Liebe Corinna,
Fibro und Depris.......gehört halt zusammen, denn wer kann schon , tag ein , tag aus mit den Schmerzen umgehen und sie zum Leben dazugehörig zählen ohne darüber depremiert zu werden?
( ohne es gezeigt zu bekommen, wie es geht)
Ich kann dich gut verstehen. Als meine Diagn. kam ( erst kam Fibro, später der Rest *g*), war ich fix und fertig. Ich kam mit der Situation nicht zurecht, hatte meine Hoffnung auf die Medis gelegt, denn wenn ich was einnehme, dann geht es mir gut.
Ich hatte alles an Schmerzmittel in mich hineingestopft, bis hin zum Schmerzmittelabusus.
Da man mir die Erkrankung nicht angesehen hat, ich immer nach aussen hin die "lustige und fröhliche " kiki war, wurde ich mit meinem Schmerzen auch nie ernst genommen, weder von der Umwelt noch von den Gutachtern und MDK´s.
Das ging soweit, das mich die Ärzte, bei denen ich um HIlfe gesucht hatte, damit die mir sagen , was ich noch tun könnte, damit es mir besser geht, mich so dermassen fertig gemacht haben, das mir alles egal war.
Und dann war das alles noch in einer Woche.
Der rheumathologe wo ich war, hat mich dermassen runtergebuttert, das ich nur noch heulend auf der liege lag und zu nichts mehr fähig war.
Den tag danach musste ich zum MDK , um zu prüfen ob mein Arm ( der wurde op.) nun in Ordnung war ( hatte immer noch tierische Schmerzen, selbst nach 3 jahren noch starke neuropathie).
Der verabschiedete michmit den Satz, stellen sie sich nicht so an, sie haben nix, sie sind nur faul.( das war aber leider nicht alles, schaffen sie sich ein Kind an, dann geht es ihnen besser. usw...)
Das gab mir den Rest, ich suchte mir alle Schmerzmittel raus die ich hatte und wollte sie nehmen. Ich war so fertig....mir war in dem Moment alles egal, selbst mein Mann und meine Familie ( die immer für mich da waren)
Ich lag heulend im Wohnzimmer, die Tabl. nehmen mir... mir fehlte mir nur das Wasser. Ich musste somit aufstehen, was mir so schwer fiel...und in die Küche...( dort steht auch unser PC) der Blick fiel auf den Monitor, ich hatte noch auf einer Fibroseite das Chatfenster auf.
Keine Ahnung, ich setzte mich davor und schrieb der jenigen die gerade im chat war, wie es mir gerade ging und was ich vorhatte. Sie hat mir einen Arzt empfohlen und mir eingeredet ich solle es noch einmal versuchen. Einem Arzt ne Chance zu geben, mir helfen zu lassen.
Kurz und gut ich tat es und bekam am anderen Tag sofort einen Termin für Anfang der Woche und sollte vorher noch einen Berg an Fragebögen ausfüllen ( Schmerzfragebögen)
Endlich war er gefunden, der Arzt der mir zuhört, der mich aufbaute, und Ahnugn von der Materie hatte. Ich hatte immer noch Schmerzen, trotz den neuen Medis. Aber ich fühlte mich besser ( ein wenig)
Da ich Angst hatte, nochmal in ein so tiefes Loch zu fallen und auch an Selbstmord zu denken, hat mich dazu gebracht endlcih professionelle Hilfe zu suchen.
Ich bin seit 2001 in psychotherapeutische Behandlung. Die letzten Sitzungen waren für die Katz, weil ich endlich wieder mein Selbstvertrauen und mein Optimismus wieder gefunden habe

. somit hab ich jetzt nur noch 4 Stunden bei ihm und danach ist die Therapie erstmal abgeschlossen. Ich komme so gut zurecht und ich weiss sobald ich nur entfernt wahrnehme ich rutsche in eine Depri, die ich nicht auffangen kann, bin ich wieder bei dem Therapeuten.
Ich weiss mich in sehr guten Händen von Schmerztherapeut und Rheumatologen. Ich habe FAmilie die mich auffängt.
Ich habe mich wieder getraut, raus zu gehen und ehrlich gesagt,das beste was mir passieren konnte, war RO.
Dort hab ich Freunde gefunden, die ich heute in meinem Leben nie mehr missen möchte.
Warum ich dies alles schreibe:
Es ist ( sorry) scheissegal, woher die Depri kommt, ob der Grund die Erkrankung ist oder die Depri der Grund für die Erkrankung.Hauptsache ihr lasst euch helfen.
Lasst es nicht zu, das ihr in ein Loch fällt, es ist ein schreckliches Gefühl, diese Situation. Lasst euch helfen und seid in dem Moment nicht zu stolz zu einem Psychotherapeuten zu gehen.
An sich hat meiner nicht viel getan, nur zugehört. Auch die Reha letzes Jahr in einer psychosotamischen med. Klinik hat mir sehr gut getan, leider nicht medizinisch aber Psychologisch.
Ich habe endlich wieder gelernt, Freude Farbe und Hoffnung zu sehen.
Im Grunde genommen, geht es mir eigentlich gar nciht so gut,es ist vieles in den Jahren noch dazu gekommen. Auch der soziale Grund hat sich bei mir total geändert. Aber ich bin glücklich.
Mit meiner Familie, meinen Freunden usw....
von daher ,liebe corinna, such die professionelle Hilfe.
du hast die Möglichkeit, dir den Therapeuten aus zu suchen.
ich glaub 3 oder 4 Schnupperstunden hast du um herauszufinden, ob ihr beiden mit einander klarkommt und du kannst 3 oder 5 Therapeuten austesten

wenn du einen gefunden hast, dem du sagst das du bei ihm ne Verhaltenstherapie machen willst, dann erst macht er das Schreiben für den Arzt fertig, damit er dies ausfüllt und zur KK schicken kann.
Meistens erfolgt erst ne Kurzzeittherapie von ca 25 Stunden.
Ich wünsche dir alles Gute und wenn du in ein Loch fällst , dich die Depri übermannt. Komm bitte in den chat oder ins Forum, heul dich aus und lass dich ein wenig von uns auffangen.
Das kann im Moment ein wenig helfen...
Da fällt mir doch ein Satz ein, den ein ganz lieber Doc mir vor kurzem gesagt hat:
Ich empfehle dir , führe die Psychotherapie weiter, aber besser noch: Regelmässige Treffen von RO Leuten, Chat und Forum...besser als jede Psychotherapie

Gell lieber Doc...schade das nicht auf Rezept gibt
Dir Corinna, alles Gute und such dir bitte Hilfe.
Ich drück dich ganz lieb
biba Kiki