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Depressionen von MTX?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Mano, 2. Mai 2007.

  1. Mano

    Mano Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich hab vor einiger Zeit schon mal hier gepostet und jetzt brauche ich mal wieder euren Rat. Ich leide an CSS (Diagnose vor 2 Jahren) und ich bin bis vor kurzem damit eigentlich auch sehr gut zurechtgekommen.
    Meine Theraphie schlug prima an, ich habe mit 40mg Prednisolon begonnen, diese wurde stetig reduziert. Als ich im Oktober dann leicht rückfällig geworden bin, kamen wöchentlich 10mg MTX dazu, die Steroide wurden weiter reduziert. Inzwischen nehme ich noch 3mg Prednisolon (täglich) sowie 10mg MTX in der Woche.
    Und da liegt auch mein Problem: ich habe schon seit Beginn der Theraphie Probleme mit Stimmungsschwankungen und körperlicher Erschöpfung, seitdem ich allerdings MTX nehme habe ich regelrechte Depressionen, ich bin fast täglich am Heulen und habe (worüber ich mich selber sehr erschrecke) oft richtig das Gefühl es sei alles sinnlos, und das einfachste wäre es, sich umzubringen.
    Ich nehme inzwischen zusätzliche zu meinen Rheuma-Medikamenten Johanniskraut-Kapseln (900mg, täglich) sowie Calzium-Tabletten und die Folsäure. Aber statt besser wird es irgendwie immer schlimmer.
    Ich muss vielleicht dazusagen, zu alledem kommen noch einige gravierende Probleme im privaten und beruflichen Umfeld und ich kann nicht Unterscheiden, ob nun die Medikamente die Ursache für meine Probleme sind oder ob ich drauf und dran bin in einen Burnout zu schlittern.
    Ich habe inzwischen kurzfristig einen Termin bei meiner Ärztin vereinbart, möchte mit ihr über diese Problem sprechen. Leider sind es bis dahin noch fast drei Wochen (früher ging nicht).
    Hat den irgend jemand einen Rat für mich? Ich bin langsam echt am Verzweifeln ...

    Liebe Grüße
    Mano
     
    #1 2. Mai 2007
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2007
  2. Kleene

    Kleene Neues Mitglied

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    Hallo Mano,

    ich verstehe deine Situation. MTX kann sicher auch Depressionen auslösen, dazu dann noch dein familiärer und beruflicher stress das ist alles nicht einfach. Mir gehts wie dir. Ich denke zwar das Humira meine Depressionen etwas verstärken, aber die hatte ich vor dem Medikament auch mal mehr und mal weniger. Habe mir einen Termin beim Psychologen geholt, morgen ist es soweit. Ich bin auch am Ende. Immer wieder Schübe, dann noch die Kündigung... Ich fühle mich nutzlos und ungebraucht. Niemand möchte einen einstellen :mad:

    Wenn du schon solche schlimmen Gedanken hast, das du nicht mehr leben möchtest, rate ich dir dringend wirklich einen Psychologen aufzusuchen. Hab keine Scheu davor. Hab vor einigen Jahren schonmal eine Therapie gemacht und sie hat geholfen. Medikamentös und Gespräche.
    Das Leben geht weiter, mit Höhen und Tiefen. Auch wenn man nicht mehr weiter weiß.


    Gruß Kleene
     
  3. Rosenstolz

    Rosenstolz Neues Mitglied

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    Hallo?

    Hallo Mano!

    Kopf hoch, tief durchatmen....
    Es tut mir leid, dass es Dir so sch... geht, aber laß Dir helfen!
    Ich selbst nehme auch seit drei Wochen MTX und habe gerade noch einer Freundin erzählt, dass ich nah an Depressionen bin. Aber so schlimm wie bei Dir ist es nicht! Von MTX kann man jedoch Depis kriegen, soviel ich weiß. Wenn ich mal wieder in Selbstmitleid zu ertrinken drohe, denke ich daran, dass es auch vieeeel schlimmer sein könnte. das hilft dann (noch).

    Bei Dir muss aber ein Profi ran! Warte besser keine drei Wochen ab, sondern bemühe Dich um einen zeitnahen Termin! Am besten noch heute (sch... Mittwoch, aber morgen :) ). Notfalls geh doch zu Deinem Hausarzt.

