelenk an zu schmerzen. Bis ich bezahlt hatte und über den Parkplatz gegangen war, tat es schon so weh, dass ich den Zündschlüssel nicht umdrehen konnte. Mit dem Schalten ging es gerade noch. Mit diesen Schmerzen bin ich abends auch schlafen gegangen. Morgens waren sie wieder weg.
    Also, ich bin jetzt mit Zucker sehr vorsichtig. Wenn ich mir etwas genehmige, dann nur in kleinen Dosen. So halte ich es auch mit Alkohol. Wenn ich mal ein Gläschen trinke, dann genieße ich das um so mehr.
    Man macht eben so im Laufe der Zeit seine Beobachtungen, was einem gut tut und was nicht. Du kriegst das sicher auch in den Griff.

    Liebe Grüße
    planta
     
  9. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hi, DorotheaKäte,

    wenn du noch Sport machen kannst, brauchst du sicher nur wenig Cortison. Das ist nur eine minimale Unterstützung zum körpereigenen Cortisol.

    Als meine Kollagenose heftiger wurde, konnte und mochte ich nicht mehr vegetarisch leben. Man muss es ja nicht übertreiben und Massentierhaltungen leer futtern. Ein- bis zweimal die Woche braucht mein Körper einen Fisch oder mal etwas Rinderhack. Ansonsten krieg ich keinen Löffel mehr an den Mund gehoben. Das kann es ja auch nicht sein.

    Liebe Grüße und bleibe weiterhin so fit
    Clara
     
  10. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hi Planta,

    ganz erstaunlich wie schnell dein Körper den Zucker ins Blut befördert und von da aus dann den ganzen schweren Entzündungsschub auslöst. Das waren nur wenige Minuten. :eek:

    LG
    Clara
     
  11. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    hm, bei meiner Diabetes dauert es etwa 2 Stunden, bis der Höchstwert erreicht ist....
     
  12. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    hallo planta,

    hast du es mal mit birkenzucker versucht?

    für diabetiker besser geeignet, als haushaltszucker da er auch nicht angerechnet werden muss.
    schmeckt dem nomrlane zucker sehr ähnlich.. hinterlasst nen kleinen kühlen hauch, wenn man ihn in quark oder so isst. bei kuchen merkte ich keinen unterschied.
    leider halt nicht ganz so günstig :(
     
  13. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo Gemeinde,

    Diabetes haben und seinen Blutzucker messen, nach dem Essen dann einen deutlichen Anstieg haben, ist noch etwas anderes als

    ...vom Eisessen im Café aufzustehe und auf dem Parkplatz den Schlüssel nicht mehr umdrehen zu können.

    Beim Diabetes ist es doch der ständige oder häufig erhöhte Blutzucker, der dann über einen längeren Zeitraum (Monate bis Jahre) zu Gelenkentzündungen/verklebungen führt. Ursache ist dabei nicht der gegessene kristalline Industriezucker sondern entweder ein Mangel an Insulin oder die mangelnde Aufnahmefähigkeit der Körperzellen, den Zucker aus dem Blut aufzunehmen. Das mal abgesehen von zu viel Alkohol, der die Leber stundenlang von ihrer Arbeit abhält.

    Der Blutzucker kommt ja als Kohlehydrat auch von Kartoffeln, Vollkornbrot, Äpfeln undsoweiter. Der Körper holt sich den dann aus den Zellen zum Denken, zum Bewegen .... mal ganz einfach erklärt. 100ml Milchspeiseeis haben etwa 2BE. Wer als Diabetiker gut eingestellt ist, kann sich auch eine doppelte Portion Eis leisten, ohne gleich in ein Koma zu fallen. Erst fängt man an zu schwitzen, kann nicht mehr richtig denken .... und fährt auf keinen Fall Auto.

    Was mir beim Eisessen passieren kann ist, die Glasschüssel bei einem anregenden Gespräch zu lange in der Hand zu halten. Meine Hand wird dabei eisekalt, steif und schmerzt. Mein Herz verkrampft sich. Wahrscheinlich hätte ich schon längst das Eis mit der anderen Hand hingestellt oder jemanden gebeten, es mir aus der Hand zu nehmen. Ich hätte mich zusammengeknüllt und würde unter dem Tisch meine eisekalte Hand massieren. Ist halt ein Anti-Phospholipid-Syndroms.

    Vielleicht gibt es Menschen mit Industriezuckerallergie. Oder es war noch etwas anderes im und um das Eis.

    Liebe Grüße mit Vanilleeis, Erdbeeren und Sahne, danach ein Abendspaziergang
    Clara :)