der NEGATIV Thread- über was habe ich mich heute NICHT gefreut

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Silberpfeil, 5. Februar 2012.

  1. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Eben und das war bei der einen Frau, von der ich erzählte so. Diese Frau bekam mehrmals gründliche Untersuchungen, war in mehreren Krankenhäusern. Ich kann es auch verstehen, wenn jemand jammert, Unsicher ist, Schmerzen hat usw. Das kann ich auch ertragen, es stört mich nicht. Aber das mit der war nicht mehr normal. Man merkte auch das die Schwestern/Pfleger und der Arzt schon richtig genervt waren. Als sie entlassen werden sollte (weil körperlich gesund) beschwerte sie sich darüber das man sie nicht länger hierbehalte. Dann rief sie ihren Mann an, er müsse sie schon jetzt abholen und dachte sie könne hier zwei Wochen bleiben und es wäre eine Unverschämtheit, dass man sie hinauswerfe usw.
     
  2. Kittie

    Kittie Aktives Mitglied

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    Ich kann hier aber natürlich auch ihre Seite verstehen, denn ich war auch über einige Jahre Wanderpokal in Kliniken und Arztpraxen und auch von mir war man irgendwann genervt - krank war und bin ich nun mal trotzdem. Ich kann verstehen, dass man da irgendwann verzweifelt und wütend ist. Das nur mal so am Rande, auch wenn die hier beschriebene Dame eher so klingt als bräuchte sie einen Psychiater - aber auch das wurde mir dann unterstellt, nachdem man nichts fand - weil man nicht richtig gesucht hat.
     
    #15442 23. Februar 2021 um 15:46 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 23. Februar 2021 um 15:55 Uhr
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  3. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Das kann ich bis zu einem gewissen Grad auch verstehen, die Zeit bis zu meiner Diagnose zog sich auch länger hin. Nur diese Frau war schon sehr speziell und auch aggressiv und warf auch mit Ausdrücken um sich. Die andere leicht demente Frau schrie sie unter anderem eben mit "Halt endlich dein Maul" an und anderes. Und die andere Frau, die sehr Schmerzen hatte griff sie auch mit sehr unfreundlichen barschen Worten an. Und das ging zu weit, solch eine Rücksichtslosigkeit gegenüber den Mitpatienten im Zimmer. Ich konnte ja zum Glück aufstehen und mal raus auf die Gänge, aber die beiden anderen waren ja bettlägrig. Und die Schwester/Pfleger fast stündlich in der Nacht anzuklingeln, wegen Kleinigkeiten, naja find ich nicht so gut und gerade Nachts sind die nicht vollbesetzt und müssen sich ja auch noch um die anderen Patienten kümmern. Nun gut, so was habe ich dann aber bei anderen späteren Klinikaufenthalten nie mehr erlebt .Gegenseitige Rücksichtnahme ist schon angebracht finde ich.
     
  4. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Meine Zimmernachbarin hatte, wie gesagt, je nach dem Thema der Gesundhheitsseiten ihrer Klatschzeitschriften, täglich einen neuen Verdacht. Mal war es Leberkrebs, mal einen Hirntumor, dann wieder Leukämie (sie fühle sich schon schlapp und laut der Zeitschrift XY könnte das Leukämie sein), vielleicht sei es auch eine Herzbeutelentzündung etc. etc. Also wirklich täglich hatte sie einen anderen Verdacht und bestand bei der Visite immer auf entsprechende umfassende Untersuchungen.

    Irgendwann kam der Chefarzt nicht mehr zu ihr (sie war ja Privatpatientin), sondern schickte mal den Oberarzt, mal "nur" noch den Stationsarzt. Zu mir kam in den ersten 3 Wochen auf der Normalstation nach dem langen Intensivstationsaufenthalt 3-4 mal die Woche der Klinikdirektor. Wenn es mir besonders schlecht ging, kam er meistens in Begleitung noch eines anderen Profs .

    Sie stellten sich bei mir beim ersten Mal vor und so bekam es meine Zimmernachbarin mit, was sie sehr verärgerte. Und sie beschloss den Klinikdirektor anzusprechen und ihm ihre jeweiligen Verdachtdiagnose mitzuteilen und um Untersuchung zu bitten, worauf er beim ersten mal erwiderte, dass er jetzt keine Zeit mehr hätte.

    Deshalb wartete sie bei der nächsten Visite nicht bis zum Ende, sondern unterbrach ihn, während er mir was erklärte. Das führte dazu, dass die Visite durch den Klinikdirektor nicht mehr im Zimmer stattfand, sondern die Krankenschwester brachte mich ab dem Zeiptunkt immer ins Arztzimmer.
     
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  5. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    Hypochonder mit einer massiven hysterischen Komponente sind eine echte Heimsuchung für tatsächlich körperlich kranke Menschen und für alle Angehörigen.
    Wie schön, dass Du "ES" überstanden hast, liebe @allina und dass die Ärzte einen Weg gefunden haben, dass Du dennoch Deine Visite bekommen hast...
     
