@kerstin das Ding ist ja: Ich habe einen - laut den Ärzten im KH - sehr vorbildlichen Ordner mit medizinischen Unterlagen. Da ist alles drin, vom Mediplan und einer Liste mit den wichtigsten (gesicherten) Diagnosen über Arztbriefe und CDs bis hin zu einer Anweisung für die regelmäßig nötigen MRAngios vom Kopf. Ich habe dem Notarzt diesen Ordner natürlich gegeben, aber den hat das alles nicht wirklich interessiert. Auch nicht mein Hinweis, dass in den Briefen vom UKD immer wieder steht, dass ich angehalten wurde, bei neurologischen Ausfällen zwingend schnellstmöglich den Notdienst zu alarmieren. Hätte er selbst lesen können! @Katjes meine Ärzte werden mir sicher weiterhelfen. Und nicht nur einer von ihnen wird mehr als ungehalten sein, wie der Notarzt sich verhalten hat. Ich war ja froh, dass meine Sprache diesmal weiter ganz normal funktioniert hat und nur mein linkes Bein "ausgefallen" ist. Vielleicht war es für den Doc dadurch nicht dramatisch genug?! Das Bein will noch immer nicht so richtig, hatte sich ja auch seit Donnerstag noch nicht komplett eingekriegt.
@Kaschu, wenn jemand nicht bereit ist einige Unterlagen querzulesen, hilft eventuell ein kurzes knappes, aber hammerhartes Schreiben eines Facharztes. Manche Ärzte sind aber vielleicht auch einfach sauer, wenn die Patienten ihre Unterlagen beisammen haben und von ihren Fachärzten auch dazu ermuntert werden, sich mit ihren Krankheiten auseinander zu setzen und sich dadurch nicht überrumpeln lassen. Nicht ohne guten Grund glauben wir ja nicht an Götter oder halbe Götter.
Es gibt ja nicht umsonst Fachärzte, die auf ganz bestimmte Krankheitsbilder spezialisiert sind. Und wenn Neurologen und Neurochirurgen sagen "Time is brain" dann hat das schon seinen Sinn. Da braucht es im Notfall keinen, der von sich selbst behauptet, ein sehr guter Arzt zu sein (hat er genau so gesagt) und sich aber nicht wie ein solcher verhält. Die inzwischen zahlreichen Aufnahmen von meinem Gehirn zeigen deutlich, wohin es führen kann, wenn Ärzte einem nicht zuhören...