    Ich wünsche Dir alle Kraft der Welt und liebe Grüße
    Rosenstolz
     
  4. Mano

    Mano Neues Mitglied

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    Hallo Kleene,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Weißt du, ich kann mir selber nicht erklären, was momentan mit mir passiert. Ich bin es nicht gewöhnt, mich so wenig unter Kontrolle zu haben.

    Ich denke auch, daß eine Theraphie vielleicht das Beste für mich ist. Aber ich schäme mich auch irgendwie dafür ... was sollen denn Familie und Freunde denken, wenn man sich selbst nicht mehr im Griff hat?

    Bei mir wars ähnlich wie bei dir ... eine Kündigung (von mir ausgehend), der neue Job noch schlimmer als der alte ... eine Beziehung (inzwischen beendet) die mir noch die letzte Energie ausgesaugt hat ... aber du hast ja Recht ... irgendwie muss es trotzdem weitergehen.

    Liebe Grüße
    Mano
     
  5. Mano

    Mano Neues Mitglied

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    Hallo Rosenstolz,

    danke auch dir für deine lieben Worte.

    Es ist manchmal echt zum Verzweifeln - wenn man sich eigentlich denkt: Mensch Mano, dir gehts doch im Vergleich zu anderen Menschen richtig gut. Und dann trotzdem nicht aus dem Loch kommt.
    Ich kenne sowas nicht von mir. Ich war eigentlich immer sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben.

    Ja aber du hast Recht ... ich werde versuchen morgen mal meinen Hausarzt zu erreichen.

    Danke & Liebe Grüße
    Mano
     
  6. amalie44

    amalie44 Neues Mitglied

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    hallo Mano,
    wenn Du schon Selbstmordgedanken hast, ist DRINGEND profesionnelle Hilfe angesagt.Da darfst Du trotz aller verständlichen "Peinlichkeit" auch beim Hausarzt nicht damit hinter dem Berge halten, WIE schlecht es Dir geht.
    Ich hatte auch seit der MTX-Therapie Depressionen und erst als ich mich beim Rheumatologen bitter beklagt hatte, dass ich mich selbst nicht wieder erkenne in dem was ich denke & fühle, ging man darauf ein.
    Ich hatte Glück, bei mir hat Johanniskraut geholfen.
    Aber wie Du es beschreibst, ist es bei Dir schon eine Stufe heftiger und nicht mehr für langsam ( nach 4 - 6 Wochen ) sanft wirkende Naturmedizin geeignet.
    Jeder Tag zählt. Es ist kein Leben, wenn man nur noch über die Sinnlosigkeit nachdenkt !
    Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du SCHNELL und wirksame Hilfe bekommst !
    Sei mal umarmt !
    amalie
     
  7. ibe

    ibe Guest

    Liebe Manu,

    das kenne ich auch. Als ich MTX spritzte, je höher die Dosis je schlimmer. Die Johanniskraut-Kapseln haben bei mir das Gegenteil bewirkt. ich wurde dadurch zur Heulsuse, richtig fertig. Bis jemand mich darauf hinwies und ich sie weg ließ. Es ging mir danach auch wirklich besser. Ich lasse die Finger von Johanniskraut. Das waren meine Erfahrungen. Also es wäre besser, wenn sich dein Zustand sich nicht bessert, zu einem Psychotherapeuten zu gehen und der kann dir auch die richtigen Antidepressiva verschreiben, das allerdings auch dein HA machen kann.

    Gute Besserung wünscht dir ibe.
     
  8. Mano

    Mano Neues Mitglied

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    Das ist echt lieb von euch allen, danke.

    Kennt denn zufällig jemand einen guten Psychologen oder Psychotherapheuten in oder um München? Dann würde ich mich gleich an so jemanden wenden ...

    Liebe Grüße
    Mano
     
  9. ibe

    ibe Guest

    Mano,

    ich kenne keinen in München, lebe zu weit weg, aber du solltest mit deinem Arzt reden, der muss dir ne Überweisung dafür geben, also erst zum Arzt. Vielleicht kann er dir einen empfehlen, hat mein Arzt mir auch empfohlen.

    Lieben Gruß von ibe.
     