    #15445 23. Februar 2021 um 18:26 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 23. Februar 2021 um 18:38 Uhr
  6. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    Ich kann bei all euren Geschichten zustimmend nicken, kennich ;)
    Aber wenn man das mal so überschlägt...... die armen Ärzte und Schwestern, die werden ja nicht nach Haus entlassen, da wartet im nächsten Zimmer der nächste kranke Patient....
     
  7. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    das stimmt, aber zum Glück sind ja nicht alle Patienten so und zum Glück sind die Ärzte ja auch meistens gesund, wenn sie zur Arbeit erscheinen!
     
  8. Katjes

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    stray cat, das ist wohl wahr..... bei den Schilderungen waren ja meistens psychische Auffälligkeiten im Vordergrund und nicht die Krankheiten der Träger*innen.
     
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  9. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Ich ärgere mich gerade über meinen Physiotherapeuten, dem es heute Abend eingefallen ist, dass er morgen einen Gerichtstermin hat und mir deshalb absagen muss. *grummel* Jetzt habe ich zwei Wochen keine Therapie (letzte Woche hatte er Urlaub), meine Gräten freuen sich.:angryfire:
     
  10. B.one

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    @Katjes : Da sagst du was. Als ich noch im Dienst war, da habe ich schwierige, so wie hier beschriebene Patienten als berufliche Herausforderung betrachtet. Das hat es mir leichter gemacht. Die meisten Patienten haben aber keine solchen Probleme gemacht. Für mich wurde /wird es besonders schwer, wenn es in Richtung Rassismus ging. Die habe ich schnell "eingenordet" oder sie mussten sich einen anderen Dienst suchen.
     
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  11. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    B. one, ich hab früher auch in der Pflege gearbeitet..... und auch sehr viele Frauen mit psychischen Erkrankungen betreut, dort war es aber eher eine Ausnahme, das sich jemand so grenzwertig benahm.....Ich habe aber das Gefühl, das die Patienten immer egozentrischer werden.
     
  12. PiRi

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    Schwälbchen, dann soll er für Vertretung sorgen, verflixt noch mal.
     
  13. Sinela

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    @PiRi: Hätte er mir frühzeitig von dem Gerichtstermin erzählt (das weiß er ja nicht erst seit gestern), hätte ich deswegen auch nachgefragt. Ich werde jetzt morgen selbst mal in der Praxis anrufen, vielleicht habe ich ja Glück und es hat jemand abgesagt.
     
  14. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    habe mich nicht gefreut, als ich von Katerchen heute schon die erste Zecke absammeln durfte....kaum scheint die Sonne... :spider:
     
  15. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Leider sind die mistigen Biester bereits bei Temperaturen ab 8 C° aktiv.
     
  16. Hibiskus14

    Hibiskus14 Registrierter Benutzer

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    Oh, da muss man ja schon aufpassen.
    Gefährliche Natur.
     
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  17. Rhönkind

    Rhönkind Aktives Mitglied

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    Ja mir ging es in einer Reha so krass. Meine Zimmernachbarin gegenüber hat so laut geschnarcht, dass es durch zwei geschlossene Türen und den Flur dazischen zu mir rüber gedröhnt hat. Die Reha war ausgelegt, wie ein Akutkrankenhaus, ein nackiges Zimmer mit einem KH Bett. Viel Platz für Schall und überall kleine LEDs für irgendwelche Knöpfe. Ich bin da auch super empfindlich, also musste ich die alle abkleben, das war mir zu hell. Aber die Nachbarin könnte ich ja nicht abstellen. Also bin ich nachts durchs Haus spaziert, wenn mich dér Rücken mal wieder getrieben hat. Irgendwann hab ich die Nachtschwester volle Kanne erschreckt und die hat mich erstmal von oben bis unten mit Franzbranntwein einbalsamiert und dann hat sie mich wieder schlafen geschickt. Das ist eine ewiges Werk mit der Schlaferei. Ich schlafe total fertig auf dem Sofa ein und schlaf dann auch für eine Stunde gut. Dann werde ich wieder wach und dann startet die Rollkur. Ich hab mir eine neue Matratze gekauft, in der Hoffnung es liege nur da dran aber nein, das bin ich und nicht das Bett.
     