  10. Christi

    Christi Mitglied

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    Depressionen von MTX

    Hallo Mano,

    das Wort Depressionen kenne ich nur zu genüge. Auch ich nehme zur Zeit MTX, kann aber auch nicht sagen, ob mein momentanes Tief vom MTX oder von meiner derzeitigen Situation kommt. Tiefe Depressionen hatte ich vor ca. 13-10 Jahren, habe damals auch geglaubt, ich krieg das alleine in den Griff, habe mich über 5 Monate so dahingeschleppt bis es dann wirklich beinahe zu spät gewesen wäre und ich mit einer Überdosis Schlaftabletten im Krankenhaus gelandet bin und mir der Magen ausgepumpt wurde. Das wünsche ich niemandem.

    Du solltest wirklich, wie die anderen schon geraten haben, professinelle Hilfe in Anspruch nehmen, wobei es ziemlich schwierig ist, kurzfristig einen Psychotherapeuten zu finden. Bei uns wenigstens haben die alle ziemlich lange Wartezeiten. Weiß nicht, ob das im Raum München genauso ist. Ich empfehle Dir deshalb einen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie aufzusuchen, das geht schneller und der kann auf alle Fälle mal medikamentös eingreifen und wenn Du dabei so viel Glück hast, wie ich es damals hatte, gerätst Du an jemanden, bei dem Du wirklich über alles reden kannst und der sich wirklich Zeit für Dich nimmt. Außerdem ist die Behandlung dort nicht zeitlich begrenzt und muß nicht erst bei der Krankenkasse beantragt werden wie eine Psychotherapie. Ich bin, wie gesagt jetzt seit 1994 in Behandlung (unterbrochen nur durch 45 Therapiesitzungen bei einer Psychologin, mehr zahlt die Kasse nicht) und brauche meinen "Psychodoc" heute wieder ganz besonders um mit über meine jetzige Erkrankung (cP seit 2005) zu reden.

    Kopf hoch und hoffentlich den passenden Doc
    wünscht Dir

    Christi
     
  11. Mano

    Mano Neues Mitglied

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    Hallo ihr alle,

    also nachdem ich gestern mal ein wenig herumtelefoniert und mit diversen Leuten und Ärzten gesprochen habe, scheint es wohl tatsächlich so zu sein, daß MTX eine, sagen wir mal, etwas "deprimierende" Wirkung hat. Ich find das absolut übel, vor allem weil ich normalerweise nicht anfällig für so was bin.
    Schritt eins wird dann wohl doch sein, es langsam zu reduzieren und gegen ein anderes Medikament zu ersetzen. So hätte ich keinesfalls weitermachen können und wollen.
    Ich bin auf der einen Seite ganz froh, daß ich jetzt zumindest weiß, wo genau meine Problem liegt. Ich dachte echt schon, ich drehe durch ... :confused:

    Liebe Grüße
    Mano
     
  12. ibe

    ibe Guest

    Hallo Mano,

    das finde ich gut. Ich bin auch vom MTX runter und es geht mir viel besser.

    Alles Gute für dich wünscht dir ibe.
     
  13. Kleene

    Kleene Neues Mitglied

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    Hallo Mano,

    ich komme gerade vom Psychologen. Er war sehr nett, wir haben geredet über die ganzen letzten Ereignisse und ich habe ein Antidepressiva bekommen. Vor 3 Jahren war ich ja auch schon mal dort und es half mir.
    Bei mir wurden die Depressionen die letzten Monate immer Schlimmer wegen den ganzen Ereignissen und Humira hat noch mehr Stimmungsschwankungen bei mir hervorgerufen. In 2 Wochen hab ich nächsten Termin.

    Ich wünsche dir das es dir auch bald besser geht.

    Gruß Kleene
     
  14. Faustina 24

    Faustina 24 Mitglied

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    Hallo Mano,
    dass MTX "deprimierende" Wirkung hat, steht glaube ich auch bei den Nebenwirkungen. Ich spritze auch MTX, habe aber davon noch nichts gemerkt. Ich glaube, bei dir kommt momentan echt viel zusammen und dazu noch das MTX.Wie meine Vorredner schon sagen, gehörst du wirklich in die Hände von Psychotherapeuten und es ist gut, dass du diesen Weg gehen willst. Lass dir helfen, daran ist nichts peinlich und man muss nicht immer nur Stärke zeigen!
    Ich drück dir die Daumen und Kopf hoch, das wird wieder, r-o ist ja auch noch da:)
    Liebe Grüße
    Faustina