  18. Gutemine65

    Gutemine65 Aktives Mitglied

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    Allina,
    genauso habe ich das mit einer Mitpatientin erlebt.
    Ich hatte eine Herzmuskelentzündung und das einzige freie Bett war in einem Viererzimmer.
    Eigentlich hätte ich Ruhe haben und mich nicht aufregen sollen...
    Ich war die Jüngste und hatte den kürzesten Weg zum Fenster.
    Die eine Pat. beschwerte sich, dass es im Zimmer so warm sei, also habe ich
    hilfsbereit das Fenster geöffnet. Selbstverständlich nur gekippt, es war Herbst.
    Ca. 30 Sekunden später hat sich die andere beschwert, dass es so kalt ist, ich also wieder raus, Fenster zu.
    Die vierte Frau war schon etws mehr als leicht dement, aber die hat nur ab und zu mal gestöhnt.
    Darüber haben die beiden anderen dann hergezogen, dass sie doch nicht auf eine normale internistische Station gehöre,
    wer weiß, was sie alles anstellen würde, so jemand könne man doch nicht trauen etc.

    Irgendwann bin ich dann geplatzt. So viel Gehässigkeit und Ignoranz!
    Nachdem ich mit dem Pflegepersonal gesprochen hatte, wurde ich am nächsten Tag gnädigerweise entlassen.
     
  19. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Ja gutemine, man erlebt so einiges im KH. Während eines KH-Aufenthalts wurde ich vom Stationsarzt gefragt, ob ich vielleicht Italienisch verstehen würde. Sie hätten einen Patienten mit einer schwer einzustellenden Diabetes. Er hätte sich bereiterklärt, dass eventuell ein anderer Patient übersetzt. Sie müßten sonst immer warten bis ein italienischer Kollege Zeit hätte.

    Also erklärte ich mich bereit zu helfen. Es handelte sich um einen ca. 50-jährigen Italiener, der mit einer schweren Diabetes-Entgleisung notfallmäßig ins KH eingeliefert worden war und die Einstellung gestaltete sich wohl sehr, sehr schwierig. Die Ärzte konnten sich das nicht erklären.

    Also wurde ich zu jeder Visite gerufen. Es herrschte eine große Ratlosigkeit unter den Ärzten. Der Italiener war ein sehr angenehmer und freundlicher Mensch. Mir fiel nur auf, wie gelassen er die wirkliche missliche Lage hinnahm.

    Er wurde mehrfach gefragt, ob er zusätzlich zum Krankenhausessen noch etwas anderes essen würde, was er regelmäßig verneinte. Die Krankenschwestern bestätigten, dass sie nie gesehen hätten, dass er was anderes gegessen hätte, als das Krankenhausessen. Auch im Nachtschrank befände sich nichts Essbares.

    Mir ging es inzwischen ja viel, viel besser und so spazierte ich manchmal im Flur herum. Der Italiener fragte mich irgendwann, ob ich Lust hätte im Aufenthaltsraum Karten zu spielen, was wir dann gelegentlich machten. An einem dieser Kartenspiel-Nachmittage bekam er von seiner Frau und seinem Bruder Besuch.

    Sie gingen, so sagte er, immer in den Garten. Es war ja Frühling. dieses Mal fragt er mich, ob ich Lust hätte mitzukommen. Und dan mein Besuch sich erst in 2 Stunden, also für 17 Uhr angesagt hatte, ging ich mit.

    Tatsächlich setzten wir uns alle auf Bänke in den Garten. Sein Bruder und er hatten 2 italienische Restaurants.

    Nach ca. 30 min fragten sie, ob ich Lust hätte etwas spazieren zu gehen, nur so eine Runde um um das KH herum, also außerhalb. Ich ging mit und siehe da, sie schlossen ein Wohnmobil auf. Man bat mich reinzukommen und dann wurden jede Menge Plastikboxen nacheinander in die Mikrowelle gestellt und aufgewärmt. Ich erschrack und bat ihn zu bedenken was das für seine Diabetes bedeutete. Er und dann auch seiner Frau meinten, dass man nur einmal leben würde und das müsse man genießen. Ärzte würden einem eh alles verbieten. Ich versuchte mehrere Male, ihnen die Risken seines Essverhaltens zu erklären, leider erfolglos. Sie wiederholten ein ums andere mal, ich solle endlich mal das Essen probieren. Aus Höflichkeit probierte ich ein wenig und es war wirklich köstlich. Aber mein schlechtes Gewissen trieb mich aus dem Wohnmobil raus. Er flehte mich an, nichts den Ärzten zu sagen und weiterhin zu übersetzen. Das wollte ich nicht. Ich rang lange mit mir, aber ich entschied, alles den Ärzten zu erzählen, denn wäre ihm Schlimmes passiert, hätte ich mir ein Leben lang Vorwürfe gemacht.

    Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung. Ich übersetzte dann nicht mehr, weil auch er das nicht mehr wollte. Es war wirklich grausig!!

    Jetzt ist es echt lang geworden. Autsch!!!
     
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  20. Hibiskus14

    Hibiskus14 Registrierter Benutzer

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    Oh, das ist ja eine fast unglaubliche Geschichte.
    Klar, dass du in der Zwickmühle warst, den Ärzten was erzählen oder nicht.
     
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